Digitale Medien und Bildung

Akzeptanz und Unterrichtseinsatz von E-Book+ (Evaluation)

Aufftraggeber: Österreichischer Bundesverlag

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2020

Das E-Book+ wird mit dem Schuljahr 2018/19 erstmals eingeführt. Es bietet multimediale lnhalte (wie z. B Erklärvideos, interaktive Übungen, Geogebra Applets und dgl.) zusätzlich zum seitenbasierten E-Book. Folgende Fragen sollen mit der Evaluation beantwortet werden: Wie wird E-Book+ im Unterrichtsalltag eingesetzt? Welche Vorteile sehen die befragten Lehrpersonen in E-Book+? Welchen Herausforderungen/Schwierigkeiten sehen sich die befragten Lehrpersonen beim Einsatz von E-Book+ gegenüber? Wie sehr werden die Handlungsempfehlungen und Anwendungsszenarien angenommen bzw. wie beeinflussen diese den Einsatz von E-Book+? Welchen Einfluss hat die technische Ausstattung der Klasse auf die Nutzung von E-Book+? Der Fokus der Evaluation liegt auf den Lehrpersonen, die sich mit der Thematik E-Book+ auseinandersetzen.

Antonwelt. Digital - lesen - schreiben - kommunizieren

Projektleitung: Sonja Gabriel, Rita Huemer      

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

In der Studie werden Wirksamkeit und Erfahrungen von Schüler*innen, Lehrpersonen und Eltern mit dem Einsatz der für Grundschulkinder entwickelten Lese-, Schreib- und Publikationsplattform Antonwelt erhoben. Die für die Grundschule entwickelte Internetplattform folgt in ihrem pädagogischen Content den Anforderungen eines gelingenden Schriftspracherwerbs bei gleichzeitiger Entwicklung von Medienkompetenz. Dazu werden in einer Methodentriangulation qualitativ erhobene Daten (Interviews) und quantitativ erhobene Daten (Fragebogen) analysiert und interpretiert. Das Ergebnis soll zeigen, wie die Plattform Antonwelt die Kompetenzen der Anwender*innen in verschiedenen Bereichen stärken kann und wie die Plattform in unterschiedlichen Settings eingesetzt wird.

Digitale Medienbildung im Kindergarten. Meinungen von Eltern und Kindergarten-
pädagog*innen

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

In dem Projekt wird der Frage nachgegangen, wie Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren Medien zuhause nutzen und welche Einstellungen Erziehungsberechtigte zu verschiedenen digitalen Medien haben. Hierzu werden Online-Fragebögen eingesetzt. Der dritte Fragenkomplex (Einsatz von digitalen Medien im Kindergarten, Potentiale und Gefahren, Einstellung zu Medienbildung, Bedarf an Fortbildung) wird durch Interviews mit den Kindergartenpädagog*innen bearbeitet. 

Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen

Kooperation mit: Institut für Germanistik und Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien

Projektleitung: Sabine Zelger

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2022/23

Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage der Vermittlung fiktional hergestellten ökonomischen Wissens und widmet sich damit anhand des Themenkomplexes Ökonomie einem zentralen literatur- und mediendidaktischen Desiderat. Während nämlich kulturwissenschaftliche und literaturtheoretische Forschungen die Lektüren und das Literatur- bzw. Medienverständnis fundamental verändert haben, ist fachdidaktische Grundlagenforschung, die diese Entwicklungen reflektiert und eine Transmission in die Schule ermöglicht, dürftig geblieben. So verwundert es nicht, dass im Unterricht nach wie vor Praktiken überwiegen, bei denen das Wissen von Literatur und Filmen ohne poetologische oder diskursanalytische Reflexion für verschiedene Fachinteressen ausgewertet oder schlichtweg ignoriert wird.  Ziel des Projekts, das von einem Deutschdidaktikteam geleitet wird, ist es, in Kooperation mit Ökonom*innen, Politolog*innen, Literatur- und Medienwissenschafter*nnen sowie Fachdidaktiker*nnen aus den Bereichen Ökonomie, Politik, Literatur und Medien theoretische Grundlagen zu schaffen, themenspezifische Module zu bearbeiten und Wege der Vermittlung in Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen und zu erproben. Geplant sind zwei Workshops, eine Tagung und ein Sammelband. Außerdem wird über institutionelle Kooperation eine langfristige Wissensallianz zur Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit für literatur- und mediendidaktische Erkundungen angebahnt.

Einstellungen von Erziehungsberechtigen zu Digital Game-Based Learning im Unterricht der Volksschule und der Sekundarstufe I. Eine qualitative Studie

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2021

Digitale Spiele werden allgemein häufig immer noch mit Freizeitvergnügen, Gewalt und Sucht in Verbindung gebracht, weniger jedoch mit der Methode des Digital Game-Based Learning, die langsam auch in den österreichischen Pflichtschulen Einzug hält. Das Projekt möchte daher die Sichtweise von Eltern und Erziehungsberechtigten in den Mittelpunkt stellen und ihre Sichtweise von digitalen Spielen als Unterrichtsmittel mittels qualitativer Interviews erheben. Die Forschungsfrage „Wie stehen Eltern und Erziehungsberechtigte zum Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht?“ soll beantwortet werden. Dabei sollen die Einstellungen der Eltern und Erziehungsberechtigten zum Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht empirisch abgebildet werden. Im Detail sollen Chancen und Risiken, welche Eltern und Erziehungsberechtigte durch diese Unterrichtsmittel für ihre Kinder sehen erfasst und zusammenfassend inhaltsanalysiert werden. Ziel des Forschungsprojekts soll eine möglichst umfassende Abbildung der Einstellungen von Eltern und Erziehungsberechtigten der Primarstufe und Sekundarstufe I sein, auf deren Basis Handlungsrichtlinien für die Praxis der Elternarbeit im Sinne einer gelungenen Schulpartnerschaft auf dem Gebiet des Digital Game-Based Learning entwickelt werden können.

Einstieg ins algorithmische Denken mit analogen Spielen. Potentiale und Herausforderungen von algorithmischen Denken mittels der lebensgroßen Brettspiele „Krabben und Schildkröten“

Projektleitung: Sonja Gabriel

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2021

Die Bedeutung der Vermittlung von Grundzügen des algorithmischen Denkens hat in den letzten drei bis vier Jahren auch stark in der Volksschule zugenommen. Neben dem Einsatz von Software, die erste spielerische Schritte in Richtung Programmierung erlaubt (z. B. Scratch), werden vermehrt auch Roboter und Tools (z. B. BeeBots, Robo Wunderkind) angeboten, die eine Verbindung von haptischem Erlebnis und digitalem Tool bieten soll. Trotzdem gibt es unter den Lehrpersonen häufig noch eine große Scheu, algorithmisches Denken tatsächlich im Unterricht zu vermitteln. Das Forschungsprojekt möchte daher untersuchen, ob der Einsatz der Spiele „Krabben und Schildkröten“  (lebensgroßes Brettspiel zur Vermittlung der Konzepte Sequenzen, Schleifen, Ähnlichkeit, Ereignisse, Bedingungen und Operatoren für 8- bis 9-Jährige) Volksschullehrer*innen sowie Studierende der Primarstufe die Hemmschwelle senkt und eine bessere Vermittlung der Basiskonzepte ermöglicht. Dazu werden Workshops abgehalten, in denen die Teilnehmenden die Spiele selbst durchspielen. Vor dem Workshops werden Einstellungen und Wissen in Paper & Pencil-Tests abgefragt, ebenso nach dem Workshop erfolgt eine weitere Abfrage. Zusätzlich soll in qualitativen halbstrukturierten Leitfadeninterviews die Meinung, die Einsatzmöglichkeiten und das Lernpotential der Spiele mit einigen Teilnehmenden der Workshops diskutiert werden. Die erhobenen Daten sollen aufzeigen, inwiefern die eingesetzten analogen Spiele das Wissen um und die Einstellungen zu algorithmischen Denken (angehenden) Lehrer*innen verändern kann und welche Potentiale und Herausforderungen gesehen werden.  

Game Design, App Design und Digitale Grundbildung

Kooperation mit: Österreichische Akademie der Wissenschaften

Projektleitung KPH: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Auf Basis des innovativen Youth Hackathon-Formats sollen digitale Lernressourcen (Lernkarten, Lernvideos und Tutorials) für die Workshop-Formate Game Design und App Design sowie Lehrmittel für die Vermittlung von Digitaler Grundbildung entwickelt werden. Methodisch erfolgt die Entwicklung der Materialien durch partizipative Einbindung von Lehrkräften unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen und Schüler*innen, die bereits Youth Hackathon-Workshops abgehalten bzw. an diesen teilgenommen haben. Insbesondere Lehrkräfte an Schulen sollen durch die neu entwickelten Ressourcen dabei unterstützt und ermutigt werden, eigenständig – ohne großen Vorbereitungsaufwand – Digitale Grundbildung an Schüler*innen zu vermitteln. Sei es nun im Zuge von Youth Hackathon-Workshops (Game Design & App Design) oder im weiterführenden Unterricht (Lernkarten zu Digitaler Grundbildung).  

Gesund mit Coding und Robotik

Kooperation mit: PMS Strebersdorf, PVS Krems, PVS Strebersdorf

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Ziel des Projekts ist die Erstellung unterschiedlichster für den Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe I einsetzbare digitale Unterrichtsmaterialien (interaktive Quiz, Videos sowie Online-Unterrichtsunterlagen in Verbindung mit Beebots, Bluebots und Ozobots), die einen Brückenschlag zwischen Gesundheitsbewusstsein und Robotik/Coding schlagen soll, indem die in den Schulen immer weiter verbreiteten Roboter und Coding-Apps (wie z. B. Scratch) nutzen, um Themen aus dem Gesundheitsbereich zu behandeln. Dabei sollen auch Themen wie die Bedeutung von Robotern in unserem Alltag (vor allem in der Sek I, aber auch schon ansatzweise in der Primarstufe) angeschnitten werden. Damit sollen zum einen wichtige Kompetenzen der Digitalen Grundbildung (bzw. digikomp 4 und digikomp 8) vermittelt werden, aber auch Themen der Gesundheitsförderung fächerübergreifend auf kreative und für Schüler*innen ansprechende Weise vermittelt werden. Damit erfolgt auch eine Stärkung der 21st Century Skills (Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration). Ein Ziel ist zudem, Coding und Robotik stärker zu kontextualisieren – nämlich mit Themen aus dem Bereich Gesundheitsförderung.  

Längsschnittstudie zum digitalen Habitus und der medialen Sozialisation von Lehramtsstudierenden und berufseinsteigenden Lehrkräften der Primarstufe unter Berücksichtigung der dabei stattfindenden Transitionsprozesse

Projektleitung: Sonja Gabriel

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2023

„Lehramtsstudierende sind am wenigsten aufgeschlossenen, wenn es um den Einsatz digitaler Medien geht“ (Bertelsmann-Studie, 2017)

In dem auf drei Jahre anberaumten Forschungsprojekt werden im Rahmen einer Effektstudie der Einsatz digitaler Medien im Unterricht von Lehramtsstudierenden und Berufseinsteigenden untersucht. Im Zentrum der Studie stehen einerseits persönliche Einstellungen und Haltungen, andererseits die Effizienz der Vermittlung didaktischer und pädagogischer Konzepte im Rahmen der Ausbildung sowie beim Berufseinstieg. Dabei ergibt sich zum einen die Fragestellung, ob Lehramtsstudierende grundsätzlich einen eher konservativen oder reservierten Zugang zu digitalen Medien haben oder ob die Ausbildungssituation möglicherweise verbesserungsfähig ist. Der qualitative Teil besteht aus einer Reihe von biografisch-narrative Interviews, der quantitative Teil aus einer Befragung mittels Fragebogen. Ziel der Studie ist sowohl eine möglichst umfassende Zustandsbeschreibung der Kompetenzen und Haltungen Studierender und Lehrkräfte im Bereich Einsatz digitaler Medien, als auch die Definition von Gelingensfaktoren bei einer institutionalisierten Unterstützung im Hinblick auf Kompetenzsteigerung und adäquaten Einsatz digitaler Medien im Unterricht Berufseinsteigender. Es ist geplant, das Forschungsprojekt im Einklang mit dem BMBWF und den Bildungsdirektionen Niederösterreich und Wien durchzuführen und die Ergebnisse neben einer einschlägigen Publikation auch einer entsprechenden systemischen Nutzung zuzuführen.

Soziales Lernen im Bereich Benehmen. Evaluation der hybriden Lernmaterialien von KinderKnigge

Projektleitung: Sonja Gabriel

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Die hybriden Lernunterlagen von KinderKnigge vermitteln Kindern im Volksschulalter soziale Umgangsformen auf spielerische Weise, indem neben einer App bzw. Webplattform auch analoge Unterlagen (Methodenkoffer) angeboten werden, womit die digitalen Inhalte unterstützt und gefestigt werden. Die derzeit verfügbaren Module „Freundliches Grüßen“ und „Zauberwörter“ behandeln Themen aus dem Alltag der Kinder in kindgerechter Art. Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel herausfinden, wie die hybriden Lehr und Lernunterlagen von Pädagog*innen eingesetzt werden und welche Veränderungen im sozialen Verhalten bei Schüler*innen dadurch bewirkt werden können. Zudem wird generell die Einstellung zu Benehmen untersucht.

Zur Relevanz von Augmented Reality in der Primarstufe – eine qualitative Studie

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2021

Virtual und Augmented Reality werden als zukünftige technische Trends gesehen und haben bereits Einzug in der Medizin und Technik gefunden. Vereinzelt wird diese Technologie auch in österreichischen Schulen bereits angewandt. Das Projekt möchte daher einerseits die Sichtweise zum Einsatz von Augmented Reality Inhalte im Unterricht von angehenden Leherinnen und Lehrern in der Primarstufenausbildung in den Mittelpunkt stellen. Mittels qualitativen, schriftlichen Interviews soll erfasst werden, welche Chancen und Herausforderungen die Studierenden bei diesen Lehr- und Lernmittel sehen und ob sich durch gezielte Interventionen während einer Lehrveranstaltung diese Einschätzungen beeinflussen lassen. Eine Masterarbeit beschäftigt sich zudem mit der Schüler*innensichtweise durch Beforschung einer Klasse der PVS Strebersdorf. Durch dieses Forschungsprojekt soll ein Beitrag geleistet werden, um aufzuzeigen, wie die Thematik „Augmented Reality in der Primarstufe“ aus hochschuldidaktischer Perspektive eingeschätzt werden kann

Heterogenität und Inklusion

BEBI. Zur individuellen Konstruktion subjektiver Berufsbilder von Kindern und Jugendlichen

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien

Projektbeteiligung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Michael Nader         

Laufzeit: WiSe 2017/18 – WiSe 2021/22

Die Berufswahl ist im Leben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein zentraler Moment in ihrer noch kurzen Biographie. An den Schnittstellen schulischer Systeme werden erste Berufswahlentscheidungen sichtbar. Viel früher, im Kindesalter, entwickeln sich individuelle, subjektive Berufsbilder und Berufsphantasien. Die Bedeutsamkeit von getroffenen Berufswahlentscheidungen im Sinne zukünftiger Lebenschancen ist unstrittig. Die große Zahl der möglichen Prädiktoren der Berufswahl ist überdies von gesellschaftlichen Milieus, weitere Erfahrungs- und Lernumwelten und personengebundenen Variablen beeinflusst. Frühe, schon im Kindesalter wahrgenommene und später internalisierte Berufsbilder beeinflussen ebenso wie spätere, internationale, schulische Bemühungen der Berufsbilder die tatsächlichen Schul- und Berufswahlentscheidungen. Doch wie kommen diese ersten beruflichen bildhaften Vorstellungen in den Kopf? Wer beeinflusst diese frühen Vorstellungen? Diese Frage geht dieses Forschungsprojekt erkenntnisleitend nach.

Capability Approach im Kontext Schule

Projektleitung: Katharina Rosenberger

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2021/22

Das Projekt verfolgt das Ziel einer eingehenden Auseinandersetzung mit dem Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum im Hinblick auf eine Übertragung in die Schul- und Unterrichtsforschung. Im angegebenen Projektzeitraum sollen einerseits die im Capability Approach schon ausgearbeiteten theoretischen Grundlagen sowie andere ähnliche, mit Bildungsfragen in Bezug stehende relevante Theorien kritisch reflektiert werden, andererseits soll das Potenzial einer Übertragung des Capability Approaches in die Schul- und Unterrichtsforschung diskutiert werden. Dazu wird auch der aktuelle Forschungsstand von empirischen Studien im Bereich der Schulbildung, die auf den Capability Approach Bezug nehmen, erhoben und im Hinblick auf die Planung eines eigenen empirischen Schul- und Unterrichtsforschungsprojekt eingeschätzt. Das Projektvorhaben soll gegebenenfalls zur Entwicklung eines Forschungsdesigns führen, das sich im Anschluss an dieses Entwicklungsprojekt der Untersuchung der Befähigungspraxis in Schulen widmet.

Die Welt im Großen besser denken. Sozialräumliche Vorstellungen von Kindern am Übergang der Primarstufe zur Sekundarstufe

Kooperation mit: PVS Strebersdorf, BG Zehnergasse, Wiener Neustadt, Südwind Niederösterreich, Baobab Wien

Projektleitung KPH: Kerstin Schmidt-Hönig

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Im Rahmen des Enwicklungsprojektes sollen kindliche Vorstellungsbilder der Welt in Form von Mental Maps erfasst werden. Weiters soll ein Interviewleitfaden zu den spzialräumlichen Vorstellungsbildern erarbeitet werden. Das Forschungsdesgin soll unter Einbeziehung der Studierenden der KPH Wien/Krems erarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Reflexionsformatie auf Basis von Globales Lernen 2.0 und Global Citizenship Education. Der inhaltliche und methodische Rahmen ergibt sich durch die Auseinandersetzung mit Weltbildern und Weltvisionen im Rahmen der SDGs, der UN 17 Ziele für die Welt. Diese UN-Entwicklungsperspektiven für die Welt bis 2030 sollen auch in der zukunftsfähigen Schulentwicklung und in der handlungsorientierten Unterrichtsentwicklung abgebildet werden. Die Einbindung in die schulische Praxis soll durch die Entwicklung von Unterrichtsprojekten gelingen. Studierende der KPH Wien/Krems sollen dafür die drei Kompetenzbereiche Erkennen-Bewerten-Handeln in den Mittelpunkt stellen. Die Arbeitsergebnisse sollen nach einem Jahr in ein Forschungsprojekt übergeführt werden.

Inklusion. Eine menschenrechtliche Herausforderung für die Pädagogik

Projektleitung: Rudolf Beer, Oskar Dangl          

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020         

Es handelt sich um ein mehrperspektivisches Projekt, das auf einem Mixed-Methods-Ansatz basiert. Wegen seiner Komplexität ist es in mehrere Bausteine (Subprojekte) gegliedert: A) Inklusion als menschenrechtliche Forderung; B) Inklusive Kompetenz. Zur Modellierung und Entwicklung eines Erhebungsinstruments; C) Unterwegs zu einem neuen Bildungsverständnis? D) Kennzeichen einer guten inklusiven Schule; E) Haltungen und Einstellungen Studierender gegenüber Inklusion.
So könnten wir der aktuellen Forderung nach einem empirisch versierten Nachdenken über pädagogische Maßstäbe und dem „Idealbild des empirisch versierten Philosophen im Felde der Pädagogik“ näherkommen.

Lebenswelten: Ausgrenzungserfahrungen und ihre Bedeutung auf jugendliche Selbstkonzepte und Bewältigungsstrategien

Projektleitung: Adem Aygün  

Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2021     

Das hier vorgeschlagene qualitative Teilprojekt analysiert aus dem Blickwinkel der kritischen Vorurteilsforschung, wie Jugendliche mit Vorurteilen und Stereotypen in Bezug auf ihre ethnische und religiöse Herkunft umgehen. Der Vorurteilsbegriff steht dabei für starre und pauschale negative Einstellungen gegenüber Gruppen oder Einzelnen, die mit bestimmten Gruppen assoziiert werden. So enstehen oft durch Zuschreibungsprozesse Stigmatisierungen und Ausgrenzungen. Alterität und Fremdheit sind dabei nur eine Möglichkeit, wie Menschen eine Beziehung interpretieren.

Vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen sind folgende Forschungsfragen leitend:

  • Welche Erfahrungen haben Jugendliche durch ihre ethnische und/oder religiöse Herkunft mit Vorurteilen gemacht?
  • Wie gehen sie mit institutionellen und interpersonellen Ausgrenzungserfahrungen um? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für ihr Selbstkonzept?

Das Teilprojekt zielt darauf ab, die Erfahrungen und Bewältigungsstrategien der Jugendlichen abzubilden und sie in Bezug auf ihr Selbstkonzept zu diskutieren.

Lebenswelten 2020. Wertehaltung junger Menschen in Österreich      

Kooperation mit: Gemeinschaftsprojekt aller Pädagogischen Hochschulen Österreichs

Projektkoordination KPH: Doris Lindner     

Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2021     

Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft? Welche Ziele haben sie? Was ist ihnen wichtig? Was erwarten sie von einer Partnerschaft? Wie wichtig ist ihnen ihre schulische Ausbildung? Was tun sie in ihrer Freizeit und welche Erwartungen haben sie an ihren künftigen Beruf? Diese und andere Fragen sind zentrale Themenfelder der österreichweit repräsentativen Jugendstudie, die von den Pädagogischen Hochschulen gemeinsam durchgeführt wird. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Die Daten der Jugendstudie werden aus einem standardisierten Rückmeldeverfahren (internetbasierter Fragebogen) generiert. In allen Bundesländern kommt ein gemeinsamer Kernfragebogen zum Einsatz. Zusätzlich kann in jedem Bundesland ein weiteres Themenfeld bearbeitet werden. Die Ergebnisse sind für alle relevant, die mit Jugendlichen arbeiten, insbesondere auch für Lehrpersonen, für Lehramtsstudierende und für die Bildungsplanung in den Bildungsdirektionen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 in einer Publikation vorgestellt.

Männer als Primarstufenlehrer   

Kooperation mit: Institut für Männer- und Geschlechterforschung

Projektleitung: Reinhard Feldl     

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Der geringe Anteil von Männern in der Grundschule wird aus unterschiedlichen Perspektiven problematisiert und kontrovers diskutiert. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt geht der Frage nach, welche Motive einer Studienwahl zum Primarstufenlehrer entscheiden. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die gewonnenen Erkenntnisse einerseits in spezielle Werbestrategien einfließen zu lassen, um den Anreiz für die Wahl des Primarstufenlehramtsstudiums bei männlichen Studienwerbern zu erhöhen; andererseits sollen spezielle Maßnahmen Studierende während des Studiums unterstützen und langfristig im Berufseinstieg begleiten.

Pädagogik der Menschenrechte. Wie Menschenrechtsbildung in der Schule gelingen kann

Projektleitung: Doris Lindner

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Der zu entwickelnde Band in der Reihe Brennpunkt Schule richtet sich an Praktiker*innen in Schule und schulnahen pädagogischen Feldern und soll sie dabei unterstützen, das Thema Menschenrechte und unmittelbar verwandte Inhalte (z.B. Kinderrechte) im eigenen Unterricht zu implementieren. Es handelt sich um eine theoriebasierte, praxisorientierte Handreichung für Lehrer*innen und Pädagog*innen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Präsentation von Unterrichtsideen. Auf diese Weise sollen Lehrkräfte angeregt werden, eigene Erfahrungen mit diesem Thema zu machen, das für alle Fächer anschlussfähig ist.

ProInRePra. Professionalisierung für inklusive Bildung durch reflektierte Praktika (Erasmus+)

Projektleitung: Margit Datler

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Das Projekt verfolgt drei Ziele: (1) schulische Inklusion zu fördern, (2) Kompetenzen und Fertigkeiten von Lehramtsstudierenden zu steigern und (3) das professionelle Profil der Lehrkräfte passend zu schärfen. Darüber hinaus werden zwei aufeinander bezogene Produkte erstellt: (1) ein Modul für die Praktikumsbegleitung in der Lehrer*innenbildung und (2) eine Fortbildung für Lehrkräfte und Hochschulmitarbeiter*innen, die Studierende im Praktikum begleiten. Beide Produkte sind auf den Professionalisierungsansatz „Reflexion für inklusive Bildung“ ausgerichtet.

Schulsozialarbeit in ihrer Vielfalt. Eine empirische Studie zu Synergien verschiedener Trägermodelle aus Sicht von Schulsozialarbeiter*innen

Projektleitung: Desiree Schrom

Projektlaufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2021/22

Schulsozialarbeit (SSA) beschreibt per Definition Soziale Arbeit an Schulen. Tatsächlich beschränkt sich diese keineswegs auf die Örtlichkeit Schule, sondern bezieht die soziale Umwelt der Mädchen und Buben im Sinne der Lebensweltorientierung, aber auch den Sozialraum der Schüler*innen berücksichtigend, mit ein. Dabei ist zu beachten, dass diese Lebenswelten aufgrund der gesellschaftlichen Veränderugen immer vielschichtiger werden. Durch aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik wurden zusätzlich Ressourcen geschaffen und die Übersichtlichkeit aufgrund der Heterogenität von Trägermodellen für SSA weiter verstärkt. Betrachtet man das Bundesland Wien, gibt es dort drei unterschiedlich organisierte Schulsozialarbeitsträger mit ihrem Mitarbeiter*innnenstab. Im Rahmen des eingereichten Forschungsprojekts soll herausgefunden werden, welche Synergien die verschiedenen Trägermodelle (in Wien) aufweisen und welche fördernden bzw. hemmenden Faktoren sich hinsichtlich kooperativer Vernetzungsprozesse zwischen den Sozialarbeiter*innen in den Schulen ableiten lassen.

Transparenz elementarer Bildungsprozesse

Projektleitung: Johanna Bruckner

Projektlauzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

Pädagog*innen stehen vor der Herausforderung individueller Bildungsvoraussetzungen der ihnen anvertrauten Kinder (Diversität). Die Auseinandersetzung mit Interaktionen in Institutionen früher Bildung vor dem Hintergrund von Bildungsprozessen der betreuten Kinder erfordert Reflexionsbereitschaft. Genau diese Reflexionsbereitschaft machen jene Studentinnen und ausgebildeten Kindergartenpädagog*innen transparent, die sich seit Herbst 2018 dem Bachelorstudium „Elementarbildung: Inklusion und Leadership“ an der KPH Wien/Krems widmen und sich an dem Projektim Rahmen des Moduls „Vertiefung in elementarer Bildung“ im 3. Semester ihres Studiums beteiligen. Ziel ist es, mittels Videographie in institutionellen Kindergruppen gelungene Bildungsprozesse zu identifizieren um sie in Folge primären Bezugspersonen der Kinder in Form eines Elternabends zugänglich zu machen. Mögliche Effekte dieser Transparenz elementarer Bildungsprozesse sollen (vorerst) anhand der Befragung der Bezugspersonen erhoben werden.

Interkulturelle und interreligiöse Bildung

Begleitforschung zum Delegationsmodell des dialogisch-konfessionellen Religionsunterrichts (dk:RU II)

Auftraggeber: Erzbischöfliches Amt für Schule und Bildung Wien

Kooperation mit:  Katholisch-Theologische Fakultät und Evangelisch-Theologische Fakultät (Uni Wien), Schulamt Erdiözese Wien

Projektleitung KPH: Thomas Krobath

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2022

Grundsätzliche Fragen des Forschungsprojektes: Ist dk:RU ein Zukunftsmodell? Ist konfessionelle Kooperation noch zeitgemäß oder braucht die Schule einen interreligiösen RU? Näher untersucht wird das Delegationsmodell des dialogisch-konfessionellen Religionsunterrichts in Bezug auf die konkrete Umsetzung: Wie wirkt sich diese Form des Unterrichts auf Schüler*innen aus? Wie geht es den Schüler*innen und Lehrer*innen im Delegationsunterricht? Welche Aspekte/Bedingungen sind für das Gelingen des dk:RU förderlich bzw. hinderlich? Wie geht es den beteiligten Kirchen- und Schulamtsleitungen mit dem Delegationsunterricht? Welche Gründe sind für die Akzeptanz bzw. Ablehnung eines Delegationsunterrichtes durch die Kirchenleitung ausschlaggebend? Wieso wird manchmal zugestimmt und manchmal nicht?

Entwicklung von Unterrichtsmaterial zu „Islamische Kulturgeschichte“

Projektleitung: Michael Reidegeld    

Laufzeit: WiSe 2018/19 – WiSe 2020

Ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen und interreligiösem Verständnis ist die Kenntnis der Geschichte der islamischen Kulturentwicklungen (Architektur, Wissenschaften, Philosophie & Geistesgeschichte) und ihre Interaktion mit den Weltkulturen Indiens, Asiens, Afrikas und Europas. Ziel ist, anschauliches Unterrichtsmaterial in Buchform bereitzustellen, inklusive Aufgaben- und Lösungsvorschlägen, mit Transposition der Erkenntnisse in Kompetenzen (Hochschulunterricht).

Ein kompetenzförderndes Schulbuch für den orthodoxen Religionsunterricht (AHS-Oberstufe)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Thessaloniki

Projektleitung: Theodoros Alexopoulos

Laufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2022/23

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Grundlagen für die Konzeption eines Schulbuches für die Sekundarstufe II, 8. Klasse zu entwickeln, das den modernen religionspädagogischen und theologischen Standards entspricht. Bei diesem Buch sollen die gemäß der Gesamten Rechtsvorschrift für Lehrplan - griechisch-orientalischer (orthodoxer) Religionsunterricht, (Fassung vom 13.06.2018) beschriebenen Ziele und Kompetenzen unterstützt werden. Orthodoxe Religionsbücher sind forschungsmäßig eine tabula rasa. Es gibt weder hermeneutische noch empirische Forschungsarbeiten dazu. Forschungsarbeiten zu deutschsprachigen Religionsbüchern beziehen sich auf inhaltliche Analysen (z. B. islamisch: Falaturi, 1986-1988; katholisch: Fiedler 1980), nicht aber auf Funktionen bzw. Konzeptionen. Das Innovative dieses Projektes liegt in der empirischen, datenbasierten Herangehensweise und in der Einbeziehung der Expertise der RL als Schlüsselpersonen bei der Verwendung eines Religionsbuches für die Erstellung eines Religionsbuchkonzepte. Über diesen akademischen Kooperationsrahmen hinweg darf man zusätzlich pointieren, dass das darin skizzierte Projekt eine wissenschaftliche Initiation bildet, anhand derer die schulische Praxis des Orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich durch einen Daten-Mapping-Prozess anschaulich gemacht werden kann.

EULe KPH Wien/Krems

Projektbeteiligung KPH: Ingrid Kromer, Pavel Mikluscak

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Ziel der Evaluierung ist die Untersuchung und Analyse der konkreten Umsetzung des katholischen Lehrplans durch die Religionslehrer*innen sowie die Präsentation von Anregungen zu seiner Weiterentwicklung, insbesondere auch hinsichtlich der Inklusion. Weiters wird der Frage nachgegangen, welche Unterstützungs- und Begleitangebote für die Arbeit mit dem katholischen Curriculum durch die Fortbildung zur Verfügung gestellt werden können. Konzeptionell handelt es sich um neun Teilprojekte, die miteinander kooperieren. Durch methodisch gleiches Vorgehen können die Ergebnisse verglichen werden. Als Forschungsmethode wird eine triangulative Vorgangsweise gewählt. Dabei werden in additiver Weise qualitativ erhobene Daten (Einzelinterviews), in einem zweiten Schritt quantifiziert (Onlinebefragung). Jedes Bundesland erhebt mit einem österreichweit gemeinsam erstellten Interviewleitfaden Erfahrungen und Meinungen bei VS-Lehrer*innen. Anschließend werden ausgewählte Ergebnisse und Hypothesen, die in der qualitativen Erhebung generiert wurden, in einer österreichweit durchgeführten Onlineerhebung quantifiziert und mit Hilfe univariater, bivariater und multivariater Analysemethoden ausgewertet. Ziel ist durch eine Vollerhebung sowohl österreich- als auch bundeslandspezifisch belastbare Daten zur Beantwortung ausgewählter Fragestellungen zu erhalten.

Handbuch Liturgische Bildung

Projekleitung: Michael Langer

Kooperation mit: Universität Münster

Laufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2020/21

Säkularisierung und Traditionsabbruch bestimmen seit Jahrzehnten die religiöse wie auch kirchliche Landschaft im deutschsprachigen Raum. Von vielen Seiten ist die Klage zu hören, dass das in allen Altersstufen nicht nur elementare Kenntnisse des christlichen Glaubens verloren gegangen sind, sondern dass auch die Fähigkeiten zur Teilnahme an den einfachsten liturgischen Vollzügen der Kirche schlicht nicht vorhanden sind. Zugleich erleben wir seit vielen Jahren eine wachsenden Sehnsucht nach tragenden Riten, lebensbegleitenden Feiern und neuen Zugängen zum unbegreiflichen Geheimnis Gottes. Gerade weil in den christlichen Familien die Pflege und Tradition dieser verbindlichen Vollzüge inzwischen weitgehend ausfällt, kommen nicht nur den konfessionellen Kindertageseinrichtungen und Schulen, sondern der Gemeindekatechese und der Erwachsenenbildung eine eminent wichtige Aufgabe bei der Vermittlung religiöser Bildung in diesem Bereich des Gelebten Glaubens zu. Das geplante Praxisbuch für die liturgische Bildung ist dieser Aufgabe verpflichtet und will deshalb Hilfe und Anregung geben. Die Autor*innen sind renommierte Theolog*innen  und Praktiker*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. 

Handbuch: Religiöse Vielfalt in Österreich

Kooperation mit: Universität Wien

Projektleitung KPH: Karsten Lehmann

Laufzeit: WiSe 2019/20 - SoSe 2021

Das Buchprojekt, das eine Tagung und eine Dokumentation in einem Buch beabsichtigt, setzt sich zum Ziel, einen konzisen und systematischen Überblick über die Entwicklung und gegenwärtige Präzenz religiöser Vielfalt in Österreich zu verschaffen. Die Antragssteller wollen zentrale Expert*innen für die jüngere Geschichte der Religionen in Österreich (ab der Zeit der Toleranzedikte) zusammenbringen, um mit ihnen sowohl die Entwicklungen einzelner religiöser Traditionen als auch systematische Fragen zu  diskutieren und die Ergebnisse dann in einem Sammelband publizieren. Im Zentrum des Interesses steht dabei nicht nur die anerkannten Religionsgemeinschaften zu erfassen, sondern auch vergleichsweise kleinere religiöse Gruppierungen mit zu behandeln. Zum anderen soll besonderes Augenmerk auf die innere Pluralität religiöser Traditionen in Österreich gelegt werden, da sich unter dem Dach einzelner Religionsgemeinschaften oftmals eine Diversität von sehr unterschiedlichen Gruppen und Strömungen verbirgt. Die Antragsteller setzen es sich z. B. zum Ziel, auch die Diversität muslimischer, christlicher oder jüdischer Traditionen in Österreich herauszuarbeiten. Ein drittes Ziel besteht darin, die Interaktion und Verschränkung der Religionsgemeinschaften mit verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen deutlich zu machen.

Interreligiöse Begegnungslernen an Schulen. Eine ethnographische Studie

Projektleitung: Alfred Garcia Sobreira-Majer, Karsten Lehmann  

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Interreligiöses Begegnungslernen ist ein Modell religiöser Bildung, das an Schulen und Hochschulen angewandt wird. An der KPH Wien/Krems hat es sich in Religionslehrerausbildung mit christlichen und muslimischen Studierenden bewährt. Katja Boehme (PH Heidelberg) hat ein Modell entwickelt, mit dem sowohl an der PH Heidelberg als auch an Schulen erfolgreich gearbeitet wurde. In Wien ist dieses Heidelberger Modell 2017/18 an zwei AHS installiert und an einer schon durchgeführt worden.  
Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, zur empirischen Erforschung dieser spezifischen Form des Begegnungslernens beizutragen. Es geht der Frage nach, worin in dem Modell des Interreligiösen Begegnungslernens „Begegnung“ besteht. Es wählt dafür den Zugang der (teilnehmenden) Beobachtung und rückt das soziale Handeln der beteiligten Akteure in dem Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die konkreten Interaktionen zwischen Schüler*innen und zwischen Schüler*innen und Lehrenden im Zuge des Interreligiösen Begegnungslernens. Damit unterscheidet sich das Forschungsprojekt deutlich von anderen, die nach dem Lernertrag interreligiösen Begegnungslernens, insbesondere nach dem Erwerb interreligiöser Kompetenzen fragen.

Interreligiöses Lernen im freikirlichen Religionsuntericht. Neue Fragen und Impulse durch ein neues Unterrichtsfach

Projektleitung: Paul. R. Tarmann

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Aufbauend auf die Ergebnisse des gleichnamigen Forschungsprojekts soll nun eine Publikation entstehen, die sowohl die einzelnen Arbeitsschritte der empirischen Untersuchungen skizziert als auch die Ergebnisse offenlegt. Neben einem wissenschaftlichen Ziel intendiert die Publikation die exemplarische Darlegung der Forschungsmethodik. Das Erscheinen in der Reihe „Religion & Bildung“ (LIT-Verlag) ermöglicht es, neben einem Fachlesepublikum auch einen breiten Kreis an einschlägig Interessierten anzusprechen und mit den Forschungsschritten und -ergebnissen vertraut zu machen.

Interreligiöse Bildung durch digitale Games

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2015/16 – SoSe 2020

Neben Cartoons, Filmen, Büchern und anderen postmodernen Medien finden sich Anspielungen auf Religion oder religiöse Elemente eben auch in Computerspielen, die mittlerweile ihrerseits zu einem Massenphänomen geworden sind. Nicht nur in den Spielen findet eine Auseinandersetzung mit interreligiösen Themen statt, sondern auch außerhalb – in Foren und Blogbeiträgen wird über Szenen in Spielen diskutiert. Da digitale Games im Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen eine stets stärker werdende Bedeutung erlangen, stellt sich die Frage, wie die Aspekte, die in kommerziellen und Serious Games zu Religion, religiösen Themen und Symbolen vorkommen, für interreligiöse Bildung im schulischen Kontext genützt werden können.

Islamische Gottesdienste und Gebete. Form und Bedeutung (Lehrbuch)

Projektleitung: Wolfgang Bauer    

Laufzeit: WiSe 2018/19 – WiSe 2021

Im Islam gibt es unterschiedliche Formen der Kommunikation mit Gott. Am zentralsten ist dabei das tägliche rituelle Gebet – die zweite Säule der islamischen Lebensweise. Um ein ganzheitliches Verständnis der Kommunikation mit Gott zu fördern, möchte dieses Lehrbuch verbinden was in vielen Schriften isoliert betrachtet wird. Sowohl die äußere formale Ebene, als auch die tiefere spirituelle Bedeutung der islamischen Gebetsformen sollen beleuchtet und miteinander verknüpft werden. Wesentliche unterschiedliche islamrechtliche Auffassungen im Bereich der Gebetsformen sollen verständlich und argumentativ nachvollziehbar gemacht und dafür sensibilisiert werden. Dies ist vor allem für Studierende der islamischen Religionspädagogik und Theologie notwendig, speziell vor dem Hintergrund der pluralistischen muslimischen Bevölkerungssituation und der zeitgenössischen Herausforderungen im europäischen Minderheitenkontext.

Menschenrechte im Alten Testament

Projektleitung: Oskar Dangl

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Dieses Entwicklungsprojekt liefert eine praktisch brauchbare Handreichung für Studierende und Lehrkräfte zum Thema „Menschenrechte im Alten Testament“. Sie soll es Studierenden und Lehrer*innen ermöglichen, sich möglichst schnell einen profunden Einblick in das biblische Verständnis der Menschenrechte zu verschaffen, um diese Informationen für die Ausbildung und den eigenen Unterricht zu nutzen.

Mystik an öffentlichen Schulen. Bedeutung und Möglichkeiten          

Projektleitung: Guntram Ferstl

Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2021/22

Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authentischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegnung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe - AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.

Ostarrichislam

Projektleitung: Gernot Galib Stanfel      

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2020

Die kulturelle Verbindung Österreichs und damit die Mitprägung der Kultur Österreichs durch den Islam und islamisch geprägte Kulturen ist ein bis dato wenig erforschtes Gebiet. Die IRPA hat 2012 unter meiner massgeblichen Mitarbeit die Ausstellung „Ostarrichislam" produziert, zu der auch ein gleichlautender Katalog- Buch mit mir als Mitherausgeber erschien. Da hier aber nur ausschnittsweise Fakten präsentiert werden konnten, ist eine weitere vertiefende und umfassende Aufarbeitung des Themas von wichtiger Bedeutung.

Religiöse Vielfalt an Wiener Schulen in der Ersten Republik (1918-1938)

Kooperation mit: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wien, Institut für Jüdische Erwachsenenbildung Wien, Werkstatt Lichtenthal

Projektleitung: Karsten Lehmann

Laufzeit: SoSe 2018 – WiSe 2020

Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schüler*innen unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schüler*innen und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeug*innen.

Selbstverständnis evangelischer Schulen in Ungarn (Habilitationsschrift)

Projektleitung: Monika Solymár

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Die Arbeit „Selbstverständnis und Profil evangelischer Schulen in Ungarn. Entwicklungsverlauf und Bestandsaufnahme – Empirische Analysen – International-vergleichende Perspektiven“ gilt als Habilitationsschrift an der Universität Wien. Die Arbeit untersucht das Selbstverständnis und Profil von Schulen in evangelisch-lutherischer Trägerschaft in Ungarn aus religionspädagogischer Perspektive und klärt die theologischen und pädagogischen Fundierungen dieser Schulen. Dabei wurden mehrere, empirisch erhobene Elemente des Selbstverständnisses – das zugrundeliegende Menschenbild, die Zielvorstellungen, die Akteure der Schule, das Erziehungs- und Bildungsverständnis sowie das Schulprofil – analysiert und dargestellt. Die Ergebnisse wurden – durch eine vergleichende Betrachtung, die gemeinsame bzw. unterschiedliche Akzente im Selbstverständnis bzw. Profil evangelischer Schulen in Ungarn und in Deutschland aufweist – in internationalen Kontext gestellt und vergleichend diskutiert. Im Rahmen dieses Projekts wird die Arbeit für die Veröffentlichung überarbeitet.

Spiritualität im Islamischen Religionsunterricht (Lehrbuch)

Projektleitung: Elif Medeni, Kerim Edipiglu

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

In diesem Projekt soll das Thema Spiritualität aus theologischer und religionspädagogischer Sicht behandelt werden. Eine lebendige und authentische Religiosität zehrt nach islamischem Verständnis nicht nur von äußeren Riten, moralischen Geboten und Regeln für das soziale Zusammenleben, sondern sie muss im Kern von tiefer Einsicht und Spiritualität getragen werden. 

Der Begriff Spiritualität hat in den klassischen islamischen Disziplinen nicht unbedingt eine direkte Entsprechung. Themen, die sich auf die Innerlichkeit des Menschen beziehen, wurden besonders in der islamischen Mystik (Tasawwuf, Sufismus) behandelt. Aus der Sicht mancher Muslime heute handelt es sich bei der Mystik oftmals um eine Gegenbewegung, die häufig negativ wahrgenommen wird. Jahrhundertelang war dies jedoch nicht der Fall. Mystik, Tasawwuf, innere Reinigung – egal wie dies benannt wurde, es wurde stets davon ausgegangen, dass es einen gefühlsmäßigen Kern der Religion gibt, der sich auch in äußeren Riten manifestiert und somit zur Veredelung bzw. Vollendung der Menschwerdung beiträgt. Das Ideal blieb stets die Einheit von Innerlichkeit (Batin) und Äußerlichkeit (Zahir). Auch heute stellt sowohl die theoretische als auch praktische Verortung der Spiritualität eine Herausforderung dar. Fälschlicherweise wird Spiritualität heute oft reduziert auf das rein Äußerliche auf praktizierte Riten, wobei die Innerlichkeit aus dem Blick gerät. Andererseits bieten Riten in Zeiten der Verunsicherungen Stabilität und Identität. In diesem Spannungsfeld versucht das Entwicklungsprojekt das Thema Spiritualität im Kontext von Schule und dem islamischen Religionsunterricht aus theoretischer und praktischer Perspektive zu beleuchten. 

Subjektorientierung in den Schulbüchern für den islamischen Religionsunterricht

Projektleitung: Adem Aygün

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2022

Heterogenisierung, Pluralisierung und Individualisierung wirken sich auf die Sozialisation und Entwicklung muslimischer Kinder und Jugendlicher aus und spielen eine entscheidende Rolle im Rahmen ihrer Identitätsbildung. Dies erfordert es, wissenschaftliche und theologische Kriterien der islamischen Religionspädagogik umfassend zu regulieren und pädagogisch-didaktische Grundprinzipien, Konzeptionen und Methoden der islamischen Religionsdidaktik nach Bedürfnissen ihrer Adressaten zu überprüfen und zu rekonstruieren. Davon ausgehend fokussiert das Forschungsprojekt auf die Herausforderungen des islamischen Religionsunterrichts (IRU) und stellt einen analytischen Vergleich aktueller österreichischer und deutscher Schulbücher für die Primarstufe aus der Perspektive der subjektorientierten Religionsdidaktik dar. Dabei wird im Besonderen die wechselseitige Interaktion mit den benachbarten Disziplinen der Sozial- und Erziehungswissenschaften beachtet.  Die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) erarbeiteten Ergebnisse sollen dazu dienen, die Adäquatheit der subjektorienterden Konzeption bei der Vermittlung der islamischen Inhalte für den IRU in den Fokus von religionspädagogischen und -didaktischen Diskussionen zu rücken und eine Grundlage zur Schulbuchrevidierung, -planung und Medienentwicklung für dieses Unterrichtsfach in Österreich und Deutschland zu bieten. Durch einen analytischen Vergleich wird zudem nicht nur eine religionsdidaktische, sondern auch eine bildungspolitische Debatte um Auswirkungen der organisatorischen Strukturen und gesellschaftlich-rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Gestaltung der Schulbücher am Beispiel Österreichs und Deutschlands eröffnet.  

Systematisierung des islamischen Religionsunterrichts in Bezug auf Inklusion

Projektleitung: Elif Medeni, Gernot Galib Stanfel

Projektlauzeit: WiSe 2019/20 –  SoSe 2020

In diesem Projekt soll die Arbeit der islamischen Religionslehrer*innen in Bezug auf Inklusion evaluiert und systematisiert werden. Da dieser sich sehr dynamisch entwickelnde Bereich ein bislang eher weniger beachteter war, die Notwendigkeiten dafür aber stetig steigen, sollen den Aspekten Inklusion und IRU in diesem Projekt Rechnung getragen werden. Sowohl die Erfahrungen der islamischen Religionslehrer*innen, die bisher oft mit sehr viel Engagement und Eigeninitiative gearbeitet haben, als auch die im Institut für Islamische Religion seit einigen Jahren systematisch in Theorie und Praxis gelehrten Kompetenzen und Konzepte sollen erweitert und standardisiert werden. Daraus sollen sich neue Impulse und Standards für den Islamischen Religionsunterricht in Theorie, Praxis,  Lehrmittelgestaltung und Lehrplänen gesetzt werden.

Tadschwid – Die Regeln der schönen Koranrezitation

Projektleitung: Vehid Podojak

Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2020/21

Das Arabische ist eine Komplexe Sprache, dessen Grammatik auch diverse didaktische Herausforderungen bei der Vermittlung beinhaltet. Der Koran wird im Original gelehrt und gelernt. Im Islamischen Religionsunterricht ist das Erlernen der Koranrezitation unverzichtbar, denn es stellt einen wesentlichen Teil der performativen Praxis im Leben eines Muslims dar. Die Rezitationskunst beinhalten über Stimm- und Atemübungen hinaus ein diverses Regelwerk, das didaktisch sehr gut aufbereitet werden muss. Die Mehrheit der in Österreich lebenden Muslime sprechen Arabisch nicht als Muttersprache, daher stellt das Rezitieren in besonderer Weise eine Herausforderung dar. In diesem Entwicklungsprojekt soll ein Skriptum über die Regeln der Koranrezitation (Tadschwid) entstehen. Es soll vor allem den Studierenden der Islamischen Religionspädagogik allgemeine Informationen über die Tadschwid-Disziplin geben, sowie eine didaktische Darstellung der Tadschwid-Regeln anbieten. Die didaktisch-methodische Aufarbeitung der Materie soll sowohl das Lernen als auch den Einsatz des Korans und des Rezitierens im Unterricht vereinfachen.

Unterrichts- und (Hoch-)Schulentwicklung

Affective Variables in the (Foreign) Language Class

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication

Projektleitung KPH: Pia Resnik         

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2020

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in the (foreign) language class using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, motivation and trait emotional intelligence in both German and English classes. Data will be collected from students in upper secondary school and students at University Colleges of Teacher Education as well as students enrolled in teacher education programmes at Austrian universities who study English and German. The study has received ethical approval from the research ethics committee of the University of London. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

Auf die Plätze – informatisch denken – kreativ lösen – los!

Projektleitung: Michaela Liebhart-Gundacker

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses an der PVS Krems (Implementierung der digitalen Bildung) soll Lehrenden und Schüler*innen ein Zugang zum problemlösenden und informatischen Denken vermittelt werden. Die Lehrenden der PVS wirken als Multiplikator*innen für die Studierenden der Primarstufe am Standort Krems-Mitterau. Es wird beforscht, wie sich die Maßnahmen auf Lehrende, Schüler*innen und in der Wahrnehmung der Eltern auswirken. Zudem erfolgt die Begleitung der Evaluierung des Schulentwicklungsprozesses an der PVS Krems.

Bedingungsfaktoren für Schulentwicklung. Eine empirische Feldstudie

Projektleitung: Rudolf Beer

Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2020/21 

Individuelle wie auch externe Bedingungsfaktoren beeinflussen maßgeblich den Erfolg von Unterrichts- bzw. Schulentwicklungsvorhaben. Die wesentlichsten dieser Wirkfaktoren liegen auf Ebene der Lehrer*innen, der Schulleitungspersonen sowie auf Ebene der allgemeinen schulischen Rahmenbedingungen. Schulentwicklung als rollende Reform braucht, unabhängig von konkreten Entwicklungszielen, große Akzeptanz und Vertrauen seitens der zentralen schulischen Akteure. Das geplante Forschungsvorhaben mit dem Fokus auf die Primarstufe gibt ihnen das Wort: den Lehrer*innen, den Schulleitungspersonen und den zukünftigen Lehrkräften in der Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Schule als sich selbst entwickelnde Organisation“.

Developing Advanced English Language Competence: A Research-Informed Approach at Tertiary Level

Kooperation mit: Institut für Anglistik, Universität Wien

Projektbeteiligung KPH: Pia Resnik        

Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2020/21

Many books on language teaching at tertiary level are either practical guides on teaching methodology targeted at practitioners or edited collections presenting research to other researchers without discussing its application in the classroom. The focus is almost exclusively on one aspect of language education, individual components of the curriculum or isolated practices. Few publications combine both teachers’ and researchers’ perspectives. Even fewer cater to those who consider themselves teacher-researchers and none consciously seek to cross traditional boundaries between language teaching, research, curriculum design and programme management. This publication is an edited volume on a systematic approach to developing advanced English language competence. Experienced language teachers, teacher-researchers and student tutors in the English Language Competence (ELC) Programme reflect on their approach, provide examples of good practice and present accompanying research. Unlike other publications, this book presents an entire language programme with its diverse range of modules, amalgamating teaching expertise and teacher research with aspects of curriculum design, programme management and student voices.

Empfinden und Bewältigungsstrategien von Studierenden im Masterstudium Primarstufe ohne und mit Berufseinstieg. Eine empirische Pilotstudie

Projektleitung: Rudolf Beer, Gabriele Beer

Projektlauzeit: WiSe 2019 – WiSe 2021/22

Das intendierte Forschungsvorhaben evaluiert den Start des Mastersudiums für Primarstufenlehrpersonen, welches an PHn im Studienjahr 2019/20 begonnen hat. Studierende haben die Möglichkeit, das Studium parallel zum Berufseinstieg berufsbegleitend oder als Vollzeitstudium zu absolvieren. Das erkenntnisleitende Interesse dieser Pilotstudie bezieht sich darauf, wie Studierende den per se herausfordernden Berufseinstieg mit der zusätzlichen zeitlichen Belastung eines Masterstudiums in der Induktionsphase erleben und bewältigen. Als Vergleichsgruppe dienen die Studierenden, die die Variante eines Vollzeitstudiums gewählt haben. Methodologisch wird die Studie sowohl im quantitativen wie auch im qualitativen Bereich verortet sein. Quantitativ werden mittels Fragebogenerhebungen unabhängige Variable (wie Geschlecht, Berufstätigkeit etc.) und abhängige Variable mit Skalen zu Konstrukten wie Persönlichkeitseigenschaften, Belastungsfaktoren, etc. erhoben. Da es sich auch um eine Studie mit explorativem Charakter handelt, werden im Sinne einer Datentriangulation leitfadengestützte Interviews mit den Studierenden geführt.

English as a Lingua Franca and its Implications for the English Language Classroom   

Projektleitung: Eva Knechtelsdorfer

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2021

Englisch wird heute nicht nur in Native Speaker Kontexten verwendet, sondern fungiert viel öfter als Lingua Franca, Verkehrssprache, in Gesprächen, in denen Englisch die einzig gemeinsame Sprache ist. Neueste Erkenntnisse aus der sogenannten ELF Forschung hatten bis jetzt noch wenig Einfluss auf den Englischunterricht. Dieses Projekt setzt sich zum Ziel eine Lehrerhandreichung zu entwickeln, die ELF Forschung erklärt, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht illustriert und Möglichkeiten zur Selbstreflexion in Bezug auf ELF für Lehrer*innen bietet.

Eye tracking zur Erforschung der professional vision im Unterricht

Kooperation mit: PH Zürich

Projektleitung: Katharina Rosenberger

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2021

Eye tracking wird seit wenigen Jahren im Bereich der Lehrerbildungsforschung eingesetzt. Die Möglichkeiten dieser neuen Methode sind dabei noch wenig untersucht und auf ihren Nutzen bzw. ihre Grenzen hin evaluiert. Das Projekt widmet sich diesem Desiderata und setzt sich zum Ziel, einerseits einen Überblick über die aktuelle Forschungslage zu gewinnen und andererseits diese Technologie vor allem im Hinblick auf die Untersuchung der professional vision (angehender) Lehrpersonen zu erproben. Gegebenenfalls soll im Anschluss an die explorative Studie ein mehrjähriges Forschungsprojekt konzipiert, in dem Eye tracking als zentrale Forschungsmethode verwendet wird.

FaKoPri: (Fach-)Sprachliche Kompetenzen von Primarstufenstudierenden in Mathematik

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien

Projektbeteiligung KPH: Barbara Riehs, Anita Summer

Laufzeit: SoSe 2016 – WiSe 2020/21

Sprache ist für den schulischen Erfolg und den Erwerb mathematischer Grundbildung unabdingbar. Dabei wird im Mathematikunterricht Sprache nicht nur produktiv und rezeptiv gebraucht, sondern ist insbesondere auch Denkmittel in Wissenskonstruktionsprozessen. Damit ist Sprachbildung ein wesentliches Aufgabenfeld für Lehrpersonen. Schütte (2009) stellt hier für den Mathematikunterricht der Primarstufe Defizite fest. Daher wurde im Rahmen einer institutionsübergreifenden Zusammenarbeit (KPH, PH NÖ, PH Wien) der Fachgruppe Mathematik ein Forschungsprojekt, bezogen auf fachsprachliche Kompetenzen von Studierenden für das Lehramt Primarstufe, gestartet. Die dem Projekt zugrundeliegende Forschungsfrage lautet: Wie verändern sich die (fach-)sprachlichen Kompetenzen von Primarstufenstudierenden aufgrund von fachmathematischen bzw. fachdidaktischen Lehrveranstaltungen? Mittels eines Diagnosebogens (z. B. Aufgabenstellungen zur Addition, Entdeckerpäckchen, Subtraktion) werden bei den Bachelorstudierenden zu Studienbeginn (Oktober 2017) und ein Jahr später (Oktober 2018) die (fach-) sprachlichen Kompetenzen sowie deren Veränderung untersucht. Bei der Stichprobe handelt es sich um die Gesamtkohorte der drei Hochschulen (n≈500).

Forbildungsangebot für Lehrer*innen in Geschichte und Politischer Bildung in der Sekundarstufe I

Projektleitung: Martina Rabl

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2020

Die Lehrer*innen-Fortbildung in Geschichte und Politische Bildung erfolgte bisher durch zentrale Angebote und Themenvorgaben der Pädagogischen Hochschulen. Daher fanden regionale Fortbildungsveranstaltungen weniger Berücksichtigung. Eine Möglichkeit zur Dezentralisierung eröffnete sich ab September 2018 über das Netzwerk der GSP Lehrer*innen im Wirkungsbereich der Bildungsdirektion NÖ. Damit die regionalen Fortbildungsveranstaltungen einen großen Zuspruch und hohe Akzeptanz durch die Kollegen*innen erfahren, soll vorab das Interesse an erwünschten Themen in den Regionen erfragt werden. Zweck dieser Erhebung ist vor allem die Nachhaltigkeit von Inhalten für die Teilnehmer*innen. Mittels Fragebogen/online-Befragung soll die Zielgruppe nach schwerpunktmäßig zu behandelnden Inhalten kontaktiert werden.

Heuristische Bildung im Mathematikunterricht der Sekundarstufe     

Projektleitung: Peter Hauer-Typpelt

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Entwickeln und Fördern der Problemlösekompetenz ist eine der größten Herausforderungen im Mathematikunterricht. In einem zweijährigen Projekt soll geklärt werden, ob es möglich ist, durch den Einsatz von strukturverwandten Aufgaben die mathematische Problemlösekompetenz aber auch Schlüsselkompetenzen zum Problemlösen im erweiterten Sinn im schulischen Mathematikunterricht zu entwickeln. Das Projekt basiert auf bereits durchgeführten Arbeiten zum Themenbereich „Problemlösen im Mathematikunterricht” von Petra Hauer-Typpelt und Johanna Kittler, zu denen auch bereits Publikationen vorliegen.

Individuelles Fördern im Unterricht planen. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Gabriele Beer    

Laufzeit: SoSe 2018 –  WiSe 2022/23

Ein Ausbildungsziel ist es, angehende Lehrpersonen darauf vorzubereiten, Unterricht so gestalten zu können, dass sie die Schüler*innen und Schüler bestmöglich individuell fördern. Maßnahmen der Individuellen Förderung sind somit bei jeder Unterrichtsplanung zu überlegen. Studierende halten solche in ihren Vorbereitungen schriftlich fest. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Kompetenzentwicklung von Studierenden der Primarstufe (Bachelor-Studiengang) an der KPH Wien/Krems in dieser Domäne zu erfassen. Dazu werden auf Basis einer Längsschnittstudie Vorbereitungen in Mathematik theoriegeleitet analysiert, welche die Studierenden im zweiten und sechsten Ausbildungssemester verfasst haben. Aus einer angestrebten Vollerhebung werden dazu Dokumente einer ausreichend großen Anzahl von Studierenden gezogen. Über deskriptive Aussagen hinaus lassen sich über die ermittelten Häufigkeiten im Längsschnitt auch Signifikanzen berechnen. Die Qualität der Auswertung wird durch die Berechnung der Interraterkorrelation zwischen zwei Ratern mittels Cohens Kappa angegeben. Erwartet wird ein Kompetenzzuwachs im Verlauf der Ausbildung, der sich darin widerspiegelt, dass Studierende signifikant mehr und qualitativ hochwertigere individualisierende Maßnahmen in den Unterrichtsvorbereitungen planen und schriftlich festhalten.

Interpretieren. Informationen zur Deutschdidaktik (ide 1/2021)

Kooperation mit: Universität Wien

Projektleitung KPH: Sabine Zelger

Laufzeit: WiSe 2019/20 –  SoSe 2021

Der für Frühjahr 2021 geplante ide-Band widmet sich dem Thema „Interpretieren“ als wichtige Kompetenz im Handlungsfeld Literatur und wird von Christina Misar-Dietz und Sabine Zelger herausgegeben. Ziel ist, neue Forschungsergebnisse zum literarischen Verstehen und Interpretieren bekannt und praxistauglich zu machen sowie prozessorientierte Zugänge zu literarischen Texten vorzustellen. Ausgehend vom Förderbedarf beim textbezogenen Interpretieren und Reflektieren, der insbesondere mehrfach benachteiligte Schüler*innen betrifft, soll das Bewusstsein für Verstehensprozesse bei kindlicher/jugendlicher Literaturrezeption gefördert und eine Bandbreite lernorientierter sowie evidenzbasierter Zugänge vorgestellt werden. Der Band richtet sich neben Literaturdidaktiker*innen insbesondere an Lehrer*innen und Lehramtsstudierende im Primar- und Sekundarstufenbereich. 

Investigating Austrian and Korean Students' Pronunciation of Plosives in English as a Foreign Language

Kooperation mit: Seoul National University (South Korea)

Projektbeteiligung KPH: Pia Resnik 

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2020

In diesem Projekt untersuchen wir phonological neighborhood density bezüglich Plosive und wie sich diese aus der Erstsprache auf die Zweitsprache Englisch überträgt. Untersucht wird die Aussprache von ca. 30 koreanischen Studierenden und 30 österreichischen Studierenden, die in ihrer L1 und LX (Englisch) je 90 Sätze vorlesen und einen Fragebogen zum Sprachhintergrund und demongrafischen Variablen ausfüllen. Die beiden Gruppen an Lernenden sind aufgrund ihrer unterschiedlichen L1 besonders interessant zu vergleichen: Im Koreanischen gibt es drei Plosiv-Stufen (also jeweils drei bilabiale, alveolare und velare Plosive: fortis, lenis, tense) und im Öster-reichischen (zumindest in den Dialekten) gibt es oft ein Merging von b und p - sprich nur eine Plosiv-Form (zwischen fortis und lenis angesiedelt). Die Frage ist, ob high neighborhood density von bestimmten Silben-Kombinationen im Anlaut in der Muttersprache einen Einfluss auf die Aussprache derer in der Zweitsprache hat. 

It Takes Two to Tandem: Links between E-Tandem Language Learning, Foreign Language Enjoyment, Foreign Language Anxiety and Learner Autonomy 

Cooperation with: Department of German | King's College London

Project participation KPH: Pia Resnik

Running Time: WiSe 2016/17 –  SoSe 2020  

Given many higher education institutions tend to show a rather low systemic autonomy (Tatzl 2013), this project aims to mitigate barriers to learner autonomy by the implementation of an e-Tandem scheme. E-Tandem language learning is where two speakers of different L1s, each being the other interlocutor’s target language, mutually support each other in the learning process making use of digital media (e.g., Skype, WhatsApp). It can successfully be used as a complementary ‘non-formal’ method (Vetter, 2014) in the foreign language classroom in higher education. The current project integrates such an approach of crossing borders virtually, in which students of English (L1 German) from the University College of Teacher Education, Vienna|Krems and the University of Vienna are paired with learners of German (L1 English) from King’s College London, Oxford University, the University of Cambridge and the University of Texas at Austin. They are continuously given collaborative tasks to work on together. The study employs a mixed methods approach (web questionnaires, in-depth interviews, recordings of e-Tandem sessions) to shed light on the effect of such a tandem language scheme on students’ motivation, foreign language enjoyment (see, e.g., Dewaele & MacIntyre 2016), foreign language anxiety and potential for fostering autonomy (Dam 2003; Menezes De Oliveira 2011).

KiP. Kooperation im Praktikum

Kooperation mit: Universität Bern

Projektbeteiligung KPH: Klaus Samac

Laufzeit: WiSe 2016/17 – SoSe 2020

Studierende treten mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen in ihre Ausbildung als Lehrpersonen ein. Aufgrund der bisherigen Schulpraxis, in der sich Kooperation von Lehrenden erst allmählich institutionalisiert, ist anzunehmen, dass ihnen vor allem das Bild der Lehrperson als Einzelkämpferin bekannt ist. Hinsichtlich der inzwischen langjährigen Präsenz kooperativer Lernformen im Unterricht ist jedoch durchaus davon auszugehen, dass ihnen die Zusammenarbeit mit Peers in der Rolle als Schüler*innen vertraut ist. An diesem Spannungsfeld setzt das Forschungsprojekt an, in dem Studierende der Vorschul- und Primarstufe der PH Bern seit dem Herbstsemester 2014 im Verlauf ihrer 3-jährigen Ausbildung (in Österreich 4-jährig) in den berufspraktischen Phasen begleitet werden. Es basiert auf der Frage, wie Studierende Kooperation in Teampraktika erleben und umsetzen. Ziele des Projekts liegen in einer Analyse kooperativer Lernformen im Praktikum aus der Perspektive der Lernenden und der Lehrenden. Untersucht werden Einstellungen, Erfahrungen und Kompetenzen sowie deren Entwicklungen im Verlauf der Grundausbildung.

Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung. Ein Evaluationsprojekt auf der Sekundarstufe II

Auftraggeber: BMBWF

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek  

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Aufbauend auf einem Pilotprojekt wird der Einsatz von Kompetenzrastern an sechs unterschiedlichen berufsbildenen Schulen erprobt. Die KPH Wien/Krems führt hier die Evaluation durch (Fragebogenuntersuchung).  

Kompetenzorientierte Mathematikschularbeiten auf der 4. Schulstufe

Projektleitung: Rudolf Beer

Kooperation mit: Bildungsdirektion Wien

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Mit der gesetzlichen Verankerung der Bildungsstandards und der damit verbundenen Konstruktion des Kompetenzmodells Mathematik (M4) wurde ein Paradigmenwechsel im Mathematikunterricht der Primarstufe eingeleitet. Die Allgemeinen Kompetenzen Modellieren, Operieren, Kommunizieren, Problemlosen stehen gleichgewichtig nebeneinander.Wie weit sich das neue Kompetenzmodell allerdings auch in beurteilungsrelevanten Prüfungsaufgaben abbildet, ist bis jetzt nahezu unbeachtet. Das vorliegende Evaluationsprojekt verfolgt die folgende Forschungsfrage: Welche Kompetenzbereiche des Kompetenzmodells Mathematik (4. Schulstufe) werden in Prüfungsaufgaben bei Mathematikschularbeiten der 4. Schulstufe in der Bundeshauptstadt Wien überrepräsentiert, welche Bereiche werden vernachlässigt? Zu der Untersuchung haben 61 Wiener Grundschulen beigetragen und haben 351 Mathematikschularbeiten aus dem Schuljahr 2016/2017 bereitgestellt. Alle Schularbeiten werden einer inhaltlichen Analyse auf Basis des Kompetenzmodells M4 unterzogen. Hierbei werden die einzelnen Aufgaben jeweils einer Allgemeinen Kompetenz wie einer Inhaltlichen Kornpetenz zugewiesen. Zwischen den vier Allgemeinen Kompetenz und den vier Inhaltlichen Kompetenz ergeben sich somit 16 mögliche Knotenpunkte für die Verortung von Mathematikaufgaben bei Schularbeiten.

Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung und Durchführung des Islamischen Religionsunterrichts

Projektleitung: Elif Medeni, Driss Tabaalite

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

Im Rahmen des Entwicklungsprojektes geht es um die Erstellung eines Leitfadens (Handbuch) zur Planung und Durchführung eines kompetenzorientierten Islamischen Religionsunterrichts in Bezug auf die curricular-modularen Schwerpunktsetzungen. Der Umgang mit der Unterrichtspraxis des IRUs und deren Reflexion gemäß dem Drei-Stufen-Kompetenzmodell, Vergleichen-Überprüfen-Weiterdenken, stehen dabei im Mittelpunkt. Es sollen didaktisch-methodische Empfehlungen und Hilfestellungen anhand ausgewählter Themenbereiche erarbeitet werden, die von beispielhaften Modellen einer entsprechenden Unterrichtsplanung mit besonderem Fokus auf den Transfer von Theorie zur Praxis gerahmt wird.

Leistung im pädagogischen Kontext       

Kooperation mit: Lucian-Blaga-Universität Sibiu

Projektbeteiligung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek      

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020      

Leistung ist im schulischen und hochschulischen Kontext sehr zentral, das individuelle Leistungsprinzip bestimmt das gesamte Schul- und Berechtigungswesen. Durch den Paradigmenwechsel von der Input- zur Outputorientierung gelangen Kompetenzen in den Fokus, was zu einem veränderten Verständnis von schulischem Lernen führen soll bzw. führt. Dieses veränderte Verständnis ist sowohl für Studierende als auch für Lehrpersonen wichtig, um in einem kompetenzorientierten Unterricht Schüler*innen adäquat und individuell zu fördern und zu fordern.

Modellklasse „Neue Schulmöbel“           

Projektleitung: Katharina Rosenberger

Laufzeit: WiSe 2014/15 – SoSe 2021

In der Praxisvolksschule Strebersdorf wurde im Zuge des Forschungsprojekts „Der Einsatz neuer Schulmöbel als Gestaltungselement eines zukunftsweisenden Unterrichts“ (Leitung: Franz Hammerer / Katharina Rosenberger, Laufzeit: 2013-2015) eine Klasse mit neuen Schulmöbeln ausgestattet (Tische, Sessel, Tischauflagen). Diese Möbel sollen auch in den nächsten Jahren in dieser Klasse verbleiben, sodass interessierte Personen sie in actu besichtigen können.

Motive und Gelingensbedinungen für Fortbildungen aus der Sicht der Teilnehmer*innen

Projektbeteiligung KPH: Tamara Katschnig

Laufzeit: WiSe 2017/18 – WiSe 2019/20

Erforschung des Fortbildungsverhaltens von Primarstufenlehrer*innen und von Religionslehrer*innen im Hinblick auf Motive und Gelingensbedingungen. Folgende Forschungsfragen sind leitend: Welche Motive führen zum Besuch von Fortbildungen? Welche Folgen, welchen Nutzen können Fortbildungen haben? Welche Auswirkungen sind von Seiten der Lehrer*innen erwünscht? Untersuchungsdesign: 30 qualitative Interviews mit Primarstufenlehrer*innen und Religionslehrer*innen in der Primarstufe, zusätzlich Abfrage der Meinung, des Eindrucks zu bestimmten Fortbildungspräsentationen.

Österreichisches Kompetenzmodell Sachunterricht - Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich                          

Projektleitung: Brigitte Pokorny, Kerstin Schmidt-Hönig

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Ausgangspunkt für dieses Projekt ist ein vom ehemaligen BZBF unterstütztes österreichweites Projekt der Fachdidaktiker*innen und Fachdidaktiker aller PHs, Forum Sachunterricht", das ein Österreichisches Kompetenzmodell für den Sachunterricht der Volksschule zum Ziel hat. Innerhalb dieses Gruppe gibt es drei Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Bereichen (NAWI, SOKUWI, Empirische Daten) widmen. Das eingereichte Projekt der Arbeitsgruppe "SOKUWI" der KPH Wien/Krems hat zum Ziel, Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich zu erarbeiten und ins Forum Sachunterricht einzubringen. Diese Gründen auf dem aktuellen Lehrplan der Volksschule, beinhalten Basiskompetenzen aus den Fächern Geografie/Wirtschaftskunde, Geschichte/Sozialkunde, Politische Bildung und beziehen korrespondierende Unterrichtsprinzipien mit ein. Aktuelle Themenbereiche wie z.B. Globales Lernen/Global Goals, Entrepreneurship werden ebenfalls berücksichtigt.

Politische Bildung und die Umsetzung der Bildungsziele gemäß der Forderungen des neuen Lehrplans für GSP auf Sekundarstufe I

Projektleitung: Martina Rabl    

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2021

Im neuen Lehrplan der NMS und der AHS-Unterstufe ist Begenungs Bildung Im Gegenstand Geschichte/Sozialkunde verankert. Bis 2016 war Politische Bildung für die Zielgruppe der Sekundarstufe I bloß als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip auf allen Schulstufen in Form eines Grundsatzerlasses definiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll nun erhoben werden, ob sich durch die neu gestaltete modulare Konzeption und das dadurch vermittelte historisch-politische Wissen Einstellungsänderungen bei Schüler*innen zur Politik im Allgemeinen und zu politischen und gesellschaftlichen Sachzusammenhängen im Besonderen ableiten lassen.  Um valide Erkenntnisse zum Forschungsgegenstand erzielen zu können, werden zum einen die fachspezifischen Schülerkompetenzen und zum anderen die Herangehensweisen an zentrale politische Konzepte aus der Zeit vor 2016 der Konzeption und den Zielsetzungen des neuen Lehrplans bezüglich eines erwarteten gesteigerten Schülerinteresses und -wissens  um Politik  und politische Zusammenhänge gegenübergestellt.

Perspektiven auf die Rolle von Lehrenden der Fortbildung

Kooperation mit: PH Steiermark, PH OÖ, PH Tirol, HAUP, BZBF

Projektbeteiligung KPH: Tamara Katschnig

Projektlaufzeit: WiSe 2018/19 –  SoSe 2021

Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen soll in diesem Projekt an fünf Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer*innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner*innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner*innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.

RaumBildung 6

Projektleitung: Katharina Rosenberger, Franz Hammerer, Rainer Sturm

Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2020/21

In Weiterführung der in den letzen Jahren herausgegebenen Publikationsreihe "RaumBildung" soll im Studienjahr 2019/20 ein sechster Band publiziert werden. Die Publikation wir mehrere Schulen, die architektonisch und pädagogisch interessant umgebaut oder neugebaut wurden, porträtieren.

Rollenverständnis von Lehrerbildner*innen in der Fortbildung an der KPH Wien/Krems        

Projektleitung: Tamara Katschnig          

Laufzeit: WiSe 2018/19 – WiSe 2020/21

Die Rolle der Personen, die in der Lehrerfortbildung tätig sind, ist selten definierbar. Im Englischen werden sie als Teacher Educators bezeichnet, im deutschsprachigen Raum haben sie keinen eigenen Berufsverband und auch keinen ausgewiesenen Beruf. Es gibt wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und auch wenig Wissen, wie man zu dieser Berufsausübung kommt. Auch über welche Kompetenzen Lehrerbildner verfügen sollen, herrscht Uneinigkeit. Daher sollten Lehrerausbilder ein klares, gemeinsames Verständnis ihrer Rollen und der vielen Qualitätsaspekte im Unterricht haben. Angesichts des Einflusses, den Lehrerbildner auf Lernen von (Schüler-)Lehrer*innen haben, ist es äußerst wichtig, dass ihre Arbeit von hoher Qualität ist. Diese Aspekte sollen in diesem Projekt mittels Personen, die an der KPH als Lehrende in der Fortbildung tätig sind durch einen Online-Fragebogen erforscht werden.

Schule und Raum. Ein Profilthema an der KPH          

Projektleitung: Franz Hammerer, Katharina Rosenberger           

Laufzeit: SoSe 2016 – SoSe 2020

Räume haben erhebliche Wirkungen auf das Bedingungsgefüge des Lernens, auf das soziale Geschehen, das leibliche Erleben etc., kurz also auf jegliche Art der Interaktion und Kommunikation in Schule und Unterricht. Durch die ihnen eigene Struktur und Aussagekraft lösen Räume Grundstimmungen aus und beeinflussen das Verhalten der sich in ihnen aufhaltenden Akteur*innen. Es ist daher ein zentrales Thema der Pädagogik, das an der KPH als Profilthema „Schule und Raum“ in den letzten Jahren erfolgreich implementiert werden konnte. Zahlreiche Kontakte im In- und Ausland, mit unterschiedlichen Institutionen und aus unterschiedlichen relevanten Fachbereichen führten zu gewinnbringenden Vernetzungen und Kooperationen, denen mehrere Projekte und Publikationen entsprangen. 

Schwerpunkt „Schule und Raum“ der Fachzeitschrift Schulverwaltung       

Projektleitung: Katharina Rosenberger   

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2020

Die Fachzeitschrift „SchulVerwaltung aktuell“ versteht sich als österreichbezogene Zeitschrift für Schulentwicklung und Schulmanagement, die 6-mal jährlich erscheint im Wolters Kluwer Verlag erscheint. Zielgruppe sind Schulleiter*innen, Administratoren, Mitglieder von Schulleitungsteams, an Leitungsaufgaben interessierte Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen der Schulaufsicht und der Schulleitungsaus-, -fort- und -weiterbildung. 

Schwerpunkt „Transition-Übergänge gestalten“ der Fachzeitschrift SchulVerwaltung        

Kooperation mit: Universität Wien

Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger

Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2019/20

Die Fachzeitschrift „SchulVerwaltung aktuell“ versteht sich als österreichbezogene Zeitschrift für Schulent-wicklung und Schulmanagement, die 6-mal jährlich erscheint im Wolters Kluwer Verlag erscheint. Zielgrup-pe sind Schulleiter*innen, Administrator*innen, Mitglieder von Schulleitungsteams, an Leitungsaufgaben interessierte Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen der Schulaufsicht und der Schulleitungsaus-, -fort- und -weiterbildung. Im Jänner 2020 kommt ein Schwerpunktheft zum Thema „Transitionen – Übergänge gestalten“ heraus, das von Katharina Rosenberger und Ilse Schrittesser (Universität Wien) herausgegeben wird.

Strategien der Informationskompetenz. Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen in der L1 und in Englisch

Projektleitung: Sonja Gabriel    

Laufzeit: WiSe 2019/20 – SoSe 2020

In den letzten Jahren hat Informationskompetenz, das Unterscheiden zwischen relevanten Informationen und sogenannten Fake-News, an Bedeutung gewonnen. Diese Kompetenz ist nicht nur im wissenschaftlichen Bereich von Relevanz, sondern auch im Alltag jedes Einzelnen. Das Projekt möchte daher Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskompetenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems bzw. der Ondokuz Mayis Universität (Türkei) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder in der jeweiligen L1 oder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbegriffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden und ob die Studierenden dieselbe Erfolgsrate in den unterschiedlichen Settings aufweisen. Schließlich können die Studienergebnisse auch noch auf mögliche länderspezifische Unterschiede (Österreich – Türkei) bezüglich Strategien in den einzelnen Bereichen Aufschluss geben.

Students' conceptions of academic writing in a second language: Perspecives of advanced students of English

Kooperation mit: Institut für Anglistik, Universität Wien

Projekttbeteiligung KPH: Pia Resnik

Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2020

In today’s globalised world, English is the dominant medium of choice in academic writing contexts. Clearly, mastering academic writing is demanding in itself, regardless of whether it is approached in an L1 (first lan-guage) or an L2 (second language), since it involves the adherence to specific conventions; however, learn-ing how to (inter-)act effectively in an L2 in these contexts poses unique challenges to learners and this is what we seek to explore systematically in this project. Data was gathered from 50 advanced learners of English who filled in a survey at the beginning of the course EAP (English for Academic Purposes) at the Department of English at the University of Vienna and a follow-up survey after having taken the course. The findings from the qualitative content analysis (Kuckartz 2014) will be disseminated in (a) publication(s) in the upcoming academic year and they will be presented at (inter-)national conferences.

Subjektorientierung in den Schulbüchern für den islamischen Religionsunterricht

Projektleitung: Adem Aygün

Laufzeit: WiSe 2019/20 – WiSe 2022

Die zunehmende Heterogenisierung, Plurarlisierung und Individualisierung, die wesentliche Merkmale unsere Zeit sind, wirken sich auf die Sozialisation und Entwicklung muslimischer Kinder und Jugendlicher aus und spielen eine entscheidende Rolle bei ihrer Identitätsbildung. Dies erfordert es, wissenschaftliche und theologische Kriterien der islamischen Religionspädagogik umfassend zu regulieren und pädagigisch-didaktische Grundprinzipien, Konzeptionen und Methoden der islamischen Religionsdidaktik nach Bedürfnisses ihrer Adressaten zu überprüfen und zu rekonstruieren.

Davon ausgehend fokussiert das beantragte Forschungsprojekt auf die Herausforderung des islamischen Religionsunterrichts (IRU) und stellt einen analytischen Vergleich aktueller österreichischer und deutscher Schulbücher für die Primarstufe aus der Perspektive der subjektorientierten Religionsdidaktik dar. Dabei wird im Besonderen die wechselseitige Interaktion mit den benachbarten Disziplinen der Sozial- und Erziehungswissenschaften beachtete.

Das Projekt untersucht folgende Forschungsfragen:

  • Inwieweit entsprechen die ausgewählten Schulbücher der Konzeption einer subjektorientierten Religionspädagogik?
  • Inwiefern unterstützen oder entkräften die Schulbücher diese Konzeption?
  • In welchen Themenschwerpunkten und welchem Ausmaß widerspiegeln sich subjektorientierte Elemente und Prinzipien in den Schulbüchern?

Die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) erarbeiteten Ergebnisse sollen dazu dienen, die Adäquatheit der subjektorientierenden Konzeption bei der Vermittlung der islamischen Inhalte für den IRU in den Fokus von religionspädagogischen und -didaktischen Diskussionen zu rücken und eine Grundlage zur Schulbuchrevidierung, -planung und Medienentwicklung für dieses Unterrichtsfach in Österreich und Deutschland zu bieten.

Durch einen analytischen Vergleich wird zudem nicht nur eine religionsdidaktische, sondern auch eine bildungspolitische Debatte um Auswirkungen der organisatorischen Strukturen und gesellschaftlich-rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Gestaltung der Schulbücher am Beispiel Österreichs und Deutschlands eröffnet.

Systematische Literaturrecherche und -auswertung für die forschungsgeleitete Lehre im Bereich Deutschdidaktitk der Primarstufe

Projektleitung: Sabine Zelger

Laufzeit: WiSe 2019/20 –  SoSe 2020

Dieses Projekt versteht sich als Beitrag zum Ausbau der forschungsgeleiteten Lehre für die Primarstufe im Fach Deutsch. In Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen der Fachgruppe wird eine systematische primarstufenbezogene Literaturrecherche zu den Bereichen Schriftspracherwerb, Texte schreiben, Sprachbewusstheit, Sprachreflexion, Lesedidaktik, Sprech-, Hördidaktik, Literatur-, Mediendidaktik und Rechtschreiben durchgeführt und die Zugänglichkeit der Literatur geprüft. Gegebenenfalls werden an die Bibliotheken der KPH Bücher- bzw. Zeitschriftenwünsche gerichtet. Nach Sichtung und Auswertung der Literatur sollen für die verschiedenen Lehrveranstaltungstypen Basistexte zur Diskussion gestellt werden, die die Grundlage für Lehre sowie Bachelor- und Masterarbeiten in den jeweiligen Bereichen darstellen. Zur Professionalisierung der Lehre und Unterstützung der Lehrenden ist außerdem geplant, anhand der Forschungsliteratur für die einzelnen Lernbereiche zentrale Konzepte, Begriffe und Herausforderungen der Praxis zu erarbeiten, die in den entsprechenden Lehrveranstaltungen vermittelt werden sollen. Bibliographie, Textscans sowie lernbereichsspezifische Inhalte und Brennpunkte werden auf einer Plattform allen Kolleg*innen der Fachgruppe für die Lehre zur Verfügung gestellt.

TEDCA. Teachers Education, Development and Career in Austria

Kooperation mit: Universität Klagenfurt, PH Steiermark, PPH Linz

Projektbeteiligung KPH: Gabriele Beer

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Lehrerbildung soll empirisches Wissen über Professionalisierungsprozesse im Lehrerberuf erarbeitet werden. Dabei wird - ausgehend von einem Angebots-Nutzungsmodell - systematisch analysiert werden, wie die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Lehrpersonen, die Qualität der Aus- und Fortbildungsangebote und deren Nutzung sowie unterschiedliche Kontextmerkmale die Persönlichkeits-, Interessen- und Kompetenzentwicklung sowie das Befinden im Lehrerberuf beeinflussen und wie sie sich auf die weiteren Berufspläne auswirken bzw. ausgewirkt haben. Die geplante Untersuchung führt eine Längsschnittstudie weiter, die ab dem Jahr 1994 einen kompletten Studienjahrgang aller Pädagogischen Akademien in insgesamt fünf Befragungswellen - zuletzt im Jahr 2005 - erforschte. Im aktuell vorgesehenen Abschnitt der Studie wird demnach die Situation von Personen im Mittelpunkt stehen, die vor rund 20 Jahren ihr Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Es wird dabei zum einen auf das umfangreiche Datenmaterial zurückgegriffen, das im Zuge der vorausgegangenen Erhebungen angefallen sind. Zum anderen werden die betreffenden Personen - rund 1500 Absolvent*innen der Pädagogischen Akademie (nunmehr Pädagogische Hochschule) aus dem Jahr 1998 ein weiteres Mal angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zu ihrem Fortbildungsverhalten und ihren Fortbildungswünschen, zu ihrem aktuellen Kompetenzerleben, zu ihren pädagogischen Handlungsweisen, zu ihrem Befinden und zu Ihren Laufbahnplänen befragt.

UKids. Youth Start Social Entrepreneurship Programme for Kids (Erasmus+)                                  

Projektleitung: Johannes Lindner

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

In diesem Projekt kooperieren Hochschulen und Volksschulen aus sechs Ländern (Dänemark, Finnland, Niederlande, Österreich, Portugal, Ungarn). Der Lead des Projektes liegt bei der KPH Wien/Krems. Es arbeiten Kolleg*innen der Standorte Krems und Wien, sowie der Partner-Volksschulen Krems und Wien, zusammen. Ziel des Projekts ist es (Social) Entrepreneurship Education als Lehr-Lernangebot in der Lehrerausbildung für die Primarstufe und den verbundenen Partnerschulen der Primarstufe zu verankern. Das Projekt knüpft an den Ergebnissen des Erasmus+ Policy Experimentation Projektes Youth Start Entrepreneurship Challenges (www.youthstart.eu) an. Es werden Lehr-Lern-Arrangements für die Primarstufe eingesetzt und neue entwickelt (z. B. Marketday Challenge, Communitiy Challenge). Für die Lehrerausbildung werden neue Unterlagen (Social Entrepreneurship Access Points) erarbeitet, erprobt und eingeführt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit einem Aktionsforschungsansatz.

Vorbereitung und Konstruktion von gerechten Tests

Koopeartion mit: BMBWF

Projektbeteiligung KPH: Eva Sattelberger

Laufzeit: WiSe 2019/20 –  WiSe 2021/22

Ausgehend von den bisherigen Forschungsergebnissen zum Selbstkonzept (Selbstwirksamkeit) von Schüler*innen und den dadurch bedingten unterschiedlichen Performanzen in Testleistungen (BiSta, Feldtestungen zur SRP) soll hinsichtlich der neu geplanten “Informellen Kompetenz- und Potentialmessungen” (3./4. Schulstufe) einerseits analysiert (BiSta-Daten, Analyse der Testhefte, Aufgabenanalyse, NBB) werden wie „gerecht” bisherige IKM im Hinblick auf Indikatoren wie Geschlecht und sozialer Status sind, andererseits gibt es bislang (in Ö) wenig Forschungsergebnisse darüber wie vertraut Lehrer*innen der Primarstufe mit den Begriffen des Selbstkonzepts und dessen Wirkung in Performanzsituationen sind.  Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen können sich Ansatzpunkte zur Entwicklung von Modulen zur Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen im Bereich der „Persönlichkeitsentwicklung“ von Schüler*innen ergeben, womit auf Unterrichtsebene eine Grundlage zur individuellen Vorbereitung und Förderung auf letztendlich schullaufbahnentscheidende Testungen gelegt werden kann.  

Zur Nachhaltigkeit hochschuldidaktischer Angebote: Die Kompetenzentwicklung von Führungskräften für die Schule als sich selbst entwickelnde Organisation

Projektleitung: Tamara Katschnig, Heidemarie Svehla

Laufzeit: WiSe 2019/20 –  WiSe 2021/22

Individuelle wie auch externe Bedingungsfaktoren beeinflussen maßgeblich den Erfolg von Schulentwicklungsvorhaben. Der Weg von Schulen zu lernenden, sich selbst entwickelnden Organisationen braucht, unabhängig von konkreten Entwicklungszielen, große Akzeptanz und Vertrauen seitens aller zentralen schulischen Akteur*innen.Wesentliche Wirkfaktoren liegen auf der Ebene der Schulleitungspersonen. Das geplante Forschungsvorhaben gibt den Schulleitungspersonen das Wort zu ihren subjektiven Einstellungen und ihren Erfahrungen mit Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen von Schulentwicklung (Personal-, Unterrichts-und Organisationsentwicklung). Ziel ist es – neben der Sichtung allgemeiner Bedingungsfaktoren für gelingende Schulentwicklung und wesentlicher Kompetenzen von Schulleiter*innen – zu erforschen, ob und inwiefern der Besuch von Fortbildungsangeboten für schulische Führungskräfte nachhaltig Schulentwicklungshandeln und Kompetenzentwicklung der Schulleitungspersonen beeinflusst.