Polen: Internationale "Pilgrim"-Tagung in Lublin

"Ganzheitliche Entwicklung der Person und die Bewahrung der Schöpfung" lautete der Titel einer internationalen Tagung, die dieser Tage vom Bildungsnetzwerk "Pilgrim" in Polen veranstaltet wurde. Rund 150 Professoren und Studierende aus vielen Teilen Polens und der Ukraine nahmen an der Konferenz an der Katholischen Universität in Lublin teil.

In seinem Statement wies Andrzej Kiciski, Vizerektor der Katholischen Universität Lublin, auf die Bedeutung des Themas Schöpfung im wissenschaftlichen Rahmen hin und würdigte in diesem Zusammenhang auch Pilgrim: "Pilgrim hat auf die Rolle der Spiritualität in der Bildung für Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht und als einen Faktor für die Umsetzung in das praktische Leben definiert", so Kiciski.

Pilgrim-Direktor Johann Hisch erinnerte an das bereits 30 Jahre alte Dokument "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", mit dem die Kirchen in Europa und darüber hinaus im Rahmen des "Konziliaren Weges" neue Impulse setzten. Erst nach einem Treffen von Verantwortlichen des Weltkirchenrates mit Vertretern der UNO wurde der Beschluss gefasst, die Klimakonferenz in Rio 1992 unter dieses Themengeflecht zu stellen, so Hisch. 

Den naturwissenschaftlichen Teil des Symposions hatte Wilhelm Linder, Professor an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien, einzubringen. "Für die Bildung für nachhaltige Entwicklung sei die Frage nach den Werten und dem Sinn notwendig, da sie die Beziehung zur Natur als Anstoß zur Veränderung ermöglichen", so Linder in seinen Ausführungen. 

Weitere Vortragenden kamen aus dem "Zentrum für Nachhaltigkeit und Spiritualität" an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems, der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, von "Pilgrim" sowie von den polnischen Universitäten Lublin und Katowice. 

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