Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems mit ihren Standorten Wien-Gersthof, Wien-Strebersdorf und Krems ist durch ihre ökumenische Zusammenarbeit eine europaweit einmalige Bildungseinrichtung geworden. Die Erzdiözese Wien hat diese Hochschule errichtet und führt sie gemeinsam mit der Diözese St. Pölten und der Evangelischen, der Orthodoxen, den Orientalisch-Orthodoxen und der Altkatholischen Kirche Österreichs.


Im Bereich der Hochschulpastoral wird dieser Ansatz besonders greifbar und lebendig. Wir wissen uns einerseits alle dem Auftrag Jesu zur Einheit verpflichtet ("damit die Welt glauben kann"; Joh 17,21) und gleichzeitig leben wir in konfessioneller Unterschiedlichkeit. Wir leben im geschwisterlichen Respekt miteinander und mühen uns um Heimat und Stärkung in der eigenen Identität wie auch um mögliches ökumenisches Miteinander.


Alle, die in dieser Hochschule arbeiten, sind aus der Berufung durch die Taufe heraus eingeladen, mit den für die Hochschulpastoral Verantwortlichen Kirche zu sein und das Reich Gottes in seiner Vielfalt und Buntheit zum Leuchten zu bringen.



Ökumenisches Team

Msgr. Dr. Franz Ochenbauer (kath.)
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Leiter des Hochschulpastoralteams der KPH Wien/Krems 
und Hochschulseelsorger

Mag. Oreste Da Rin Fioretto (kath.)
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Hochschulseelsorger Krems

 

Dr. Monika Solymár (ev.)
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Hochschulpastoralteam Wien und Hochschulseelsorgerin
der evangelischen Kirchen für Wien/Krems

 

Dr. Nicolae Dura (orth.)
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Hochschulpastoralteam Wien und Hochschulseelsorger
der orthodoxen Kirchen für Wien/Krems

 

Dr. Johann Hausreiter (kath.)
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Hochschulpastoralteam Wien

 

Mag. Ernst Merkinger
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Hochschulpastoralteam Krems

 

Mag. Bernhard Schörkhuber (kath.)
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Hochschulpastoralteam Krems

 

Thomas Naske M.Ed. (kath)
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Hochschulpastoralteam Krems

 

Mag. Doris Nothmagl-Kürzl (kath.)
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Hochschulpastoralteam Krems

 

 

 

in Zusammenarbeit mit:

VR Dr. Thomas Krobath, MAS
T  +43 664 610 13 03
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Vizerektor Forschung & Entwicklung, Ökumene und internationale Beziehungen


Angebote Wien-Strebersdorf

Angebote Krems-Mitterau

Angebote Wien-Gersthof

SCIVIA - Kommunikationszentrum am Campus Krems-Mitterau

 

Das „SCIVIA“ (Lat. Scivias – „Wisse die Wege“) besteht seit dem Wintersemester 2014/15. Das „NEUE SCIVIA“-Zentrum für Kommunikation, Hochschulpastoral und Seelsorge am Standort Campus Krems-Mitterau ist ein offenes Forum für Lehrende, Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Tagsüber bestehen dort viele Möglichkeiten für individuelle Treffen, Gespräche, Veranstaltungen oder auch für Muße, Ruhe und meditative Angebote.

   

   

 

Das Hochschulpastoralteam bietet Beratung und Begleitung bei persönlichen Anliegen, in Krisensituationen und Lebenszusammenhängen. Es gilt Freiräume zu schaffen, wo Angehörige der Hochschule ihre Fragen und Zweifel artikulieren können, bei gleichzeitiger Förderung von gegenseitiger, kritischer Wertschätzung von Lehre und religiöser Orientierung. Es gilt Menschen zu stärken, damit sie durch heilsame Unterbrechungen für Transzendenz und die Tiefendimensionen des Lebens sensibilisiert werden. Spirituelle und thematische Angebote sind die „Nacht der 1000 Lichter“, Meditationen in der Campuskapelle, Hochschulmessen, Ökumenische Gottesdienste, Ausstellungen, Raumästhetik, Feiern, Gespräche, Begleitangebote usw.

 
Hochschulpastoral als Haltung der Compassion („Mitleidenschaft“) 

Das „NEUE SCIVIA“ ist ein einzigartiger Ort der Kommunikation an einer akademischen Bildungsstätte in ihrer ganzen Breite. Kommunikative Hochschulpastoral kann dazu beitragen, Entscheidungsträger von morgen als Partnerinnen und Partner für eine Gesellschaft auf human-christlicher und interreligiöser Grundlage zu gewinnen. Compassion und Barmherzigkeit 

  • Mensch sein für andere 
  • Mit dem Herzen dabei – Barmherzigkeit schenken („cor dare“) 
  • Bei uns fällt keiner durchs Netz 
  • Mit uns steht niemand im Abseits 
  • Wir tragen zur Verlebendigung bei – Viriditas 

empfinden wir als Schlüsselwerte im Alltag an unserer Hochschule.

 

Not-wendende Barmherzigkeit heute 

Barmherzigkeit gilt als Grundtugend in den Religionen und wird meist als Güte, Mitgefühl, Nächstenliebe und Compassion bezeichnet. 

Als eine unserer wichtigsten Aufgaben sehen wir, Situationen und Problemfelder zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen, wo heute Barmherzigkeit not-wendend realisiert werden muss: 

  • Jemanden zuhören 
  • Über jemanden gut reden 
  • Mit jemanden teilen 
  • Jemanden besuchen 
  • Mit jemanden ein Stück Weges gehen 
  • Jemanden integrieren 
  • Für jemanden beten 
  • Auf Facebook Partei ergreifen 
  • Für Gerechtigkeit eintreten 
  • Jemanden finanziell unterstützen 
  • Trösten und versöhnen 
  • Schuld eingestehen und Neuanfang ermöglichen 

 

Demzufolge ist Barmherzigkeit nicht eine abstrakte Idee, sondern eine konkrete Wirklichkeit, die sich in leidenschaftlicher Liebe offenbart. Sie kommt aus dem Innersten, ist tiefgehend, natürlich und bewegt von Zärtlichkeit, Mitgefühl, Nachsicht und Vergebung.

 

 

Viriditas, die grüne Lebenskraft: Signalfarbe der KPH Wien/Krems 

An der Glasfassade des SCIVIA ist mit Fantasie zu entdecken: „KOMM…unikat…i…o...ns…Zentrum…“, eindrucksvoll von Karin Gratiana Wurm (KPH Wien/Krems) gestaltet, wächst einem ein lebendiges, leuchtendes Grün im und durch das Glas entgegen. Dieses „Grün“ ist die symbolische Farbe für die Lebenskraft schlechthin, meint also nicht die äußerlich sichtbare Farbe, sondern ein Wesensmerkmal, den Habitus, die Wirkmächtigkeit. 

Nach der Theologie Hildegards (von Bingen, 1098-1179) ist Christus die grüne Lichtquelle und auch das Werk seines Wortes ist viriditas – die grüne Lebenskraft. Sie lässt diese grünende Weisheit Gottes sprechen: 

„Wenn die Sonne bei ihrem Aufgang sich machtvoll erhebt, um ihren Lauf anzutreten, steht das Grün in seiner größten Kraft, weil die Luft bis dahin noch feucht ist, die Sonne aber wärmt; dann trinken die Gräser dieses Grün so gierig in sich hinein, wie das Lamm seine Milch saugt; die Hitze des ganzen Tages wird kaum ausreichen, die Grünkraft dieses Tages durch zu kochen und fruchtbar zu machen“ (LDO). 

 

Diese Kraft kann auf den verschiedenen Ebenen des Lebens erfahren werden, wie Hildegard meint: 

  • Die Grünkraft ist in allem biologischen Leben - sichtbar im Blattgrün. 
  • Das Blut als Träger des Lebens ist grün. 
  • Die Seele ist die grünende Lebenskraft im Leib. 
  • Die männliche Zeugungskraft ist grün. 
  • Die Tugenden sind die Grünkraft in allen Handlungen. 
  • Die Reue ist die lebenserneuernde Heilkraft. 
  • Der Geist Gottes ist grün - als das Leben in allem Lebendigen. 
  • Die Ewigkeit als unendliches Leben ist grün. 

 
Von dieser Lebenskraft geht Heilung und ganzheitliche Gesundung aus. Ist das schon ein Hinweis auf den grünen „Finger Gottes“ – so wie in unserer Zeit der „grüne Christus“ des Marc Chagall? Durchgrünung von Kosmos und Mensch, welch erfrischender Gedanke: 

„O nobilissima viridatis, quae radicas in sole - O edelstes Grün, du wurzelst in der Sonne,… et quae in candida serenitate luces - du leuchtest in strahlender Helle“ (Responsorium „O nobilissima viriditas“, Hildegard von Bingen). 

Compassion, Barmherzigkeit und Viriditas als Fokus einer kommunikativen Hochschulpastoral und Seelsorge an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems am Campus Krems-Mitterau erfüllen uns, angesichts der beschleunigten Wahrnehmung alltäglicher Notwendigkeiten und empfundener Zwänge, mit dem bleibenden Auftrag und der unaufgebbaren Perspektive für ein lebendiges, authentisches und visionäres Miteinander. 

Raum der Stille am Campus Wien-Strebersdorf

Der "Raum der Stille" für gemeinsame Einkehr, Meditation und Gebet schafft europaweit einzigartige Möglichkeit zur interreligiösen und interkonfessionellen Begegnung.

Als interkonfessioneller und interreligiöser Ort zur Einkehr und zur Meditation bietet er KPH-Studierenden, LehrgangsteilnehmerInnen und SchülerInnen der KPH-Praxisschulen auch die Möglichkeit für gemeinsame Gebetstreffen der Religionen. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung wurden dem Hochschulpastoral der KPH vom Privaten Studiengang für das Lehramt für Islamische Religion an Pflichtschulen in Wien (IRPA) Gebetsteppiche für muslimische Studierende überreicht.

Raum der Stille

 

Raum der Stille


Christliche Spiritualität ist offen für interreligiöse Begegnung

„Die KPH Wien/Krems steht für eine christliche LehrerInnenbildung mit Spiritualität, die zu religiösen Erfahrungen einlädt, aber auch interreligiöse und interkonfessionelle Begegnung in Europa einzigartig möglich macht“, betonte Dr. Christine Mann, ehemalige Vorsitzende des Hochschulrates der KPH Wien/Krems.

Der „Raum der Stille“ steht auch den Mitgliedern nicht-christlicher Religionen zum Gebet offen. Neben Gebetshockern, Gebetspolstern sowie Gebets- und Gesangsbüchern zählen auch muslimische Gebetsteppiche zu seiner Ausstattung, um interreligiöse Gebetstreffen zu ermöglichen.

Unterbrechung des Alltags schafft Raum für ein aktives Gebetsleben

„Wir geben der ganzheitlichen Bildung einen Platz. In der religiöser Dimension zählen dazu auch Räume der Stille, der Meditation, der Besinnung und des Gebets. In diesen kann das Innehalten und das Stillwerden eingeübt werden. Das ist nicht zuletzt auch eine aktive Friedensarbeit sowohl innerhalb einer Religionsgemeinschaft wie auch in einer stillen Begegnung mit anderen Gläubigen“, sagte Dr. Christoph Berger, Rektor der KPH Wien Krems.

Das Pastoralteam der KPH hofft, dass der „Raum der Stille“ für die Unterbrechung des Alltags auch im Lehrbetrieb Resonanz findet. Studierende sollen durch die Gestaltung dieses Raums inspiriert werden, auch in ihren Schulen ähnliche Räume anzuregen und Projekte zum gemeinsamen Innehalten durchzuführen.