Forschungsprojekte

Forschung an der KPH Wien/Krems trägt zum wissenschaftlichen Diskurs über Bildung, Schule und Unterricht und zur disziplinären Weiterentwicklung der pädagogischen Berufe, des Berufsumfeldes und der Bildungsinstitutionen bei.

Forschung an der KPH Wien/Krems basiert auf spezifischen thematischen Schwerpunkten. Zurzeit gibt es an der KPH Wien/Krems folgende Forschungsschwerpunkte:

Digitale Medien und Bildung

Challenged Based Learning & Coding auf Basis Youth Hackathon
Kooperation mit: WeXelerate GmbH - Verein zur Steigerung der digitalen Kompetenzen in Österreich, Verein MadeByKids

Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Auf Basis des innovativen Youth Hackathon-Formats sollen digitale Lernressourcen (Lernkarten, Lernvideos und Tutorials) für die Workshop-Formate Game Design und App Design sowie Lehrmittel für die Vermittlung von Digitaler Grundbildung entwickelt werden. Methodisch erfolgt die Entwicklung der Materialien durch partizipative Einbindung von Lehrkräften unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen und Schüler*innen, die bereits Youth Hackathon-Workshops abgehalten bzw. an diesen teilgenommen haben. Insbesondere Lehrkräfte an Schulen sollen durch die neu entwickelten Ressourcen dabei unterstützt und ermutigt werden, eigenständig – ohne großen Vorbereitungsaufwand – Digitale Grundbildung an Schüler*innen zu vermitteln. Sei es nun im Zuge von Youth Hackathon-Workshops (Game Design & App Design) oder im weiterführenden Unterricht (Lernkarten zu Digitaler Grundbildung).

ClimateChange VR – Virtual Reality und Klimabildung – eine gute Symbiose
Kooperation mit: VideoReality (Entwicklerfirma aus Frankfurt/Main)

Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Virtual Reality ermöglicht auch in der Bildung zusätzliche Möglichkeiten, wie sich Lernende mit Hilfe von virtuellen Erfahrungen in VR-Simulationen Wissen aneignen können. Die Software ClimateChange VR ermöglicht, Anwender*innen in eine simulierte Zukunft zu versetzen, um die Auswirkungen des Klimawandels in einer virtuellen Umgebung zu erleben. Durch Technologie und Storytelling soll das Thema zu emotionaler Verbundenheit führen. Das Projekt untersucht, wie Lehramtsstudierende der KPH Wien/Krems die Anwendung emfinden, ob es dadurch zu nachhaltigerem Wissenserwerb bzw. Einstellungsveränderungen kommt. Dazu kommen Mixed-Methods zum Einsatz, die aus Pre- und Posttest (sofort nach dem Spielen und nach 6 – 8 Wochen) sowie Interview bzw. Gruppendiskussion bestehen.

Einführung von Tablets in der 5. Und 6. Schulstufe im Rahmen des 8-Punkte-Plans. Eine Fallstudie.

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2023

Mit dem Schuljahr 2021/22 werden an einem Großteil der Schulen der Sekundarstufe I im Rahmen der Geräte-Initiative, die Teil des 8-Punkte-Plans des BMBWF ist, digitale Geräte in der 5. und 6. Schulstufe eingeführt (https://digitaleslernen.oead.at/). Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung ist es herauszufinden, welche Faktoren sich in welchem Ausmaß auf das mediengestützte Lernen im schulischen Kontext auswirken. Wenn es um Digitalisierung im pädagogischen Kontext geht, sind damit zahlreiche Chancen, Herausforderungen und Befürchtungen verbunden. (Digitale) Medien können als konstruktiv oder destruktiv beurteilte Agenten von Wirklichkeiten und Gestaltung von Lern- und Kommunikationsprozessen beteiligt sein. Die an Lernprozessen mittelbar und unmittelbar Beteiligten messen diesen Medien durchaus unterschiedliche Charakteristika zu und beeinflussen damit ihrerseits wieder die Geschehnisse in den Lehr- und Lernprozessen. Daher wird ein Mixed-Methods-Approach eingesetzt, wo mittels Fragebogen, Gruppendiskussion bzw. Interviews die Sichtweise von Schulleitung, Lehrer*innen, Schüler*innen und Erziehungsberechtigten eingeholt wird. 

Einstieg ins algorithmische Denken mit analogen Spielen. Potentiale und Herausforderungen von algorithmischen Denken mittels der lebensgroßen Brettspiele „Krabben und Schildkröten“

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Die Bedeutung der Vermittlung von Grundzügen des algorithmischen Denkens hat in den letzten drei bis vier Jahren auch stark in der Volksschule zugenommen. Neben dem Einsatz von Software, die erste spielerische Schritte in Richtung Programmierung erlaubt (z. B. Scratch), werden vermehrt auch Roboter und Tools (z. B. BeeBots, Robo Wunderkind) angeboten, die eine Verbindung von haptischem Erlebnis und digitalem Tool bieten soll. Trotzdem gibt es unter den Lehrpersonen häufig noch eine große Scheu, algorithmisches Denken tatsächlich im Unterricht zu vermitteln. Das Forschungsprojekt möchte daher untersuchen, ob der Einsatz der Spiele „Krabben und Schildkröten“  (lebensgroßes Brettspiel zur Vermittlung der Konzepte Sequenzen, Schleifen, Ähnlichkeit, Ereignisse, Bedingungen und Operatoren für 8- bis 9-Jährige) Volksschullehrer*innen sowie Studierende der Primarstufe die Hemmschwelle senkt und eine bessere Vermittlung der Basiskonzepte ermöglicht. Dazu werden Workshops abgehalten, in denen die Teilnehmenden die Spiele selbst durchspielen. Vor dem Workshops werden Einstellungen und Wissen in Paper & Pencil-Tests abgefragt, ebenso nach dem Workshop erfolgt eine weitere Abfrage. Zusätzlich soll in qualitativen halbstrukturierten Leitfadeninterviews die Meinung, die Einsatzmöglichkeiten und das Lernpotential der Spiele mit einigen Teilnehmenden der Workshops diskutiert werden. Die erhobenen Daten sollen aufzeigen, inwiefern die eingesetzten analogen Spiele das Wissen um und die Einstellungen zu algorithmischen Denken (angehenden) Lehrer*innen verändern kann und welche Potentiale und Herausforderungen gesehen werden.

Extramural engagement with English and vocabulary learning outcomes: A comparative account of research on Viennese teenagers and university students

Projektleitung: Katharina Ghamarian-Krenn
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

While vocabulary learning within language classrooms has been researched extensively in the past, extramural language contact is extending opportunities for lexical learning and use beyond the walls of the classroom. Realizing this potential, Sundqvist (2009, p. 24) has introduced the concept of extramural English (EE) to designate the type of “English that learners come in contact with or are involved in outside the walls of the classroom”, for instance, through series, games or social media. While other European countries, particularly so-called subtitling countries such as Belgium, Sweden and the Netherlands, have established research traditions on informal (vocabulary) learning outside formal educational contexts by now (e.g. De Wilde, Brysbaert, & Eyckmans, 2019; Kuppens, 2010; Olsson & Sylvén, 2015; Persson & Prins, 2012; Peters, 2018; Peters, Noreillie, Heylen, Bulté & Desmet, 2019; Puimège & Peters, 2019; Sundqvist & Sylvén, 2016; Sylvén & Sundqvist, 2017; Verspoor, De Bot, & Van Rein, 2011), other countries, such as Austria, are still in their infancy regarding research on extramural practices. This article is based on two of the first studies aiming to relate vocabulary learning outcomes to engagement with extramural English in the Austrian context and thus presents a promising opportunity for comparison with previous research.

Längsschnittstudie zum digitalen Habitus un der medialen Sozialisation von Lehramtsstudierenden und berufseinsteigenden Lehrkräften der Primarstufe unter Berücksichtigung der dabei stattfindenden Transitionsprozesse

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2023

„Lehramtsstudierende sind am wenigsten aufgeschlossenen, wenn es um den Einsatz digitaler Medien geht“ (Bertelsmann-Studie, 2017)

In dem auf drei Jahre anberaumten Forschungsprojekt werden im Rahmen einer Effektstudie der Einsatz digitaler Medien im Unterricht von Lehramtsstudierenden und Berufseinsteigenden untersucht. Im Zentrum der Studie stehen einerseits persönliche Einstellungen und Haltungen, andererseits die Effizienz der Vermittlung didaktischer und pädagogischer Konzepte im Rahmen der Ausbildung sowie beim Berufseinstieg. Dabei ergibt sich zum einen die Fragestellung, ob Lehramtsstudierende grundsätzlich einen eher konservativen oder reservierten Zugang zu digitalen Medien haben oder ob die Ausbildungssituation möglicherweise verbesserungsfähig ist. Der qualitative Teil besteht aus einer Reihe von biografisch-narrative Interviews, der quantitative Teil aus einer Befragung mittels Fragebogen. Ziel der Studie ist sowohl eine möglichst umfassende Zustandsbeschreibung der Kompetenzen und Haltungen Studierender und Lehrkräfte im Bereich Einsatz digitaler Medien, als auch die Definition von Gelingensfaktoren bei einer institutionalisierten Unterstützung im Hinblick auf Kompetenzsteigerung und adäquaten Einsatz digitaler Medien im Unterricht Berufseinsteigender. Es ist geplant, das Forschungsprojekt im Einklang mit dem BMBWF und den Bildungsdirektionen Niederösterreich und Wien durchzuführen und die Ergebnisse neben einer einschlägigen Publikation auch einer entsprechenden systemischen Nutzung zuzuführen.

Lernen in augmentierten Realitäten an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020/21 – SoSe 2022

Virtual und Augmented Reality werden als zukünftig bedeutende technologische Trends im Bildungssystem gesehen. Bereits jetzt werden diese Techniken sowohl an Pflichtschulen, Hochschulen und Universitäten zum Zwecke des Unterrichts und der Lehre angewandt. Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, welches Potenzial Studierende an pädagogischen Hochschulen im Einsatz von augmentierten Realitäten in der hochschulischen Lehre sehen. Eine Gelingensbedingung zum erfolgreichen Lehren und Lernen mit digitalen Technologien ist die innere Bereitschaft dazu, sowohl auf Seiten des Lehrenden als auch des Lernenden. Im Rahmen eines Seminares des Studiums Lehramt Primarstufe wird eine augmentierte Lernumgebung vorbereitet, um mit den Studierenden mit dieser Technologie arbeiten zu können. Mittels qualitativen Interviews soll das Interesse von Studierenden, in augmentierten Realitäten lernen zu wollen, erfasst werden. Die Erkenntnisse des Projektes sind insbesondere für pädagogische Hochschulen, als auch ganz allgemein für die Lehrer*innenausbildung relevant.

Mediennutzungsverhalten Studierender durch Covid19-Maßnahme

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2022

Durch die rasche Umstellung des Sommersemesters 2020 an allen österreichischen Universitäten und Hochschulen auf Distance Learning ist die Bedeutung von digitalen Medien stark in den Fokus gerückt. Das vorliegende Projekt möchte bei Studierenden der KPH Wien/Krems folgende Bereiche auf den Unterschied vor und während der COVID-19 Maßnahmen untersuchen:

- Bedeutung der digitalen Medien im Privatbereich

- Bedeutung der digitalen Medien im Studium

- Sichtweise auf Maßnahmen, die für Schulen getroffen wurden

Es sollen 10 bis 15 narrative Interviews (auf freiwilliger Basis, geführt über ein Online-Konferenz-Tool im Mai bzw. Juni 2020) mit Studierenden geführt werden, die aufzeigen sollen, wie und ob sich das Nutzungsverhalten digitaler Medien sowie die Einstellung zu digitalen Medien in Bezug auf Studium und späteren Beruf als Lehrer*in geändert hat.

RoboWunderkind – Evaluation Unterrichtsunterlagen

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

RoboWunderkind ist ein Roboter-Bausatz, der nicht nur die Fähigkeiten im Coding, sondern auch die Kreativität fördern möchte. Im Rahmen des Projekts werden von RoboWunderkind erstellte Unterrichtsunterlagen an Kindergärten, Volksschulen sowie an der Sekundarstufe I eingesetzt. Zu Beginn und am Ende des Projekts werden die Pädagog*innen mittels Selbsteinschätzung und Evaluationsbogen zum Einsatz befragt. Die Schüler*innen der Volksschule sowie der Sekundarstufe I

Strategien der Informationskompetenz Studierender – Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen in der L1 und in Englisch Teil 2 

Projektleitung: Sonja Gabriel 
Laufzeit: WiSe 2020/21 – SoSe 2022

In den letzten Jahren hat Informationskompetenz – also das Unterscheiden zwischen relevanten Informationen und sogenannten Fake-News – an immer höherer Bedeutung gewonnen. Diese Kompetenz ist nicht nur im wissenschaftlichen Bereich von Relevanz, sondern auch im Alltag jedes Einzelnen. Das Projekt möchte daher Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskom-petenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems (im 1. bzw. 8. Semester) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder auf Deutsch oder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbegriffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, ob es zwischen Studierenden des 1. und 8. Semesters Unterschiede hinsichtlich der Strategie gibt. Damit können Erkenntnisse für die Ausbildung der Primarstufenlehrer*innen im Bereich Medienbildung gewonnen werden. Dieses Projekt ist ein Folgeprojekt des im Studienjahr 2019/20 durchgeführten Projekts zur Informationskompetenz von Studierenden. 

Strategien der Informationskompetenz Studierender – Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen, Teil 3

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

In den letzten Jahren hat Informationskompetenz – also das Unterscheiden zwischen relevanten Informationen und sogenannten Fake-News – an immer höherer Bedeutung gewonnen. Diese Kompetenz ist nicht nur im wissenschaftlichen Bereich von Relevanz, sondern auch im Alltag jedes Einzelnen. Das Projekt möchte daher Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskompetenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems (im 1. bzw. 8. Semester) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder auf Deutsch oder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbegriffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, ob es zwischen Studierenden des 1. und 8. Semesters Unterschiede hinsichtlich der Strategie gibt. Damit können Erkenntnisse für die Ausbildung der Primarstufenlehrer*innen im Bereich Medienbildung gewonnen werden. Dieses Projekt ist ein Folgeprojekt des im Studienjahr 2019/20 durchgeführten Projekts zur Informationskompetenz von Studierenden.

Student teachers' first experiences with teaching English using digital media

Projektleitung: Theresa Guczogi
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

This research project explores students’ experiences and issues using CALL (computer-assisted language learning) and MALL (media-assisted language learning) for theirteaching of English for the first time. Equip-ping future teachers with the skills to integrate technology in their teaching has the potential to trans-form pupils’ learning experiences and initiate a technological turn in the Austrian school system. Helping student teachers to learn how to use digital media effectively in their own teaching can also play a crucial role in raising awareness for the advantages that using online tools has for all subjects, but especially for English and other foreign languages, asthey can provide access to authentic materials and provide opportu-nities to effectively train all language skills. Furthermore, it contributes to the United Nation’s SDG 4.1 which aims to provide equal and free education for all girls and boys and to facilitate effective learning.

Studyly – Evaluierung einer Mathematiklernplattform aus Sicht von Lehrenden und Lernenden
Kooperation mit: Plattform Studyly

Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020/21 – SoSe 2022

Die Mathematiklernplattform studyly.com bietet einen Pool von über 2500 Aufgaben der Oberstufenmathematik, die während des Lock-downs der Schulen ab März 2020 besonders zur Maturavorbereitung verwendet wurden. Das Projekt möchte in zwei Schritten von Lehrenden und Lernenden erfahren, ob und wie die Plattform im Mathematikunterricht der Oberstufe eingesetzt wurde/wird, worin Lernpotentiale, aber auch Wünsche, Schwierigkeiten und Verbesserungspotential gesehen werden.

In einer ersten Stufe sollen Lehrende und Lernende mittels halbstrukturiertem Interviewleitfaden zu ihren Erfahrungen befragt werden. Hier soll ein möglichst diverses Sample (bezüglich Schule (privat/öffentlich), Geschlecht, Dienstalter, Einsatz der Plattform etc.) sicherstellen, dass unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden.

Aus den qualitativen Daten soll ein quantitativer Fragebogen erstellt werden, der als Zielgruppe alle Lehrenden und Lernenden, die bereits mit studyly.com gearbeitet haben, umfasst. Hiermit soll repräsentativ erhoben werden, worin die Lernpotentiale, Einsatzmöglichkeiten und Verbesserungswünsche für die Plattform bestehen.

Heterogenität und Inklusion

Akademische und sozial-emotionale Entwicklung von Kindern mit Lernbehinderung im Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: Bildungsdirektion Wien, Universität Wien, Universität Bielefeld
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: SoSe 2021– WiSe 2022

Das Projekt „PATHWAY“ wird in Kooperation mit der Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung, unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schwab durchgeführt und ist vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gefördert. Es handelt sich um eine Mixed-Methods Längsschnittstudie mit zweijähriger Projektlaufzeit, die auf Schüler*innen mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf (kurz: SPF) im Bereich Lernen fokussiert. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage wie sich Schüler*innen mit SPF Lernen in Integrationsklassen an Wiener Schulstandorten im Vergleich zu vergleichbaren Schüler*innen in Klassen der Allgemeinen Sonderschule entwickeln. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der akademischen und emotionalen Entwicklung sowie der sozialen Teilhabe der Schüler*innen. Neben standardisierten Fragebögen kommen qualitative Interviews und Photovoice zum Einsatz. Für Österreich liegen aktuell keine Forschungsergebnisse zu diesem Forschungsschwerpunkt vor und es handelt sich um eine Pionier-Studie.

Austrian-Israel multi-age structure project

Kooperation mit: Kibbutz Gaash
Projektleitung KPH: Thomas Schrei
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die Studie beschäftigt sich im Rahmen einer Vergleichuntersuchung mit Mehrstufenklassen in Österreich und Israel. Mittels sturkturierter Interviews von Schüler*innen, Lehrer*innen und Direktor*innen befasst sich die Studie mit mehreren grundlegenden Fragen, u.a., welche geselllschaftlichen und pädagogischen Visionen die MS-Klassen in Österreich und Israel präge oder welche Vor- bzw. Nachteile es aus Sicht der Schüler*innen und des pädagogischen Personals im Bezug auf die emotionale, soziale und kohnitive Entwicklung der Kinder in MS-Klassen gibt. Ziel der Studie ist es Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS-Klassen in Österreich und Israel aufzuzeigen.

CLIL materials: How to unite content and language learning for diverse groups of learners.

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Research on CLIL and other forms of additive bilingual education has typically focused on language aspects although classroom pedagogy is often strongly determined by content teaching goals and materials. Recently, the research community has stressed the importance of transdisciplinary conceptualizations of integrating content and language learning. However, little attention has been paid to how one can translate these research insights into successful classroom practice and useful materials. Moreover, in recent years, CLIL instruction has found its way into mainstream education without thorough consideration as to how one could cater for mixed-ability groups, often resulting in feelings of frustration and overload in both learners and teachers. Therefore, this project intends to develop design principles and teaching strategies that (1) genuinely combine content and language perspectives and (2) adequately consider heterogeneous settings in CLIL. Being connected to a larger design-based research study, this project elaborates on the role of differentiated and individualized instruction in mainstream CLIL education on the basis of interview data and, peripherally, learner performances and classroom observations.

Co-Enrollment in Österreich

Projektleitung: Silvia Kramreiter
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2022

Vor fast 10 Jahren wurde in Wien ein Schulmodell, in welchem gebärdensprachige und hörende Schüler*innen über den gesamten Pflichtschulbereich hinweg gemeinsam lernen, implementiert. Hier findet sich auch der Begriff im Titel des Forschungsprojektes „Co-Enrollment“ wieder, welcher folgendermaßen im deutschsprachigen Raum definiert werden könnte: Co-Enrollment bedeutet das gemeinsame Lernen gebärdensprachiger und hörender Schüler*innen in einer inklusiven Lernumgebung, arrangiert über vielfältige Unterrichtsmethoden, Lernmaterialien und Medien in Begleitung eines diversen Lehrer*innenteams. Das nationale und internationale Interesse an diesem Schulmodell ist groß und Schritte bezüglich der Implementierung weiterer Klassen und Standorte werden von Seiten der Elternschaft gefordert. Das Forschungsprojekt soll umfassend die gesamte derzeitige Schulgemeinschaft (Pädagog*innen, Schüler*innen, Eltern, Direktor*innen) beleuchten. Weiters werden rückwirkend (ausgetretene SuS und nicht mehr am Standort lehrende Pädagog*innen, sowie pensionierte Direktor*innen) organisatorisch-administrativer Aspekte (Kooperation einer Bundesschule mit einer Schule der Stadt Wien), sowie methodische Umsetzungen und Befindlichkeiten in dieser speziellen Lernumgebung, analysiert und evaluiert. Durch die Untersuchungen der ausgetretenen SuS und Pädagog*innen sollen diverse Adaptierungen, die für ein inklusives Setting relevant waren, von Beginn des Projektes bis zu dessen 10-jährigen Bestehen analysiert, dokumentiert und evaluiert werden. Ziel des Projektes ist Lehr- und Lernmethoden, Lernumgebung und das Team (z.B. Einstellung, Kooperation, Aus-, Fort- und Weiterbildung) zu analysieren, Herausforderungen und Gelingensbedingungen zu formulieren sowie die Gesamtkonzeptualisierung darzustellen. Vorschläge zur Implementierung von erfolgreichen inklusiven bimodal-bilingualen Modellen an verschiedenen nationalen und internationalen Standorten werden das Forschungsprojekt abschließen.

Elementare Sprachbildung: Mehrsprachigkeit und Sprachförderung als Thema in der elementarpädagogischen Ausbildung

Kooperation mit: Bildungsdirektion für Wien, Sprachförderzentrum; Arbeiterkammer Wien
Projektleitung KPH: Niku Dorostkar
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Das Projekt „Elementare Sprachbildung” untersucht, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in der Ausbildung von Kindergartenpädagog*innen verankert ist und vermittelt wird. Ziel des Projektes ist herauszufinden, wo in der derzeitigen Ausbildung an den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik Nachholbedarf in Bezug auf sprachwissenschaftliche Inhalte und Kompetenzen besteht, die Kindergartenpädagog*innen für die neuen beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit rüsten sollen. Hierfür werden im Zuge einer Bestandsaufnahme vorhandene Curricula, Lehrwerke und Unterrichtsmodelle analysiert. Zu dem werden via Online-Fragebogen Lehrer*innen an Wiener Bildungsanstalten für Elementarpädagogik befragt, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und frühkindliche Sprachförderung in ihrem Unterricht implementiert wird.

Inclusive Assessment Map

Kooperation mit: Zentrum für Leherer*innenbildung, Universität Wien; Jönköping University; Instituto Politécnico do Porto – Escola Superior de Educação, Support Unit for Inclusive Schools; UiT the Arctic University of Norway, Universität Leipzig, Zentrum für Förderpädagogik (Belgien, Eupen);
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Obwohl Schulen große Anstrengungen unternehmen Inklusion zu realisieren, können nach wie vor viele Kinder nicht vollständig am Unterricht teilhaben und verlassen vorzeitig das (Aus-)Bildungswesen (Early School Leaving). Die Verantwortung für Schulversagen wird nach wie vor oftmals den Kindern und deren Familien zugeschrieben – Umweltfaktoren, die ein Kind an der Teilhabe an Bildung hindern, werden zu oft vernachlässigt. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte, hat die WHO im Jahr 2007 mit der ICF-CY (International Classification of Functioning, Disability and Health for Children and Youth) ein Instrument veröffentlicht, das - wenn neu interpretiert - eine völlig neue Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion bieten könnte. Die ICF-CY geht von der zentralen Frage aus, wie Lernumgebungen angepasst werden können, um allen Kindern die volle Entfaltung ihres Potenzials zu ermöglichen. Allerdings ist die ICFCY in ihrer derzeitigen Form nicht für den praktischen Einsatz im Klassenzimmer geeignet. Das Projekt adressiert dieses Problem durch die Entwicklung der "Inclusive Assessment Map - I AM", die auf der ICF-CY basiert und praktische Lösungen (Good Practices) bietet, die von einem Team aus Forscher*innen, Schulbehörden, Lehrpersonen, Schüler*innen und Eltern erprobt wurden.

Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung

Kooperation mit: Lucian Blaga Universität Sibiu, University of Szeged bzw. Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg, Arbeitseinheit Allgemeine Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik, Arbeitseinheit Bildungssoziologie / Bildungsorganisation / Professionsforschung
Projektleitung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Oskar Dangl
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2025

Bildung und Lehrer*innenbildung sind zentral, wenn es darum geht, Individuen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen und Können. Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen einer nachhaltigen, inklusiven Bildung: die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie Persönlichkeitsmerkmalen (Personality traits). Die Forschungsvorhaben sollen begriffliche Klärungen und belastbare Evidenzen als Fundament wissensbasierter Hochschullehre bereitstellen. Unterschiedliche Teilprojekte von unterschiedlichen Forschungsgruppen sollen unterschiedliche Detailfragen unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen mit unterschiedlichen Methoden bearbeiten. Ziel ist diese Erkenntnisse hochschuldidaktisch zu nutzen. 

Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund – Analyse von Bedarfen und bildungsbezogenen Unterstützungsangeboten im Kontext der COVID-19-Pandemie

Kooperation mit: Universität Wien, Zentrum für Lehrer*inenbildung, UNHCR Österreich, Bildungsdirektion Wien
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Die pandemiebedingte Krisensituation stellt zurzeit institutionalisierte Bildungsbemühungen vor große Herausforderungen. Es lässt sich vermuten, dass für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund (Asylsuchende, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte) angesichts der aktuellen Lage besondere Bedarfe entstehen, wenngleich zur Analyse solcher Bedarfe wenig aussagekräftiges empirisches Material zur Verfügung steht. Die Studie verfolgt die Intention, bildungsbezogene Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund zu erheben und diese in den Kontext der Pandemie zu stellen, um so einen Überblick über vorhandene wie auch nicht vorhandene, aber notwendige Initiativen bzw. Angebote im Bildungsbereich in Österreich zu bekommen. Hierzu werden auf der einen Seite über Beratungs- und Anlaufstellen und ihre Erfahrungen mit der Arbeit mit Geflüchteten in der Krisensituation befragt. Zudem wird in einer zweiten Welle die Situation in den Schulen beforscht. Lehrende, die Geflüchtete unterrichten, werden ebenso über ihre Erfahrungen damit in der Covid-19-Krise befragt. Die Untersuchung wird von Mitarbeiter*innen der Bildungsdirektion Wien, des UNHCR Österreich und der Universität Wien (Zentrum für Lehrer*innenbildung) durchgeführt.

Kooperatives Lernen im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: PH OÖ
Projektleitung KPH: Timo Finkbeiner
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Schüler*innen der Primarstufe begegnen technischen Themen mit Interesse und Neugier. Im Bedienen, Gebrauchen und Konstruieren wird Technik für sie unmittelbar wahrgenommen und dadurch erschlossen. Bildungsangebote berücksichtigen, fördern und erweitern die alltags- und lebensweltliche Handlungskompetenzen der Lernenden und zielen darauf, Aspekte des technischen Kulturbereichs kennenzulernen. Fragen zu technischer Bildung wecken auch zunehmend das wissenschaftliche Interesse, jedoch finden Schü-ler*innen mit der Zuschreibung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in diesem Kontext nahezu keine Berücksichtigung. Von zukünftiger Bedeutung ist daher eine mehrperspektivische Betrachtung unterrichtsentwicklungsrelevanter Fragen, welche sowohl allgemein- und sonderpädagogische als auch fachdidaktische Aspekte integriert. Zentrales Ziel des geplanten Forschungsvorhaben ist es, die Perspektive der Schüler*innen anzuerkennen und zu erfassen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sequenzieller, videogestützte Beobachtungen von Schüler*innen in technikbezogenen, kooperativen Lernarrangements unter der Annahme, „(...) dass den Forschenden noch nicht bekannt ist welchen Aspekten und Zusammenhängen im beobachteten Unterrichtsgeschehen welche Bedeutung zukommt“ (vgl. Dinkelaker 2016, 55). Demzufolge werden kooperativen Prozessen eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da in der gemeinsamen, intersubjektiven Konstruktion und Koordination Wissensbestände kommunikativ und in Form von Handlungen ausgetauscht, verhandelt und erweitert werden.

Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Ein Modell der subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik

Projektleitung: Fatima Cavis
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das interreligiöse (Begegnungs-)Lernen auf der Grundlage von Heiligen Schriften als Lerngegenstand weist vielfältige Potenziale nicht nur im Hinblick auf den respektvollen Umgang mit den Differenzen und die Förderung der Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von Schüler*innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit auf, was für eine gelungene Koexistenz unverzichbart ist, sondern es trägt auch zur Einübung eines kontextuellen und pluralitätssensiblen hermeneutischen Umgangs mit den Heiligen Schriften bei.Das Forschungsprojekt „Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Das Modell einer subjektorientierten und kon-textbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik“ setzt sich mit den Voraussetzungen, Methoden, Konzepten, Möglichkeiten und Grenzen einer interreligiösen Schriftdidaktik auf der Grundlage des Korans und der Bibel in christlich-muslimisch zusammengesetzten Lerngruppen im Religionsunterricht auseinander. Es zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte lokale Lehr- und Lerntheorien im Hinblick auf eine sub-jektorientierte und kontextbezogene interreligiöse Schriftdidaktik zu entwickeln, welche die Dialog- und Pluralitäts-fähigkeit von muslimischen und christlichen Schüler*innen fördert.Mit der Etablierung eines interreligiösen schriftdidaktischen Modellsfür den RU durch empirische Forschungsmethoden und durch die Adaption des „Scriptural Reasoning“ als ein Tool für interreligiöses Lernenleistet das Forschungsprojekt einen innovativen Beitrag für die interreligiöse Religionsdidaktik.

Lebenswelten 2020. Wertehaltung junger Menschen in Wien

Projektleitung KPH: Doris Lindner
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft? Welche Ziele haben sie? Was ist ihnen wichtig? Was erwarten sie von einer Partnerschaft? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Diese und andere Fragen sind zentrale Themenfelder der österreichweit repräsentativen Jugendstudie, die von den Pädagogischen Hochschulen gemeinsam durchgeführt wurde. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Die Daten der Jugendstudie werden aus einem standardisierten Rückmeldeverfahren (internetbasierter Fragebogen) generiert. In allen Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz. Zusätzlich kann in jedem Bundesland ein weiteres Themenfeld bearbeitet werden. Für Wien werden nun die Daten über die Einstellungen Jugendlicher zu Religion, Glaube und Spiritualität ausgewertet und 2023 in einer Publikation vorgestellt.

Lingusti – Die kreative Sprachwerkstatt. Ein Praxis-Forschungslabor im Rahmen der Lehramtsausbildung für die Entwicklung von Interaktionskompetenz als Basis für Focus-on-Form

Kooperation mit: Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Leipzig
Projektleitung KPH: Verena Plutzar
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Das Ziel dieses  Forschungs- und Entwicklungsprojekts ist es, zu untersuchen, wie Lehramtsstudierende (LA-Studierende) durch ein eigens entwickeltes hochschuldidaktisches Konzept sowie einer eng angeleiteten Praxis im Rahmen einer außerschulischen Sprachwerkstatt (Lingusti) lernen, interaktiv sprachliche Lerngelegenheiten zu schaffen. Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt und in Kooperation mit dem Verein SprachSchatz Videovignetten für den Einsatz in der Hochschullehre erstellt. In diesen Videovignetten soll verdeutlicht werden, mithilfe welcher sprachlichen und interaktionalen Strategien sprachliche Lerngelegenheiten für mehrsprachige Kinder mit Deutsch als Zweitsprache geschaffen werden können. Dabei wird im Sinne des Konzeptes der Lingusti-Sprachwerkstatt soziales Lernen mit dem Focus-on-Form-Ansatz aus der Zweitsprachdidaktik verknüpft, um die Kinder sowohl in ihren sprachlichen als auch in ihren persönlichen Ressourcen zu stärken. Mithilfe der Videovignetten kann in weiterer Folge erhoben werden, wie Studierende zu Beginn ihrer Ausbildung im Rahmen des Schwerpunkts „Sprachliche Bildung und Diversität” Interaktionen wahrnehmen und hinsichtlich ihres Sprachförderpotentials einschätzen.

Männer als Primarstufenlehrer

Kooperation mit: Institut für Männer- und Geschlechterforschung
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2017 – WiSe 2022

Das Projekt greift das Thema des chancengerechten und inklusiven Zugangs zum Primarstufenlehrberuf im Zusammenhang mit der Diversitätskategorie Gender auf. Dabei ist die Frage leitend, welches Verständnis der Studienwahlentscheidung zugrunde liegt. Auf Basis einer interpretativen Auswertung biographisch-narrativer Interviews im 2. Semester und fokussierter Interviews im 6. Semester werden Berufsbilder und geschlechterbedingte Erfahrungen männlicher Studierender rekonstruiert. Im Zentrum steht zum einen die Rolle der geschlechteruntypischen Berufswahl für den berufsbezogenen Habitus der Studierenden; zum anderen ist von Interesse, inwiefern ein konstatierter Bruch mit Geschlechterstereotypen als Chance für transformatorische Bildungsprozesse gesehen werden muss, und zwar als notwendige Habitustransformation in Richtung eines professionellen Lehrendenhabitus.

Menschenrechtsbildung und ihre Umsetzung an Wiener Pflichtschulen

Projektleitung: Doris Lindner
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Schule soll im Sinne der Menschenrechte Orientierung vermitteln, kritische Beurteilung ermöglichen und gesellschaftliches Engagement fördern. Diese Bereiche lassen sich den gängigen Aufgabenfeldern der Menschenrechtsbildung zuordnen: Lernen über, durch und für die Menschenrechte. Mit Hilfe der Vermittlung der Menschenrechte soll die Wahrscheinlichkeit von Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen verringert werden. Zentral für die Menschenrechtsbildung ist ein konzeptionelles Deutungswissen, das Schüler*innen den Sinngehalt und die innere Logik von menschenrechtsgefährdenden bzw. -behindernden und menschenrechtsfördernden Institutionen, Ordnungsmodellen, Denkweisen und Handlungen einschließlich der damit verbundenen Kontroversen erschließt. Auf den Erwerb der Kompetenzen soll im Rahmen der schulischen Bildung hingearbeitet werden. Das Forschungsziel einer Evaluation der Umsetzung von Menschenrechtsbildung an Wiener Pflichtschulen wird als Querschnittsaufgabe verstanden und folgt einem qualitativen Zugang sowie der Fokussierung unterschiedlicher Zielgruppen. Dabei soll vor allem die (1) Ebene der Lehrpläne, Lern-/Lehrziele, Leitbilder, Standards und (2) die prozessuale Ebene des Unterrichts evaluiert werden. Die qualitative Analyse wird durch die Erhebung von Good Practices zur Menschenrechtsbildung ergänzt.

Professionalisierung und Professonalität in der Elementarstufe

Kooperation mit: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Projektleitung KPH: Johanna Bruckner
Laufzeit: SoSe  2021 – SoSe 2023

Seit dem Wintersemester 2018/19 werden an Pädagogischen Hochschulen in Österreich Bachelorstudien der Elementarbildung/Elementarpädagogik für ausgebildete Kindergartenpädagog*innen angeboten. Im Vergleich zu bereits davor an den Hochschulen angebotenen Hochschullehrgängen, sind genannte Bachelorstudien mit einem höheren Arbeitsaufwand (180 ECTS) verbunden und enden mit einem formalen, akademischen Abschluss (BEd). Einer Studie von Koch (2019; 2020) zufolge,  geben die Bachelorstudierenden im Bereich der Elementarpädagogik/Elementarbildung mehrheitlich (90 Prozent, vgl. Koch, 2019, S. 36) die ‚fachlich fundierte Weiterbildung‘ sowie die ‚Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse‘ als Hauptmotive für ihr Studium an. Dieses Forschungsprojekt widmet sich der Professionalisierung und Professionalität. Mittels der Antworten von Fachkräften in der Elementarpädagogik auf berufsfeldbezogene Vignetten wird die Disposition professionellen Handelns erfasst. Die Ergebnisse können vor dem Hintergrund diskutiert werden, inwiefern der Besuch hochschulischer Aus- und Weiterbildungen – abgesehen von formaler Professionalisierung – zu einer professionsbezogenen Kompetenz(weiter)entwicklung bei Fachkräften in der Elementarpädagogik beiträgt.

Sammelband Elementare Bildung

Projektleitung: Johanna Bruckner, Doris Lindner
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

Spätestens seit Einführung des verpflichtenden, letzten Kindergartenjahres (2009/10) wurde institutionalisierte, frühkindliche Betreuung auch in der öffentlichen Diskussion um den Aspekt der Bildung erweitert. Für den geplante Sammelband werden Experten*Expertinnen verschiedener Bildungsfelder (z. B. Sprachen, Mathematik, naturwissenschaftliche Fächer, Kognition, Musik, Bewegung, Soziologie, digitale Bildung, Religionen) an der KPH Wien/Krems zur Mitarbeit eingeladen. Erbeten wird das Verfassen eines theoretisch begründeten, in einzelne Lernfelder übersetzten und mit Praxistipps (Umsetzung im Kindergarten) versehenen Beitrages im jeweiligen Bildungsfeld. Ziel ist ein Buch, das Elementarpädagog*innen (und Primarstufenlehrer*innen) eine nützliche theoretische wie praktische Grundlage zur Gestaltung von Bildungsübergängen vor dem Hintergrund von Diversität, Menschenrechten und verschiedenen Bildungsfeldern bietet.

Scientific Monitoring Hochschullehrgang DaZ

Projektleitung: Beatrice Müller
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Sprachliche Diversität von Schüler:innen ist eine Gegebenheit auf die Lehrkräfte zwangsläufig reagieren müssen, um ihre Schüler:innen beim Lernen optimal zu unterstützen. Dafür benötigen sie zahlreiche Kompetenzen, wie Fähigkeiten in der Sprachstandsbeobachtung, Analyse sprachlicher Anforderungen von Unterrichtsgegenstände, methodisch-didaktische Grundlagen eines sprachensensiblen Unterrichts sowie Grundwissen über Migrationsprozesse und Mehrsprachigkeit, die Bedeutung von sprachlicher Bildung für den Bildungserfolg sowie linguistische Grundbegriffe.
(vgl. DaZKompP 2019)

Zur Weiterbildung von Lehrkräften dieser Kompetenzen für den Umgang mit sprachlicher Diversität in der Schule werden mit dem Studienjahr 2021/22 an der KPH Wien/Krems ein Hochschullehrgang sowie eine modulare Reiheangeboten. Das Forschungsprojekt dient der wissenschaftlichen Begleitung und inhaltlichen Evaluation des Hochschullehrgangs “Deutsch als Zweitsprache Basis” für Primarstufe sowie der modularen Reihe für die Sekundarstufe. Ziele des Forschungsprojektes sind:

- Analyse von Gelingensbedingungen und Implikationen in Fort-und Weiterbildung von Lehrkräften für sprachlich diverse Schüler:innen
- Entwicklung eines Profils von Deutsch als Zweitsprache in der Fort-und Weiterbildung an der KPH Wien/Krems
- Lehrkräfte in ihrer Arbeit in verschiedenen Sprachförder-und bildungsmaßnahmenbegleitend zu unterstützen

Sprachliche Bildung als duchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe

Kooperation mit: PH Wien, PH NÖ
Projektleitung KPH: Verena Plutzar, Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Aktuelle Lehrkompetenzmodelle gehen davon aus, dass im Rahmen der Ausbildung zentrale Grundlagen im Bereich der Haltungen, des Wissens und des Handelns für den Lehrberuf gelegt werden (vgl. Koch-Priewe 2018:21f. Demnach kommt Hochschullehrpersonen in ihrer sprachlichen Vorbildfunktion eine entscheidende Rolle zu und sie tragen in hohem Maße Verantwortung dafür, wie die didaktisch-methodische Umsetzung einer Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip in allen Ausbildungsfächern gelingen kann. Es gilt eine Lehrendenkompetenz zu entwickeln, welche vermehrt auf Sprache in ihrem Facettenreichtum fokussiert und letztlich zu erhöhter Sprachbewusstheit und reflektiertem Umgang in allen Unterrichtsfächern führt.

Das Projekt will den IST-Stand an den PHn erheben, in welcher Bewusstseinslage Lehrende im Studium für das Lehramt Primarstufe hinsichtlich ihrer eigenen sprachlichen Vorbildfunktion sind, welche Wichtigkeit sie der Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe beimessen und wie Umsetzungsmöglichkeiten bereits erfolgen. Es sollen Bedarfe erhoben und in weiterer Folge exemplarische Beispiele und Anregungen ausgearbeitet werden. Dies betrifft die einzelnen Fachdidaktiken, die bildungswissenschaftlichen Grundlagen und die pädagogischpraktischen Studien.

Sprachliche Bildung in der Primarstufe

Projektleitung: Golriz Gilak
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Mehrsprachigkeit scheint lediglich im Hinblick auf Prestigesprächen wie Englisch oder Französisch eine Ressource zu sein. Hingegen wirken klassische Migrantensprachen hinderlich für die Bildungskarriere. Ihre Sprecher*innen sind seltener an höherbildenden Schulformen anzutreffen und weisen meist in ihrem Sprachgebrauch weniger Merkmale einer Bildungssprache auf. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Unbestritten ist, dass fehlende Bildungssprache fehlenden Bildungserfolg bewirkt. Wenn Bildungssprache fälschlicherweise im Fachunterricht durch die Lehrkraft vorausgesetzt wird, trägt dies zu einem Selektionsmechanismus mit folglicher Bildungsbenachteiligung bei. Diesem Umstand könnten Lehrkräfte mit dem Konzept der Sprachbildung entgegenwirken, jedoch besteht Aufholbedarf in den Curricula der Lehramtsausbildung. Bestrebungen des Ministeriums, diesbezügliche Kompetenzen in der Fortbildung anzubieten, sollen diese Lücken schließen. Diese Forschung soll begünstigende Faktoren für eine sprachsensible Gestaltung des Fachunterrichts in der Primarstufe darstellen. Die Resultate leisten einen Beitrag zur Bedeutung von sprachfördernden Haltungen von Lehrpersonen, bieten eine Grundlage für neue bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungen und fließen in die Ziele des SDG 4 „Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung für alle gewährleisten“ ein.

Transparenz elementarer Bildungsprozesse 

Projektleitung: Johanna Bruckner
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2022

Pädagog*innen stehen vor der Herausforderung individueller Bildungsvoraussetzungen der ihnen anvertrauten Kinder (Diversität). Die Auseinandersetzung mit Interaktionen in Institutionen früher Bildung vor dem Hintergrund von Bildungsprozessen der betreuten Kinder erfordert Reflexionsbereitschaft. Genau diese Reflexionsbereitschaft machen jene Studentinnen und ausgebildeten Kindergartenpädagog*innen transparent, die sich seit Herbst 2018 dem Bachelorstudium „Elementarbildung: Inklusion und Leadership“ an der KPH Wien/Krems widmen und sich an dem Projektim Rahmen des Moduls „Vertiefung in elementarer Bildung“ im 3. Semester ihres Studiums beteiligen. Ziel ist es, mittels Videographie in institutionellen Kindergruppen gelungene Bildungsprozesse zu identifizieren um sie in Folge primären Bezugspersonen der Kinder in Form eines Elternabends zugänglich zu machen. Mögliche Effekte dieser Transparenz elementarer Bildungsprozesse sollen (vorerst) anhand der Befragung der Bezugspersonen erhoben werden.

Interkulturelle und interreligiöse Bildung

Das pädagogische Profil der freikirchlichen Privatschulen in Österreich

Projektleitung: Armin Wunderli
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Freikirchliche Privatschulen erheben den Anspruch, dass die christlichen Werte, die sie vermitteln, den gesamten Schulalltag prägen und dass die Kinder dadurch zu gereiften Persönlichkeiten werden. In die[1]sem Forschungsprojekt geht es um die Frage, inwiefern die Pädagogik der freikirchlichen Privatschulen christlich geprägt ist und wie sich das im Schulalltag äußert. Es soll zudem herausgearbeitet werden, inwiefern die Schulen als Modell für andere – christliche oder säkulare – Schulen dienen können.

Ein kompetenzförderndes Schulbuch für den orthodoxen Religionsunterricht (AHS-Oberstufe)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Thessaloniki
Projektleitung KPH: Theodoros Alexopoulos
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Grundlagen für die Konzeption eines Schulbuches für die Sekundarstufe II, 8. Klasse zu entwickeln, das den modernen religionspädagogischen und theologischen Standards entspricht. Bei diesem Buch sollen die gemäß der Gesamten Rechtsvorschrift für Lehrplan - griechisch-orientalischer (orthodoxer) Religionsunterricht, (Fassung vom 13.06.2018) beschriebenen Ziele und Kompetenzen unterstützt werden. Orthodoxe Religionsbücher sind forschungsmäßig eine tabula rasa. Es gibt weder hermeneutische noch empirische Forschungsarbeiten dazu. Forschungsarbeiten zu deutschsprachigen Religionsbüchern beziehen sich auf inhaltliche Analysen (z. B. islamisch: Falaturi, 1986-1988; katholisch: Fiedler 1980), nicht aber auf Funktionen bzw. Konzeptionen. Das Innovative dieses Projektes liegt in der empirischen, datenbasierten Herangehensweise und in der Einbeziehung der Expertise der RL als Schlüsselpersonen bei der Verwendung eines Religionsbuches für die Erstellung eines Religionsbuchkonzepts. Über diesen akademischen Kooperationsrahmen hinweg darf man zusätzlich pointieren, dass das darin skizzierte Projekt eine wissenschaftliche Initiation bildet, anhand derer die schulische Praxis des Orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich durch einen Daten-Mapping-Prozess anschaulich gemacht werden kann.

Emotionen aus religionspädagogischer Perspektive – Emotionen und empotionale Themen im Religionsunterricht/in schulischen Religionsbüchern

Projektleitung: Mónika Solymár
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In jüngster Zeit wurde die Frage nach Emotion und schulischer Bildung verstärkt gestellt. Das Kooperationsprojekt zielt auf eine domänenspezifisch interessierte Weiterführung dieses Diskurses. Eine theoretische Rahmung wird gesetzt, die zum einen sowohl der entwicklungspsychologischen als auch der religionspsychologischen Fundierung dient und zum anderen Ergebnisse theologischer bzw. exegetischer Emotionsforschung reflektiert. Die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Schnittflächen werden eruiert. Schließlich werden Emotionen und emotionale Bildung dezidiert religionspädagogisch und -didaktisch im Blick auf biblisches, ethisches und interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung von Schulformen und Unterrichtsmaterialien kontextualisiert.

Entwicklung von pädagogischen Begleitmaterial zur Ausstellung „Wiener Schulen in der Zwischenkriegszeit“

Projektleitung: Alexandra Katzian
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2022

Dieses Projekt dient als Begleitprojekt zu dem Projekt “Religiöse Vielfalt an Wiener Schule der Zwischenkriegszeit (ZwieKrie)”, um für die Ausstellung des ZwieKrie-Projekts pädagogisches Material zu erstellen. Das erstellte Material umfasst voraussichtlich neben Schulungsmaterial auch Vor- und Nachbereitungsmaterial sowie Reflexionsfragen für die Schülerinnen und Schüler. Das Material soll (zusammen mit der Ausstellung), je nach COVID-19 Möglichkeiten, Schulen zur Verfügung gestellt werden – online und/oder offline.

Evaluation des Kooperativen Religionsunterrichts (interreligiös) an der Landesberufsschule Bregenz 1

Projektleitung: Sonja Danner
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Religion ist an Berufsschulen in Vorarlberg ein Pflichtgegenstand und wurde bislang an der Landesberufsschule Bregenz 1 von einer katholischen Religionslehrerin für alle Konfessionen und Religionen durchgeführt. Im Schuljahr 2020/21 soll nun ein interreligiöses Projekt gestartet werden, in welchem die beiden Religionslehrer*innen der jeweils größten Schüler*innen-Gruppe im Teamteaching die gesamte Klasse unterrichten (kath./islam.). Die regelmäßige Assistenz im Religionsunterricht von Lehrpersonen der kleineren Konfessionen/Religionen über das Schuljahr verteilt, soll sicherstellen, dass alle teilnehmenden Schüler*innen im Religionsunterricht ihren Platz finden.

Dieses Projekt soll in einem Methoden Mix evaluiert werden, um weitere Erkenntnisse für einen interreligiös kooperativen Religionsunterricht zu erhalten.

Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Ein Modell der subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik

Projektleitung: Fatima Cavis
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das interreligiöse (Begegnungs-)Lernen auf der Grundlage von Heiligen Schriften als Lerngegenstand weist vielfältige Potenziale nicht nur im Hinblick auf den respektvollen Umgang mit den Differenzen und die Förderung der Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von Schüler*innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit auf, was für eine gelungene Koexistenz unverzichbart ist, sondern es trägt auch zur Einübung eines kontextuellen und pluralitätssensiblen hermeneutischen Umgangs mit den Heiligen Schriften bei. Das Forschungsprojekt „Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Das Modell einer subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik“ setzt sich mit den Voraussetzungen, Methoden, Konzepten, Möglichkeiten und Grenzen einer interreligiösen Schriftdidaktik auf der Grundlage des Korans und der Bibel in christlich-muslimisch zusammengesetzten Lerngruppen im Religionsunterricht auseinander. Es zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte lokale Lehr- und Lerntheorien im Hinblick auf eine subjektorientierte und kontextbezogene interreligiöse Schriftdidaktik zu entwickeln, welche die Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von muslimischen und christlichen Schüler*innen fördert. Mit der Etablierung eines interreligiösen schriftdidaktischen Modells für den RU durch empirische Forschungsmethoden und durch die Adaption des „Scriptural Reasoning“ als ein Tool für interreligiöses Lernen leistet das Forschungsprojekt einen innovativen Beitrag für die interreligiöse Religionsdidaktik.

Konfessionell kooperativer Religionsunterricht (KoKoRU) in der Primarstufe am Beispiel Salzburg

Kooperation mit: Georg Ritzer (KPH Edith Stein), VS der PH Salzburg, VS des Evangelischen Diakonievereins Salzburg, Fachinspektor*innnen katholisch und evangelisch in Salzburg
Projektleitung KPH: Astrid Schweighofer, Thomas Krobath
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Die Wiener Modelle KoKoRu und dk:RU wurden bereits eingehend beforscht (vgl. etwa Bastel et al. 2006; Krobath/Lindner 2017; Lindner/Krobath 2017). Von der Forschung bisher nicht in den Blick genommen wurden Formen konfensioneller Kooperationen im Religionsunterricht in anderen österreichischen Bundesländern. Das vorliegende Projekt möchte diese `Lücke` bearbeiten und widmet sich dem KoKoRU am Beispiel zweier Volksschulen in der Stadt Salzburg. Das ist auch deshalb von großer Bedeutung, da an der 1990 gegründeten Evangelischen Volksschule Salzburg der Religionsunterricht von Beginn an als gemeinsamer RU in evangelisch-katholischer Koopeartion eingeführt wurde und seit 30 Jahren kontinuierlich in dieser Form stattfindet. An dieser Schule gab es noch nie einen mono-konfessionellen RU. Um das Unterrrichtsgeschehen an Salzburgs Schulen, in denen konfessionell-kooperativ unterrichtet wird, reflektieren, einordnen und kritisch weiterentwickeln zu können, braucht es einen empirischen Blick auf die Praxis. Es wird erwartet, dass aus den Ergebnissen auch Anregungen für konfessionell-kooperative Aus- und Fortbildung von Religionslehrer*innen abgeleitet werden können.

Mystik an öffentlichen Schulen. Bedeutung und Möglichkeiten

Projektleitung: Guntram Ferstl
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authentischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegnung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe - AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.

Passport for life

Projektleitung: Sonja Danner, Awi Blumenfeld
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

To work with biographies in the field of Holocaust Education is essential. Young people have to get to know biographies of eyewitnesses of the Holocaust, both on the part of the victims and the perpetrators. They have to get into contact with eyewitnesses (synchronously and diachronously) to reflect their own approach and their perpetrator part in them. This project will examine the impact of biographical learning on prospective teachers with the question: Is there a difference in perception between Jewish (Israel) and Christian or Muslim (Vienna) students on behalf of the biography of Karoline Bloch?

Religiöse Vielfalt an Wiener Schulen der Zwischenkriegszeit

Kooperation mit: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wien, Institut für Jüdische Erwachsenenbildung Wien, Werkstatt Lichtenthal
Projektleitung: Karsten Lehmann
Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2022

Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schüler*innen unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schüler*innen und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeug*innen.

Scham und Demütigung im Kontext interreligiöser Bildung

Projektleitung: Edda Strutzenberger-Reiter
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

Scham verändert Machtgefüge in sozialen Interaktionen, indem der*die Beschämte herabgesetzt wird. Beschämungund Demütigung sind dementsprechend wirkungsvolle Instrumente, um gesellschaftliche Machtverhältnisse und Ungleichheiten zu manifestieren und Unterschiede zwischen „Wir“ und „anderen“ zu verstärken.Vor dem Hintergrund religiöser Pluralität hat das Thema Scham für interreligiöses Lernen eine besondere Bedeutung, denn gerade hier gibt es Situationen, die Schampotenzial beinhalten, da bspw. über Themen kommuniziert wird, die die innersten Überzeugungen von Menschen betreffen. Gleichzeitig findet interreligiöses Lernen in einem gesellschaftlichen Kontext statt, innerhalb dessen antimuslimischer Rassismusvermehrt auftrifft. Es kann davon ausgegangen werden, dass als muslimisch wahrgenommene Menschen Erfahrungen mit Scham und Demütigung mitbringen, die es sichtbar zu machen gilt. Anhand einer qualitativ empirischen Erforschung von Schamerfahrungen in interreligiösen Bildungsprozessen sollen Machtverhältnisse und ihnen innewohnende Strukturen offengelegt und die Auswirkungen von Schamerfahrungen für Lernen und Lehren im Kontext religiöser Pluralitätthematisiert werden. Im Anschluss daran soll ein Konzept einer schamsensiblen Religionspädagogikfür interreligiöse Bildungsprozesseentworfen werden.

"Transmission" - Vielfältige Formen der Weitergabe von ‚Religion’ bei marginalisierten Jugendlichen in Österreich

Kooperation mit: PPH Linz, KPH Edith Stein
Projektleitung KPH: Karsten Lehmann
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Angesichts vielfältiger Forschungsaktivitäten zur Religiosität von Kindern und Jugendlichen sind jüngst vor allem zwei grundsätzliche Kritikpunkte formuliert worden. Vor allem Forscher(inn)en mit religionswissenschaftlichem Hintergrund haben darauf hingewiesen, dass die Daten der aktuellen Studien (a) meist in urbanen Kontexten erhoben sind und deshalb nur bedingt repräsentativ und (b) religiöse und weltanschauliche Minderheiten sowie marginalisierte Milieus in den aktuellen Studien häufig vernachlässigt werden. Genau an diesen beiden Punkten setzt das Projekt Transmission an, um einen Beitrag zur empirischen Erforschung der Religiosität von Jugendlichen leisten zu können. Zusätzlich zu einer Verringerung der beiden Engführugen soll hierbei für ein komplexes Modell der Weitergabe von Religion entwickelt werden.

Was hat der Religionsunterricht mit dem Klimawandel zu tun? Eine qualitativ-empirische Studie zu Bildung für nachhaltige Entwicklung im evangelischen Religionsunterricht

Projektleitung: Jennifer Jakob
Laufzeit: SoSe 2020 –  SoSe 2023

Debatten über Nachhaltigkeit – und dem damit verbundenen Klimawandel – werden immer lauter. Im Bildungskontext wurde auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte mit dem Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung reagiert. Dabei wird in bildungspolitischen Debatten dem Religionsunterricht (RU) in dieser Hinsicht anscheinend kaum Bedeutung gegeben. Allerdings kann argumentiert werden, dass gerade der RU großes Potential hat, sich diesen Fragen und Anliegen der nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Aus den religiösen Narrativen lassen sich nachhaltige Verhaltensweisen ableiten, die ganz selbstverständlich in vielen biblischen Geschichten mitklingen, die im RU erzählt werden. Damit leistet der RU einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung der Agenda 2030. In diesem Projekt wird untersucht, welche Konzepte von Nachhaltigkeit im evangelischen RU an APS vorkommen. Das Ziel des Forschungsprojektes ist, die Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und evangelischem RU an APS darzustellen und die religionspädagogische Perspektive auf das Thema zu erweitern.

Unterrichts- und (Hoch-)Schulentwicklung

Affective Variables in the (Foreign) Language Class

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication
Projektleitung KPH: Pia Resnik
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in the (foreign) language class using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, motivation and trait emotional intelligence in both German and English classes. Data will be collected from students in upper secondary school and students at University Colleges of Teacher Education as well as students enrolled in teacher education programmes at Austrian universities who study English and German. The study has received ethical approval from the research ethics committee of the University of London. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

Analyse von Chemieunterricht in einem inklusiven Klassenzimmer mittels der dokumentarischen Methode

Kooperation mit: Leuphana Universität Lüneburg, PH NÖ
Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2018 – WiSe 2021

Die Bearbeitung fachdidaktischer Fragestellungen mit der dokumentarischen Methode führt bisweilen zu Ergebnissen, die eher bildungs- oder sozialwissenschaftlicher Natur sind. Um fachdidaktischen Ansprüchen gerecht zu werden, schlagen wir vor die Methode mit fachdidaktischen Modellen und Theorien anzureichern. Wie eine entsprechende Analyse umsetzbar ist, illustrieren wir anhand von Videodaten aus dem Chemieunterricht, an denen wir unser fachdidaktisches, dokumentarisches Vorgehen verdeutlichen. Dabei führt eine Schüler*innengruppe einen Schulversuch zum Thema Destillation eines Ethanol-Wasser-Gemisches durch, deren Orientierungsrahmen wir vor und nach Hinzunahme der fachdidaktischen Bezüge einander gegenüberstellen. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Methode zentral in diesem Projekt.

Attitudes, Knowledge und Skills als Gelingensbedingungenkompetenzori-entierten Arbeitens und Lernens an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen von Lehrenden, die für eine nachhaltige, inklusive Hochschulbildung zur Absicherung eines kompetenzorientierten Unterrichtsnotwendig sind. Das Streben nach einer inklusiven, nachhaltigen Bildung verlangt nach Lehrenden mit weitreichenden Kompetenzen. Als Kernkompetenzen von Lehrenden gelten die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), die Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie professionsspezifische Persönlichkeitsmerkmale (Personality traits) (vgl. Melzer et al., 2015, S. 61). Das Forschungsinteresse der gegenständlichen Untersuchung gilt diesen Kernkompetenzen im Zusammenhang mit den Gelingensbedingungen kompetenzorientierter Lernsettings aus Sicht der Studierenden und Hochschullehrpersonen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse im Sinne einer Hochschulentwicklung zu nutzen.

Der Capabiility Approach in der Lehrer*innenbildung

Projektleitung: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2023

Das Entwicklungsprojekt verfolgt das Ziel einer systematischen Auseinandersetzung mit dem Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum im Hinblick auf eine Übertragung in die Lehrer*innenbildung. Im angegebenen Projektzeitraum sollen die sich aus dem Capability Approach ergebenden theoretischen und praktischen Implikationen unter anderem in einem Partizipationsprozess mit weiteren interessierten Lehrerbildner*innen kritisch reflektiert und das Potenzial dieses Ansatzes in verschiedene Bereiche der Lehrer*innenbildung durchleuchtet bzw. erarbeitet werden. Langfristiges Ziel des Projekts ist die Fertigstellung eines Manuskripts für eine Publikation, die Hochschullehrenden Grundlagentexte bzw. auch Materialien zum Capability Approach für den Einsatz in der Lehre (Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen, Fachdidaktiken, Pädagogisch-praktische Studien) bietet.

Der „London Effect“ - Politische Initiativen zur Steigerung von Lernergebnissen in Londons Brennpunktschulen und Learnings für Österreich

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In den ausgehenden 1990er Jahren waren die Schulen in London, insbesondere jene der Innenstadt bekannt als typische „failing schools“. Bandenwesen, Drogen, Gewalt und Radikalismus bestimmten viele dieser Schulen. Noch im Jahr 2000 war London Schlusslicht in England, was die Ergebnisse bei standardisierten Tests betrifft. Nach einigen von der Politik initiierten Qualitätsinitiativen in den 2000er Jahren, die zahlreiche School Turn-Arounds ermöglichten und einen rapiden Anstieg der Lernergebnisse bewirkten, überragen die Schulen Londons heute jene im Rest des Landes, wenn die Ergebnisse bei standardisierten Tests als Kriterium herangezogen werden. Besonders stark gelang die Steigerung von Lernergebnissen benachteiligter Schüler*innen. Dieser Erfolg wird unter dem Begriff “London Effect” derzeit weltweit diskutiert.
In diesem Projekt werden die politischen Initiativen, welche die Schulverbesserungen ermöglichten, durchleuchtet und davon ausgehend danach gefragt, wie die Bildungspolitik in Österreich von diesen Erkenntnissen profitieren könnte. Dazu werden im Rahmen einer Literaturstudie Interviewpartner*innen identifiziert, die während der Zeit der schnellen Schultransformationen in den 2000er Jahren die Bildungspolitik auf verschiedenen Ebenen aktiv geprägt haben und mit Experteninterviews befragt.

Der neue Lehrplan der Volksschule für Fremdsprachen – Evaluierung und Reflexion

Projektleitung: Pia Resnik
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das Interesse am frühen Fremdsprachenunterricht steigt stetig und so wächst auch die Literatur zum frühen Fremdsprachenunterricht beständig. In Österreich existiert seit 1998 (formale Adaptierung bis 2005) ein unveränderter Lehrplan für die Lebende Fremdsprache auf Primarebene, trotz der rasanten Veränderungen in der Fremdsprachendidaktik sowie curricularen Veränderungen in der Primarschullehrer*innenausbildung. Zukünftig soll es nun nach über 20 Jahren zu einer Erneuerung des Lehrplans für die Verbindliche Übung „Lebende Fremdsprache“ auf Primarebene kommen. Diese Studie soll aktuelle Tendenzen auf Primarebene im Entwicklungsverbund Süd-Ost sowie im Verbund Nord-Ost ersichtlich machen und die Inauguration des neuen Lehrplans begleiten, um einen ersten Einblick in die Anwendung und die Akzeptanz sowie die Voraussetzungen bei Lehrer*innen anhand derer ‚beliefs‘ gewinnen und Rückschlüsse für die Fort- und Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen ziehen zu können.

Die Welt im Großen besser denken. Sozialräumliche Vorstellungen von Kindern am Übergang der Primarstufe zur Sekundarstufe

Kooperation mit: Südwind Niederösterreich, Baobab Wien
Projektleitung KPH: Kerstin Schmidt-Hönig
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Im Rahmen des Enwicklungsprojektes sollen kindliche Vorstellungsbilder der Welt in Form von Mental Maps erfasst werden. Weiters soll ein Interviewleitfaden zu den spzialräumlichen Vorstellungsbildern erarbeitet werden. Das Forschungsdesgin soll unter Einbeziehung der Studierenden der KPH Wien/Krems erarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Reflexionsformatie auf Basis von Globales Lernen 2.0 und Global Citizenship Education. Der inhaltliche und methodische Rahmen ergibt sich durch die Auseinandersetzung mit Weltbildern und Weltvisionen im Rahmen der SDGs, der UN 17 Ziele für die Welt. Diese UN-Entwicklungsperspektiven für die Welt bis 2030 sollen auch in der zukunftsfähigen Schulentwicklung und in der handlungsorientierten Unterrichtsentwicklung abgebildet werden. Die Einbindung in die schulische Praxis soll durch die Entwicklung von Unterrichtsprojekten gelingen. Studierende der KPH Wien/Krems sollen dafür die drei Kompetenzbereiche Erkennen-Bewerten-Handeln in den Mittelpunkt stellen. Die Arbeitsergebnisse sollen nach einem Jahr in ein Forschungsprojekt übergeführt werden.

Digitale Prüfungsumgebung. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Werner Hemsing
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2023

Oberstufenschulen (AHS und Berufsbildende höhere Schulen), die bereits Schularbeiten in digitaler Umgebung abhalten - dahingehend technisch und organisatorisch zu unterstützen, um die Möglichkeit zu schaffen digitalisierte schriftliche und praktische Prüfungen sicher abhalten zu können. Geschaffen werden soll ein Standard (für alle erreichbar) einer digitalen Prüfungsumgebung, die einen Einsatz der Software, sowohl für die digitale Reife- und Diplomprüfung als auch für die schriftlichen und praktischen Leistungsfeststellungen bietet.

Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen

Kooperation mit: Institut für Germanistik und Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage der Vermittlung fiktional hergestellten ökonomischen Wissens und widmet sich damit anhand des Themenkomplexes Ökonomie einem zentralen literatur- und mediendidaktischen Desiderat. Während nämlich kulturwissenschaftliche und literaturtheoretische Forschungen die Lektüren und das Literatur- bzw. Medienverständnis fundamental verändert haben, ist fachdidaktische Grundlagenforschung, die diese Entwicklungen reflektiert und eine Transmission in die Schule ermöglicht, dürftig geblieben. So verwundert es nicht, dass im Unterricht nach wie vor Praktiken überwiegen, bei denen das Wissen von Literatur und Filmen ohne poetologische oder diskursanalytische Reflexion für verschiedene Fachinteressen ausgewertet oder schlichtweg ignoriert wird.  Ziel des Projekts, das von einem Deutschdidaktikteam geleitet wird, ist es, in Kooperation mit Ökonom*innen, Politolog*innen, Literatur- und Medienwissenschafter*nnen sowie Fachdidaktiker*nnen aus den Bereichen Ökonomie, Politik, Literatur und Medien theoretische Grundlagen zu schaffen, themenspezifische Module zu bearbeiten und Wege der Vermittlung in Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen und zu erproben. Geplant sind zwei Workshops, eine Tagung und ein Sammelband. Außerdem wird über institutionelle Kooperation eine langfristige Wissensallianz zur Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit für literatur- und mediendidaktische Erkundungen angebahnt.

Empfinden und Bewältigungsstrategien von Studierenden im Masterstudium Primarstufe ohne und mit Berufseinstieg. Eine empirische Pilotstudie

Projektleitung: Rudolf Beer, Gabriele Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Das intendierte Forschungsvorhaben evaluiert den Start des Mastersudiums für Primarstufenlehrpersonen, welches an PHn im Studienjahr 2019/20 begonnen hat. Studierende haben die Möglichkeit, das Studium parallel zum Berufseinstieg berufsbegleitend oder als Vollzeitstudium zu absolvieren. Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben. Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben. Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.

English medium Education: A survey of student perspectvies and experiences

Project management KPH: Katharina Ghamarian-Krenn
Project duration: WiSe 2021 – SoSe 2022

In the past two decades, English-medium education (EME) has experienced a boost of popularity in higher education institutions in non-Anglophone settings. Nevertheless, to date, most research regarding the field of EME has focused on lecturers and their linguistic as well as pedagogical ability, while students’ perspectives and experiences with EME have been rather neglected. As a consequence this research study is trying to contribute to the field of English medium education by investigating student perspectives and experiences in an Austrian setting.  

Erfahrung mit Achtsamkeit in der Schule

Projektleitung: Susanne Schirgi
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Das Studienjahr 2020/21 wurde von der KPH Wien/Krems zum “Jahr der SDGs” erklärt, womit die Nachhaltigkeit in den hochschulischen Fokus gerückt werden soll. Professionelles Lehrerinnen- und Lehrerhandeln inkludiert seit langer Zeit den verantwortungsvollen Umgang mit (humanen) Ressourcen, sowohl auf inter-, als auch auf intrapersoneller Ebene. Eine mögliche Theorie, Nachhaltigkeit im schulischen Alltag zu sichern ist die Praxis der Achtsamkeit, welche bereits seit über zwei Jahrtausenden Teil der buddhistischen Traditionen Asiens bekannt ist. Die Lehren zielen auf die systematische Schulung von Achtsamkeit zur Entwicklung innerer Kraft, Selbstbestimmung und Weisheit ab. In den vergangenen Jahren haben Achtsamkeitskonzepte nun auch Einzug in die institutionellen pflichtschulischen Einrichtungen gefunden. Auch in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden ist dies auf unterschiedlichste Weise der Fall und daher wird im Rahmen des Projekts folgender Forschungsfrage nachgegangen: „Welche Erfahrungen von Achtsamkeit haben Primarstufenstudierende und wie gedenken sie, diese in ihren Unterricht einfließen zu lassen“. Anhand einer zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse von Leitfadeninterviews soll erhoben werden, welche Konzepte, Erfahrungen Primarstufenstudierende von der Theorie der Achtsamkeit haben und welche Absichten sie letztendlich haben, diese ihren zukünftigen Unterricht einfließen zu lassen.

Evaluationsprojekt:Studienschwerpunkte Primarstufe – Wahlmotive und Aspekte der Persönlichkeitsprofile(Evaluation im Sinne der Hochschul-Evaluierungsverordnung, BGBl. II. Nr. 214/2009)

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Studierende des Bachelorstudiums Primarstufe (240 ECTS-AP) absolvieren ab dem fünften Semester einen 60 ECTS-AP umfassenden Schwerpunkt, der aus einem breiten Angebot gewählt werden kann. Die Studierenden sind aufgefordert, sich nach ausreichender Vorinformation, intensiv mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen und eine entsprechende Wahl zu treffen. Es zeigt sich aber, dass angebotene Schwerpunkte in unterschiedlichem Ausmaß gewählt werden, überdies ergibt sich, dass das Angebot eines zusätzlichen Schwerpunktes nur in einem äußerst geringen Ausmaß genützt wird. Zur besseren Abstimmung der Angebote auf die Interessen der Studierenden einerseits und auf die berufsbedingten Bedürfnisse an den Schulen andererseits gilt das Interesse der längsschnittlichen Evaluationsstudie den Wahlmotiven der Studierenden und Aspekten der Persönlichkeitsprofile (Anstrengungsbereitschaft/Selbstwirksamkeit).

Fortbildungsangebot für Lehrer*innen in Geschichte und Politischer Bildung in der Sekundarstufe I

Kooperation mit: Bildungsdirektion NÖ
Projektleitung KPH: Martina Rabl
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2022

Die Lehrer*innen-Fortbildung in Geschichte und Politische Bildung (Sekundarstufe 1) erfolgte bisher durch zentrale Angebote und Themenvorgaben der Pädagogischen Hochschulen. Daher fanden regionale Fortbildungsveranstaltungen weniger Berücksichtigung. Eine Möglichkeit zur Dezentralisierung eröffnete sich ab September 2018 über das Netzwerk der GSP Lehrer*innen im Wirkungsbereich der Bildungsdirektion NÖ. Damit die regionalen Fortbildungsveranstaltungen einen großen Zuspruch und hohe Akzeptanz durch die Kollegen*innen erfahren, soll vorab das Interesse an erwünschten Themen in den Regionen erfragt werden. Zweck dieser Erhebung ist vor allem die Nachhaltigkeit von Inhalten für die Teilnehmer*innen. Mittels Fragebogen/online-Befragung soll die Zielgruppe nach schwerpunktmäßig zu behandelnden Inhalten kontaktiert werden.

From theory to practice: Boosting students' positive emotions about language learning

Cooperation with: King´s College London
Project management KPH: Pia Resnik
Running time: WiSe 2019 – WiSe 2021

This project aimed at students and teachers at both secondary and tertiary level seeks to contribute to our understanding of the crucial role emotions play in the foreign language classroom. While their role in foreign language learning has been widely researched, there is still a lack of knowledge as to how to apply it and put these findings into practice. This is what we seek to explore on a twofold way: in a first instance, we are planning to conduct interviews with both language students and teachers where we aim to build on their own experiences and opinion and establish links to findings from previous studies. In a next step, we will build on the knowledge gained and in a one-day event, consisting of talks and workshops, we aim to further explore possibilities with practitioners to implement the research findings in the language classroom, a much needed further step in understanding the role of emotions in foreign langauge learning and teaching.

„Geschichte für das Leben lernen“ – Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen zum Bildungswert des Faches Geschichte

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In diesem Projekt werden 50 österreichische Geschichtslehrpersonen aus Wiener Schulen in Interviews nach ihren berufsbezogenen Überzeugungen befragt. Die volltranskribierten Interviews werden qualitativ und quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet und hinsichtlich der folgenden Fragen ausgewertet:
Was kann man aus der Sicht jener, die tagtäglich in zahlreichen Schulen Geschichte unterrichten, aus der Historie lernen? Welchen Bildungswert hat das Fach in den Augen von Geschichtslehrpersonen? Ist es das zentrale Ziel des Geschichtsunterrichts, historische Inhalte – Daten und Fakten über die Vergangenheit zu vermitteln? Oder erkennen Lehrpersonen den Sinn des Geschichtslernens darin, dass sich durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit unser Gewordensein und die Zustände der Gegenwart besser verstehen lassen?
Durch die Beantwortung dieser Fragen wird ein Beitrag zur empirischen Erforschung von Geschichtsunterricht und Geschichtslehrpersonen in Österreich geleistet.

Global Citizenship Education als Querschnittsanliegen in den Fächern und Fachdidaktiken der KPH: Theoretische Fundierung und Forschungsfragen

Projektleitung: Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Die Vereinten Nationen haben mit der Formulierung der Sustainable Development Goals (SDGs) einen weltweiten Referenzrahmen für die Auseinandersetzung mit zentralen Herausforderungen der Gegenwart geschaffen. Diese Impulse sind in ganz unterschiedlichen Bereichen aufgegriffen und diskutiert worden. Das Entwicklungsprojekt versucht, einige dieser Impulse für die Forschung an der KPH fruchtbar zu machen. Dabei bezieht es sich ganz besonders auf das Konzept der Global Citizenship Education (GCED).

Von Anfang an wurde ein Zusammenhang zwischen den Milleniumszielen der UNO und einer transformativen Pädagogik hergestellt. Der Fokus liegt dabei primär auf dem Unterziel 4.7 (vgl. Singer-Brodowski 2016), wo dieses Bildungsziel neben der „Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit […], die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“ extra ausgewiesen wird. (vgl. Österreichische UNESCO-Kommission 2019, 9).

GCED beschreibt eine Pädagogik, die den nationalen Denkrahmen bzw. methodologischen Nationalismus (Beck 2004) zu überwinden sucht. Sie reagiert auf veränderte globale Bedingungen und Herausforderungen (Lang-Wojtasik 2019) und sucht über Bildung andere Haltungen und Handlungsmöglichkeiten zu etablieren.

„Halt im Leben" - Resilienzförderung und evangelische (konfessionelle) Schulen

Projektleitung: Mónika Solymár
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

Aufbauend auf den Ergebnissen des vorherigen Forschungsprojekts (Selbstverständnis evangelischer Schulen in Ungarn, Laufzeit WS 2019 – SS 2021) werden in diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt die empirischen Forschungsergebnisse aus theoretischer und vergleichender Sicht reflektiert und aus praxisorientierter Sicht spezifiziert. Im angegebenen Projektzeitraum sollen Publikationen erscheinen und eine Auseinandersetzung mit der Resilienzforschung im Hinblick auf die Frage nach Verbindungen von Resi[1]lienz und Religion/Religiosität sowie auf die Frage nach der Resilienzförderung an Schulen durchgeführt werden. Das Projektvorhaben soll ggf. zur Entwicklung eines Forschungsdesigns führen, das sich eine Untersuchung der Resilienzförderung im Kontext evangelischer/konfessioneller Schulen vornimmt.

Individuelles Fördern im Unterricht planen. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Gabriele Beer
Laufzeit: SoSe 2018 –  WiSe 2023

Ein Ausbildungsziel ist es, angehende Lehrpersonen darauf vorzubereiten, Unterricht so gestalten zu können, dass sie die Schüler*innen und Schüler bestmöglich individuell fördern. Maßnahmen der Individuellen Förderung sind somit bei jeder Unterrichtsplanung zu überlegen. Studierende halten solche in ihren Vorbereitungen schriftlich fest. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Kompetenzentwicklung von Studierenden der Primarstufe (Bachelor-Studiengang) an der KPH Wien/Krems in dieser Domäne zu erfassen. Dazu werden auf Basis einer Längsschnittstudie Vorbereitungen in Mathematik theoriegeleitet analysiert, welche die Studierenden im zweiten und sechsten Ausbildungssemester verfasst haben. Aus einer angestrebten Vollerhebung werden dazu Dokumente einer ausreichend großen Anzahl von Studierenden gezogen. Über deskriptive Aussagen hinaus lassen sich über die ermittelten Häufigkeiten im Längsschnitt auch Signifikanzen berechnen. Die Qualität der Auswertung wird durch die Berechnung der Interraterkorrelation zwischen zwei Ratern mittels Cohens Kappa angegeben. Erwartet wird ein Kompetenzzuwachs im Verlauf der Ausbildung, der sich darin widerspiegelt, dass Studierende signifikant mehr und qualitativ hochwertigere individualisierende Maßnahmen in den Unterrichtsvorbereitungen planen und schriftlich festhalten.

Innovative Lehrer*innenbildung mit Eye-Tracking-Videos

Kooperation mit: FHNW, PH Zürich, Universität Zürich
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

In der Lehrer*innenbildung wird schon seit vielen Jahren mit Unterrichtsvideos gearbeitet. Studien zeigen, dass die Arbeit mit eigenen und fremden Aufnahmen für die Analyse- und Reflexionskompetenz, und damit für die professionelle Entwicklung un die Unterrichtsqualität gewinnbringend sein kann. Bislang wurden Aufnahmen aus der «Beobachtungsperspektive» verwendet. Dank neuer technologischer Entwicklungen sind mittlerweile auch Unterrichtsaufnahmen möglich, der mit Hilfe der Eye-Tracking-Technologie den Blick bzw. den Blickverlauf von Lehrpersonen beim Unterrichten zeigen. Mit derartigen Unterrichtsaufnahmen werden neue Perspektiven der Unterrichtsanlayse und -reflexion eröffnet, die bislang nicht möglich waren. Das Projekt möchte durch den Einsatz der Eye-Tracking-Technologie im Bereich der Lehrer*innenbildung und Unterrichtsforschung einen innovativen Beitrag leisten. Ziel des Projektes ist, diese neuartige Technologie in der Lehrer*innenbildung zu etablieren. Neben traditionellen Unterrichtsaufnahmen sollen auf einer Videoplattform Filmausschnitte von Eye-Tracking-Unterrichtsvideos und unterschiedliches Begleitmaterial zur Verfügung gestellt werden. Es sollen außerdem innovative Hochschullehrkonzepte entwickelt werden, die Eye-Tracking-Videos als zentralen Bestandteil für die systematische Analyse und Reflexion von Unterricht vorsehen. Die Produkte und Erkenntnisse des Projekts sollen insbesondere für die beteiligten Pädagogischen Hochschulen, aber auch ganz allgemein für die Lehrer*innenaus- und Weiterbildung von Bedeutung sein.

Integrale Werkpädagogik

Kooperation mit: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2022

Das Projekt umfasst (i) Forschung wie (ii) Entwicklung zum "halleschen Modell" (Penzel 2019a, 121-133) und dem Ansatz der "integralen Kunstpädagogik" (vgl. Penzel 2019b, 2-4; Penzel 2015, 4f.). Es soll ein Artikel darüber verfasst werden wie integrale Pädagogik im Bereich der Werkpädagogik funktionieren kann. Weiters soll der Ansatz in die Primarstufenwerkpädagogik transferiert werden und ein Technik-Schulprojekt entwickelt und erprobt werden. Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass Technische Bildung neben MINT Kompetenzen auch grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kreislaufdenken und Kybernetik unterstützt und so "verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster" (BMB 2017, 1) bei Kindern und Jugendlichen fördern kann. Aspekte technisch-ästhetischer Persönlichkeitsbildung, d.h. psychische, körperliche, gesellschaftliche und kulturelle Subjektwahrnehmungen, sollen mittels dem Technik-Schulprojekt angesprochen und aktiviert werden. "Technologisches Selbstkonzept" (Adenstedt 2018, 10), "Selbstwirksamkeitserwartung" (Bandura 1977, 211f.) oder "sinnliches und ganzheitliches Lernerleben" (Kindermann 2017, 26) sind Aspekte technischer Bildung, die z.B. über realitätsnahe ökologische Problemstellungen verbessert werden können. Nachhaltigkeit, Sensibilisierung für Technik und Informatik z.B. muss sich nicht ausschließen, z.B. dann wenn Kinder Stoffverbrauchsmengen über Microcontroller messen und dadurch ein Gefühl für Energieverbrauch bekommen. Das Entwicklungsprojekt dient der Sensibilisierung und einer Wahrnehmung von nicht-additiven Technikzusammenhängen. Das zu entwickelnde Technik-Schulkonzept soll einen starken Realweltbezug haben, d.h. konzeptuelle Aufgabenstellungen wie z.B. "Erfinde eine umweltfreundliche Maschine" (BMB 2017, 29), die dann skizziert wird, sollen stärker mit der Lebenswelt und Umwelt von Schülerinnen verknüpft werden um dem integralen Ansatz gereicht zu werden. Das Technik- Schulprojekt wird gemeinsam mit Studierenden des technischen Werkens entwickelt und in einer Unterrichtseinheit mit Schülerinnen und Schülern erprobt.

Internationale Leuchtturmprojekte zu „Research Engagement“ in Schulen: Wie kommt Evidenzbasierung in die Klassenzimmer?

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird mit qualitativen und quantitativen Methoden erforscht, wie es Schulträgern, Direktor*innen und Lehrkräften in hochgradig effektiven Schulen gelingt, evidenzbasierten Unterricht im Klassenzimmer ankommen zu lassen. Im Rahmen des Projektes wurde ein internationales Symposium bei der Konferenz der American Educational Research Association in San Francisco organisiert und bewilligt.

Investigating Austrian and Korean Students' Pronunciation of Plosives in English as a Foreign Language

Kooperation mit: Seoul National University (South Korea)
Projektleitung KPH: Pia Resnik 
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

In diesem Projekt untersuchen wir phonological neighborhood density bezüglich Plosive und wie sich diese aus der Erstsprache auf die Zweitsprache Englisch überträgt. Untersucht wird die Aussprache von ca. 30 koreanischen Studierenden und 30 österreichischen Studierenden, die in ihrer L1 und LX (Englisch) je 90 Sätze vorlesen und einen Fragebogen zum Sprachhintergrund und demongrafischen Variablen ausfüllen. Die beiden Gruppen an Lernenden sind aufgrund ihrer unterschiedlichen L1 besonders interessant zu vergleichen: Im Koreanischen gibt es drei Plosiv-Stufen (also jeweils drei bilabiale, alveolare und velare Plosive: fortis, lenis, tense) und im Österreichischen (zumindest in den Dialekten) gibt es oft ein Merging von b und p - sprich nur eine Plosiv-Form (zwischen fortis und lenis angesiedelt). Die Frage ist, ob high neighborhood density von bestimmten Silben-Kombinationen im Anlaut in der Muttersprache einen Einfluss auf die Aussprache derer in der Zweitsprache hat.

Lernen verstehen – Unterricht gestalten

Kooperation mit: Universität Wien, Zentrum für Lehrer*innenbildung
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2021

Es handelt sich dabei um ein Buchprojekt, das im Klinkhardt Verlag UTB erscheinen wird. Das Studienbuch zielt auf Lehramtsstudierende ab und bietet ein übersichtliches Grundlagenwerk in die Bildungs- und Erziehungswissenschaft für das Lehramtsstudium.
Neben historischen Lerntheorien wird das Hauptaugenmerk auf die pädagogische Lerntheorie gelegt, die auf phänomenologischer Grundlage aufbaut. Als Ergänzung zu den lerntheoretischen Einblicke dienen auf didaktischer Ebene die Vertiefungen in verschiedene Thematiken, die für Lehramtsstudierende als zentrale Facetten des Lehrberufs gelten. Von Leistungsbeurteilung über Unterrichtsbeobachtungen, Digitalisierung bis hin zum Umgang mit Diversität in der Schulklasse wird der Lehrberuf auf unterschiedlichen Ebenen umspannt.

Learners’ emotions in face-to-face and online English as a foreign language classes

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication, Department of Linguistics Queen Mary, University of London United Kingdom, Department of Psychology University of Washington, Seattle, Department of English and American Studies University of Vienna
Projektleitung KPH: Pia Resnik 
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in face-to-face and online English as a foreign language classes using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, learner autonomy, trait emotional intelligence, and learners’ attitudes towards teaching and learning in both contexts to explore the impact of the move to emergency remote teaching and learning due to COVID-19. Data will be collected from students at University Colleges of Teacher Education as well as students at Austrian universities who study English, but also from students studying English all over Europe. The study has received ethical approval. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

Leistungsfeststellung und -beurteilung in den musischen Unterrichtsfächern; Fachbereich Bildnerische Erziehung

Kooperation mit: Mitglieder der Bundes ARGE MUBEKA und der Landes ARGE MUBEKA (Bildungsdirektion NÖ, humanberufliches Schulwesen)
Projektleitung KPH: Gregor Kremser
Laufzeit: WiSe 2020 –  WiSe 2023

Die Leistungsfeststellung und -beurteilung im Kontext der musischen Fächer wird sowohl von LehrerInnen als auch von SchülerInnen immer wieder als unbefriedigend empfunden. Welche Möglichkeiten einer adäquaten Leistungsfeststellung und –beurteilung gibt es im Rahmen der gesetzlichen und fachpraktischen Realität in unserem Schulsystem? 

Durch das vorliegende Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eingangs eine Status Quo Analyse für diese Thematik im Bereich der Sekundarstufen 1 und 2 in Österreich vorgelegt. Weiters wird darauf aufbauend ein idealtypischer Leitfaden für die Leistungsfeststellung und -beurteilung entwickelt.

L2 proficiency and development in CLIL

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

The great promise of CLIL is that it will enhance learners’ language competence beyond what is possible in regular language classes. In this project, we will review empirical research that has investigated this claim. While a first generation of studies tended to find positive effects throughout, recent results have been more mixed. Reasons for this shift lie in methodological advances, deliberate attention to the selection bias linked to many CLIL implementations, a wider range of CLIL contexts investigated, but also in different and revised conceptualizations of what language competence entails. Beyond language competence per se, studies on the effect of CLIL on learners’ motivation seem to find a mostly positive impact. Yet on closer inspection, it becomes evident that especially learners with low entry-level language competence report feelings of frustration and overload. These trends in CLIL research are closely connected to current developments in CLIL practice, most notably its growing effort for greater inclusiveness. Thus, a re-evaluation of current research in this regard as intended by this project is warranted.

Mixed Methods und Triangulation: Kombination qualitativer und quantitativer Methoden in der Schulentwicklungsforschung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden in der Erforschung eines Phänomens (Mixed Methods/Methodologische Triangulation) wurde in den letzten Jahrzehnten als drittes Forschungsparadigma etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit. In diesem Projekt werden unterschiedliche Mixed Methods Zugänge zur Erforschung von Schulqualitätsentwicklung gesichtet und mit dem Forschungsdesign eines eigenen Projektes in Verbindung gesetzt. Die Vorgehensweise in einem eigenen Mixed Methods Projekt wird umfassend reflektiert.

Nachhaltigkeit in der Lehrer*innenbildung, Modulare Reihen

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird die Nachhaltigkeit von mehreren modularen Fortbildungsreihen an der KPH Wien/Krems beforscht. Es handelt sich dabei um mind. drei Veranstaltungen, die inhaltlich zusammenhängen, bei denen sich die Teilnehmer*innen auf einen längerfristigen Lernprozess einlassen und bei der eine Reflexion des praktischen Handelns stattfindet. Die Erhebung erfolgt multimethodisch (Interviews und online-Fragebögen) und multiperspektivisch mit Veranstaltungsleiter*innen, Referent*innen und Teilnehmer*innen (zu drei Zeitpunkten). Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Angebote in der Fortbildung ein.

Perspektiven auf die Rolle von Lehrenden der Fortbildung

Kooperation mit: PH Steiermark, PH OÖ, PH Tirol, HAUP
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Projektlaufzeit: WiSe 2018 –  SoSe 2022

Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen soll in diesem Projekt an fünf Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer*innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner*innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner*innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.

Perspektiven von Direktor/innen österreichischer Schulen zu Schulqualitätsmanagement, Schulentwicklungsberatung sowie Aus- Fort- und Weiterbildung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021– WiSe 2022

Das Thema „Schulqualität“ gewinnt im österreichischen Schulen derzeit an Bedeutung, unter anderem auch da im Jahr 2021/22 QMS flächendeckend in Schulen implementiert wird und Schulleiter*Innen und mittleres Management viele Aufgaben der Schulqualitätsentwicklung wahrnehmen sollen. Der neue Qualitätsrahmen für die Schulen beschreibt diese ausführlich.
Dessen ungeachtet existieren kaum Studien darüber, wie Direktor*innen ihre Arbeit sehen, welche Erfahrungen sie mit Schulqualitätsentwicklung haben, was sie benötigen, um in ihren Schulen effektiv Qualität zu verbessern und welche Fortbildungen sie sich wünschen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes befragen wir österreichische Direktor*innen und engagierte Lehrkräfte in Fokusgruppendiskussionen zu diesen Themen und machen auf diese Weise deren Stimmen hörbar. Die Fokusgruppendiskussionen werden transkribiert und ausgewertet. Die Ergebnisse und damit die Perspektiven von Schulleiter*innen in Österreich werden proaktiv Entscheidungsträgern auf unterschiedlichen Ebenen in Politik und Gesellschaft vorgestellt. Ergänzend dazu planen wir diese Resultate über verschiedene mediale Kanäle und in einer wissenschaftlichen Publikation zu veröffentlichen.

Politische Bildung und die Umsetzung der Bildungsziele gemäß der Forderungen des neuen Lehrplans für GSP auf der Sekundarstufe I

Projektleitung: Martina Rabl
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2023

Im neuen Lehrplan der NMS und der AHS-Unterstufe ist Politische Bildung Im Gegenstand Geschichte/Sozialkunde verankert. Bis 2016 war Politische Bildung für die Zielgruppe der Sekundarstufe I bloß als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip auf allen Schulstufen in Form eines Grundsatzerlasses definiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll nun erhoben werden, ob sich durch die neu gestaltete modulare Konzeption und das dadurch vermittelte historisch-politische Wissen Einstellungsänderungen bei Schüler*innen zur Politik im Allgemeinen und zu politischen und gesellschaftlichen Sachzusammenhängen im Besonderen ableiten lassen.  Um valide Erkenntnisse zum Forschungsgegenstand erzielen zu können, werden zum einen die fachspezifischen Schülerkompetenzen und zum anderen die Herangehensweisen an zentrale politische Konzepte aus der Zeit vor 2016 der Konzeption und den Zielsetzungen des neuen Lehrplans bezüglich eines erwarteten gesteigerten Schülerinteresses und -wissens  um Politik  und politische Zusammenhänge gegenübergestellt.

Praxisorientierte Erweiterung der Curricula im Fach Deutsche Philologie (Erasmus+)

Kooperation mit: Universität Wien, Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Universität Luzern, Österreichische Nationalbibliothek
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Vor dem Hintergrund literatur- und kulturwissenschaftlicher Entwicklungen zielt das Projekt auf eine inhaltliche und methodische Erweiterung der Curricula des Faches Deutsche Philologie an den Universitäten Wien, Bratislava und Szeged ab. Für die Förderung von Medien- und praxisorientierten philologischen Kompetenzen werden über nationale-kulturelle Grenzen hinweg Materialien aufgearbeitet, in denen Brüche und Krisenbewältigungen der Jahre 1848, 1867, 1873, 1918/19, 1945 im Zentrum stehen. Dabei wird Kultur im Sinne der Kulturtransferforschung als offener konstruktiver Prozess aufgefasst.In den Entwicklungsprozess, der von einem Fachbeirat begleitet und evaluiert wird, sind auch Studierende der drei Universitäten involviert. Die themenspezifischen Materialien werden zudem in Multiplikator*innenveranstaltungen, unter anderem an der KPH Wien/Krems, präsentiert. Sie können von Lehrenden in fachdidaktischen Lehrveranstaltungen an der KPH Wien/Krems sowie weiteren Hochschulen im Verbund Nord/Ost genutzt und mit den Studierenden weiterbearbeitet werden. Dabei werden eigene didaktisierte Module entstehen, die den Einsatz der Materialien an Schulen ermöglichen. Diese neuen Module können auch nach Projektende auf die digitale Plattform gestellt werden, da die Betreuung der Plattform über das Projektende hinaus gesichert ist.

RaumBildung 7

Kooperation mit: AUVA
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In Weiterführung der in den letzten Jahren herausgegebenen Publikationsreihe „RaumBildung“ soll im Studienjahr 2021/22 ein siebenter Band publiziert werden. Die Publikation wird mehrere Schulen, die architek-tonisch und pädagogisch interessant umgebaut oder neugebaut wurden, porträtieren.

Resilenzsensible (Hoch-)Schule (RSHS)

Projektleitung: Isabella Benischek, Alexandra Bauer
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das gegenständliche Auftragsprojekt fokussiert auf Resilienz von Studierenden, Hochschullehrkräften, Schüler/innen und Lehrkräften. Wenn „sich Personen trotz gravierender Belastungen und widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, spricht man von Resilienz“ (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2011, S. 9). Genau diese Fähigkeit, diese Widerstandskraft, ermöglicht es beispielsweise Lehrenden und Lernenden, trotz ausgeprägter Belastungen und Risiken in der (Hoch-)Schule gesund zu bleiben oder sich vergleichsweise leicht von beruflichen Herausforderungen wieder zu erholen (vgl. Schuhmacher et al., 2004, S. 3). Diese Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken sind bei allen Akteur/innen von existentieller Bedeutung. Diese Persönlichkeitseigenschaft gilt es in einer resilienzsensiblen (Hoch-)Schule zu fokussieren, zu stützen, auf- bzw auszubauen. 

Resilienz und subjektive Studienbelastung

Projektleitung: Gabriele Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

(Lehrer-)Bildung spielt eine zentrale Rolle, um Menschen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen, Können und entsprechenden Personeneigenschaften. Das Teilprojekt des Rahmenprojekts "Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung" fokussiert auf eine zentrale Schlüsselkompetenz, der Resilienz. Es interessiert in welcher Ausprägung Resilienz im Kreis der Lehramtsstudierenden vorliegt, ob sich Unterschiede zwischen Studierendengruppen ergeben, und ob zwischen der subjektiven Studienbelastung und der Resilienz ein Zusammenhang besteht. Ziel ist die gewonnenen Erkenntnisse hochschuldidaktisch im Zuge der Lehramtsausbildung zu nutzen.

Rollenverständnis von Lehrerbildner*innen in der Fortbildung an der KPH Wien/Krems

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2021

Die Rolle der Personen, die in der Lehrerfortbildung tätig sind, ist selten definierbar. Im Englischen werden sie als Teacher Educators bezeichnet, im deutschsprachigen Raum haben sie keinen eigenen Berufsverband und auch keinen ausgewiesenen Beruf. Es gibt wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und auch wenig Wissen, wie man zu dieser Berufsausübung kommt. Auch über welche Kompetenzen Lehrerbildner verfügen sollen, herrscht Uneinigkeit. Daher sollten Lehrerausbilder ein klares, gemeinsames Verständnis ihrer Rollen und der vielen Qualitätsaspekte im Unterricht haben. Angesichts des Einflusses, den Lehrerbildner auf Lernen von (Schüler-)Lehrer*innen haben, ist es äußerst wichtig, dass ihre Arbeit von hoher Qualität ist. Diese Aspekte sollen in diesem Projekt mittels Personen, die an der KPH als Lehrende in der Fortbildung tätig sind durch einen Online-Fragebogen erforscht werden.

School Qualitiy and Teacher Education

Kopperation mit: Universität Passau, Universität Linz, Universität Salzburg, Donau Uni Krems, Universität Innsbruck, Universität Wien, Unesco Jugendreferentin Bildung
Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2024

In diesem Projekt wird Schulqualitätsentwicklung und Schulleadership insbesondere in Brennpunktschulen in England erforscht. Dazu wird mit einem Mixed Methods Design eruiert, wie Schulleiter*innen hochgradig effektiver Schulen, insbesondere in Turn Around Schulen in London, in ihrer Praxis Qualität verstehen, messen und entwickeln, was Schulleiter*innen effektiver Schulen unter guten Lehrpersonen und gutem Unterricht verstehen und wie die Antworten der Schulleiter*innen für die Praxis der Qualitätsentwicklung in Schulen oder die Lehrer*nnenbildung in Österreich fruchtbar gemacht werden können.

School Turn-Around und Schulentwicklung in englischen Brennpunktschulen. Qualitative Perspektiven

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

In den letzten Jahren dringen politische und damit verbunden historische Diskurse nicht nur aber insbesondere durch die sozialen Netzwerke verstärkt in die Lebenswelt der Heranwachsenden ein – ein Phänomen, auf das die Schule reagieren muss. Die Fähigkeit von Schüler*innen, politische Diskurse zu analysieren und darauf aufbauend eigenständige Urteile zu bilden ist eine zentrale Voraussetzung für das aktive Engagement in einer Demokratie (Politische Handlungskompetenz). So bedarf es im Unterricht der Anbahnung von grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, politische (und damit verbundene historische) Diskurse selbstständig zu analysieren und auf dieser Grundlage eigenständige, reflektierte und begründete (politische) Urteile zu fällen (Politische Urteilskompetenz). Ebenso wichtig erscheint es, dass junge Men-schen lernen, sich am gesellschaftlichen Diskurs, der vermehrt auf YouTube und sozialen Netzwerken aus-getragen wird, zu beteiligen. Dafür sind immer stärker auch Kompetenzen im Zusammenhang mit Videoproduktion und –veröffentlichung notwendig.
In diesem Projekt wird die Frage danach gestellt, wie zukünftige Lehrpersonen in der Ausbildung auf die Herausforderungen in einer Welt voller Verschwörungstheorien, die insbesondere über Videos vermittelt werden, vorbereitet werden können.

Schulqualität aus Perspektive von Schulkindern und ihrer Eltern – empirisch-quantitative Studien

Kooperation mit: AE Bildungssoziologie, Verbund Nord-Ost
Projektleitung KPH: Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Moduls Bachelorarbeit 7-01 aus dem Fachbereich Allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen gemeinsam mit den Studierenden durchgeführt. Die Studierenden verfassen auf Basis der erhobenen Daten ihre Bachelorarbeiten. Aus prozessorientierter Perspektive können Aspekte von Schulqualität im Besonderen durch Kinder und deren Eltern beschrieben werden. Weitere elterliche Sichtweisen gegenüber schulischen Innovationen und gesellschaftspolitischen Schulfragen geraten ebenso in den Blick. Die einzelnen Bachelorarbeiten widmen sich in einer gemeinsamen, explanativen Querschnittstudie (Kinder und deren Eltern) den Aspekten Klassenklima, Lernen und Unterricht, Lehrer*innenkompetenz und Mobbing. In der projektierten quantitativen Feldstudie werden überdies die elterliche Sichtweisen zu aktuellen Schulfragen wie Inklusion, Chancengleichheit, häusliche Unterstützung, ganztägige Schule und Elternpartnerschaft erhoben. (Literaturstudium, Fragebogenerhebung im Feld, statistische Auswertung mit SPSS).

Sachunterricht in Aktion (SINA)

Kooperation mit: KPH Graz, PH Vorarlberg
Projekleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Der (naturwissenschaftliche) Sachunterricht ist im Licht der aktuellen TIMSS Studie einer jener Bereiche, welche die Erwartungen von Gesetzgeber und Gesellschaft nur eingeschränkt erfüllen. Die fachdidaktische Forschung der letzten Jahre hat sich in diesem Bereich zwar langsam etabliert, der Fokus der Forschung liegt bisher jedoch eher bei der Ausbildung angehender Primarstufenlehrkräfte. Um den aktuellen (naturwissenschaftlichen) Sachunterricht in der Schule zu verbessern fehlen momentan noch empirische Erkenntnisse des Status Quo. Diese zu erlangen ist das vorrangige Ziel dieser Studie.

"Technik und Design" transdisziplinär

Kooperation mit: PH Steiermark, Universität Mozarteum
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Das Projekt umfasst (i) Forschung wie (ii) Entwicklung, insofern (i) wissenschafts- und bildungstheoretisch österreichweit ein Blick auf die Bildungslandschaft zu Technik und Werken unternommen werden soll, und (ii) die gewonnen Erkenntnisse in einer Publikation zusammengefasst werden, was einer Weiterentwicklung von Fachlehrplaninhalten dienen kann, eine bildungspolitische Wirksamkeit haben kann und einer weiteren Vernetzung einzelner Akteurinnen und Akteure auf der Ebene von Arbeitsgruppen z.B. dienen soll. Ausgangspunkt des Forschungsprojektes, welches bei Gert Hasenhütl bereits eine Vorlaufzeit von 2 Jahren hatte, ist die Frage danach was das zusammengelegte Fach technisches und textiles Werken zukünftig im Wesentlichen ausmachen wird (vgl. Zankl 2020, 18f.), das standortübergreifend gedacht und auch nach erfolgter Umstrukturierung und Zusammenlegung der Fächer "technisches" und "textiles" Werken (vgl. Breunig 2017, 67-76; BMBW F 2019; BMUKK 2012). Es werden österreichweit Stimmen von Repräsentantinnen und Repräsentanten des Faches gesammelt, um zu klären was einzelne Hochschulen und Universitäten für Ansätze, Arbeitsbereiche, Entwurfsbegriffe, Narrative oder Leitbilder besitzen. Die Befragungen zeigen – wie schon in ersten bereits durchgeführten und transkribierten Interviews deutlich wurde –, wo jeweilige Profilierungen oder Ausrichtungen, z.B. auf MINT, Gender, Digitalisierung oder neue Arbeitsformen und -begriffe (vgl. Hasenhütl & Zobl 2021, in Druck) vorherrschen. In Gesprächen und Einladungen zu Interviews sollen spezifische Visionen der Studienrichtung "Technik und Werken" gewonnen werden. Es soll herausgearbeitet werden welchen Begriff zum Fach "Technik und Werken" einzelne Institutionen haben, und welches Fachverständnis sie durch ihre jeweiligen Profilierungen prägen. Die bereits über eineinhalb Jahre durchgeführten persönlichen offenen Interviews von Gert Hasenhütl mit z.B. FuE-Information zum Projektvorhaben (ph1) Seite 3 von 5 Irene Posch, 4.12.2019, Linz, Michael Herbst, 10.12.2019, Wien, Frauke von Jaruntowski, 5.12.2019, Salzburg, Martin Beck, 28.01.2020, Wien oder Robert Hübner, 25.02.2020, Wien sind bereits transkribiert, aber es stellte sich heraus das ein offenes Interviewformat nur in geringeren Maße geeignet ist wesentliche Aspekte und Vergleichszusammenhänge herzustellen. Deshalb entschied sich der Antragssteller Gert Hasenhütl das Projekt erneut aufzurollen, dieses Mal mit strukturierten Interviewfragen und in Kooperation mit der PH Steiermark.

TEDCA. Teachers Education, Development and Career in Austria

Kooperation mit: Universität Klagenfurt, PH Steiermark, alle Hochschulen Österreichs
Projektleitung KPH: Gabriele Beer
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2023

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Lehrerbildung soll empirisches Wissen über Professionalisierungsprozesse im Lehrerberuf erarbeitet werden. Dabei wird - ausgehend von einem Angebots-Nutzungsmodell - systematisch analysiert werden, wie die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Lehrpersonen, die Qualität der Aus- und Fortbildungsangebote und deren Nutzung sowie unterschiedliche Kontextmerkmale die Persönlichkeits-, Interessen- und Kompetenzentwicklung sowie das Befinden im Lehrerberuf beeinflussen und wie sie sich auf die weiteren Berufspläne auswirken bzw. ausgewirkt haben. Die geplante Untersuchung führt eine Längsschnittstudie weiter, die ab dem Jahr 1994 einen kompletten Studienjahrgang aller Pädagogischen Akademien in insgesamt fünf Befragungswellen - zuletzt im Jahr 2005 - erforschte. Im aktuell vorgesehenen Abschnitt der Studie wird demnach die Situation von Personen im Mittelpunkt stehen, die vor rund 20 Jahren ihr Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Es wird dabei zum einen auf das umfangreiche Datenmaterial zurückgegriffen, das im Zuge der vorausgegangenen Erhebungen angefallen sind. Zum anderen werden die betreffenden Personen - rund 1500 Absolvent*innen der Pädagogischen Akademie (nunmehr Pädagogische Hochschule) aus dem Jahr 1998 ein weiteres Mal angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zu ihrem Fortbildungsverhalten und ihren Fortbildungswünschen, zu ihrem aktuellen Kompetenzerleben, zu ihren pädagogischen Handlungsweisen, zu ihrem Befinden und zu Ihren Laufbahnplänen befragt.

UKids. Youth Start Social Entrepreneurship Programme for Kids (Erasmus+)                         

Projektleitung: Johannes Lindner
Laufzeit: WiSe 2017/18 – WiSe 2021

In diesem Projekt kooperieren Hochschulen und Volksschulen aus sechs Ländern (Dänemark, Finnland, Niederlande, Österreich, Portugal, Ungarn). Der Lead des Projektes liegt bei der KPH Wien/Krems. Es arbeiten Kolleg*innen der Standorte Krems und Wien, sowie der Partner-Volksschulen Krems und Wien, zusammen. Ziel des Projekts ist es (Social) Entrepreneurship Education als Lehr-Lernangebot in der Lehrerausbildung für die Primarstufe und den verbundenen Partnerschulen der Primarstufe zu verankern. Das Projekt knüpft an den Ergebnissen des Erasmus+ Policy Experimentation Projektes Youth Start Entrepreneurship Challenges (www.youthstart.eu) an. Es werden Lehr-Lern-Arrangements für die Primarstufe eingesetzt und neue entwickelt (z. B. Marketday Challenge, Communitiy Challenge). Für die Lehrerausbildung werden neue Unterlagen (Social Entrepreneurship Access Points) erarbeitet, erprobt und eingeführt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit einem Aktionsforschungsansatz.

Unterrichtsentwicklung, Fortbildungen, Elternarbeit und Evidenzbasierung in England. Unterschiede zwischen hocheffektiven und durchschnittlichen Schulen

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2024

Aufbauend auf Interviewdaten wurde – einem Mixed Methods Ansatz entsprechend – ein quantitativer Fragebogen für Schulleiter*innen erstellt und an englische Schulen versandt. Rückmeldungen von mehr als 630 Direktor*innen werden derzeit ausgewertet, ca. die Hälfte der Teilnehmer waren aus hocheffektiven Schulen und die andere Hälfte aus durchschnittliche Schulen. Nun wird geprüft ob sich das Antwortverhalten der Direktor*innen den beiden Gruppen unterscheidet, um so Hinweise auf spezifische Charakteristika und Über-zeugungen von Direktor*innen hocheffektiver Schulen zu bekommen. Die Studie wurde teilweise an der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit Christina Hasenhüttl, Katharine Burn und Pam Sammons durchgeführt. Die Forschungsfragen, die in der Studie beantwortet werden sollen, sind die folgenden: Wie wird "Schulqualität" von Schulleiter*innen in englischen Schulen definiert? Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich die Vorstellungen von Schulleiter*innen aus hocheffektiven und sich verbessernden Schulen von denen in Schulen, die als weniger effektiv ("durchschnittliche oder typische Effektivität") beurteilt werden? Wie messen und entwickeln Schulleiter*innen von effektiven Schulen in England Qualität? Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich ihre erklärten Ansätze von denen der Schulleiter*nnen von Schulen mit durchschnittlicher oder typischer Effektivität?

Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen – Entwicklung eines Kategoriensystems für die empirische Forschung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Obwohl Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen in vielen Forschungsprojekten untersucht werden, liegt kein gemeinsames Verständnis und kein allgemein akzeptiertes Kategoriensystem über das Konstrukt vor. In diesem Projekt soll ein solches System erarbeitet werden mit dem Ziel, die wissenschaftliche Diskussion über Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen zu erleichtern. Dieses Kategoriensystem wird auf eine Metaanalyse von veröffentlichten Artikeln zu Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen in englischer, deutscher und spanischer Sprache basieren. Darüber hinaus wird eruiert werden, wo vielversprechende Forschungsfelder im Bereich der Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen liegen.

Validitätsuntersuchung von Instrumenten zur Erfassung des Sense of Belonging to Science von Grundschullehramtsstudierenden (VaBe)

Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Der Sense of Belonging – das Ausmaß, in dem sich eine Person einem bestimmten sozialen Umfeld zugehörig fühlt – ist ein Faktor für den Bildungserfolg von Studierenden. Sense of Belonging wurde bisher überwiegend domänen-unspezifisch untersucht. Im speziellen fehlen Studien, die den Sense of Belonging to Science (SBS) angehender Grundschullehrkräfte mit Fokus auf den naturwissenschaftlichen Sachunterricht unterruchten. Um diesen spezifischen Sense of Belonging zu untersuchen braucht es spezifizierte Instrumente, mit denen eine Erfassung möglich ist. Ein solches Instrumet wurde von Feser (2020) entwickelt und publiziert. Ziel des Projektes ist die Absicherung der Validität durch eine verbreiterte Datenbasis.

Wortverständnis in Theorie und Praxis II

Projektleitung: Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

In der Grundschule wird den Kindern nicht nur die Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschunterricht vermittelt, sondern es werden komplexere sprachliche Anforderungen an sie gestellt, wie sie unter anderem auch im Lehrplan und in den Bildungsstandards aufgelistet sind. Im Modell von Rosebrock und Nix ist die kleinste Einheit des Leseprozesses die Wortidentifikation, die ohne Wortschatz nicht möglich ist. Daher ist dem Wortverständnis bzw. der Wortschatzdidaktik im Unterricht seitens der Lehrpersonen große Aufmerksamkeit beizumessen. Fehlender Wortschatz kann bei den Schülerinnen und Schülern in allen schulischen Bereichen zu Problemen führen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll herausgefunden werden, welche wortschatzdidaktischen Kompetenzen Studierende an der KPH Wien/Krems, am Campus Krems-Mitterau, nach Absolvierung von Lehrveranstaltungen aus dem Bereich FW/FD Deutsch aufweisen. Mit den Ergebnissen der Pilotstudie wird ein Abgleich vorgenommen.

YouTube und Videoproduktion im Geschichts- und Politikunterricht. Strategien gegen Fake News und Verschwörungstheorien

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In den letzten Jahren dringen politische und damit verbunden historische Diskurse nicht nur aber insbesondere durch die sozialen Netzwerke verstärkt in die Lebenswelt der Heranwachsenden ein – ein Phänomen, auf das die Schule reagieren muss. Die Fähigkeit von Schüler*innen, politische Diskurse zu analysieren und darauf aufbauend eigenständige Urteile zu bilden ist eine zentrale Voraussetzung für das aktive Engagement in einer Demokratie (Politische Handlungskompetenz). So bedarf es im Unterricht der Anbahnung von grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, politische (und damit verbundene historische) Diskurse selbstständig zu analysieren und auf dieser Grundlage eigenständige, reflektierte und begründete (politische) Urteile zu fällen (Politische Urteilskompetenz). Ebenso wichtig erscheint es, dass junge Menschen lernen, sich am gesellschaftlichen Diskurs, der vermehrt auf YouTube und sozialen Netzwerken ausgetragen wird, zu beteiligen. Dafür sind immer stärker auch Kompetenzen im Zusammenhang mit Videoproduktion und –veröffentlichung notwendig.
In diesem Projekt wird die Frage danach gestellt, wie zukünftige Lehrpersonen in der Ausbildung auf die Herausforderungen in einer Welt voller Verschwörungstheorien, die insbesondere über Videos vermittelt werden, vorbereitet werden können.

Zum Empfinden und zu den Bewältigungsstrategien von Studierenden im Masterstudium Primarstufe ohne und mit gleichzeitigem Berufseinstieg. Eine empirische Pilotstudie.

Projektleitung: Gabriel Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Das intendierte Forschungsvorhaben evaluiert den Start des Mastersudiums für Primarstufenlehrpersonen, welches an PHn im Studienjahr 2019-20 beginnt. Es besteht die Möglichkeit, das Studium parallel zum Berufseinstieg berufsbegleitend zu absolvieren, wie auch als Vollzeitstudium. Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben. Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben. Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.

Zur Beschämungspraxis angehender Lehrpersonen im Schulunterricht

Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Das Forschungsprojekt wendet sich – unter Einbeziehung wesentlicher emotions- und kultursoziologischer Aspekte – der Beschämungspraxis von Lehramtsstudierende als angehende Lehrende in der Institution Schule zu. Auf die Studierendenperspektive fokussiert, gelangt die Performativität (d.h. das Wie) der Beschämungspraxis und dieser zugrundliegenden Handlungsorientierungen sowie der Umgang mit beschämungsträchtigen und schamgenerierenden Situationen zwischen Lehrenden und Lernenden im Schulunterricht zur Untersuchung. Diesem Forschungsfokus entsprechend ist methodisch ein qualitativ-rekonstruktiver Zugang naheliegend: Zur Bearbeitung der zentralen Fragestellungen wird als Erhebungsverfahren die dokumentarisch-rekonstruktive Gruppendiskussion gewählt. Für die Datenauswertung des erhobenen Datenkorpus von insgesamt ca. acht bis zwölf Gruppendiskussionen mit Bachelor- und Masterstudierenden des Lehramtsstudiums der Sekundarstufe I und II wird die Dokumentarische Methode als Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung herangezogen.

Zur Förderung von Ambiguitätstoleranz in der Nachhaltigkeitsbildung

Kooperation mit: Universität Wien, PH Wien, HAUP
Projektleitung  KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2020 –  SoSe 2022

Ziel des Projekts ist die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts Ambiguitätstoleranz bei Lehramtsstudierenden und bei Lehrpersonen der Fort- und Weiterbildung, die sich auf Grüne Pädagogik bezieht. Die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts wird als dispositionale Basisdimension für Lehrpersonen der Nachhaltigkeitsbildung gesehen. Im Zentrum stehen Fragestellungen, inwieweit die Proband*innen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln und bereit sind, diese Aspekte in ihre Unterrichtsplanungen einzubeziehen. Für die Erfassung des Persönlichkeitskonstruktes Ambiguitätstoleranz wird mittels Literaturrecherche das Inventar nach Reis (1996) aktualisiert. Ambiguitätstoleranz wird dabei als Tendenz verstanden, Widersprüchlichkeiten, Inkonsistenzen oder mehrdeutige Informationslagen in ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen und positiv zu bewerten. Das Verfahren unterscheidet fünf faktorenanalytisch differenzierte Ambiguitätsbereiche. Die Ambiguitätsbereiche werden zudem in einem qualitativen Verfahren auf Basis einer Cross-Case-Analyse nach Cresswell (2007) sowie Kelle & Kluge (1999) vertiefend erhoben. Nach den Pretestergebnissen werden Faktorenanalyse und Reliabilitätsberechnung angeschlossen. Das Persönlichkeitskonstrukt Ambiguitätstoleranz soll mit adaptiertem Inventar quantitativ (n = 900) und qualitativ (n = 90) bei Studierenden an HAUP, UNI Wien, PH Wien und KPH Wien/Krems erhoben werden. Das Projekt leistet einerseits einen Beitrag zu Veränderung, Autonomie und Emanzipation im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen. Andererseits werden neue didaktische Handlungsspielräume initiiert bzw. konstruiert für die Lehre an Hochschulen und Universität Wien. Es wird angestrebt, die Ausprägung der als relevant für den Unterricht identifizierten Aspekte systematisch an div. Tagungen, Kongressen, im Rahmen der Lehre an Hochschulen und in Proseminaren an der Uni Wien sowie mittels wissenschaftlichen und Fachpublikationen zu präsentieren: z. B. ÖFEB Tagung, Tag der Forschung, IFO Österreich, Projekt Anthropozän PH NÖ,…

Zur Nachhaltigkeit hochschuldidaktischer Angebote: Die Kompetenzentwicklung von Führungskräften für die Schule als sich selbst entwickelnde Organisation

Projektleitung: Astrid Ebenberger
Laufzeit: WiSe 2019 –  WiSe 2021

Individuelle wie auch externe Bedingungsfaktoren beeinflussen maßgeblich den Erfolg von Schulentwicklungsvorhaben. Der Weg von Schulen zu lernenden, sich selbst entwickelnden Organisationen braucht, unabhängig von konkreten Entwicklungszielen, große Akzeptanz und Vertrauen seitens aller zentralen schulischen Akteur*innen.Wesentliche Wirkfaktoren liegen auf der Ebene der Schulleitungspersonen. Das geplante Forschungsvorhaben gibt den Schulleitungspersonen das Wort zu ihren subjektiven Einstellungen und ihren Erfahrungen mit Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen von Schulentwicklung (Personal-, Unterrichts-und Organisationsentwicklung). Ziel ist es – neben der Sichtung allgemeiner Bedingungsfaktoren für gelingende Schulentwicklung und wesentlicher Kompetenzen von Schulleiter*innen – zu erforschen, ob und inwiefern der Besuch von Fortbildungsangeboten für schulische Führungskräfte nachhaltig Schulentwicklungshandeln und Kompetenzentwicklung der Schulleitungspersonen beeinflusst.

Scherpunkte in der Bildungsforschung des BMBWF 2022-2024

  • Früher Bildungsabbruch (Early School Leavers)
  • Resilienz von Schülerinnen und Schülern
  • Fachfremder Unterricht an Mittelschulen
  • Digitalisierung - Distance Learning
  • Kompetenzorientiertes Unterrichten 
  • Sprachliche Bildung - Lesekompetenz
  • Sprachliche Bildung - Muttersprachlicher Unterricht
  • Sprachliche Bildung - Fremdsprachenunterricht: Umsetzung eines kompetenzorientierten Englischunterrichts in der Primarstufe
  • Schulentwickungsberatung
  • Wirksamkeit von FWB im Schulsystem

 

Forschungslandkarte der Pädagogischen Hochschulen Österreichs

Alle Projekte der KPH Wien/Krems finden Sie auf der Forschungslandkarte der Pädagogischen Hochschulen Österreichs: https://www.forschungslandkarte.at/