Lektüretag 2019

Einen Vormittag lang tauchten Studierende der Religionsschwerpunkte am Campus Strebersdorf in die Welt der evangelischen Theologin, Dichterin und Aktivistin Dorothee Sölle ein.

25 Studierende im katholischen, evangelischen und muslimischen Schwerpunkt Religion lernten in diesem neuen Format „Denkerinnen und Denker aus den Religionen: Annäherungen mit ausgewählten Texten“ mit Dorothee Sölle eine kraftvolle, unterschiedlich rezipierte Denkerin kennen, deren Theologie einen weiten Bogen von politischer Theologie, im Sinne einer Befreiungstheologie, bis hin zu Mystik und Poesie aufspannt. Neben

Dr. Branislav Mičkovic zeigte in seinem Einführungsvortrag kunstvoll, wie Dorothee Sölle, die u.a. am New Yorker Union Theological Seminary systematische Theologie gelehrt hatte, ihre Theologie im Kontext ihres Lebens und ihrer Zeit entwickelte. Da die TeilnehmerInnen der Veranstaltung aus unterschiedlichen religiösen Traditionen kamen, war es besonders wichtig, den Zusammenhang von Zeitgeschichte, Lebensgeschichte und Theologie zu verstehen.

Das Herzstück des Vormittags lag in den Lektüregruppen. Fünf Lehrende des Institutes für Religiöse Bildung – Christliche Konfessionen leiteten das gemeinsame Lesen ausgewählter Texte der evangelischen Theologin in Kleingruppen an.

Die interkonfessionell und interreligiös zusammengesetzten Gruppen, eröffneten unterschiedliche Lernräume für alle TeilnehmerInnen zu denen auch Yeliz Yilderim, Leiterin des Instituts für Alevitische Religion und Michael Frank Reidegeld, Lehrender am Institut für Islamische Religion gehörten.

 

Der Lektüretag wird im Sommersemester 2020 zum zweiten Mal stattfinden – darin waren sich nach dem gelungenen Tag Lehrende und Studierende einig. Ein großer Dank allen, die sich diese Begegnung mit Dorothee Sölle, mit sich selber und miteinander eingelassen und den Tag ermöglicht haben.