Projekte nach Schwerpunkten (2019 – 2021) der KPH Wien/Krems

Digitale Medien und Bildung

Antonwelt. Digital - lesen - schreiben - kommunizieren

Projektleitung: Sonja Gabriel, Rita Humer
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2021

In der Studie werden Wirksamkeit und Erfahrungen von Schüler*innen, Lehrpersonen und Eltern mit dem Einsatz der für Grundschulkinder entwickelten Lese-, Schreib- und Publikationsplattform Antonwelt erhoben. Die für die Grundschule entwickelte Internetplattform folgt in ihrem pädagogischen Content den Anforderungen eines gelingenden Schriftspracherwerbs bei gleichzeitiger Entwicklung von Medienkompetenz. Dazu werden in einer Methodentriangulation qualitativ erhobene Daten (Interviews) und quantitativ erhobene Daten (Fragebogen) analysiert und interpretiert. Das Ergebnis soll zeigen, wie die Plattform Antonwelt die Kompetenzen der Anwender*innen in verschiedenen Bereichen stärken kann und wie die Plattform in unterschiedlichen Settings eingesetzt wird. 

Challenged Based Learning & Coding auf Basis Youth Hackathon

Kooperation mit: WeXelerate GmbH - Verein zur Steigerung der digitalen Kompetenzen in Österreich, Verein MadeByKids
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Auf Basis des innovativen Youth Hackathon-Formats sollen digitale Lernressourcen (Lernkarten, Lernvideos und Tutorials) für die Workshop-Formate Game Design und App Design sowie Lehrmittel für die Vermittlung von Digitaler Grundbildung entwickelt werden. Methodisch erfolgt die Entwicklung der Materialien durch partizipative Einbindung von Lehrkräften unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen und Schüler*innen, die bereits Youth Hackathon-Workshops abgehalten bzw. an diesen teilgenommen haben. Insbesondere Lehrkräfte an Schulen sollen durch die neu entwickelten Ressourcen dabei unterstützt und ermutigt werden, eigenständig – ohne großen Vorbereitungsaufwand – Digitale Grundbildung an Schüler*innen zu vermitteln. Sei es nun im Zuge von Youth Hackathon-Workshops (Game Design & App Design) oder im weiterführenden Unterricht (Lernkarten zu Digitaler Grundbildung).

ClimateChangeVR - Virtual Reality und Klimabildung - eine gute Symbiose?

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Virtual Reality ermöglicht auch in der Bildung zusätzliche Möglichkeiten, wie sich Lernende mit Hilfe von virtuellen Erfahrungen in VR-Simulationen Wissen aneignen können. Die Software ClimateChange VR ermöglicht, Anwender*innen in eine simulierte Zukunft zu versetzen, um die Auswirkungen des Klimawandels in einer virtuellen Umgebung zu erleben. Durch Technologie und Storytelling soll so das Thema zu emotionaler Verbundenheit führen. Das Projekt untersucht, wie Lehramtsstudierende der KPH Wien/Krems die Anwendung empfinden, ob es dadurch zu nachhaltigerem Wissenserwerb bzw. Einstellungsveränderungen kommt. Dazu kommen Mixed-Methods zum Einsatz, die aus Pre- und Posttest (sofort nach dem Spielen und nach 6 – 8 Wochen) sowie Interview bzw. Gruppendiskussion bestehen.

Einführung von Tablets in der 5. und 6. Schulstufe im Rahmen des 8-Punkte-Plans. Eine Fallstudie.

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Mit dem Schuljahr 2021/22 werden an einem Großteil der Schulen der Sekundarstufe I im Rahmen der Geräte-Initiative, die Teil des 8-Punkte-Plans des BMBWF ist, digitale Geräte in der 5. und 6. Schulstufe eingeführt (https://digitaleslernen.oead.at/). Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung ist es herauszufinden, welche Faktoren sich in welchem Ausmaß auf das mediengestützte Lernen im schulischen Kontext auswirken. Wenn es um Digitalisierung im pädagogischen Kontext geht, sind damit zahlreiche Chancen, Herausforderungen und Befürchtungen verbunden. (Digitale) Medien können als konstruktiv oder destruktiv beurteilte Agenten von Wirklichkeiten und Gestaltung von Lern- und Kommunikationsprozessen beteiligt sein. Die an Lernprozessen mittelbar und unmittelbar Beteiligten messen diesen Medien durchaus unterschiedliche Charakteristika zu und beeinflussen damit ihrerseits wieder die Geschehnisse in den Lehr- und Lernprozessen. Daher wird ein Mixed-Methods-Approach eingesetzt, wo mittels Fragebogen, Gruppendiskussion bzw. Interviews die Sichtweise von Schulleitung, Lehrer*innen, Schüler*innen und Erziehungsberechtigten eingeholt wird. 

Einstieg ins algorithmische Denken mit analogen Spielen. Potentiale und Herausforderungen von algorithmischen Denken mittels der lebensgroßen Brettspiele „Krabben und Schildkröten"

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Die Bedeutung der Vermittlung von Grundzügen des algorithmischen Denkens hat in den letzten drei bis vier Jahren auch stark in der Volksschule zugenommen. Neben dem Einsatz von Software, die erste spielerische Schritte in Richtung Programmierung erlaubt (z. B. Scratch), werden vermehrt auch Roboter und Tools (z. B. BeeBots, Robo Wunderkind) angeboten, die eine Verbindung von haptischem Erlebnis und digitalem Tool bieten soll. Trotzdem gibt es unter den Lehrpersonen häufig noch eine große Scheu, algorithmisches Denken tatsächlich im Unterricht zu vermitteln. Das Forschungsprojekt möchte daher untersuchen, ob der Einsatz der Spiele „Krabben und Schildkröten“  (lebensgroßes Brettspiel zur Vermittlung der Konzepte Sequenzen, Schleifen, Ähnlichkeit, Ereignisse, Bedingungen und Operatoren für 8- bis 9-Jährige) Volksschullehrer*innen sowie Studierende der Primarstufe die Hemmschwelle senkt und eine bessere Vermittlung der Basiskonzepte ermöglicht. Dazu werden Workshops abgehalten, in denen die Teilnehmenden die Spiele selbst durchspielen. Vor dem Workshops werden Einstellungen und Wissen in Paper & Pencil-Tests abgefragt, ebenso nach dem Workshop erfolgt eine weitere Abfrage. Zusätzlich soll in qualitativen halbstrukturierten Leitfadeninterviews die Meinung, die Einsatzmöglichkeiten und das Lernpotential der Spiele mit einigen Teilnehmenden der Workshops diskutiert werden. Die erhobenen Daten sollen aufzeigen, inwiefern die eingesetzten analogen Spiele das Wissen um und die Einstellungen zu algorithmischen Denken (angehenden) Lehrer*innen verändern kann und welche Potentiale und Herausforderungen gesehen werden.

Längsschnittstudie zum digitalen Habitus und der medialen Sozialisation von Lehramtsstudierenden und berufseinsteigenden Lehrkräften der Primarstufe unter Berücksichtigung der dabei stattfindenden Transitionsprozesse

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

In dem auf drei Jahre anberaumten Forschungsprojekt werden im Rahmen einer Effektstudie der Einsatz digitaler Medien im Unterricht von Lehramtsstudierenden und Berufseinsteigenden untersucht. Im Zentrum der Studie stehen einerseits persönliche Einstellungen und Haltungen, andererseits die Effizienz der Vermittlung didaktischer und pädagogischer Konzepte im Rahmen der Ausbildung sowie beim Berufseinstieg. Dabei ergibt sich zum einen die Fragestellung, ob Lehramtsstudierende grundsätzlich einen eher konservativen oder reservierten Zugang zu digitalen Medien haben oder ob die Ausbildungssituation möglicherweise verbesserungsfähig ist. Der qualitative Teil besteht aus einer Reihe von biografisch-narrative Interviews, der quantitative Teil aus einer Befragung mittels Fragebogen. Ziel der Studie ist sowohl eine möglichst umfassende Zustandsbeschreibung der Kompetenzen und Haltungen Studierender und Lehrkräfte im Bereich Einsatz digitaler Medien, als auch die Definition von Gelingensfaktoren bei einer institutionalisierten Unterstützung im Hinblick auf Kompetenzsteigerung und adäquaten Einsatz digitaler Medien im Unterricht Berufseinsteigender. Es ist geplant, das Forschungsprojekt im Einklang mit dem BMBWF und den Bildungsdirektionen Niederösterreich und Wien durchzuführen und die Ergebnisse neben einer einschlägigen Publikation auch einer entsprechenden systemischen Nutzung zuzuführen.

Lernen in augmentierten Realitäten an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Virtual und Augmented Reality werden als zukünftig bedeutende technologische Trends im Bildungssystem gesehen. Bereits jetzt werden diese Techniken sowohl an Pflichtschulen, Hochschulen und Universitäten zum Zwecke des Unterrichts und der Lehre angewandt.Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, welches Potenzial Studierende an pädagogischen Hochschulen im Einsatz von augmentierten Realitäten in der hochschulischen Lehre sehen. Eine Gelingensbedingung zum erfolgreichen Lehren und Lernen mit digitalen Technologien ist die innere Bereitschaft dazu, sowohl auf Seiten des Lehrenden als auch des Lernenden. Im Rahmen eines Seminares des Studiums Lehramt Primarstufe wird eine augmentierte Lernumgebung vorbereitet, um mit den Studierenden mit dieser Technologie arbeiten zu können. Mittels qualitativen Interviews soll das Interesse von Studierenden, in augmentierten Realitäten lernen zu wollen, erfasst werden. Die Erkenntnisse des Projektes sind insbesondere für pädagogische Hochschulen, als auch ganz allgemein für die Lehrer*innenausbildung relevant.

Mediennutzungsverhalten Studierender durch Covid19-Maßnahme

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2022

Durch die rasche Umstellung des Sommersemesters 2020 an allen österreichischen Universitäten und Hochschulen auf Distance Learning ist die Bedeutung von digitalen Medien stark in den Fokus gerückt. Das vorliegende Projekt möchte bei Studierenden der KPH Wien/Krems folgende Bereiche auf den Unterschied vor und während der COVID-19 Maßnahmen untersuchen:

  • Bedeutung der digitalen Medien im Privatbereich
  • Bedeutung der digitalen Medien im Studium
  • Sichtweise auf Maßnahmen, die für Schulen getroffen wurden

Es sollen 10 bis 15 narrative Interviews (auf freiwilliger Basis, geführt über ein Online-Konferenz-Tool im Mai bzw. Juni 2020) mit Studierenden geführt werden, die aufzeigen sollen, wie und ob sich das Nutzungsverhalten digitaler Medien sowie die Einstellung zu digitalen Medien in Bezug auf Studium und späteren Beruf als Lehrer*in geändert hat.

Motivation durch Gamifizierung in Milage Learn+

Kooperation mit: Universität Algarve
Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021– SoSe 2022

Milage Learn+ ist eine App, die mit Hilfe von Gamifizierung, Schüler*innen zu motivieren, die von den Lehrpersonen gestellten Arbeitsaufträge zu erledigen. Die App, die im Rahmen eines Erasmus+ Projekts entstanden ist, kann von Lehrpersonen frei befüllt werden, die Aufgaben werden dann von den Schüler*innen gegenseitig (Peer-Review) bewertet. Mit Hilfe der Vergabe von Punkten, eines Leaderboards und ähnlichen Gamifizierungselementen sollen die Lernenden motiviert werden, sich intensiver mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Das Projekt möchte auf Basis der Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan mit einer quantitativen Befragung von deutschen und portugiesischen Schüler*innen herausfinden, ob die Gamifizierung tatsächlich zu einer erhöhten Motivation führen.

RoboWunderkind – Evaluation von Unterrichtsunterlagen

Kooperation mit: Robo Wunderkind
Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021– SoSe 2022

RoboWunderkind ist ein Roboter-Bausatz, der nicht nur die Fähigkeiten im Coding, sondern auch die Kreativität fördern möchte. Im Rahmen des Projekts werden von RoboWunderkind erstellte Unterrichtsunterlagen an Kindergärten, Volksschulen sowie an der Sekundarstufe I eingesetzt. Zu Beginn und am Ende des Projekts werden die Pädagog*innen mittels Selbsteinschätzung und Evaluationsbogen zum Einsatz befragt. Die Schüler*innen der Volksschule sowie der Sekundarstufe I werden mittels Prä- und Post-Test-Design beforscht, um Änderungen in der Problemlösekompetenz ermitteln zu können.

Strategien der Informationskompetenz Studierender – Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen, Teil 3

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

In den letzten Jahren hat Informationskompetenz – also das Unterscheiden zwischen relevanten Informationen und sogenannten Fake-News – an immer höherer Bedeutung gewonnen. Diese Kompetenz ist nicht nur im wissenschaftlichen Bereich von Relevanz, sondern auch im Alltag jedes Einzelnen. Das Projekt möchte daher Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskompetenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems (im 1. bzw. 8. Semester) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder auf Deutsch oder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbegriffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, ob es zwischen Studierenden des 1. und 8. Semesters Unterschiede hinsichtlich der Strategie gibt. Damit können Erkenntnisse für die Ausbildung der Primarstufenlehrer*innen im Bereich Medienbildung gewonnen werden. Dieses Projekt ist ein Folgeprojekt des im Studienjahr 2019/20 durchgeführten Projekts zur Informationskompetenz von Studierenden.

Student teachers' first experiences with teaching English using digital media

Projektleitung: Theresa Guczogi
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

This research project explores students’ experiences and issues using CALL (computer-assisted language learning) and MALL (media-assisted language learning) for theirteaching of English for the first time. Equip-ping future teachers with the skills to integrate technology in their teaching has the potential to trans-form pupils’ learning experiences and initiate a technological turn in the Austrian school system. Helping student teachers to learn how to use digital media effectively in their own teaching can also play a crucial role in raising awareness for the advantages that using online tools has for all subjects, but especially for English and other foreign languages, asthey can provide access to authentic materials and provide opportu-nities to effectively train all language skills. Furthermore, it contributes to the United Nation’s SDG 4.1 which aims to provide equal and free education for all girls and boys and to facilitate effective learning.

Studyly – Evaluierung einer Mathematiklernplattform aus Sicht von Lehrenden und Lernenden

Kooperation mit: Plattform Studyly
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die Mathematiklernplattform studyly.com bietet einen Pool von über 2500 Aufgaben der Oberstufenmathematik, die während des Lock-downs der Schulen ab März 2020 besonders zur Maturavorbereitung verwendet wurden. Das Projekt möchte in zwei Schritten von Lehrenden und Lernenden erfahren, ob und wie die Plattform im Mathematikunterricht der Oberstufe eingesetzt wurde/wird, worin Lernpotentiale, aber auch Wünsche, Schwierigkeiten und Verbesserungspotential gesehen werden.

In einer ersten Stufe sollen Lehrende und Lernende mittels halbstrukturiertem Interviewleitfaden zu ihren Erfahrungen befragt werden. Hier soll ein möglichst diverses Sample (bezüglich Schule (privat/öffentlich), Geschlecht, Dienstalter, Einsatz der Plattform etc.) sicherstellen, dass unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden.

Aus den qualitativen Daten soll ein quantitativer Fragebogen erstellt werden, der als Zielgruppe alle Lehrenden und Lernenden, die bereits mit studyly.com gearbeitet haben, umfasst. Hiermit soll repräsentativ erhoben werden, worin die Lernpotentiale, Einsatzmöglichkeiten und Verbesserungswünsche für die Plattform bestehen.

Heterogenität und Inklusion

Akademische und sozial-emotionale Entwicklung von Kindern mit Lernbehinderung im Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: Bildungsdirektion Wien, Universität Wien, Universität Bielefeld
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: SoSe 2021– WiSe 2022

Das Projekt „PATHWAY“ wird in Kooperation mit der Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung, unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schwab durchgeführt und ist vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gefördert. Es handelt sich um eine Mixed-Methods Längsschnittstudie mit zweijähriger Projektlaufzeit, die auf Schüler*innen mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf (kurz: SPF) im Bereich Lernen fokussiert. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage wie sich Schüler*innen mit SPF Lernen in Integrationsklassen an Wiener Schulstandorten im Vergleich zu vergleichbaren Schüler*innen in Klassen der Allgemeinen Sonderschule entwickeln. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der akademischen und emotionalen Entwicklung sowie der sozialen Teilhabe der Schüler*innen. Neben standardisierten Fragebögen kommen qualitative Interviews und Photovoice zum Einsatz. Für Österreich liegen aktuell keine Forschungsergebnisse zu diesem Forschungsschwerpunkt vor und es handelt sich um eine Pionier-Studie.

Austrian-Israel multi-age structure project

Kooperation mit: Kibbutz Gaash
Projektleitung KPH: Thomas Schrei
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die Studie beschäftigt sich im Rahmen einer Vergleichuntersuchung mit Mehrstufenklassen in Österreich und Israel. Mittels sturkturierter Interviews von Schüler*innen, Lehrer*innen und Direktor*innen befasst sich die Studie mit mehreren grundlegenden Fragen, u.a., welche geselllschaftlichen und pädagogischen Visionen die MS-Klassen in Österreich und Israel präge oder welche Vor- bzw. Nachteile es aus Sicht der Schüler*innen und des pädagogischen Personals im Bezug auf die emotionale, soziale und kohnitive Entwicklung der Kinder in MS-Klassen gibt. Ziel der Studie ist es Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS-Klassen in Österreich und Israel aufzuzeigen.

BEBI. Zur individuellen Konstruktion subjektiver Berufsbilder von Kindern und Jugendlichen

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien
Projektleitung KPH: Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2021

Die Berufswahl ist im Leben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein zentraler Moment in ihrer noch kurzen Biographie. An den Schnittstellen schulischer Systeme werden erste Berufswahlentscheidungen sichtbar. Viel früher, im Kindesalter, entwickeln sich individuelle, subjektive Berufsbilder und Berufsphantasien. Die Bedeutsamkeit von getroffenen Berufswahlentscheidungen im Sinne zukünftiger Lebenschancen ist unstrittig. Die große Zahl der möglichen Prädiktoren der Berufswahl ist überdies von gesellschaftlichen Milieus, weitere Erfahrungs- und Lernumwelten und personengebundenen Variablen beeinflusst. Frühe, schon im Kindesalter wahrgenommene und später internalisierte Berufsbilder beeinflussen ebenso wie spätere, internationale, schulische Bemühungen der Berufsbilder die tatsächlichen Schul- und Berufswahlentscheidungen. Doch wie kommen diese ersten beruflichen bildhaften Vorstellungen in den Kopf? Wer beeinflusst diese frühen Vorstellungen? Diese Frage geht dieses Forschungsprojekt erkenntnisleitend nach.

CLIL materials: How to unite content and language learning for diverse groups of learners.

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Research on CLIL and other forms of additive bilingual education has typically focused on language aspects although classroom pedagogy is often strongly determined by content teaching goals and materials. Recently, the research community has stressed the importance of transdisciplinary conceptualizations of integrating content and language learning. However, little attention has been paid to how one can translate these research insights into successful classroom practice and useful materials. Moreover, in recent years, CLIL instruction has found its way into mainstream education without thorough consideration as to how one could cater for mixed-ability groups, often resulting in feelings of frustration and overload in both learners and teachers. Therefore, this project intends to develop design principles and teaching strategies that (1) genuinely combine content and language perspectives and (2) adequately consider heterogeneous settings in CLIL. Being connected to a larger design-based research study, this project elaborates on the role of differentiated and individualized instruction in mainstream CLIL education on the basis of interview data and, peripherally, learner performances and classroom observations.

Co-Enrollment in Österreich

Projektleitung: Silvia Kramreiter
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2022

Vor fast 10 Jahren wurde in Wien ein Schulmodell, in welchem gebärdensprachige und hörende Schüler*innen über den gesamten Pflichtschulbereich hinweg gemeinsam lernen, implementiert. Hier findet sich auch der Begriff im Titel des Forschungsprojektes „Co-Enrollment“ wieder, welcher folgendermaßen im deutschsprachigen Raum definiert werden könnte: Co-Enrollment bedeutet das gemeinsame Lernen gebärdensprachiger und hörender Schüler*innen in einer inklusiven Lernumgebung, arrangiert über vielfältige Unterrichtsmethoden, Lernmaterialien und Medien in Begleitung eines diversen Lehrer*innenteams. Das nationale und internationale Interesse an diesem Schulmodell ist groß und Schritte bezüglich der Implementierung weiterer Klassen und Standorte werden von Seiten der Elternschaft gefordert. Das Forschungsprojekt soll umfassend die gesamte derzeitige Schulgemeinschaft (Pädagog*innen, Schüler*innen, Eltern, Direktor*innen) beleuchten. Weiters werden rückwirkend (ausgetretene SuS und nicht mehr am Standort lehrende Pädagog*innen, sowie pensionierte Direktor*innen) organisatorisch-administrativer Aspekte (Kooperation einer Bundesschule mit einer Schule der Stadt Wien), sowie methodische Umsetzungen und Befindlichkeiten in dieser speziellen Lernumgebung, analysiert und evaluiert. Durch die Untersuchungen der ausgetretenen SuS und Pädagog*innen sollen diverse Adaptierungen, die für ein inklusives Setting relevant waren, von Beginn des Projektes bis zu dessen 10-jährigen Bestehen analysiert, dokumentiert und evaluiert werden. Ziel des Projektes ist Lehr- und Lernmethoden, Lernumgebung und das Team (z.B. Einstellung, Kooperation, Aus-, Fort- und Weiterbildung) zu analysieren, Herausforderungen und Gelingensbedingungen zu formulieren sowie die Gesamtkonzeptualisierung darzustellen. Vorschläge zur Implementierung von erfolgreichen inklusiven bimodal-bilingualen Modellen an verschiedenen nationalen und internationalen Standorten werden das Forschungsprojekt abschließen.

Elementare Sprachbildung: Mehrsprachigkeit und Sprachförderung als Thema in der elementarpädagogischen Ausbildung

Kooperation mit: Bildungsdirektion für Wien, Sprachförderzentrum; Arbeiterkammer Wien
Projektleitung KPH: Niku Dorostkar
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Das Projekt „Elementare Sprachbildung” untersucht, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in der Ausbildung von Kindergartenpädagog*innen verankert ist und vermittelt wird. Ziel des Projektes ist herauszufinden, wo in der derzeitigen Ausbildung an den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik Nachholbedarf in Bezug auf sprachwissenschaftliche Inhalte und Kompetenzen besteht, die Kindergartenpädagog*innen für die neuen beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit rüsten sollen. Hierfür werden im Zuge einer Bestandsaufnahme vorhandene Curricula, Lehrwerke und Unterrichtsmodelle analysiert. Zu dem werden via Online-Fragebogen Lehrer*innen an Wiener Bildungsanstalten für Elementarpädagogik befragt, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und frühkindliche Sprachförderung in ihrem Unterricht implementiert wird.

Inclusive Assessment Map

Kooperation mit: Zentrum für Leherer*innenbildung, Universität Wien; Jönköping University; Instituto Politécnico do Porto – Escola Superior de Educação, Support Unit for Inclusive Schools; UiT the Arctic University of Norway, Universität Leipzig, Zentrum für Förderpädagogik (Belgien, Eupen);
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Obwohl Schulen große Anstrengungen unternehmen Inklusion zu realisieren, können nach wie vor viele Kinder nicht vollständig am Unterricht teilhaben und verlassen vorzeitig das (Aus-)Bildungswesen (Early School Leaving). Die Verantwortung für Schulversagen wird nach wie vor oftmals den Kindern und deren Familien zugeschrieben – Umweltfaktoren, die ein Kind an der Teilhabe an Bildung hindern, werden zu oft vernachlässigt. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte, hat die WHO im Jahr 2007 mit der ICF-CY (International Classification of Functioning, Disability and Health for Children and Youth) ein Instrument veröffentlicht, das - wenn neu interpretiert - eine völlig neue Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion bieten könnte. Die ICF-CY geht von der zentralen Frage aus, wie Lernumgebungen angepasst werden können, um allen Kindern die volle Entfaltung ihres Potenzials zu ermöglichen. Allerdings ist die ICFCY in ihrer derzeitigen Form nicht für den praktischen Einsatz im Klassenzimmer geeignet. Das Projekt adressiert dieses Problem durch die Entwicklung der "Inclusive Assessment Map - I AM", die auf der ICF-CY basiert und praktische Lösungen (Good Practices) bietet, die von einem Team aus Forscher*innen, Schulbehörden, Lehrpersonen, Schüler*innen und Eltern erprobt wurden.

Inklusion. Eine menschenrechtliche Herausforderung für die Pädagogik

Projektleitung: Rudolf Beer, Oskar Dangl
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2021

Es handelt sich um ein mehrperspektivisches Projekt, das auf einem Mixed-Methods-Ansatz basiert. Wegen seiner Komplexität ist es in mehrere Bausteine (Subprojekte) gegliedert: A) Inklusion als menschenrechtliche Forderung; B) Inklusive Kompetenz. Zur Modellierung und Entwicklung eines Erhebungsinstruments; C) Unterwegs zu einem neuen Bildungsverständnis? D) Kennzeichen einer guten inklusiven Schule; E) Haltungen und Einstellungen Studierender gegenüber Inklusion.
So könnten wir der aktuellen Forderung nach einem empirisch versierten Nachdenken über pädagogische Maßstäbe und dem „Idealbild des empirisch versierten Philosophen im Felde der Pädagogik“ näherkommen.

Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung

Kooperation mit: Lucian Blaga Universität Sibiu, University of Szeged bzw. Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg, Arbeitseinheit Allgemeine Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik, Arbeitseinheit Bildungssoziologie / Bildungsorganisation / Professionsforschung
Projektleitung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Oskar Dangl
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2025

Bildung und Lehrer*innenbildung sind zentral, wenn es darum geht, Individuen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen und Können. Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen einer nachhaltigen, inklusiven Bildung: die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie Persönlichkeitsmerkmalen (Personality traits). Die Forschungsvorhaben sollen begriffliche Klärungen und belastbare Evidenzen als Fundament wissensbasierter Hochschullehre bereitstellen. Unterschiedliche Teilprojekte von unterschiedlichen Forschungsgruppen sollen unterschiedliche Detailfragen unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen mit unterschiedlichen Methoden bearbeiten. Ziel ist diese Erkenntnisse hochschuldidaktisch zu nutzen. 

Kooperatives Lernen im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: PH OÖ
Projektleitung KPH: Timo Finkbeiner
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Schüler*innen der Primarstufe begegnen technischen Themen mit Interesse und Neugier. Im Bedienen, Gebrauchen und Konstruieren wird Technik für sie unmittelbar wahrgenommen und dadurch erschlossen. Bildungsangebote berücksichtigen, fördern und erweitern die alltags- und lebensweltliche Handlungskompetenzen der Lernenden und zielen darauf, Aspekte des technischen Kulturbereichs kennenzulernen. Fragen zu technischer Bildung wecken auch zunehmend das wissenschaftliche Interesse, jedoch finden Schü-ler*innen mit der Zuschreibung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in diesem Kontext nahezu keine Berücksichtigung. Von zukünftiger Bedeutung ist daher eine mehrperspektivische Betrachtung unterrichtsentwicklungsrelevanter Fragen, welche sowohl allgemein- und sonderpädagogische als auch fachdidaktische Aspekte integriert. Zentrales Ziel des geplanten Forschungsvorhaben ist es, die Perspektive der Schüler*innen anzuerkennen und zu erfassen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sequenzieller, videogestützte Beobachtungen von Schüler*innen in technikbezogenen, kooperativen Lernarrangements unter der Annahme, „(...) dass den Forschenden noch nicht bekannt ist welchen Aspekten und Zusammenhängen im beobachteten Unterrichtsgeschehen welche Bedeutung zukommt“ (vgl. Dinkelaker 2016, 55). Demzufolge werden kooperativen Prozessen eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da in der gemeinsamen, intersubjektiven Konstruktion und Koordination Wissensbestände kommunikativ und in Form von Handlungen ausgetauscht, verhandelt und erweitert werden.

Lebenswelten 2020. Wertehaltung junger Menschen in Österreich

Kooperation mit: Gemeinschaftsprojekt aller Pädagogischen Hochschulen Österreichs
Projektkoordination KPH: Doris Lindner
Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2021

Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft? Welche Ziele haben sie? Was ist ihnen wichtig? Was erwarten sie von einer Partnerschaft? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Diese und andere Fragen sind zentrale Themenfelder der österreichweit repräsentativen Jugendstudie, die von den Pädagogischen Hochschulen gemeinsam durchgeführt wird. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Die Daten der Jugendstudie werden aus einem standardisierten Rückmeldeverfahren (internetbasierter Fragebogen) generiert. In allen Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz. Zusätzlich kann in jedem Bundesland ein weiteres Themenfeld bearbeitet werden. Die Ergebnisse sind für alle relevant, die mit Jugendlichen arbeiten, insbesondere auch für Lehrpersonen, für Lehramtsstudierende und für die Bildungsplanung in den Bildungsdirektionen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 in einer Publikation vorgestellt.

Lingusti – Die kreative Sprachwerkstatt. Ein Praxis-Forschungslabor im Rahmen der Lehramtsausbildung für die Entwicklung von Interaktionskompetenz als Basis für Focus-on-Form

Kooperation mit: Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Leipzig
Projektleitung KPH: Verena Plutzar
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Das Ziel dieses  Forschungs- und Entwicklungsprojekts ist es, zu untersuchen, wie Lehramtsstudierende (LA-Studierende) durch ein eigens entwickeltes hochschuldidaktisches Konzept sowie einer eng angeleiteten Praxis im Rahmen einer außerschulischen Sprachwerkstatt (Lingusti) lernen, interaktiv sprachliche Lerngelegenheiten zu schaffen. Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt und in Kooperation mit dem Verein SprachSchatz Videovignetten für den Einsatz in der Hochschullehre erstellt. In diesen Videovignetten soll verdeutlicht werden, mithilfe welcher sprachlichen und interaktionalen Strategien sprachliche Lerngelegenheiten für mehrsprachige Kinder mit Deutsch als Zweitsprache geschaffen werden können. Dabei wird im Sinne des Konzeptes der Lingusti-Sprachwerkstatt soziales Lernen mit dem Focus-on-Form-Ansatz aus der Zweitsprachdidaktik verknüpft, um die Kinder sowohl in ihren sprachlichen als auch in ihren persönlichen Ressourcen zu stärken. Mithilfe der Videovignetten kann in weiterer Folge erhoben werden, wie Studierende zu Beginn ihrer Ausbildung im Rahmen des Schwerpunkts „Sprachliche Bildung und Diversität” Interaktionen wahrnehmen und hinsichtlich ihres Sprachförderpotentials einschätzen.

Männer als Primarstufenlehrer

Kooperation mit: Institut für Männer- und Geschlechterforschung
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2017 – WiSe 2022

Das Projekt greift das Thema des chancengerechten und inklusiven Zugangs zum Primarstufenlehrberuf im Zusammenhang mit der Diversitätskategorie Gender auf. Dabei ist die Frage leitend, welches Verständnis der Studienwahlentscheidung zugrunde liegt. Auf Basis einer interpretativen Auswertung biographisch-narrativer Interviews im 2. Semester und fokussierter Interviews im 6. Semester werden Berufsbilder und geschlechterbedingte Erfahrungen männlicher Studierender rekonstruiert. Im Zentrum steht zum einen die Rolle der geschlechteruntypischen Berufswahl für den berufsbezogenen Habitus der Studierenden; zum anderen ist von Interesse, inwiefern ein konstatierter Bruch mit Geschlechterstereotypen als Chance für transformatorische Bildungsprozesse gesehen werden muss, und zwar als notwendige Habitustransformation in Richtung eines professionellen Lehrendenhabitus.

Menschenrechtsbildung und ihre Umsetzung an Wiener Pflichtschulen

Projektleitung: Doris Lindner
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Schule soll im Sinne der Menschenrechte Orientierung vermitteln, kritische Beurteilung ermöglichen und gesellschaftliches Engagement fördern. Diese Bereiche lassen sich den gängigen Aufgabenfeldern der Menschenrechtsbildung zuordnen: Lernen über, durch und für die Menschenrechte. Mit Hilfe der Vermittlung der Menschenrechte soll die Wahrscheinlichkeit von Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen verringert werden. Zentral für die Menschenrechtsbildung ist ein konzeptionelles Deutungswissen, das Schüler*innen den Sinngehalt und die innere Logik von menschenrechtsgefährdenden bzw. -behindernden und menschenrechtsfördernden Institutionen, Ordnungsmodellen, Denkweisen und Handlungen einschließlich der damit verbundenen Kontroversen erschließt. Auf den Erwerb der Kompetenzen soll im Rahmen der schulischen Bildung hingearbeitet werden. Das Forschungsziel einer Evaluation der Umsetzung von Menschenrechtsbildung an Wiener Pflichtschulen wird als Querschnittsaufgabe verstanden und folgt einem qualitativen Zugang sowie der Fokussierung unterschiedlicher Zielgruppen. Dabei soll vor allem die (1) Ebene der Lehrpläne, Lern-/Lehrziele, Leitbilder, Standards und (2) die prozessuale Ebene des Unterrichts evaluiert werden. Die qualitative Analyse wird durch die Erhebung von Good Practices zur Menschenrechtsbildung ergänzt.

Mitherausgabe des ide-Hefts 4/2021: Global Citizenship Education im Deutschunterricht

Projektleitung: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2021

Die ide, Informationen zur Deutschdidaktik, widmet das Heft 4/2021 der Global Citizenship Education (GCED) und setzt damit für den Deutschunterricht einen neuen Denkrahmen: Statt Literatur-, Sprach- und Medienvermittlung in nationalen oder kulturellen Grenzen zu sehen, wird demokratische Teilhabe stark gemacht und diese in einer transnationalen und globalen Dimension verortet. Damit liefert der Band einen Beitrag zur transformativen Bildung, wie sie auch im Weltzukunftsvertrag der UNESCO, in den inhaltlichen Bestimmungen zum sdg 4, festgeschrieben ist. Theoretisch fundiert werden für eines der großen globalen Milleniumsziele Realisierungsmöglichkeiten diskutiert, die den Literatur-, Sprach- und Medienunterricht in Primar- und Sekundarstufen nachhaltig verändern können.
Dazu werden mit Blick auf GCED Lehr-, Studienpläne und Erlässe analysiert, Ansätze der Mehrsprachigkeit und kulturwissenschaftliche Positionen in Hinblick auf Ästhetisches Lernen vorgestellt, Modelle für einen transnationalen Kanon erarbeitet sowie Materialien der Leseförderung diskutiert. Im praktischen Teil werden in filmischen und literarischen Fiktionen Weltbilder, das Zusammenleben in der Weltgesellschaft sowie die Globalisierung im Alltag unter die Lupe genommen, etwa mit migrationspädagogischem Ansatz die migrantische Figur Apu aus den Simpsons, und Didaktisierungen vorgeschlagen.

Professionalisierung und Professonalität in der Elementarstufe

Kooperation mit: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Projektleitung KPH: Johanna Bruckner
Laufzeit: SoSe  2021 – SoSe 2023

Seit dem Wintersemester 2018/19 werden an Pädagogischen Hochschulen in Österreich Bachelorstudien der Elementarbildung/Elementarpädagogik für ausgebildete Kindergartenpädagog*innen angeboten. Im Vergleich zu bereits davor an den Hochschulen angebotenen Hochschullehrgängen, sind genannte Bachelorstudien mit einem höheren Arbeitsaufwand (180 ECTS) verbunden und enden mit einem formalen, akademischen Abschluss (BEd). Einer Studie von Koch (2019; 2020) zufolge,  geben die Bachelorstudierenden im Bereich der Elementarpädagogik/Elementarbildung mehrheitlich (90 Prozent, vgl. Koch, 2019, S. 36) die ‚fachlich fundierte Weiterbildung‘ sowie die ‚Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse‘ als Hauptmotive für ihr Studium an. Dieses Forschungsprojekt widmet sich der Professionalisierung und Professionalität. Mittels der Antworten von Fachkräften in der Elementarpädagogik auf berufsfeldbezogene Vignetten wird die Disposition professionellen Handelns erfasst. Die Ergebnisse können vor dem Hintergrund diskutiert werden, inwiefern der Besuch hochschulischer Aus- und Weiterbildungen – abgesehen von formaler Professionalisierung – zu einer professionsbezogenen Kompetenz(weiter)entwicklung bei Fachkräften in der Elementarpädagogik beiträgt.

Sammelband Elementare Bildung

Projektleitung: Johanna Bruckner, Doris Lindner
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

Spätestens seit Einführung des verpflichtenden, letzten Kindergartenjahres (2009/10) wurde institutionalisierte, frühkindliche Betreuung auch in der öffentlichen Diskussion um den Aspekt der Bildung erweitert. Für den geplante Sammelband werden Experten*Expertinnen verschiedener Bildungsfelder (z. B. Sprachen, Mathematik, naturwissenschaftliche Fächer, Kognition, Musik, Bewegung, Soziologie, digitale Bildung, Religionen) an der KPH Wien/Krems zur Mitarbeit eingeladen. Erbeten wird das Verfassen eines theoretisch begründeten, in einzelne Lernfelder übersetzten und mit Praxistipps (Umsetzung im Kindergarten) versehenen Beitrages im jeweiligen Bildungsfeld. Ziel ist ein Buch, das Elementarpädagog*innen (und Primarstufenlehrer*innen) eine nützliche theoretische wie praktische Grundlage zur Gestaltung von Bildungsübergängen vor dem Hintergrund von Diversität, Menschenrechten und verschiedenen Bildungsfeldern bietet.

Sprachliche Bildung als duchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe

Kooperation mit: PH Wien, PH NÖ
Projektleitung KPH: Verena Plutzar, Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Aktuelle Lehrkompetenzmodelle gehen davon aus, dass im Rahmen der Ausbildung zentrale Grundlagen im Bereich der Haltungen, des Wissens und des Handelns für den Lehrberuf gelegt werden (vgl. Koch-Priewe 2018:21f. Demnach kommt Hochschullehrpersonen in ihrer sprachlichen Vorbildfunktion eine entscheidende Rolle zu und sie tragen in hohem Maße Verantwortung dafür, wie die didaktisch-methodische Umsetzung einer Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip in allen Ausbildungsfächern gelingen kann. Es gilt eine Lehrendenkompetenz zu entwickeln, welche vermehrt auf Sprache in ihrem Facettenreichtum fokussiert und letztlich zu erhöhter Sprachbewusstheit und reflektiertem Umgang in allen Unterrichtsfächern führt.

Das Projekt will den IST-Stand an den PHn erheben, in welcher Bewusstseinslage Lehrende im Studium für das Lehramt Primarstufe hinsichtlich ihrer eigenen sprachlichen Vorbildfunktion sind, welche Wichtigkeit sie der Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe beimessen und wie Umsetzungsmöglichkeiten bereits erfolgen. Es sollen Bedarfe erhoben und in weiterer Folge exemplarische Beispiele und Anregungen ausgearbeitet werden. Dies betrifft die einzelnen Fachdidaktiken, die bildungswissenschaftlichen Grundlagen und die pädagogischpraktischen Studien.

Sprachliche Bildung in der Primarstufe

Projektleitung: Golriz Gilak
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Mehrsprachigkeit scheint lediglich im Hinblick auf Prestigesprächen wie Englisch oder Französisch eine Ressource zu sein. Hingegen wirken klassische Migrantensprachen hinderlich für die Bildungskarriere. Ihre Sprecher*innen sind seltener an höherbildenden Schulformen anzutreffen und weisen meist in ihrem Sprachgebrauch weniger Merkmale einer Bildungssprache auf. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Unbestritten ist, dass fehlende Bildungssprache fehlenden Bildungserfolg bewirkt. Wenn Bildungssprache fälschlicherweise im Fachunterricht durch die Lehrkraft vorausgesetzt wird, trägt dies zu einem Selektionsmechanismus mit folglicher Bildungsbenachteiligung bei. Diesem Umstand könnten Lehrkräfte mit dem Konzept der Sprachbildung entgegenwirken, jedoch besteht Aufholbedarf in den Curricula der Lehramtsausbildung. Bestrebungen des Ministeriums, diesbezügliche Kompetenzen in der Fortbildung anzubieten, sollen diese Lücken schließen. Diese Forschung soll begünstigende Faktoren für eine sprachsensible Gestaltung des Fachunterrichts in der Primarstufe darstellen. Die Resultate leisten einen Beitrag zur Bedeutung von sprachfördernden Haltungen von Lehrpersonen, bieten eine Grundlage für neue bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungen und fließen in die Ziele des SDG 4 „Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung für alle gewährleisten“ ein.

Transparenz elementarer Bildungsprozesse 

Projektleitung: Johanna Bruckner
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2022

Pädagog*innen stehen vor der Herausforderung individueller Bildungsvoraussetzungen der ihnen anvertrauten Kinder (Diversität). Die Auseinandersetzung mit Interaktionen in Institutionen früher Bildung vor dem Hintergrund von Bildungsprozessen der betreuten Kinder erfordert Reflexionsbereitschaft. Genau diese Reflexionsbereitschaft machen jene Studentinnen und ausgebildeten Kindergartenpädagog*innen transparent, die sich seit Herbst 2018 dem Bachelorstudium „Elementarbildung: Inklusion und Leadership“ an der KPH Wien/Krems widmen und sich an dem Projektim Rahmen des Moduls „Vertiefung in elementarer Bildung“ im 3. Semester ihres Studiums beteiligen. Ziel ist es, mittels Videographie in institutionellen Kindergruppen gelungene Bildungsprozesse zu identifizieren um sie in Folge primären Bezugspersonen der Kinder in Form eines Elternabends zugänglich zu machen. Mögliche Effekte dieser Transparenz elementarer Bildungsprozesse sollen (vorerst) anhand der Befragung der Bezugspersonen erhoben werden.

Interkulturelle und interreligiöse Bildung

Begleitforschung zum Delegationsmodell des dialogisch-konfessionellen Religionsunterrichts (dk:RU II)

Auftraggeber: Erzbischöfliches Amt für Schule und Bildung Wien
Kooperation mit:  Universität Wien, Katholisch-Theologische Fakultät und Evangelisch-Theologische Fakultät, Schulamt Erdiözese Wien
Projektleitung KPH: Thomas Krobath
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2021

Grundsätzliche Fragen des Forschungsprojektes: Ist dk:RU ein Zukunftsmodell? Ist konfessionelle Kooperation noch zeitgemäß oder braucht die Schule einen interreligiösen RU? Näher untersucht wird das Delegationsmodell des dialogisch-konfessionellen Religionsunterrichts in Bezug auf die konkrete Umsetzung: Wie wirkt sich diese Form des Unterrichts auf Schüler*innen aus? Wie geht es den Schüler*innen und Lehrer*innen im Delegationsunterricht? Welche Aspekte/Bedingungen sind für das Gelingen des dk:RU förderlich bzw. hinderlich? Wie geht es den beteiligten Kirchen- und Schulamtsleitungen mit dem Delegationsunterricht? Welche Gründe sind für die Akzeptanz bzw. Ablehnung eines Delegationsunterrichtes durch die Kirchenleitung ausschlaggebend? Wieso wird manchmal zugestimmt und manchmal nicht?

Das pädagogische Profil der freikirchlichen Privatschulen in Österreich

Projektleitung: Armin Wunderli
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Freikirchliche Privatschulen erheben den Anspruch, dass die christlichen Werte, die sie vermitteln, den gesamten Schulalltag prägen und dass die Kinder dadurch zu gereiften Persönlichkeiten werden. In die[1]sem Forschungsprojekt geht es um die Frage, inwiefern die Pädagogik der freikirchlichen Privatschulen christlich geprägt ist und wie sich das im Schulalltag äußert. Es soll zudem herausgearbeitet werden, inwiefern die Schulen als Modell für andere – christliche oder säkulare – Schulen dienen können.

Ein kompetenzförderndes Schulbuch für den orthodoxen Religionsunterricht (AHS-Oberstufe)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Thessaloniki
Projektleitung KPH: Theodoros Alexopoulos
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Grundlagen für die Konzeption eines Schulbuches für die Sekundarstufe II, 8. Klasse zu entwickeln, das den modernen religionspädagogischen und theologischen Standards entspricht. Bei diesem Buch sollen die gemäß der Gesamten Rechtsvorschrift für Lehrplan - griechisch-orientalischer (orthodoxer) Religionsunterricht, (Fassung vom 13.06.2018) beschriebenen Ziele und Kompetenzen unterstützt werden. Orthodoxe Religionsbücher sind forschungsmäßig eine tabula rasa. Es gibt weder hermeneutische noch empirische Forschungsarbeiten dazu. Forschungsarbeiten zu deutschsprachigen Religionsbüchern beziehen sich auf inhaltliche Analysen (z. B. islamisch: Falaturi, 1986-1988; katholisch: Fiedler 1980), nicht aber auf Funktionen bzw. Konzeptionen. Das Innovative dieses Projektes liegt in der empirischen, datenbasierten Herangehensweise und in der Einbeziehung der Expertise der RL als Schlüsselpersonen bei der Verwendung eines Religionsbuches für die Erstellung eines Religionsbuchkonzepts. Über diesen akademischen Kooperationsrahmen hinweg darf man zusätzlich pointieren, dass das darin skizzierte Projekt eine wissenschaftliche Initiation bildet, anhand derer die schulische Praxis des Orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich durch einen Daten-Mapping-Prozess anschaulich gemacht werden kann.

Emotionen aus religionspädagogischer Perspektive – Emotionen und empotionale Themen im Religionsunterricht/in schulischen Religionsbüchern

Projektleitung: Mónika Solymár
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In jüngster Zeit wurde die Frage nach Emotion und schulischer Bildung verstärkt gestellt. Das Kooperationsprojekt zielt auf eine domänenspezifisch interessierte Weiterführung dieses Diskurses. Eine theoretische Rahmung wird gesetzt, die zum einen sowohl der entwicklungspsychologischen als auch der religionspsychologischen Fundierung dient und zum anderen Ergebnisse theologischer bzw. exegetischer Emotionsforschung reflektiert. Die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Schnittflächen werden eruiert. Schließlich werden Emotionen und emotionale Bildung dezidiert religionspädagogisch und -didaktisch im Blick auf biblisches, ethisches und interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung von Schulformen und Unterrichtsmaterialien kontextualisiert.

Entwicklung von pädagogischen Begleitmaterial zur Ausstellung „Wiener Schulen in der Zwischenkriegszeit“

Projektleitung: Alexandra Katzian
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2022

Dieses Projekt dient als Begleitprojekt zu dem Projekt “Religiöse Vielfalt an Wiener Schule der Zwischenkriegszeit (ZwieKrie)”, um für die Ausstellung des ZwieKrie-Projekts pädagogisches Material zu erstellen. Das erstellte Material umfasst voraussichtlich neben Schulungsmaterial auch Vor- und Nachbereitungsmaterial sowie Reflexionsfragen für die Schülerinnen und Schüler. Das Material soll (zusammen mit der Ausstellung), je nach COVID-19 Möglichkeiten, Schulen zur Verfügung gestellt werden – online und/oder offline.

Handbuch: Religiöse Vielfalt in Österreich

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Innsbruck, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Universität Graz, Universität Leipzig, Österreichische Bildungskonferenz
Projektleitung KPH: Karsten Lehmann
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

Das hier vorgeschlagene Buchprojekt, das eine Tagung und eine Dokumentation in einem Buch beabsichtigt, setzt es sich zum Ziel, einen konzisen und systematischen Überblick über die Entwicklung und gegenwärtige Präsenz religiöser Vielfalt in Österreich zu verschaffen. Die Antragssteller wollen zentrale Expertinnen und Experten für die jüngere Geschichte der Religionen in Österreich (ab der Zeit der Toleranzedikte) zusammenbringen, um mit ihnen sowohl die Entwicklungen einzelner religiöser Traditionen als auch systematische Fragen zu diskutieren und die Ergebnisse dann in einem Sammelband publizieren.
Im Zentrum des Interesses steht dabei, nicht nur die anerkannten Religionsgemeinschaften zu erfassen, sondern auch vergleichsweise kleinere religiöse Gruppierungen mit zu behandeln. Zum anderen soll besonderes Augenmerk auf die innere Pluralität religiöser Traditionen in Österreich gelegt werden, da sich unter dem Dach einzelner Religionsgemeinschaften oftmals eine Diversität von sehr unterschiedlichen Gruppen und Strömungen verbirgt. Die Antragsteller setzen es sich z.B. zum Ziel auch die Diversität muslimischer, christlicher oder jüdischer Traditionen in Österreich herauszuarbeiten. Ein drittes Ziel besteht darin, die Interaktion und Verschränkung der Religionsgemeinschaften mit verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen deutlich zu machen. 
Damit soll nicht nur eine zentrale Lücke in den aktuellen Publikationen 8u religiöser Vielfalt in Österreich geschlossen werden. Die Antragssteller verfolgen mit dem Projekt außerdem das Ziel, der Religionsforschung in Österreich neue Impulse zu geben. Die Zusammensicht von religionsspezifischen und systematischen Diskussionen soll die wissenschaftliche Zeitdiagnostik zur Situation von Religionen in Österreich weiterbringen.

Interreligiöses Begegnungslernen an Schulen. Eine ethnographische Studie

Projektleitung: Alfred Garcia Sobreira-Majer, Karsten Lehmann
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2021

Interreligiöses Begegnungslernen ist ein Modell religiöser Bildung, das an Schulen und Hochschulen angewandt wird. An der KPH Wien/Krems hat es sich in Religionslehrerausbildung mit christlichen und muslimischen Studierenden bewährt. Katja Boehme (PH Heidelberg) hat ein Modell entwickelt, mit dem sowohl an der PH Heidelberg als auch an Schulen erfolgreich gearbeitet wurde. In Wien ist dieses Heidelberger Modell 2017/18 an zwei AHS installiert und an einer schon durchgeführt worden.
Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, zur empirischen Erforschung dieser spezifischen Form des Begegnungslernens beizutragen. Es geht der Frage nach, worin in dem Modell des Interreligiösen Begegnungslernens „Begegnung“ besteht. Es wählt dafür den Zugang der (teilnehmenden) Beobachtung und rückt das soziale Handeln der beteiligten Akteure in dem Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die konkreten Interaktionen zwischen Schüler*innen und Lehrenden im Zuge des Interreligiösen Begegnungslernens. Damit unterscheidet sich das Forschungsprojekt deutlich von anderen, die nach dem Lernertrag interreligiösen Begegnungslernens, insbesondere nach dem Erwerb interreligiöser Kompetenzen fragen.

Interreligiöses Lernen im freikirchlichen Religionsuntericht. Neue Fragen und Impulse durch ein neues Unterrichtsfach

Kooperation mit: Schulamt der Freikirchen in Österreich
Projektleitung KPH: Paul R. Tarmann
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Aufbauend auf die Ergebnisse des gleichnamigen Forschungsprojekts soll nun eine Publikation entstehen, die sowohl die einzelnen Arbeitsschritte der empirischen Untersuchungen skizziert als auch die Ergebnisse offenlegt. Neben einem wissenschaftlichen Ziel intendiert die Publikation die exemplarische Darlegung der Forschungsmethodik. Das Erscheinen in der Reihe „Religion & Bildung“ (LIT-Verlag) ermöglicht es, neben einem Fachlesepublikum auch einen breiten Kreis an einschlägig Interessierten anzusprechen und mit den Forschungsschritten und -Ergebnissen vertraut zu machen.

Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund – Analyse von Bedarfen und bildungsbezogenen Unterstützungsangeboten im Kontext der COVID-19-Pandemie

Kooperation mit: Universität Wien, Zentrum für Lehrer*inenbildung, UNHCR Österreich, Bildungsdirektion Wien
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Die pandemiebedingte Krisensituation stellt zurzeit institutionalisierte Bildungsbemühungen vor große Herausforderungen. Es lässt sich vermuten, dass für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund (Asylsuchende, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte) angesichts der aktuellen Lage besondere Bedarfe entstehen, wenngleich zur Analyse solcher Bedarfe wenig aussagekräftiges empirisches Material zur Verfügung steht. Die Studie verfolgt die Intention, bildungsbezogene Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund zu erheben und diese in den Kontext der Pandemie zu stellen, um so einen Überblick über vorhandene wie auch nicht vorhandene, aber notwendige Initiativen bzw. Angebote im Bildungsbereich in Österreich zu bekommen. Hierzu werden auf der einen Seite über Beratungs- und Anlaufstellen und ihre Erfahrungen mit der Arbeit mit Geflüchteten in der Krisensituation befragt. Zudem wird in einer zweiten Welle die Situation in den Schulen beforscht. Lehrende, die Geflüchtete unterrichten, werden ebenso über ihre Erfahrungen damit in der Covid-19-Krise befragt. Die Untersuchung wird von Mitarbeiter*innen der Bildungsdirektion Wien, des UNHCR Österreich und der Universität Wien (Zentrum für Lehrer*innenbildung) durchgeführt.

Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Ein Modell der subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik

Projektleitung: Fatima Cavis
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das interreligiöse (Begegnungs-)Lernen auf der Grundlage von Heiligen Schriften als Lerngegenstand weist vielfältige Potenziale nicht nur im Hinblick auf den respektvollen Umgang mit den Differenzen und die Förderung der Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von Schüler*innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit auf, was für eine gelungene Koexistenz unverzichbart ist, sondern es trägt auch zur Einübung eines kontextuellen und pluralitätssensiblen hermeneutischen Umgangs mit den Heiligen Schriften bei. Das Forschungsprojekt „Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Das Modell einer subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik“ setzt sich mit den Voraussetzungen, Methoden, Konzepten, Möglichkeiten und Grenzen einer interreligiösen Schriftdidaktik auf der Grundlage des Korans und der Bibel in christlich-muslimisch zusammengesetzten Lerngruppen im Religionsunterricht auseinander. Es zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte lokale Lehr- und Lerntheorien im Hinblick auf eine subjektorientierte und kontextbezogene interreligiöse Schriftdidaktik zu entwickeln, welche die Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von muslimischen und christlichen Schüler*innen fördert. Mit der Etablierung eines interreligiösen schriftdidaktischen Modells für den RU durch empirische Forschungsmethoden und durch die Adaption des „Scriptural Reasoning“ als ein Tool für interreligiöses Lernen leistet das Forschungsprojekt einen innovativen Beitrag für die interreligiöse Religionsdidaktik.

Konfessionell kooperativer Religionsunterricht (KoKoRU) in der Primarstufe am Beispiel Salzburg

Kooperation mit: Georg Ritzer (KPH Edith Stein), VS der PH Salzburg, VS des Evangelischen Diakonievereins Salzburg, Fachinspektor*innnen katholisch und evangelisch in Salzburg
Projektleitung KPH: Astrid Schweighofer, Thomas Krobath
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Die Wiener Modelle KoKoRu und dk:RU wurden bereits eingehend beforscht (vgl. etwa Bastel et al. 2006; Krobath/Lindner 2017; Lindner/Krobath 2017). Von der Forschung bisher nicht in den Blick genommen wurden Formen konfensioneller Kooperationen im Religionsunterricht in anderen österreichischen Bundesländern. Das vorliegende Projekt möchte diese `Lücke` bearbeiten und widmet sich dem KoKoRU am Beispiel zweier Volksschulen in der Stadt Salzburg. Das ist auch deshalb von großer Bedeutung, da an der 1990 gegründeten Evangelischen Volksschule Salzburg der Religionsunterricht von Beginn an als gemeinsamer RU in evangelisch-katholischer Koopeartion eingeführt wurde und seit 30 Jahren kontinuierlich in dieser Form stattfindet. An dieser Schule gab es noch nie einen mono-konfessionellen RU. Um das Unterrrichtsgeschehen an Salzburgs Schulen, in denen konfessionell-kooperativ unterrichtet wird, reflektieren, einordnen und kritisch weiterentwickeln zu können, braucht es einen empirischen Blick auf die Praxis. Es wird erwartet, dass aus den Ergebnissen auch Anregungen für konfessionell-kooperative Aus- und Fortbildung von Religionslehrer*innen abgeleitet werden können.

Mystik an öffentlichen Schulen. Bedeutung und Möglichkeiten

Projektleitung: Guntram Ferstl
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authentischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegnung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe - AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.

Passport for life

Projektleitung: Sonja Danner, Awi Blumenfeld
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

To work with biographies in the field of Holocaust Education is essential. Young people have to get to know biographies of eyewitnesses of the Holocaust, both on the part of the victims and the perpetrators. They have to get into contact with eyewitnesses (synchronously and diachronously) to reflect their own approach and their perpetrator part in them. This project will examine the impact of biographical learning on prospective teachers with the question: Is there a difference in perception between Jewish (Israel) and Christian or Muslim (Vienna) students on behalf of the biography of Karoline Bloch?

Religiöse Vielfalt an Wiener Schulen der Zwischenkriegszeit

Kooperation mit: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wien, Institut für Jüdische Erwachsenenbildung Wien, Werkstatt Lichtenthal
Projektleitung: Karsten Lehmann
Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2022

Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schüler*innen unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schüler*innen und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeug*innen.

Spiritualität im Islamischen Religionsunterricht (Lehrbuch)

Projektleitung: Elif Medeni, Kerim Edipiglu
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

In diesem Projekt soll das Thema Spiritualität aus theologischer und religionspädagogischer Sicht behandelt werden. Eine lebendige und authentische Religiosität zehrt nach islamischem Verständnis nicht nur von äußeren Riten, moralischen Geboten und Regeln für das soziale Zusammenleben, sondern sie muss im Kern von tiefer Einsicht und Spiritualität getragen werden.
Der Begriff Spiritualität hat in den klassischen islamischen Disziplinen nicht unbedingt eine direkte Entsprechung. Themen, die sich auf die Innerlichkeit des Menschen beziehen, wurden besonders in der islamischen Mystik (Tasawwuf, Sufismus) behandelt. Aus der Sicht mancher Muslime heute handelt es sich bei der Mystik oftmals um eine Gegenbewegung, die häufig negativ wahrgenommen wird. Jahrhundertelang war dies jedoch nicht der Fall. Mystik, Tasawwuf, innere Reinigung – egal wie dies benannt wurde, es wurde stets davon ausgegangen, dass es einen gefühlsmäßigen Kern der Religion gibt, der sich auch in äußeren Riten manifestiert und somit zur Veredelung bzw. Vollendung der Menschwerdung beiträgt. Das Ideal blieb stets die Einheit von Innerlichkeit (Batin) und Äußerlichkeit (Zahir). Auch heute stellt sowohl die theoretische als auch praktische Verortung der Spiritualität eine Herausforderung dar. Fälschlicherweise wird Spiritualität heute oft reduziert auf das rein Äußerliche auf praktizierte Riten, wobei die Innerlichkeit aus dem Blick gerät. Andererseits bieten Riten in Zeiten der Verunsicherungen Stabilität und Identität. In diesem Spannungsfeld versucht das Entwicklungsprojekt das Thema Spiritualität im Kontext von Schule und dem islamischen Religionsunterricht aus theoretischer und praktischer Perspektive zu beleuchten.

Subjektorientierung in den Schulbüchern für den islamischen Religionsunterricht

Projektleitung: Adem Aygün
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Heterogenisierung, Pluralisierung und Individualisierung wirken sich auf die Sozialisation und Entwicklung muslimischer Kinder und Jugendlicher aus und spielen eine entscheidende Rolle im Rahmen ihrer Identitätsbildung. Dies erfordert es, wissenschaftliche und theologische Kriterien der islamischen Religionspädagogik umfassend zu regulieren und pädagogisch-didaktische Grundprinzipien, Konzeptionen und Methoden der islamischen Religionsdidaktik nach Bedürfnissen ihrer Adressaten zu überprüfen und zu rekonstruieren. Davon ausgehend fokussiert das Forschungsprojekt auf die Herausforderungen des islamischen Religionsunterrichts (IRU) und stellt einen analytischen Vergleich aktueller österreichischer und deutscher Schulbücher für die Primarstufe aus der Perspektive der subjektorientierten Religionsdidaktik dar. Dabei wird im Besonderen die wechselseitige Interaktion mit den benachbarten Disziplinen der Sozial- und Erziehungswissenschaften beachtet.  Die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) erarbeiteten Ergebnisse sollen dazu dienen, die Adäquatheit der subjektorienterden Konzeption bei der Vermittlung der islamischen Inhalte für den IRU in den Fokus von religionspädagogischen und -didaktischen Diskussionen zu rücken und eine Grundlage zur Schulbuchrevidierung, -planung und Medienentwicklung für dieses Unterrichtsfach in Österreich und Deutschland zu bieten. Durch einen analytischen Vergleich wird zudem nicht nur eine religionsdidaktische, sondern auch eine bildungspolitische Debatte um Auswirkungen der organisatorischen Strukturen und gesellschaftlich rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Gestaltung der Schulbücher am Beispiel Österreichs und Deutschlands eröffnet.

Systematisierung des islamischen Religionsunterrichts in Bezug auf Inklusion

Projektleitung: Elif Medeni, Gernot Galib Stanfel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

In diesem Projekt soll die Arbeit der islamischen Religionslehrer*innen in Bezug auf Inklusion evaluiert und systematisiert werden. Da dieser sich sehr dynamisch entwickelnde Bereich ein bislang eher weniger beachteter war, die Notwendigkeiten dafür aber stetig steigen, sollen den Aspekten Inklusion und IRU in diesem Projekt Rechnung getragen werden. Sowohl die Erfahrungen der islamischen Religionslehrer*innen, die bisher oft mit sehr viel Engagement und Eigeninitiative gearbeitet haben, als auch die im Institut für Islamische Religion seit einigen Jahren systematisch in Theorie und Praxis gelehrten Kompetenzen und Konzepte sollen erweitert und standardisiert werden. Daraus sollen sich neue Impulse und Standards für den Islamischen Religionsunterricht in Theorie, Praxis,  Lehrmittelgestaltung und Lehrplänen gesetzt werden.

Scham und Demütigung im Kontext interreligiöser Bildung

Projektleitung: Edda Strutzenberger-Reiter
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

Scham verändert Machtgefüge in sozialen Interaktionen, indem der*die Beschämte herabgesetzt wird. Beschämungund Demütigung sind dementsprechend wirkungsvolle Instrumente, um gesellschaftliche Machtverhältnisse und Ungleichheiten zu manifestieren und Unterschiede zwischen „Wir“ und „anderen“ zu verstärken.Vor dem Hintergrund religiöser Pluralität hat das Thema Scham für interreligiöses Lernen eine besondere Bedeutung, denn gerade hier gibt es Situationen, die Schampotenzial beinhalten, da bspw. über Themen kommuniziert wird, die die innersten Überzeugungen von Menschen betreffen. Gleichzeitig findet interreligiöses Lernen in einem gesellschaftlichen Kontext statt, innerhalb dessen antimuslimischer Rassismusvermehrt auftrifft. Es kann davon ausgegangen werden, dass als muslimisch wahrgenommene Menschen Erfahrungen mit Scham und Demütigung mitbringen, die es sichtbar zu machen gilt. Anhand einer qualitativ empirischen Erforschung von Schamerfahrungen in interreligiösen Bildungsprozessen sollen Machtverhältnisse und ihnen innewohnende Strukturen offengelegt und die Auswirkungen von Schamerfahrungen für Lernen und Lehren im Kontext religiöser Pluralitätthematisiert werden. Im Anschluss daran soll ein Konzept einer schamsensiblen Religionspädagogikfür interreligiöse Bildungsprozesseentworfen werden.


Tadschwid – Die Regeln der schönen Koranrezitation

Projektleitung: Vehid Podojak
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2021

Das Arabische ist eine Komplexe Sprache, dessen Grammatik auch diverse didaktische Herausforderungen bei der Vermittlung beinhaltet. Der Koran wird im Original gelehrt und gelernt. Im Islamischen Religionsunterricht ist das Erlernen der Koranrezitation unverzichtbar, denn es stellt einen wesentlichen Teil der performativen Praxis im Leben eines Muslims dar. Die Rezitationskunst beinhalten über Stimm- und Atemübungen hinaus ein diverses Regelwerk, das didaktisch sehr gut aufbereitet werden muss. Die Mehrheit der in Österreich lebenden Muslime sprechen Arabisch nicht als Muttersprache, daher stellt das Rezitieren in besonderer Weise eine Herausforderung dar. In diesem Entwicklungsprojekt soll ein Skriptum über die Regeln der Koranrezitation (Tadschwid) entstehen. Es soll vor allem den Studierenden der Islamischen Religionspädagogik allgemeine Informationen über die Tadschwid-Disziplin geben, sowie eine didaktische Darstellung der Tadschwid-Regeln anbieten. Die didaktisch-methodische Aufarbeitung der Materie soll sowohl das Lernen als auch den Einsatz des Korans und des Rezitierens im Unterricht vereinfachen.

Tour Guides at Memorial Sites and Holocaust Museums – Empirical Studies in Europe, Israel, North America and South Africa

Kooperation mit: Ludwig-Maximilians-Universität München
Projektleitung KPH: Sonja Danner
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2021

Memorial sites and Holocaust museums are important places around the world where people think about the crimes and their consequences. Of particular interest are educational opportunities for young people who are to learn from the past for the present and the future. The role of guides, the mediators, in this process is often overlooked, as well as the consequences of their activities for themselves. The aim of the planned study is to have a close look at tour guides at those places of difficult history.

"Transmission" - Vielfältige Formen der Weitergabe von ‚Religion’ bei marginalisierten Jugendlichen in Österreich

Kooperation mit: PPH Linz, KPH Edith Stein
Projektleitung KPH: Karsten Lehmann
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Angesichts vielfältiger Forschungsaktivitäten zur Religiosität von Kindern und Jugendlichen sind jüngst vor allem zwei grundsätzliche Kritikpunkte formuliert worden. Vor allem Forscher(inn)en mit religionswissenschaftlichem Hintergrund haben darauf hingewiesen, dass die Daten der aktuellen Studien (a) meist in urbanen Kontexten erhoben sind und deshalb nur bedingt repräsentativ und (b) religiöse und weltanschauliche Minderheiten sowie marginalisierte Milieus in den aktuellen Studien häufig vernachlässigt werden. Genau an diesen beiden Punkten setzt das Projekt Transmission an, um einen Beitrag zur empirischen Erforschung der Religiosität von Jugendlichen leisten zu können. Zusätzlich zu einer Verringerung der beiden Engführugen soll hierbei für ein komplexes Modell der Weitergabe von Religion entwickelt werden.

Was hat der Religionsunterricht mit dem Klimawandel zu tun? Eine qualitativ-empirische Studie zu Bildung für nachhaltige Entwicklung im evangelischen Religionsunterricht

Projektleitung: Jennifer Jakob
Laufzeit: SoSe 2020 –  SoSe 2023

Debatten über Nachhaltigkeit – und dem damit verbundenen Klimawandel – werden immer lauter. Im Bildungskontext wurde auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte mit dem Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung reagiert. Dabei wird in bildungspolitischen Debatten dem Religionsunterricht (RU) in dieser Hinsicht anscheinend kaum Bedeutung gegeben. Allerdings kann argumentiert werden, dass gerade der RU großes Potential hat, sich diesen Fragen und Anliegen der nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Aus den religiösen Narrativen lassen sich nachhaltige Verhaltensweisen ableiten, die ganz selbstverständlich in vielen biblischen Geschichten mitklingen, die im RU erzählt werden. Damit leistet der RU einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung der Agenda 2030. In diesem Projekt wird untersucht, welche Konzepte von Nachhaltigkeit im evangelischen RU an APS vorkommen. Das Ziel des Forschungsprojektes ist, die Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und evangelischem RU an APS darzustellen und die religionspädagogische Perspektive auf das Thema zu erweitern.

Wiener Schulen im Austrofaschismus und Nationalsozialismus am Beispiel des Gymnasiums Rahlgasse

Kooperation mit: Uni Wien
Projektleitung KPH: Sonja Danner
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Das erste österreichische Mädchengymnasium Wien VI, Rahlgasse, besteht seit 1892 und machte erstmalig möglich, dass Mädchen die Hochschulberechtigung erlangen konnten. Es erlebte immer wieder turbulente Zeiten, wie die Geschichte des 2. Weltkrieges zeigte. Das Archiv der Rahlgasse weist eine lückenlose Serie der Hauptkataloge auf, anhand derer seine Geschichte im Austrofaschismus und Nationalsozialismus nachgezeichnet und didaktisch aufbereitet werden soll. Biografiearbeit steht hier im Vordergrund.

Unterrichts- und (Hoch-)Schulentwicklung

Affective Variables in the (Foreign) Language Class

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication
Projektleitung KPH: Pia Resnik
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in the (foreign) language class using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, motivation and trait emotional intelligence in both German and English classes. Data will be collected from students in upper secondary school and students at University Colleges of Teacher Education as well as students enrolled in teacher education programmes at Austrian universities who study English and German. The study has received ethical approval from the research ethics committee of the University of London. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

Analyse von Chemieunterricht in einem inklusiven Klassenzimmer mittels der dokumentarischen Methode

Kooperation mit: Leuphana Universität Lüneburg, PH NÖ
Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2018 – WiSe 2021

Die Bearbeitung fachdidaktischer Fragestellungen mit der dokumentarischen Methode führt bisweilen zu Ergebnissen, die eher bildungs- oder sozialwissenschaftlicher Natur sind. Um fachdidaktischen Ansprüchen gerecht zu werden, schlagen wir vor die Methode mit fachdidaktischen Modellen und Theorien anzureichern. Wie eine entsprechende Analyse umsetzbar ist, illustrieren wir anhand von Videodaten aus dem Chemieunterricht, an denen wir unser fachdidaktisches, dokumentarisches Vorgehen verdeutlichen. Dabei führt eine Schüler*innengruppe einen Schulversuch zum Thema Destillation eines Ethanol-Wasser-Gemisches durch, deren Orientierungsrahmen wir vor und nach Hinzunahme der fachdidaktischen Bezüge einander gegenüberstellen. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Methode zentral in diesem Projekt.

Attitudes, Knowledge und Skills als Gelingensbedingungenkompetenzori-entierten Arbeitens und Lernens an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen von Lehrenden, die für eine nachhaltige, inklusive Hochschulbildung zur Absicherung eines kompetenzorientierten Unterrichtsnotwendig sind. Das Streben nach einer inklusiven, nachhaltigen Bildung verlangt nach Lehrenden mit weitreichenden Kompetenzen. Als Kernkompetenzen von Lehrenden gelten die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), die Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie professionsspezifische Persönlichkeitsmerkmale (Personality traits) (vgl. Melzer et al., 2015, S. 61). Das Forschungsinteresse der gegenständlichen Untersuchung gilt diesen Kernkompetenzen im Zusammenhang mit den Gelingensbedingungen kompetenzorientierter Lernsettings aus Sicht der Studierenden und Hochschullehrpersonen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse im Sinne einer Hochschulentwicklung zu nutzen.

Bildungsziele und Bildungsinhalte – Anspruch und Realität. Eine Analyse der Curricula BA- und MA-Studium Lehramt Primarstufe hinsichtlich des Kompetenzbereiches Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung.

Projektleitung: Eva Sattlberger
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2021

Ausgehend von den in der Antrittsvorlesung „Was wir leisten, wenn wir beurteilen“ präsentierten Ergebnissen zur Fragestellung „Was müssen Lehrer*innen können (Teilprojekt A), um Leistungen von Schülerinnen und Schülern gerecht bewerten zu können“, sollen in diesem Forschungsprojekt (Teilprojekt B, September 2020 bis Februar 2021) die Curricula sowohl zum BA- als auch zum MA-Studium Lehramt Primarstufe der KPH analysiert werden. Die Inhaltsanalyse erfolgt nach Mayring (2008) und Früh (2001) und soll jene Bereiche der Curricula beleuchten, die sich inhaltlich auf den Erwerb von Kompetenzen im Bereich Leistungsbeurteilung beziehen. Eingeteilt wird in die Kategorien „erwartete Lernergebnisse/Kompetenzen“ (Ebene 1), Lehrveranstaltungen (Ebene 2) und „Bildungsziele und Bildungsinhalte“ (Ebene3). Damit soll ein Überblick über die Struktur und die konkreten Lerninhalte zum Thema Leistungsbeurteilung in den Curricula der KPH entstehen. Eine Ausdehnung der Analyse auf Curricula anderer PHs ist geplant.

In einem Nachfolgeprojekt (Teilprojekt C, ab SoSe 2021) sollen auf Basis der Ergebnisse der Curriculaanalysen sowohl Lehrenden- als auch Studierendenbefragungen durchgeführt werden. Ausgangspunkt dafür ist die These, dass dem Themengebiet der Leistungsfeststellung und -beurteilung insgesamt im Lehramtsstudium zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Da der Umgang mit Leistungsbeurteilung in Österreich aber hochselektiv und sozial ungerecht ist, ist es besonders wichtig ein detailliertes Bild über den Kompetenzerwerb von Studierenden in diesem Bereich zu erhalten und in weiterer Folge ein gemeinsames Konzept zur Thematik der Leistungsbewertung bzw. -beurteilung zu entwickeln.

Das pädagogische Profil der freikirchlichen Privatschulen in Österreich

Projektleitung: Armin Wunderli
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

In Österreich gibt es neun freikirchliche Privatschulen, deren Herkunft und Hintergrund bislang nicht erforscht wurde. Es existieren zwar Forschungsarbeiten zu evangelikalen Privatschulen in Deutschland und es gibt vereinzelte Lehrbücher zur christlichen Pädagogik aus evangelikaler Sicht. Die Privatschulen in Österreich pflegen Kontakte zu den Schulen in Deutschland; es ist also mit einer gegenseitigen Beeinflussung zu rechnen. Mit diesem Projekt soll der weltanschauliche Hintergrund der freikirchlichen Privatschulen in Österreich erforscht werden: Der Grund ihrer Entstehung, ihre Verankerung in einer freikirchlichen Tradition, ihre pädagogischen Grundsätze und deren Auswirkungen im Unterricht. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, ob bzw. inwiefern die freikirchlichen Privatschulen ein Modell für andere Schulen (Privatschulen oder staatliche Schulen) sein können.

Delphi-Studie zum Begriff "Schülervorstellungen"

Kooperation mit: Universität Graz, PH Steiermark
Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2021

Obwohl die fachdidaktische Forschung im deutschen Sprachraum sich seit mittlerweile mehr als 30 Jahren mit dem Begriff der Schülervorstellung auseinandersetzt und zahlreiche Schülervorstellungen detektiert und dokumentiert wurden, bleibt die fachdidaktische Community eine stringente Definition des Begriffes nach wie vor schuldig.

Dies ist offenbar der Komplexität bzw. der Uneindeutigkeit der hinter der Idee des Conceptual Change liegenden Theorienansätze geschuldet und legt die Vermutung nahe, dass eine exakte Definition des Konzepts Schülervorstellungen nicht möglich oder u.U. für die gängige diversifizierte Forschungspraxis nicht vordringlich nötig ist. Dennoch ist es auf der Ebene der Lehre nötig das Konzept der Schülervorstellungen greifbar und verbalisierbar zu machen.

Daher besteht die Absicht dieser Studie festzustellen, ob sich in der deutschsprachigen Community ein anschlussfähiges Grundkonzept zum Begriff der Schülervorstellungen etabliert hat bzw. auszuloten, ob aus Sicht der Community die Notwendigkeit für ein derartiges Grundkonzept besteht. Die geplante Delphi-Studie wird im Detail am Poster vorgestellt.

Der Capabiility Approach in der Lehrer*innenbildung

Projektleitung: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2023

Das Entwicklungsprojekt verfolgt das Ziel einer systematischen Auseinandersetzung mit dem Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum im Hinblick auf eine Übertragung in die Lehrer*innenbildung. Im angegebenen Projektzeitraum sollen die sich aus dem Capability Approach ergebenden theoretischen und praktischen Implikationen unter anderem in einem Partizipationsprozess mit weiteren interessierten Lehrerbildner*innen kritisch reflektiert und das Potenzial dieses Ansatzes in verschiedene Bereiche der Lehrer*innenbildung durchleuchtet bzw. erarbeitet werden. Langfristiges Ziel des Projekts ist die Fertigstellung eines Manuskripts für eine Publikation, die Hochschullehrenden Grundlagentexte bzw. auch Materialien zum Capability Approach für den Einsatz in der Lehre (Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen, Fachdidaktiken, Pädagogisch-praktische Studien) bietet.

Der neue Lehrplan der Volksschule für Fremdsprachen – Evaluierung und Reflexion

Projektleitung: Pia Resnik
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das Interesse am frühen Fremdsprachenunterricht steigt stetig und so wächst auch die Literatur zum frühen Fremdsprachenunterricht beständig. In Österreich existiert seit 1998 (formale Adaptierung bis 2005) ein unveränderter Lehrplan für die Lebende Fremdsprache auf Primarebene, trotz der rasanten Veränderungen in der Fremdsprachendidaktik sowie curricularen Veränderungen in der Primarschullehrer*innenausbildung. Zukünftig soll es nun nach über 20 Jahren zu einer Erneuerung des Lehrplans für die Verbindliche Übung „Lebende Fremdsprache“ auf Primarebene kommen. Diese Studie soll aktuelle Tendenzen auf Primarebene im Entwicklungsverbund Süd-Ost sowie im Verbund Nord-Ost ersichtlich machen und die Inauguration des neuen Lehrplans begleiten, um einen ersten Einblick in die Anwendung und die Akzeptanz sowie die Voraussetzungen bei Lehrer*innen anhand derer ‚beliefs‘ gewinnen und Rückschlüsse für die Fort- und Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen ziehen zu können.

Developing Advanced English Language Competence: A Research-Informed Approach at Tertiary Level

Kooperation mit: Institut für Anglistik, Universität Wien
Projektleitung KPH: Pia Resnik
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

Many books on language teaching at tertiary level are either practical guides on teaching methodology targeted at practitioners or edited collections presenting research to other researchers without discussing its application in the classroom. The focus is almost exclusively on one aspect of language education, individual components of the curriculum or isolated practices. Few publications combine both teachers’ and researchers’ perspectives. Even fewer cater to those who consider themselves teacher-researchers and none consciously seek to cross traditional boundaries between language teaching, research, curriculum design and programme management. This publication is an edited volume on a systematic approach to developing advanced English language competence. Experienced language teachers, teacher-researchers and student tutors in the English Language Competence (ELC) Programme reflect on their approach, provide examples of good practice and present accompanying research. Unlike other publications, this book presents an entire language programme with its diverse range of modules, amalgamating teaching expertise and teacher research with aspects of curriculum design, programme management and student voices.

Die Welt im Großen besser denken. Sozialräumliche Vorstellungen von Kindern am Übergang der Primarstufe zur Sekundarstufe

Kooperation mit: Südwind Niederösterreich, Baobab Wien
Projektleitung KPH: Kerstin Schmidt-Hönig
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Im Rahmen des Enwicklungsprojektes sollen kindliche Vorstellungsbilder der Welt in Form von Mental Maps erfasst werden. Weiters soll ein Interviewleitfaden zu den spzialräumlichen Vorstellungsbildern erarbeitet werden. Das Forschungsdesgin soll unter Einbeziehung der Studierenden der KPH Wien/Krems erarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Reflexionsformatie auf Basis von Globales Lernen 2.0 und Global Citizenship Education. Der inhaltliche und methodische Rahmen ergibt sich durch die Auseinandersetzung mit Weltbildern und Weltvisionen im Rahmen der SDGs, der UN 17 Ziele für die Welt. Diese UN-Entwicklungsperspektiven für die Welt bis 2030 sollen auch in der zukunftsfähigen Schulentwicklung und in der handlungsorientierten Unterrichtsentwicklung abgebildet werden. Die Einbindung in die schulische Praxis soll durch die Entwicklung von Unterrichtsprojekten gelingen. Studierende der KPH Wien/Krems sollen dafür die drei Kompetenzbereiche Erkennen-Bewerten-Handeln in den Mittelpunkt stellen. Die Arbeitsergebnisse sollen nach einem Jahr in ein Forschungsprojekt übergeführt werden.

Digitale Prüfungsumgebung. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Werner Hemsing
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2023

Oberstufenschulen (AHS und Berufsbildende höhere Schulen), die bereits Schularbeiten in digitaler Umgebung abhalten - dahingehend technisch und organisatorisch zu unterstützen, um die Möglichkeit zu schaffen digitalisierte schriftliche und praktische Prüfungen sicher abhalten zu können. Geschaffen werden soll ein Standard (für alle erreichbar) einer digitalen Prüfungsumgebung, die einen Einsatz der Software, sowohl für die digitale Reife- und Diplomprüfung als auch für die schriftlichen und praktischen Leistungsfeststellungen bietet.

Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen

Kooperation mit: Institut für Germanistik und Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage der Vermittlung fiktional hergestellten ökonomischen Wissens und widmet sich damit anhand des Themenkomplexes Ökonomie einem zentralen literatur- und mediendidaktischen Desiderat. Während nämlich kulturwissenschaftliche und literaturtheoretische Forschungen die Lektüren und das Literatur- bzw. Medienverständnis fundamental verändert haben, ist fachdidaktische Grundlagenforschung, die diese Entwicklungen reflektiert und eine Transmission in die Schule ermöglicht, dürftig geblieben. So verwundert es nicht, dass im Unterricht nach wie vor Praktiken überwiegen, bei denen das Wissen von Literatur und Filmen ohne poetologische oder diskursanalytische Reflexion für verschiedene Fachinteressen ausgewertet oder schlichtweg ignoriert wird.  Ziel des Projekts, das von einem Deutschdidaktikteam geleitet wird, ist es, in Kooperation mit Ökonom*innen, Politolog*innen, Literatur- und Medienwissenschafter*nnen sowie Fachdidaktiker*nnen aus den Bereichen Ökonomie, Politik, Literatur und Medien theoretische Grundlagen zu schaffen, themenspezifische Module zu bearbeiten und Wege der Vermittlung in Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen und zu erproben. Geplant sind zwei Workshops, eine Tagung und ein Sammelband. Außerdem wird über institutionelle Kooperation eine langfristige Wissensallianz zur Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit für literatur- und mediendidaktische Erkundungen angebahnt.

Empfinden und Bewältigungsstrategien von Studierenden im Masterstudium Primarstufe ohne und mit Berufseinstieg. Eine empirische Pilotstudie

Projektleitung: Rudolf Beer, Gabriele Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Das intendierte Forschungsvorhaben evaluiert den Start des Mastersudiums für Primarstufenlehrpersonen, welches an PHn im Studienjahr 2019/20 begonnen hat. Studierende haben die Möglichkeit, das Studium parallel zum Berufseinstieg berufsbegleitend oder als Vollzeitstudium zu absolvieren. Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben. Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben. Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.

English as a Lingua Franca and its Implications for the English Language Classroom

Projektleitung: Eva Knechtelsdorfer
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

Englisch wird heute nicht nur in Native Speaker Kontexten verwendet, sondern fungiert viel öfter als Lingua Franca, Verkehrssprache, in Gesprächen, in denen Englisch die einzig gemeinsame Sprache ist. Neueste Erkenntnisse aus der sogenannten ELF Forschung hatten bis jetzt noch wenig Einfluss auf den Englischunterricht. Dieses Projekt setzt sich zum Ziel eine Lehrerhandreichung zu entwickeln, die ELF Forschung erklärt, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht illustriert und Möglichkeiten zur Selbstreflexion in Bezug auf ELF für Lehrer*innen bietet.

Erfahrung mit Achtsamkeit in der Schule

Projektleitung: Susanne Schirgi
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Das Studienjahr 2020/21 wurde von der KPH Wien/Krems zum “Jahr der SDGs” erklärt, womit die Nachhaltigkeit in den hochschulischen Fokus gerückt werden soll. Professionelles Lehrerinnen- und Lehrerhandeln inkludiert seit langer Zeit den verantwortungsvollen Umgang mit (humanen) Ressourcen, sowohl auf inter-, als auch auf intrapersoneller Ebene. Eine mögliche Theorie, Nachhaltigkeit im schulischen Alltag zu sichern ist die Praxis der Achtsamkeit, welche bereits seit über zwei Jahrtausenden Teil der buddhistischen Traditionen Asiens bekannt ist. Die Lehren zielen auf die systematische Schulung von Achtsamkeit zur Entwicklung innerer Kraft, Selbstbestimmung und Weisheit ab. In den vergangenen Jahren haben Achtsamkeitskonzepte nun auch Einzug in die institutionellen pflichtschulischen Einrichtungen gefunden. Auch in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden ist dies auf unterschiedlichste Weise der Fall und daher wird im Rahmen des Projekts folgender Forschungsfrage nachgegangen: „Welche Erfahrungen von Achtsamkeit haben Primarstufenstudierende und wie gedenken sie, diese in ihren Unterricht einfließen zu lassen“. Anhand einer zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse von Leitfadeninterviews soll erhoben werden, welche Konzepte, Erfahrungen Primarstufenstudierende von der Theorie der Achtsamkeit haben und welche Absichten sie letztendlich haben, diese ihren zukünftigen Unterricht einfließen zu lassen.

Eye tracking zur Erforschung der professional vision im Unterricht

Kooperation mit: PH Zürich
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Eye tracking wird seit einigen Jahren zunehmend in der Unterrichtsforschung eingesetzt (etwa Gold & Holodynski 2017; Jarodzka 2017; Cortina et al. 2015).  Die Möglichkeiten dieser neuen Methode sind für den Bereich der LehrerInnenbildungsforschung allerdings noch eher wenig untersucht (vgl. Stürmer et al. 2017; Todorova 2017). Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel diese relativ neue Technologie vor allem im Hinblick auf die Untersuchung der Wahrnehmung (insbesondere der „professional vision“, Meschede et al. 2017; van Es & Sherin, 2010; Sherin 2001; Goodwin, 1994) angehender Lehrpersonen einzusetzen und ihr Potential als Erhebungsmethode (in Kombination mit anderen Erhebungsmethoden wie Interviews, thinking aloud-Protokolle u.a.) herauszuarbeiten. Es schließt an die Vorgängerstudie „Eye tracking in der LehrerInnenbildungsforschung“ an (Rosenberger & Wyss, 2018-2019). Einerseits sollen die bisher mit dem „Gazepoint eye tracker“ erhobenen Daten noch weiter ausgewertet und trianguliert werden und andererseits soll der Einsatz einer Eyetracker-Brille („Tobii Pro Glasses 2 Live View Wireless 100“) mit einem multi-method approach (quantitativ und qualitative Forschungsansätze) in der natürlichen Umgebung eines Klassenraums erprobt werden.

Fortbildungsangebot für Lehrer*innen in Geschichte und Politischer Bildung in der Sekundarstufe I

Kooperation mit: Bildungsdirektion NÖ
Projektleitung KPH: Martina Rabl
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2022

Die Lehrer*innen-Fortbildung in Geschichte und Politische Bildung (Sekundarstufe 1) erfolgte bisher durch zentrale Angebote und Themenvorgaben der Pädagogischen Hochschulen. Daher fanden regionale Fortbildungsveranstaltungen weniger Berücksichtigung. Eine Möglichkeit zur Dezentralisierung eröffnete sich ab September 2018 über das Netzwerk der GSP Lehrer*innen im Wirkungsbereich der Bildungsdirektion NÖ. Damit die regionalen Fortbildungsveranstaltungen einen großen Zuspruch und hohe Akzeptanz durch die Kollegen*innen erfahren, soll vorab das Interesse an erwünschten Themen in den Regionen erfragt werden. Zweck dieser Erhebung ist vor allem die Nachhaltigkeit von Inhalten für die Teilnehmer*innen. Mittels Fragebogen/online-Befragung soll die Zielgruppe nach schwerpunktmäßig zu behandelnden Inhalten kontaktiert werden.

From theory to practice: Boosting students' positive emotions about language learning

Cooperation with: King´s College London
Project management KPH: Pia Resnik
Running time: WiSe 2019 – WiSe 2021

This project aimed at students and teachers at both secondary and tertiary level seeks to contribute to our understanding of the crucial role emotions play in the foreign language classroom. While their role in foreign language learning has been widely researched, there is still a lack of knowledge as to how to apply it and put these findings into practice. This is what we seek to explore on a twofold way: in a first instance, we are planning to conduct interviews with both language students and teachers where we aim to build on their own experiences and opinion and establish links to findings from previous studies. In a next step, we will build on the knowledge gained and in a one-day event, consisting of talks and workshops, we aim to further explore possibilities with practitioners to implement the research findings in the language classroom, a much needed further step in understanding the role of emotions in foreign langauge learning and teaching.

Global Citizenship Education als Querschnittsanliegen in den Fächern und Fachdidaktiken der KPH: Theoretische Fundierung und Forschungsfragen

Projektleitung: Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Die Vereinten Nationen haben mit der Formulierung der Sustainable Development Goals (SDGs) einen weltweiten Referenzrahmen für die Auseinandersetzung mit zentralen Herausforderungen der Gegenwart geschaffen. Diese Impulse sind in ganz unterschiedlichen Bereichen aufgegriffen und diskutiert worden. Das Entwicklungsprojekt versucht, einige dieser Impulse für die Forschung an der KPH fruchtbar zu machen. Dabei bezieht es sich ganz besonders auf das Konzept der Global Citizenship Education (GCED).

Von Anfang an wurde ein Zusammenhang zwischen den Milleniumszielen der UNO und einer transformativen Pädagogik hergestellt. Der Fokus liegt dabei primär auf dem Unterziel 4.7 (vgl. Singer-Brodowski 2016), wo dieses Bildungsziel neben der „Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit […], die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“ extra ausgewiesen wird. (vgl. Österreichische UNESCO-Kommission 2019, 9).

GCED beschreibt eine Pädagogik, die den nationalen Denkrahmen bzw. methodologischen Nationalismus (Beck 2004) zu überwinden sucht. Sie reagiert auf

Individuelles Fördern im Unterricht planen. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Gabriele Beer
Laufzeit: SoSe 2018 –  WiSe 2023

Ein Ausbildungsziel ist es, angehende Lehrpersonen darauf vorzubereiten, Unterricht so gestalten zu können, dass sie die Schüler*innen und Schüler bestmöglich individuell fördern. Maßnahmen der Individuellen Förderung sind somit bei jeder Unterrichtsplanung zu überlegen. Studierende halten solche in ihren Vorbereitungen schriftlich fest. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Kompetenzentwicklung von Studierenden der Primarstufe (Bachelor-Studiengang) an der KPH Wien/Krems in dieser Domäne zu erfassen. Dazu werden auf Basis einer Längsschnittstudie Vorbereitungen in Mathematik theoriegeleitet analysiert, welche die Studierenden im zweiten und sechsten Ausbildungssemester verfasst haben. Aus einer angestrebten Vollerhebung werden dazu Dokumente einer ausreichend großen Anzahl von Studierenden gezogen. Über deskriptive Aussagen hinaus lassen sich über die ermittelten Häufigkeiten im Längsschnitt auch Signifikanzen berechnen. Die Qualität der Auswertung wird durch die Berechnung der Interraterkorrelation zwischen zwei Ratern mittels Cohens Kappa angegeben. Erwartet wird ein Kompetenzzuwachs im Verlauf der Ausbildung, der sich darin widerspiegelt, dass Studierende signifikant mehr und qualitativ hochwertigere individualisierende Maßnahmen in den Unterrichtsvorbereitungen planen und schriftlich festhalten.

Innovative Lehrer*innenbildung mit Eye-Tracking-Videos

Kooperation mit: FHNW, PH Zürich, Universität Zürich
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

In der Lehrer*innenbildung wird schon seit vielen Jahren mit Unterrichtsvideos gearbeitet. Studien zeigen, dass die Arbeit mit eigenen und fremden Aufnahmen für die Analyse- und Reflexionskompetenz, und damit für die professionelle Entwicklung un die Unterrichtsqualität gewinnbringend sein kann. Bislang wurden Aufnahmen aus der «Beobachtungsperspektive» verwendet. Dank neuer technologischer Entwicklungen sind mittlerweile auch Unterrichtsaufnahmen möglich, der mit Hilfe der Eye-Tracking-Technologie den Blick bzw. den Blickverlauf von Lehrpersonen beim Unterrichten zeigen. Mit derartigen Unterrichtsaufnahmen werden neue Perspektiven der Unterrichtsanlayse und -reflexion eröffnet, die bislang nicht möglich waren. Das Projekt möchte durch den Einsatz der Eye-Tracking-Technologie im Bereich der Lehrer*innenbildung und Unterrichtsforschung einen innovativen Beitrag leisten. Ziel des Projektes ist, diese neuartige Technologie in der Lehrer*innenbildung zu etablieren. Neben traditionellen Unterrichtsaufnahmen sollen auf einer Videoplattform Filmausschnitte von Eye-Tracking-Unterrichtsvideos und unterschiedliches Begleitmaterial zur Verfügung gestellt werden. Es sollen außerdem innovative Hochschullehrkonzepte entwickelt werden, die Eye-Tracking-Videos als zentralen Bestandteil für die systematische Analyse und Reflexion von Unterricht vorsehen. Die Produkte und Erkenntnisse des Projekts sollen insbesondere für die beteiligten Pädagogischen Hochschulen, aber auch ganz allgemein für die Lehrer*innenaus- und Weiterbildung von Bedeutung sein.

Integrale Werkpädagogik

Kooperation mit: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2022

Das Projekt umfasst (i) Forschung wie (ii) Entwicklung zum "halleschen Modell" (Penzel 2019a, 121-133) und dem Ansatz der "integralen Kunstpädagogik" (vgl. Penzel 2019b, 2-4; Penzel 2015, 4f.). Es soll ein Artikel darüber verfasst werden wie integrale Pädagogik im Bereich der Werkpädagogik funktionieren kann. Weiters soll der Ansatz in die Primarstufenwerkpädagogik transferiert werden und ein Technik-Schulprojekt entwickelt und erprobt werden. Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass Technische Bildung neben MINT Kompetenzen auch grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kreislaufdenken und Kybernetik unterstützt und so "verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster" (BMB 2017, 1) bei Kindern und Jugendlichen fördern kann. Aspekte technisch-ästhetischer Persönlichkeitsbildung, d.h. psychische, körperliche, gesellschaftliche und kulturelle Subjektwahrnehmungen, sollen mittels dem Technik-Schulprojekt angesprochen und aktiviert werden. "Technologisches Selbstkonzept" (Adenstedt 2018, 10), "Selbstwirksamkeitserwartung" (Bandura 1977, 211f.) oder "sinnliches und ganzheitliches Lernerleben" (Kindermann 2017, 26) sind Aspekte technischer Bildung, die z.B. über realitätsnahe ökologische Problemstellungen verbessert werden können. Nachhaltigkeit, Sensibilisierung für Technik und Informatik z.B. muss sich nicht ausschließen, z.B. dann wenn Kinder Stoffverbrauchsmengen über Microcontroller messen und dadurch ein Gefühl für Energieverbrauch bekommen. Das Entwicklungsprojekt dient der Sensibilisierung und einer Wahrnehmung von nicht-additiven Technikzusammenhängen. Das zu entwickelnde Technik-Schulkonzept soll einen starken Realweltbezug haben, d.h. konzeptuelle Aufgabenstellungen wie z.B. "Erfinde eine umweltfreundliche Maschine" (BMB 2017, 29), die dann skizziert wird, sollen stärker mit der Lebenswelt und Umwelt von Schülerinnen verknüpft werden um dem integralen Ansatz gereicht zu werden. Das Technik- Schulprojekt wird gemeinsam mit Studierenden des technischen Werkens entwickelt und in einer Unterrichtseinheit mit Schülerinnen und Schülern erprobt.

It Takes Two to Tandem: Links between E-Tandem Language Learning, Foreign Language Enjoyment, Foreign Language Anxiety and Learner Autonomy

Cooperation with: Departemen of German, King's College London
Project management KPH: Pia Resnik
Running time: WiSe 2016 – SoSe 2021

Given many higher education institutions tend to show a rather low systemic autonomy (Tatzl 2013), this project aims to mitigate barriers to learner autonomy by the implementation of an e-Tandem scheme. E-Tandem language learning is where two speakers of different L1s, each being the other interlocutor’s target language, mutually support each other in the learning process making use of digital media (e.g., Skype, WhatsApp). It can successfully be used as a complementary ‘non-formal’ method (Vetter, 2014) in the foreign language classroom in higher education. The current project integrates such an approach of crossing borders virtually, in which students of English (L1 German) from the University College of Teacher Education, Vienna|Krems and the University of Vienna are paired with learners of German (L1 English) from King’s College London, Oxford University, the University of Cambridge and the University of Texas at Austin. They are continuously given collaborative tasks to work on together. The study employs a mixed methods approach (web questionnaires, in-depth interviews, recordings of e-Tandem sessions) to shed light on the effect of such a tandem language scheme on students’ motivation, foreign language enjoyment (see, e.g., Dewaele & MacIntyre 2016), foreign language anxiety and potential for fostering autonomy (Dam 2003; Menezes De Oliveira 2011).

Interpretieren. Informationen zur Deutschdidaktik (ide 1/2021)

Kooperation mit: Universität Wien
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Der für Frühjahr 2021 geplante ide-Band widmet sich dem Thema „Interpretieren“ als wichtige Kompetenz im Handlungsfeld Literatur und wird von Christina Misar-Dietz und Sabine Zelger herausgegeben. Ziel ist, neue Forschungsergebnisse zum literarischen Verstehen und Interpretieren bekannt und praxistauglich zu machen sowie prozessorientierte Zugänge zu literarischen Texten vorzustellen. Ausgehend vom Förderbedarf beim textbezogenen Interpretieren und Reflektieren, der insbesondere mehrfach benachteiligte Schüler*innen betrifft, soll das Bewusstsein für Verstehensprozesse bei kindlicher/jugendlicher Literaturrezeption gefördert und eine Bandbreite lernorientierter sowie evidenzbasierter Zugänge vorgestellt werden. Der Band richtet sich neben Literaturdidaktiker*innen insbesondere an Lehrer*innen und Lehramtsstudierende im Primar- und Sekundarstufenbereich.

Investigating Austrian and Korean Students' Pronunciation of Plosives in English as a Foreign Language

Kooperation mit: Seoul National University (South Korea)
Projektleitung KPH: Pia Resnik 
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021

In diesem Projekt untersuchen wir phonological neighborhood density bezüglich Plosive und wie sich diese aus der Erstsprache auf die Zweitsprache Englisch überträgt. Untersucht wird die Aussprache von ca. 30 koreanischen Studierenden und 30 österreichischen Studierenden, die in ihrer L1 und LX (Englisch) je 90 Sätze vorlesen und einen Fragebogen zum Sprachhintergrund und demongrafischen Variablen ausfüllen. Die beiden Gruppen an Lernenden sind aufgrund ihrer unterschiedlichen L1 besonders interessant zu vergleichen: Im Koreanischen gibt es drei Plosiv-Stufen (also jeweils drei bilabiale, alveolare und velare Plosive: fortis, lenis, tense) und im Österreichischen (zumindest in den Dialekten) gibt es oft ein Merging von b und p - sprich nur eine Plosiv-Form (zwischen fortis und lenis angesiedelt). Die Frage ist, ob high neighborhood density von bestimmten Silben-Kombinationen im Anlaut in der Muttersprache einen Einfluss auf die Aussprache derer in der Zweitsprache hat.

Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung und Durchführung des Islamischen Religionsunterrichts

Projektleitung: Elif Medeni, Driss Tabaalite
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Im Rahmen des Entwicklungsprojektes geht es um die Erstellung eines Leitfadens (Handbuch) zur Planung und Durchführung eines kompetenzorientierten Islamischen Religionsunterrichts in Bezug auf die curricular-modularen Schwerpunktsetzungen. Der Umgang mit der Unterrichtspraxis des IRUs und deren Reflexion gemäß dem Drei-Stufen-Kompetenzmodell, Vergleichen-Überprüfen-Weiterdenken, stehen dabei im Mittelpunkt. Es sollen didaktisch-methodische Empfehlungen und Hilfestellungen anhand ausgewählter Themenbereiche erarbeitet werden, die von beispielhaften Modellen einer entsprechenden Unterrichtsplanung mit besonderem Fokus auf den Transfer von Theorie zur Praxis gerahmt wird.

Lernen verstehen – Unterricht gestalten

Kooperation mit: Universität Wien, Zentrum für Lehrer*innenbildung
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2021

Es handelt sich dabei um ein Buchprojekt, das im Klinkhardt Verlag UTB erscheinen wird. Das Studienbuch zielt auf Lehramtsstudierende ab und bietet ein übersichtliches Grundlagenwerk in die Bildungs- und Erziehungswissenschaft für das Lehramtsstudium.
Neben historischen Lerntheorien wird das Hauptaugenmerk auf die pädagogische Lerntheorie gelegt, die auf phänomenologischer Grundlage aufbaut. Als Ergänzung zu den lerntheoretischen Einblicke dienen auf didaktischer Ebene die Vertiefungen in verschiedene Thematiken, die für Lehramtsstudierende als zentrale Facetten des Lehrberufs gelten. Von Leistungsbeurteilung über Unterrichtsbeobachtungen, Digitalisierung bis hin zum Umgang mit Diversität in der Schulklasse wird der Lehrberuf auf unterschiedlichen Ebenen umspannt.

Learners’ emotions in face-to-face and online English as a foreign language classes

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication, Department of Linguistics Queen Mary, University of London United Kingdom, Department of Psychology University of Washington, Seattle, Department of English and American Studies University of Vienna
Projektleitung KPH: Pia Resnik 
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in face-to-face and online English as a foreign language classes using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, learner autonomy, trait emotional intelligence, and learners’ attitudes towards teaching and learning in both contexts to explore the impact of the move to emergency remote teaching and learning due to COVID-19. Data will be collected from students at University Colleges of Teacher Education as well as students at Austrian universities who study English, but also from students studying English all over Europe. The study has received ethical approval. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

Leistungsfeststellung und -beurteilung in den musischen Unterrichtsfächern; Fachbereich Bildnerische Erziehung

Kooperation mit: Mitglieder der Bundes ARGE MUBEKA und der Landes ARGE MUBEKA (Bildungsdirektion NÖ, humanberufliches Schulwesen)
Projektleitung KPH: Gregor Kremser
Laufzeit: WiSe 2020 –  WiSe 2023

Die Leistungsfeststellung und -beurteilung im Kontext der musischen Fächer wird sowohl von LehrerInnen als auch von SchülerInnen immer wieder als unbefriedigend empfunden. Welche Möglichkeiten einer adäquaten Leistungsfeststellung und –beurteilung gibt es im Rahmen der gesetzlichen und fachpraktischen Realität in unserem Schulsystem? 

Durch das vorliegende Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eingangs eine Status Quo Analyse für diese Thematik im Bereich der Sekundarstufen 1 und 2 in Österreich vorgelegt. Weiters wird darauf aufbauend ein idealtypischer Leitfaden für die Leistungsfeststellung und -beurteilung entwickelt.

L2 proficiency and development in CLIL

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

The great promise of CLIL is that it will enhance learners’ language competence beyond what is possible in regular language classes. In this project, we will review empirical research that has investigated this claim. While a first generation of studies tended to find positive effects throughout, recent results have been more mixed. Reasons for this shift lie in methodological advances, deliberate attention to the selection bias linked to many CLIL implementations, a wider range of CLIL contexts investigated, but also in different and revised conceptualizations of what language competence entails. Beyond language competence per se, studies on the effect of CLIL on learners’ motivation seem to find a mostly positive impact. Yet on closer inspection, it becomes evident that especially learners with low entry-level language competence report feelings of frustration and overload. These trends in CLIL research are closely connected to current developments in CLIL practice, most notably its growing effort for greater inclusiveness. Thus, a re-evaluation of current research in this regard as intended by this project is warranted.

Modellklasse „Neue Schulmöbel“

Projektleitung: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2014 – SoSe 2021

In der Praxisvolksschule Strebersdorf wurde im Zuge des Forschungsprojekts „Der Einsatz neuer Schulmöbel als Gestaltungselement eines zukunftsweisenden Unterrichts“ (Leitung: Franz Hammerer / Katharina Rosenberger, Laufzeit: 2013-2015) eine Klasse mit neuen Schulmöbeln ausgestattet (Tische, Sessel, Tischauflagen). Diese Möbel sollen auch in den nächsten Jahren in dieser Klasse verbleiben, sodass interessierte Personen sie in actu besichtigen können.

Musikalische Erziehung und Musikausübung

Projektleitung: Isabella Benischek, Eva Flieder
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2021

Untersuchungen zeigen, dass "Musik für viele Jugendliche nicht nur eine beliebte Freizeitbeschäftigung, sondern wesentlicher Ausdruck ihres Lebensgefühls, ihrer Befindlichkeit, ihrer Einstellung zum Leben" (Rauhe in Baake. 1997, Handbuch Jugend und Musik) ist.
"Nicht musikalisch zu sein ist erlernt" lautet ein oft zitierter Ausspruch der Schweizer Bildungsforscherin Donata Elschenbroich (2002). Auf diesem Gedanken aufbauend soll der Frage nachgegangen werden, ob bzw. welchen Zusammenhang es zwischen musikalischer Förderung in Elternhaus/Schule und späterer Musikausübung sowie persönlichem Mehrwert durch Musik gibt. In dieser Fallstudie sollen jene Studierenden der KPH Wien/Krems befragt werden, die das Freifach "Chor" belegen oder den musikalischen Schwerpunkt gewählt haben. Um eine erste Aussage auch über die Lebensspanne machen zu können, wird zudem der Chor Weinhaus (Wien, breit gestreutes Altersspektrum) befragt. Zum Einsatz kommt ein Fragebogen (mit geschlossenen und offenen Fragen). Die Erkenntnisse sollen in die Lehre einfließen (z. B. Förderung von Schüler*innen im Kontext der neuen Lehrpläne).

Nachhaltigkeit in der Lehrer*innenbildung, Modulare Reihen

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird die Nachhaltigkeit von mehreren modularen Fortbildungsreihen an der KPH Wien/Krems beforscht. Es handelt sich dabei um mind. drei Veranstaltungen, die inhaltlich zusammenhängen, bei denen sich die Teilnehmer*innen auf einen längerfristigen Lernprozess einlassen und bei der eine Reflexion des praktischen Handelns stattfindet. Die Erhebung erfolgt multimethodisch (Interviews und online-Fragebögen) und multiperspektivisch mit Veranstaltungsleiter*innen, Referent*innen und Teilnehmer*innen (zu drei Zeitpunkten). Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Angebote in der Fortbildung ein.

Österreichisches Kompetenzmodell Sachunterricht – Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich

Projektleitung: Kerstin Schmidt-Hönig
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2021

Ausgangspunkt für dieses Projekt ist ein vom ehemaligen BZBF unterstütztes österreichweites Projekt der Fachdidaktiker*innen und Fachdidaktiker aller PHs, Forum Sachunterricht", das ein Österreichisches Kompetenzmodell für den Sachunterricht der Volksschule zum Ziel hat. Innerhalb dieser Gruppe gibt es drei Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Bereichen (NAWI, SOKUWI, Empirische Daten) widmen. Das eingereichte Projekt der Arbeitsgruppe "SOKUWI" der KPH Wien/Krems hat zum Ziel, Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich zu erarbeiten und ins Forum Sachunterricht einzubringen. Diese Gründen auf dem aktuellen Lehrplan der Volksschule, beinhalten Basiskompetenzen aus den Fächern Geografie/Wirtschaftskunde, Geschichte/Sozialkunde, Politische Bildung und beziehen korrespondierende Unterrichtsprinzipien mit ein. Aktuelle Themenbereiche wie z.B. Globales Lernen/Global Goals, Entrepreneurship werden ebenfalls berücksichtigt.

Paradigmentwechsel im Sachunterricht

Projektleitung: Kerstin Schmidt-Hönig
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2021

Im Schwerpunktband 7/8-2021 mit dem Titel: Paradigmenwechsel im Sachunterricht soll der Paradigmenwechsel, der sich im neuen Lehrplan 2020 abzeichnet, für Lehrer*innen verständlich und umsetzbar aufbereitet werden. Der Sachunterricht der Primarstufe soll die Schüler*innen durch kompetenzorientierte Aufgabenstellungen zum konzeptuellen Denken führen. Die Beiträge dieses Sammelbandes befassen sich mit diversen Aspekten eines Sachunterrichts für das 21. Jahrhundert, neben Bezug zum neuen Lehrplan 2020 und zeigen die Vielperspektivität das Faches und seiner Didaktik auf. Das Projekt umfasst die Koordination des Bandes sowie das Verfassen des Grundlagenartikels.

Perspektiven auf die Rolle von Lehrenden der Fortbildung

Kooperation mit: PH Steiermark, PH OÖ, PH Tirol, HAUP
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Projektlaufzeit: WiSe 2018 –  SoSe 2021

Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen soll in diesem Projekt an fünf Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer*innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner*innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner*innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.

Politische Bildung und die Umsetzung der Bildungsziele gemäß der Forderungen des neuen Lehrplans für GSP auf der Sekundarstufe I

Projektleitung: Martina Rabl
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2023

Im neuen Lehrplan der NMS und der AHS-Unterstufe ist Politische Bildung Im Gegenstand Geschichte/Sozialkunde verankert. Bis 2016 war Politische Bildung für die Zielgruppe der Sekundarstufe I bloß als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip auf allen Schulstufen in Form eines Grundsatzerlasses definiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll nun erhoben werden, ob sich durch die neu gestaltete modulare Konzeption und das dadurch vermittelte historisch-politische Wissen Einstellungsänderungen bei Schüler*innen zur Politik im Allgemeinen und zu politischen und gesellschaftlichen Sachzusammenhängen im Besonderen ableiten lassen.  Um valide Erkenntnisse zum Forschungsgegenstand erzielen zu können, werden zum einen die fachspezifischen Schülerkompetenzen und zum anderen die Herangehensweisen an zentrale politische Konzepte aus der Zeit vor 2016 der Konzeption und den Zielsetzungen des neuen Lehrplans bezüglich eines erwarteten gesteigerten Schülerinteresses und -wissens  um Politik  und politische Zusammenhänge gegenübergestellt.

Praxisorientierte Erweiterung der Curricula im Fach Deutsche Philologie (Erasmus+)

Kooperation mit: Universität Wien, Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Universität Luzern, Österreichische Nationalbibliothek
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Vor dem Hintergrund literatur- und kulturwissenschaftlicher Entwicklungen zielt das Projekt auf eine inhaltliche und methodische Erweiterung der Curricula des Faches Deutsche Philologie an den Universitäten Wien, Bratislava und Szeged ab. Für die Förderung von Medien- und praxisorientierten philologischen Kompetenzen werden über nationale-kulturelle Grenzen hinweg Materialien aufgearbeitet, in denen Brüche und Krisenbewältigungen der Jahre 1848, 1867, 1873, 1918/19, 1945 im Zentrum stehen. Dabei wird Kultur im Sinne der Kulturtransferforschung als offener konstruktiver Prozess aufgefasst.In den Entwicklungsprozess, der von einem Fachbeirat begleitet und evaluiert wird, sind auch Studierende der drei Universitäten involviert. Die themenspezifischen Materialien werden zudem in Multiplikator*innenveranstaltungen, unter anderem an der KPH Wien/Krems, präsentiert. Sie können von Lehrenden in fachdidaktischen Lehrveranstaltungen an der KPH Wien/Krems sowie weiteren Hochschulen im Verbund Nord/Ost genutzt und mit den Studierenden weiterbearbeitet werden. Dabei werden eigene didaktisierte Module entstehen, die den Einsatz der Materialien an Schulen ermöglichen. Diese neuen Module können auch nach Projektende auf die digitale Plattform gestellt werden, da die Betreuung der Plattform über das Projektende hinaus gesichert ist.

RaumBildung 7

Kooperation mit: AUVA
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In Weiterführung der in den letzten Jahren herausgegebenen Publikationsreihe „RaumBildung“ soll im Studienjahr 2021/22 ein siebenter Band publiziert werden. Die Publikation wird mehrere Schulen, die architek-tonisch und pädagogisch interessant umgebaut oder neugebaut wurden, porträtieren.

Resilenzsensible (Hoch-)Schule (RSHS)

Projektleitung: Isabella Benischek, Alexandra Bauer
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das gegenständliche Auftragsprojekt fokussiert auf Resilienz von Studierenden, Hochschullehrkräften, Schüler/innen und Lehrkräften. Wenn „sich Personen trotz gravierender Belastungen und widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, spricht man von Resilienz“ (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2011, S. 9). Genau diese Fähigkeit, diese Widerstandskraft, ermöglicht es beispielsweise Lehrenden und Lernenden, trotz ausgeprägter Belastungen und Risiken in der (Hoch-)Schule gesund zu bleiben oder sich vergleichsweise leicht von beruflichen Herausforderungen wieder zu erholen (vgl. Schuhmacher et al., 2004, S. 3). Diese Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken sind bei allen Akteur/innen von existentieller Bedeutung. Diese Persönlichkeitseigenschaft gilt es in einer resilienzsensiblen (Hoch-)Schule zu fokussieren, zu stützen, auf- bzw auszubauen. 

Resilienz und subjektive Studienbelastung

Projektleitung: Gabriele Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

(Lehrer-)Bildung spielt eine zentrale Rolle, um Menschen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen, Können und entsprechenden Personeneigenschaften. Das Teilprojekt des Rahmenprojekts "Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung" fokussiert auf eine zentrale Schlüsselkompetenz, der Resilienz. Es interessiert in welcher Ausprägung Resilienz im Kreis der Lehramtsstudierenden vorliegt, ob sich Unterschiede zwischen Studierendengruppen ergeben, und ob zwischen der subjektiven Studienbelastung und der Resilienz ein Zusammenhang besteht. Ziel ist die gewonnenen Erkenntnisse hochschuldidaktisch im Zuge der Lehramtsausbildung zu nutzen.

Rollenverständnis von Lehrerbildner*innen in der Fortbildung an der KPH Wien/Krems

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2021

Die Rolle der Personen, die in der Lehrerfortbildung tätig sind, ist selten definierbar. Im Englischen werden sie als Teacher Educators bezeichnet, im deutschsprachigen Raum haben sie keinen eigenen Berufsverband und auch keinen ausgewiesenen Beruf. Es gibt wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und auch wenig Wissen, wie man zu dieser Berufsausübung kommt. Auch über welche Kompetenzen Lehrerbildner verfügen sollen, herrscht Uneinigkeit. Daher sollten Lehrerausbilder ein klares, gemeinsames Verständnis ihrer Rollen und der vielen Qualitätsaspekte im Unterricht haben. Angesichts des Einflusses, den Lehrerbildner auf Lernen von (Schüler-)Lehrer*innen haben, ist es äußerst wichtig, dass ihre Arbeit von hoher Qualität ist. Diese Aspekte sollen in diesem Projekt mittels Personen, die an der KPH als Lehrende in der Fortbildung tätig sind durch einen Online-Fragebogen erforscht werden.

Schulqualität aus Perspektive von Schulkindern und ihrer Eltern – empirisch-quantitative Studien

Kooperation mit: AE Bildungssoziologie, Verbund Nord-Ost
Projektleitung KPH: Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Moduls Bachelorarbeit 7-01 aus dem Fachbereich Allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen gemeinsam mit den Studierenden durchgeführt. Die Studierenden verfassen auf Basis der erhobenen Daten ihre Bachelorarbeiten. Aus prozessorientierter Perspektive können Aspekte von Schulqualität im Besonderen durch Kinder und deren Eltern beschrieben werden. Weitere elterliche Sichtweisen gegenüber schulischen Innovationen und gesellschaftspolitischen Schulfragen geraten ebenso in den Blick. Die einzelnen Bachelorarbeiten widmen sich in einer gemeinsamen, explanativen Querschnittstudie (Kinder und deren Eltern) den Aspekten Klassenklima, Lernen und Unterricht, Lehrer*innenkompetenz und Mobbing. In der projektierten quantitativen Feldstudie werden überdies die elterliche Sichtweisen zu aktuellen Schulfragen wie Inklusion, Chancengleichheit, häusliche Unterstützung, ganztägige Schule und Elternpartnerschaft erhoben. (Literaturstudium, Fragebogenerhebung im Feld, statistische Auswertung mit SPSS).

Schwerpunktheft „Sommerschule“ der Fachzeitschrift „SchulVerwaltung 4/2021“

Kooperation mit: Ilse Schrittesser,  Universität Wien
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger, Eva Sattlberger
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2021

Die Fachzeitschrift „SchulVerwaltung aktuell“ versteht sich als österreichbezogene Zeitschrift für Schulentwicklung und Schulmanagement, die 6-mal jährlich im Wolters Kluwer Verlag erscheint. Zielgruppe sind Schulleiter*Innen, Administrator*innen, Mitglieder von Schulleitungsteams, an Leitungsaufgaben interessierte Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen der Schulaufsicht und der Schulleitungsaus-, -fort- und - weiterbildung. Im Juli 2021 wird ein Schwerpunktheft zum Thema „Sommerschule“ herauskommen, das von Katharina Rosenberger und Eva Sattlberger herausgegeben wird.

Schwerpunktheft „Was bleibt von Corona?“ der Fachzeitschrift „SchulVerwaltung 09/2021“

Kooperation mit: Ilse Schrittesser,  Universität Wien
Projektleitung KPH: Eva Sattlberger
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2021

Die Fachzeitschrift „SchulVerwaltung aktuell“ versteht sich als österreichbezogene Zeitschrift für Schulentwicklung und Schulmanagement, die 6-mal jährlich im Wolters Kluwer Verlag erscheint. Zielgruppe sind Schulleiter*innen, Administrator*innen, Mitglieder von Schulleitungsteams, an Leitungsaufgaben interessierte Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen der Schulaufsicht und der Schulleitungsaus-, -fort- und -weiterbildung. Im September 2021 wird ein Schwerpunktheft zum Thema „Was bleibt nach Corona?“ herauskommen, das von Michel Fleck und Eva Sattlberger herausgegeben wird.

Sachunterricht in Aktion (SINA)

Kooperation mit: KPH Graz, PH Vorarlberg
Projekleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 - SoSe 2025

Der (naturwissenschaftliche) Sachunterricht ist im Licht der aktuellen TIMSS Studie einer jener Bereiche, welche die Erwartungen von Gesetzgeber und Gesellschaft nur eingeschränkt erfüllen. Die fachdidaktische Forschung der letzten Jahre hat sich in diesem Bereich zwar langsam etabliert, der Fokus der Forschung liegt bisher jedoch eher bei der Ausbildung angehender Primarstufenlehrkräfte. Um den aktuellen (naturwissenschaftlichen) Sachunterricht in der Schule zu verbessern fehlen momentan noch empirische Erkenntnisse des Status Quo. Diese zu erlangen ist das vorrangige Ziel dieser Studie.

SAPELTA: Self-Assessment for Primary English Language Teachers in Austria

Kooperation mit: PH Wien
Projekleitung KPH: Georg Hellmayr
Laufzeit: WiSe 2018 - WiSe 2021

Erstellen einer Übersicht der Qualifikationsanforderungen an PrimarstufenpädagogInnen auf der Basis eines Korpus aus fachwissenschaftlichen Publikationen. Ermitteln der Gewichtung der Qualifikationsanforderungen auf Basis der Korpora. Stimulation/Motivation von Eigeninitiative und Selbststudium von Studierenden/Lehrenden mit dem Ziel positive Washback-Effekte auf Curriculumsentwicklung, Lehre und Selbststudium durch die Systemmatisierung von Reflexionsprozessen zu erzielen. Publikation und Dissemination von SAPELTA an Pädagogischen Hochschulen.

Status des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts in Österreich 

Projektleitung: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2020 –  SoSe 2021

In den letzten 10 Jahren wurden an verschiedenen pädagogischen Hochschulen in Österreich Professuren für Naturwissenschaftsdidaktik bzw. für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht ausgeschrieben und besetzt. Flankiert wurden diese personellen Veränderungen auch mit curricularen Schwerpunktsetzungen. 

Ziel dieser Studie ist es, den aktuellen Status des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts festzustellen. 

Dafür werden die Curricula der 14 Pädagogischen Hochschulen, die in insgesamt vier Verbünden organisiert sind, auf die Berücksichtigung der Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) hin untersucht und Differenzen aufgezeigt. Darüber hinaus wird die personelle Situation in den 14 Hochschulen analysiert. Hier steht besonders die Forschungstätigkeit der einzelnen Fachgruppen im Fokus, aber auch das momentane Lehrdeputat. Um diese Frage klären zu können, werden Telefoninterviews mit den verantwortlichen Personen geführt und diese im Anschluss analysiert. 

Das entstandene Gesamtbild dient als Ausgangspunkt für eine verstärkte Zusammenarbeit der einzelnen Standorte, aber auch der österreichweiten Vernetzung, um den naturwissenschaftlichen Sachunterricht und die dazugehörige Forschung und Lehre weiter zu stärken.

Students' conceptions of academic writing in a second language: Perspecives of advanced students of English

Kooperation mit: Institut für Anglistik, Universität Wien
Projektleitung KPH: Pia Resnik
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

In today’s globalised world, English is the dominant medium of choice in academic writing contexts. Clearly, mastering academic writing is demanding in itself, regardless of whether it is approached in an L1 (first lan-guage) or an L2 (second language), since it involves the adherence to specific conventions; however, learn-ing how to (inter-)act effectively in an L2 in these contexts poses unique challenges to learners and this is what we seek to explore systematically in this project. Data was gathered from 50 advanced learners of English who filled in a survey at the beginning of the course EAP (English for Academic Purposes) at the Department of English at the University of Vienna and a follow-up survey after having taken the course. The findings from the qualitative content analysis (Kuckartz 2014) will be disseminated in (a) publication(s) in the upcoming academic year and they will be presented at (inter-)national conferences.

Studienschwerpunkte Primarstufe – Wahlmotive und Aspekte der Persönlichkeitsprofile

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Studierende des Bachelorstudiums Primarstufe (240 ECTS-AP) absolvieren ab dem fünften Semester einen 60 ECTS-AP umfassenden Schwerpunkt, der aus einem breiten Angebot gewählt werden kann. Die Studierenden sind aufgefordert, sich nach ausreichender Vorinformation, intensiv mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen und eine entsprechende Wahl zu treffen. Es zeigt sich aber, dass angebotene Schwerpunkte in unterschiedlichem Ausmaß gewählt werden, überdies ergibt sich, dass das Angebot eines zusätzlichen Schwerpunktes nur in einem äußerst geringen Ausmaß genützt wird. Zur besseren Abstimmung der Angebote auf die Interessen der Studierenden einerseits und auf die berufsbedingten Bedürfnisse an den Schulen andererseits gilt das Interesse der längsschnittlichen Evaluationsstudie den Wahlmotiven der Studierenden und Aspekten der Persönlichkeitsprofile (Anstrengungsbereitschaft/Selbstwirksamkeit).

"Technik und Design" transdisziplinär

Kooperation mit: PH Steiermark, Universität Mozarteum
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Das Projekt umfasst (i) Forschung wie (ii) Entwicklung, insofern (i) wissenschafts- und bildungstheoretisch österreichweit ein Blick auf die Bildungslandschaft zu Technik und Werken unternommen werden soll, und (ii) die gewonnen Erkenntnisse in einer Publikation zusammengefasst werden, was einer Weiterentwicklung von Fachlehrplaninhalten dienen kann, eine bildungspolitische Wirksamkeit haben kann und einer weiteren Vernetzung einzelner Akteurinnen und Akteure auf der Ebene von Arbeitsgruppen z.B. dienen soll. Ausgangspunkt des Forschungsprojektes, welches bei Gert Hasenhütl bereits eine Vorlaufzeit von 2 Jahren hatte, ist die Frage danach was das zusammengelegte Fach technisches und textiles Werken zukünftig im Wesentlichen ausmachen wird (vgl. Zankl 2020, 18f.), das standortübergreifend gedacht und auch nach erfolgter Umstrukturierung und Zusammenlegung der Fächer "technisches" und "textiles" Werken (vgl. Breunig 2017, 67-76; BMBW F 2019; BMUKK 2012). Es werden österreichweit Stimmen von Repräsentantinnen und Repräsentanten des Faches gesammelt, um zu klären was einzelne Hochschulen und Universitäten für Ansätze, Arbeitsbereiche, Entwurfsbegriffe, Narrative oder Leitbilder besitzen. Die Befragungen zeigen – wie schon in ersten bereits durchgeführten und transkribierten Interviews deutlich wurde –, wo jeweilige Profilierungen oder Ausrichtungen, z.B. auf MINT, Gender, Digitalisierung oder neue Arbeitsformen und -begriffe (vgl. Hasenhütl & Zobl 2021, in Druck) vorherrschen. In Gesprächen und Einladungen zu Interviews sollen spezifische Visionen der Studienrichtung "Technik und Werken" gewonnen werden. Es soll herausgearbeitet werden welchen Begriff zum Fach "Technik und Werken" einzelne Institutionen haben, und welches Fachverständnis sie durch ihre jeweiligen Profilierungen prägen. Die bereits über eineinhalb Jahre durchgeführten persönlichen offenen Interviews von Gert Hasenhütl mit z.B. FuE-Information zum Projektvorhaben (ph1) Seite 3 von 5 Irene Posch, 4.12.2019, Linz, Michael Herbst, 10.12.2019, Wien, Frauke von Jaruntowski, 5.12.2019, Salzburg, Martin Beck, 28.01.2020, Wien oder Robert Hübner, 25.02.2020, Wien sind bereits transkribiert, aber es stellte sich heraus das ein offenes Interviewformat nur in geringeren Maße geeignet ist wesentliche Aspekte und Vergleichszusammenhänge herzustellen. Deshalb entschied sich der Antragssteller Gert Hasenhütl das Projekt erneut aufzurollen, dieses Mal mit strukturierten Interviewfragen und in Kooperation mit der PH Steiermark.

TEDCA. Teachers Education, Development and Career in Austria

Kooperation mit: Universität Klagenfurt, PH Steiermark, alle Hochschulen Österreichs
Projektleitung KPH: Gabriele Beer
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2023

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Lehrerbildung soll empirisches Wissen über Professionalisierungsprozesse im Lehrerberuf erarbeitet werden. Dabei wird - ausgehend von einem Angebots-Nutzungsmodell - systematisch analysiert werden, wie die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Lehrpersonen, die Qualität der Aus- und Fortbildungsangebote und deren Nutzung sowie unterschiedliche Kontextmerkmale die Persönlichkeits-, Interessen- und Kompetenzentwicklung sowie das Befinden im Lehrerberuf beeinflussen und wie sie sich auf die weiteren Berufspläne auswirken bzw. ausgewirkt haben. Die geplante Untersuchung führt eine Längsschnittstudie weiter, die ab dem Jahr 1994 einen kompletten Studienjahrgang aller Pädagogischen Akademien in insgesamt fünf Befragungswellen - zuletzt im Jahr 2005 - erforschte. Im aktuell vorgesehenen Abschnitt der Studie wird demnach die Situation von Personen im Mittelpunkt stehen, die vor rund 20 Jahren ihr Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Es wird dabei zum einen auf das umfangreiche Datenmaterial zurückgegriffen, das im Zuge der vorausgegangenen Erhebungen angefallen sind. Zum anderen werden die betreffenden Personen - rund 1500 Absolvent*innen der Pädagogischen Akademie (nunmehr Pädagogische Hochschule) aus dem Jahr 1998 ein weiteres Mal angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zu ihrem Fortbildungsverhalten und ihren Fortbildungswünschen, zu ihrem aktuellen Kompetenzerleben, zu ihren pädagogischen Handlungsweisen, zu ihrem Befinden und zu Ihren Laufbahnplänen befragt.

UKids. Youth Start Social Entrepreneurship Programme for Kids (Erasmus+)                         

Projektleitung: Johannes Lindner
Laufzeit: WiSe 2017/18 – WiSe 2021

In diesem Projekt kooperieren Hochschulen und Volksschulen aus sechs Ländern (Dänemark, Finnland, Niederlande, Österreich, Portugal, Ungarn). Der Lead des Projektes liegt bei der KPH Wien/Krems. Es arbeiten Kolleg*innen der Standorte Krems und Wien, sowie der Partner-Volksschulen Krems und Wien, zusammen. Ziel des Projekts ist es (Social) Entrepreneurship Education als Lehr-Lernangebot in der Lehrerausbildung für die Primarstufe und den verbundenen Partnerschulen der Primarstufe zu verankern. Das Projekt knüpft an den Ergebnissen des Erasmus+ Policy Experimentation Projektes Youth Start Entrepreneurship Challenges (www.youthstart.eu) an. Es werden Lehr-Lern-Arrangements für die Primarstufe eingesetzt und neue entwickelt (z. B. Marketday Challenge, Communitiy Challenge). Für die Lehrerausbildung werden neue Unterlagen (Social Entrepreneurship Access Points) erarbeitet, erprobt und eingeführt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit einem Aktionsforschungsansatz.

Wortverständnis in Theorie und Praxis II

Projektleitung: Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

In der Grundschule wird den Kindern nicht nur die Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschunterricht vermittelt, sondern es werden komplexere sprachliche Anforderungen an sie gestellt, wie sie unter anderem auch im Lehrplan und in den Bildungsstandards aufgelistet sind. Im Modell von Rosebrock und Nix ist die kleinste Einheit des Leseprozesses die Wortidentifikation, die ohne Wortschatz nicht möglich ist. Daher ist dem Wortverständnis bzw. der Wortschatzdidaktik im Unterricht seitens der Lehrpersonen große Aufmerksamkeit beizumessen. Fehlender Wortschatz kann bei den Schülerinnen und Schülern in allen schulischen Bereichen zu Problemen führen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll herausgefunden werden, welche wortschatzdidaktischen Kompetenzen Studierende an der KPH Wien/Krems, am Campus Krems-Mitterau, nach Absolvierung von Lehrveranstaltungen aus dem Bereich FW/FD Deutsch aufweisen. Mit den Ergebnissen der Pilotstudie wird ein Abgleich vorgenommen.

Zum Empfinden und zu den Bewältigungsstrategien von Studierenden im Masterstudium Primarstufe ohne und mit gleichzeitigem Berufseinstieg. Eine empirische Pilotstudie.

Projektleitung: Gabriel Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Das intendierte Forschungsvorhaben evaluiert den Start des Mastersudiums für Primarstufenlehrpersonen, welches an PHn im Studienjahr 2019-20 beginnt. Es besteht die Möglichkeit, das Studium parallel zum Berufseinstieg berufsbegleitend zu absolvieren, wie auch als Vollzeitstudium. Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben. Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben. Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.

Zur Beschämungspraxis angehender Lehrpersonen im Schulunterricht

Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Das Forschungsprojekt wendet sich – unter Einbeziehung wesentlicher emotions- und kultursoziologischer Aspekte – der Beschämungspraxis von Lehramtsstudierende als angehende Lehrende in der Institution Schule zu. Auf die Studierendenperspektive fokussiert, gelangt die Performativität (d.h. das Wie) der Beschämungspraxis und dieser zugrundliegenden Handlungsorientierungen sowie der Umgang mit beschämungsträchtigen und schamgenerierenden Situationen zwischen Lehrenden und Lernenden im Schulunterricht zur Untersuchung. Diesem Forschungsfokus entsprechend ist methodisch ein qualitativ-rekonstruktiver Zugang naheliegend: Zur Bearbeitung der zentralen Fragestellungen wird als Erhebungsverfahren die dokumentarisch-rekonstruktive Gruppendiskussion gewählt. Für die Datenauswertung des erhobenen Datenkorpus von insgesamt ca. acht bis zwölf Gruppendiskussionen mit Bachelor- und Masterstudierenden des Lehramtsstudiums der Sekundarstufe I und II wird die Dokumentarische Methode als Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung herangezogen.

Zur Förderung von Ambiguitätstoleranz in der Nachhaltigkeitsbildung

Kooperation mit: Universität Wien, PH Wien, HAUP
Projektleitung  KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2020 –  SoSe 2022

Ziel des Projekts ist die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts Ambiguitätstoleranz bei Lehramtsstudierenden und bei Lehrpersonen der Fort- und Weiterbildung, die sich auf Grüne Pädagogik bezieht. Die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts wird als dispositionale Basisdimension für Lehrpersonen der Nachhaltigkeitsbildung gesehen. Im Zentrum stehen Fragestellungen, inwieweit die Proband*innen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln und bereit sind, diese Aspekte in ihre Unterrichtsplanungen einzubeziehen. Für die Erfassung des Persönlichkeitskonstruktes Ambiguitätstoleranz wird mittels Literaturrecherche das Inventar nach Reis (1996) aktualisiert. Ambiguitätstoleranz wird dabei als Tendenz verstanden, Widersprüchlichkeiten, Inkonsistenzen oder mehrdeutige Informationslagen in ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen und positiv zu bewerten. Das Verfahren unterscheidet fünf faktorenanalytisch differenzierte Ambiguitätsbereiche. Die Ambiguitätsbereiche werden zudem in einem qualitativen Verfahren auf Basis einer Cross-Case-Analyse nach Cresswell (2007) sowie Kelle & Kluge (1999) vertiefend erhoben. Nach den Pretestergebnissen werden Faktorenanalyse und Reliabilitätsberechnung angeschlossen. Das Persönlichkeitskonstrukt Ambiguitätstoleranz soll mit adaptiertem Inventar quantitativ (n = 900) und qualitativ (n = 90) bei Studierenden an HAUP, UNI Wien, PH Wien und KPH Wien/Krems erhoben werden. Das Projekt leistet einerseits einen Beitrag zu Veränderung, Autonomie und Emanzipation im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen. Andererseits werden neue didaktische Handlungsspielräume initiiert bzw. konstruiert für die Lehre an Hochschulen und Universität Wien. Es wird angestrebt, die Ausprägung der als relevant für den Unterricht identifizierten Aspekte systematisch an div. Tagungen, Kongressen, im Rahmen der Lehre an Hochschulen und in Proseminaren an der Uni Wien sowie mittels wissenschaftlichen und Fachpublikationen zu präsentieren: z. B. ÖFEB Tagung, Tag der Forschung, IFO Österreich, Projekt Anthropozän PH NÖ,…

Zur Nachhaltigkeit hochschuldidaktischer Angebote: Die Kompetenzentwicklung von Führungskräften für die Schule als sich selbst entwickelnde Organisation

Projektleitung: Astrid Ebenberger
Laufzeit: WiSe 2019 –  WiSe 2021

Individuelle wie auch externe Bedingungsfaktoren beeinflussen maßgeblich den Erfolg von Schulentwicklungsvorhaben. Der Weg von Schulen zu lernenden, sich selbst entwickelnden Organisationen braucht, unabhängig von konkreten Entwicklungszielen, große Akzeptanz und Vertrauen seitens aller zentralen schulischen Akteur*innen.Wesentliche Wirkfaktoren liegen auf der Ebene der Schulleitungspersonen. Das geplante Forschungsvorhaben gibt den Schulleitungspersonen das Wort zu ihren subjektiven Einstellungen und ihren Erfahrungen mit Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen von Schulentwicklung (Personal-, Unterrichts-und Organisationsentwicklung). Ziel ist es – neben der Sichtung allgemeiner Bedingungsfaktoren für gelingende Schulentwicklung und wesentlicher Kompetenzen von Schulleiter*innen – zu erforschen, ob und inwiefern der Besuch von Fortbildungsangeboten für schulische Führungskräfte nachhaltig Schulentwicklungshandeln und Kompetenzentwicklung der Schulleitungspersonen beeinflusst.

Ministerielle Themenschwerpunkte für SJ 2022 – 2024

Schwerpunkte in der Bildungsforschung

 

Forschungslandkarte der Pädagogischen Hochschulen Österreichs

Alle Projekte der KPH Wien/Krems finden Sie auf der Forschungslandkarte der Pädagogischen Hochschulen Österreichs: https://www.forschungslandkarte.at/

Forschungsethische Grundsätze

Forschungsethische Grundsätze, wie das Konzept der Objektivität, das Einholen von Einverständnissen und Verfahren der Anonymisierung, entsprechen den Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Solche Fragen sind in allen Phasen des Forschungsprozesses - von der Planung über die Durchführung bis zur Publikation - von Bedeutung und müssen folglich beständig reflektiert werden.

Die Ethischen Grundsätze der ÖFEB finden sie hier.