Neben dem inhaltlichen Kernthema „Bildung“ spielt die Frage nach der Religionssensibilität eine ebenso wichtige Rolle in der Organisationsstruktur und Organisationskultur. Der Theologe Joachim Reber benennt drei Dimensionen einer Organisationskultur, in denen ihre Religionssensibilität tragend wird: ihre Unterbrechungskultur, ihre Gebetskultur und ihre Reflexionskultur. Alle drei eng miteinander verzahnten Aspekte sind Aufgabenbereiche, denen die KPH besonderes Augenmerk schenkt.

Sie ist eine Organisation, die sich trotz Termindruck und knapper Zeitressourcen Zeit nimmt – für die studienrechtlichen, aber auch persönlichen Anliegen der Studierenden. Sie ist eine Organisation, die ihren Betriebsalltag durch Veranstaltungen wie Gedenk-, Qualifikations- und Abschlussfeiern gezielt unterbricht und in den größeren lebensweltlichen, historischen und kulturellen Zusammenhang stellt. Sie bemüht sich, der spirituellen und rituellen Gebetskultur aller vertretenen Religionen Raumzu gewähren und in ökumenischer und interreligiöser Perspektive zu verbinden.

Die KPH ist ein Haus, das in den letzten Jahren in rasanter Abfolge Umstrukturierungen, Entwicklungs- und Wachstumsprozesse durchlebt hat. In dieser herausfordernden Zeit nimmt sie sich, wie auch im vergangenen Studienjahr, die Zeit, ihr eigenes Wirken und die gemeinsame Identität zu reflektieren. Das gemeinsame Nachdenken über ihren Auftrag und ihr Selbstverständnis unter sich fortwährend wandelnden Bedingungen schweißt die KPH Wien/Krems nicht nur als Organisation zusammen, sondern macht sie zu einem lebendigen und zukunftsfähigen Haus.


Hofrätin Mag. Andrea Pinz
Vorsitzende des Hochschulrates der KPH Wien/Krems

 

Ein ereignisreiches Studienjahr liegt hinter uns. Neben neu eingerichteten Studienformaten, wie zum Beispiel dem Bachelorstudium „Elementare Bildung – Leadership und Inklusion“, wurde der Ziel- und Leistungsplan für die Jahre 2019 bis 2021 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung genehmigt. Wir sind überzeugt, für die Zukunft bestens vorbereitet zu sein und stehen als Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems vor der Umsetzung zentraler strategischer Ziele:

1) Die Position als größter Anbieter der Primarstufenausbildung in Österreich soll gefestigt und durch fachspezifische Forschungsleistungen verstärkt werden.

2) Elementare Bildung wird als zentraler Kompetenzbereich an der Hochschule verankert und ausgebaut.

3) Ab 2019/20 werden über neu eingeführte Hochschullehrgänge Lehrer*innen zu Ethiklehrer*innen weitergebildet. Die KPH Wien/Krems wird mit eigenen Lehrgangsgruppen in Wien und in Krems engagiert mitwirken.

4) Die KPH Wien/Krems etabliert sich nachhaltig als Zentrum für Religiöse Bildung, Interreligiöse Kooperation sowie Forschung im Querschnittsbereich Bildung – Schule – Religion – Pluralität. Wir stellen auch künftig die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Religionslehrer*innen für alle mit der KPH kooperierenden Religionen/Konfessionen sicher.

5) Wir sehen uns in der Verantwortung, Bildungskonzepte für eine digitale Gesellschaft zu entwickeln. Daher werden wir in diesem Zusammenhang sowohl Schulen beraten, als auch unsere hochschulische Lehre durch die Nutzung neuer Technologien anreichern.

6) Die Zukunft der Erde und ein menschenwürdiges Leben gehen uns alle an. Als Lehrer*innenbildungseinrichtung haben wir auch die Lebensgrundlagen künftiger Generationen im Blick. Es ist an der Zeit, dass sich auch die KPH Wien/Krems für die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einsetzt.


Das Rektorat der KPH Wien/Krems

 

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