Novemberpogromgedenken

Marko Feingold – Ein jüdisches Leben

© Stadtkino Filmverleih

Am 1. Oktober ist der Film „Marko Feingold - Ein jüdisches Leben“ über einen der letzten Zeitzeugen in die österreichischen Kinos gekommen. Marko Feingold wurde 1913 in Wien geboren. 1938 wurde er  kurz nach dem Anschluss Österreichs von den Nazis verhaftet. Er überlebte das KZ Auschwitz und weitere Vernichtungslager, wo er bis zur Befreiung 1945 interniert war. Nach dem Krieg wurde er zum Fluchthelfer für zehntausende ehemalige KZ-Gefangene, die er von Österreich über die Alpen nach Italien und weiter nach Palästina schleuste. Er war der älteste Jude Österreichs, Präsident der Jüdischen Kultusgemeinde der Stadt Salzburg und bezeichnete sich selbst als nicht besonders religiös. Der Film zeigt einerseits Marko Feingolds Geschichte als unvergängliches Dokument, andererseits werden auch aktuelle Entwicklungen beleuchtet sowie zeitlose Fragen aufgeworfen: Fragen zur menschlichen Natur – Moral, Verantwortung, zur Würde des Menschen – und deren Grenzen.
 

Am 8. und 9. November wird der Film anlässlich der Novemberpogrome am Campus Krems und Strebersdorf gezeigt. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Das Verschwinden der Zeitzeugen“ statt. Denn Marko Feingold s.A. ist nicht mehr und angesichts dessen und dem "Verschwinden der Zeitzeugen" gilt es, der Frage nachzugehen, was dies für uns bedeutet!

 

  • 8. November 2021: Campus Krems, Festsaal (Uhrzeit: 12:00-14:45 Uhr): unter den Podiumsteilnehmer*innen ist Hannah Feingold, die Frau von Marko Feingold
  • 9. November 2021: Campus Strebersdorf, Festsaal (Uhrzeit: 14:40-17:05 Uhr): unter den Podiumsteilnehmer*innen wird sich auch einer der Regisseure befinden

 

Für diese Veranstaltung gelten die vom Rektorat verordneten Coronarichtlinien