Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der KPH Wien/Krems

 

BEBI - Zur individuellen Konstruktion subjektiver Berufusbilder von Kindern und Jugendlichen

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien

Projektbeteiligung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Michael Nader         

Laufzeit: WiSe 2017 - WiSe 2021

Die Berufswahl ist im Leben von Jugendlichen und jungen Erwachenen ein zentraler Moment in ihrer noch kurzen Biographie. An den Schnittstellen schulischer Systeme werden erste Berufswahlentscheidungen sichtbar. Viel früher, im Kindesalter, entwickeln sich individuelle, subjektive Berufsbilder und Berufsphanatsien. Die Bedeutsamtkeit von getroffenen Berufswahlentscheidungen im Sinne zukünftiger Lebenschancen ist unstrittig. Die große Zahl der möglichen Prädiktoren der Berufswahl ist überdies von gesellschaftlichen Milieus, weitere Erfahrungs- und Lernumwelten und personengebundenen Variablen beeinflusst. Frühe, schon im Kindesalter wahrgenommene und später internalisierte Berufsbilder beeinflussen ebenso wie spätere, internationale, schulische Bemühungen der Berufsbilder die tatsächlichen Schul- und Berufswahlentscheidungen. Doch wie kommen diese ersten beruflichen bildhaften Vorstellungen in den Kopf? Wer beeinflusst diese frühen Vorstellungen? Diese Frage geht dieses Forschungsprojekt erkenntnisleitend nach.

Bilder von Jugendlichen zu Flucht und geflüchteten Menschen. Eine schulische Innenperspektive zum Umgang mit Fremden 

Projektleitung: Doris Lindner

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019  

Die Integration von geflüchteten jungen Menschen in das Schulsystem nimmt zweifellos noch immer eine Sonderstellung ein. Dabei ist einerseits die Frage relevant, wie sich die dadurch gestiegene Bildungsnachfrage und -beteiligung auf schulische Strukturen auswirken und wie Erziehung und Bildung angesichts dieser veränderten Rahmenbedingungen gelingen kann. Andererseits interessiert die Frage, wie Prozesse sozialer Interaktion, Verständigung und Aushandlung, in denen andere als Fremde konstruiert und symbolische Grenzen markiert werden, in Schulen ihre Wirkung zeigen. Ziel des Projektes ist es, differenzierte Aspekte der Situation in Schulen darzustellen. Dazu werden in einem ersten Teilprojekt Sichtweisen von Schüler_innen auf Flucht und Geflüchtete erhoben. Die Gruppengespräche sollen Einblicke darüber geben, welche Wahrnehmungen, Einstellungen und Haltungen Schüler_innen zum Thema haben und wie sie ein Zusammenleben in der Schule gestalten (möchten).

Die Bedeutung der Aufgabenstellung für die Förderung der Leistungsbereitschaft des Kindes in der Grundschule im Unterrichtsfach Bewegung und Sport         

Projektleitung: Eveline Schmid

Laufzeit: WiSe 2016/17 – SoSe 2019

Das Streben nach Leistung stellt ein zentrales Motiv des Sports dar. "Leisten" und "Leistung" zählen auch zu den zentralen Themen des Bewegungs- und Sportunterrichts in der Grundschule. Der Erfahrungs- und Lernbereich "Leisten" wird im Lehrplan der Grundschule für Bewegung und Sport als eine pädagogische Sinnperspektive abgebildet. Anliegen dieses Forschungsprojektes ist es, einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung des Bewegungs- und Sportunterrichts in der Grundschule zu leisten.
Anhand einer begründeten Auswahl von sechs verschiedenen Aufgabenstellungen soll aufgezeigt werden, ob und inwiefern diese für die Förderung der Leistungsbereitschaft des Kindes dienlich sein können.

Digitale Medienbildung im Kindergarten. Meinungen von Eltern und KindergartenpädagogInnen zum Thema   

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

In dem Projekt wird der Frage nachgegangen, wie Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren Medien zuhause nutzen und welche Einstellungen Erziehungsberechtigte zu verschiedenen digitalen Medien haben. Hierzu werden Online-Fragebögen eingesetzt. Der dritte Fragenkomplex (Einsatz von digitalen Medien im Kindergarten, Potentiale und Gefahren, Einstellung zu Medienbildung, Bedarf an Fortbildung) wird durch Interviews mit den KindergartenpädagogInnen bearbeitet. 

Ein Workshop als sicherer Raum zur Sensibilisierung für Geschlechterbewusstsein bei Lehramtsstudierenden

Kooperation mit: PH Salzburg, Bundeszentrum für Geschlechterpädagogik und - forschung

Projektbeteiligung KPH: Silvia Kramreiter, Michael Holzmayer         

Laufzeit: SoSe 2017 - SoSe 2019

Das Projekt ist ein selbstständiges Teilprojekt des von HS-Prof. Dr. Andrea Bramberger (PH Salzburg) geleiteten Forschungsprojektes Soziale Räume für egalitäre Bildungsbeteiligung - Fokus Geschlecht, das vom Bundeszentrum für Geschlechterpädagogik und -forschung unterstützt wird. Im Teilprojekt der KPH Wien/Krems soll der Workshop „Diversität in der Grundschule", der im Sommersemester 2018 zum insgesamt 5. Mal für die Studierenden im zweiten Semester der KPH Wien/Krems an beiden Standorten und aufgeteilt an drei Terminen stattfindet, einer näheren Betrachtung unterzogen werden. Dieser 3-stündige Workshop zielt darauf ab, gemeinsam Schritte hin zu einer geschlechterbewussten Grundhaltung zu unternehmen, die eine zentral Voraussetzung für einen produktiven Umgang mit Diversität im Klassenzimmer ist. Leitgedanke dabei ist nicht die „Gleichmacherei", sondern im Gegenteil die Anerkennung von Diversität.
Ziel des Projekts ist es, diese Workshops zu konzipieren, durchzuführen und einer detaillierten Analyse — sowohl inhaltlich, als auch evaluativ — zu unterziehen. Es soll dabei erforscht werden, inwiefern durch diese Workshops ein Anstoß für ein Geschlechterbewusstsein geschaffen werden kann.

Entwicklung von Unterrichtsmaterial "Islamische Kulturgeschichte"

Projektleitung: Michael Reidegeld    

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2020

Ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen und interreligiösem Verständnis ist die Kenntnis der Geschichte der islamischen Kulturentwicklungen (Architektur, Wissenschaften, Philosophie & Geistesgeschichte) und ihre Interaktion mit den Weltkulturen Indiens, Asiens, Afrikas und Europas. Ziel ist, anschauliches Unterrichtsmaterial in Buchform bereitzustellen, inklusive Aufgaben- und Lösungsvorschlägen, mit Transposition der Erkenntnisse in Kompetenzen (Hochschulunterricht).

EULe KPH Wien/Krems

Projektleitung: Ingrid Kromer, Pavel Mikluscak

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Ziel der Evaluierung ist die Untersuchung und Analyse der konkreten Umsetzung des katholischen Lehrplans durch die ReligionsleherInnen sowie die Präsentation von Anregungen zu seiner Weiterentwicklung, insbesondere auch hinsichtlich der Inklusion. Weiters wird der Frage nachgegangen, welche Unterstützungs- und Begleitangebote für die Arbeit mit dem katholischen Curriculum durch die Fortbildung zur Verfügung gestellt werden können. Konzeptionell handelt es sich um neun Teilprojekte, die miteinander kooperieren und durch methodisch gleiches Vergehen die Ergebnisse zusammenführ- und vergleichbar machen. Als Forschungsmethode wird eine triangulative Vorgangsweise gewählt. Dabei werden in additiver Weise qualitativ erhobene Daten (Einzelinterviews), in einem zweiten Schritt quantifiziert (Onlinebefragung). Jedes Bundesland erhebt mit einem österreichweit gemeinsam erstellten Interviewleitfaden Erfahrungen und Meinungen bei VS-LehrerInnen. Anschließend werden ausgewählte Ergebnisse und Hypothesen, die in der qualitativen Erhebung generiert wurden, in einer österreichweit durchgeführten Onlineerhebung quantifiziert und mit Hilfe univariater, bivariater und multivariater Analysemethoden ausgewertet. Ziel ist durch eine Vollerhebung sowohl österreich- als auch bundeslandspezifisch belastbare Daten zur Beantwortung ausgewählter Fragestellungen zu erhalten. 

Eye tracking in der LehrerInnenbildungsforschung

Kooperation mit: PH Zürich

Projektleitung: Katharina Rosenberger

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2019

Eye tracking wird seit wenigen Jahren im Bereich der LehrerInnenbildungsforschung eingesetzt. Die Möglichkeiten dieser neuen Methode sind dabei noch wenig untersucht und auf ihren Nutzen bzw. ihre Grenzen hin evaluiert. Das Projekt widmet sich diesem Desiderata und setzt sich zum Ziel, einerseits einen Überblick über die aktuelle Forschungslage zu gewinnen und andererseits diese Technologie vor allem im Hinblick auf die Untersuchung der "professional vision" (angehender) Lehrpersonen zu erproben. Gegebenenfalls soll im Anschluss an die explorative Studie ein mehrjähriges Forschungsprojekt konzipiert, in dem Eye tracking als zentrale Forschungsmethode verwendet wird.

FaKoPri (Fach-)Sprachliche Kompetenzen von Primarstufenstudierenden in Mathematik

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien

Projektbeteiligung KPH: Maria Fast, Barbara Riehs, Anita Summer

Laufzeit: SoSe 2016 – WiSe 2020/21

Sprache ist für den schulischen Erfolg und den Erwerb mathematischer Grundbildung unabdingbar. Dabei wird im Mathematikunterricht Sprache nicht nur produktiv und rezeptiv gebraucht, sondern ist insbesondere auch Denkmittel in Wissenskonstruktionsprozessen (Vygotskij, 2002). Damit ist Sprachbildung ein wesentliches Aufgabenfeld für Lehrpersonen. Schütte (2009) stellt hier für den Mathematikunterricht der Primarstufe Defizite fest. Daher wurde im Rahmen einer institutionsübergreifenden Zusammenarbeit (KPH, PH NÖ, PH Wien) der Fachgruppe Mathematik ein Forschungsprojekt, bezogen auf fachsprachliche Kompetenzen von Studierenden für das Lehramt Primarstufe, gestartet. Die dem Projekt zugrundeliegende Forschungsfrage lautet: Wie verändern sich die (fach-)sprachlichen Kompetenzen von Primarstufenstudierenden aufgrund von fachmathematischen bzw. fachdidaktischen Lehrveranstaltungen? Mittels eines Diagnosebogens (z.B. Aufgabenstellungen zur Addition, Entdeckerpäckchen, Subtraktion) werden bei den Bachelorstudierenden zu Studienbeginn (Oktober 2017) und ein Jahr später (Oktober 2018) die (fach-) sprachlichen Kompetenzen sowie deren Veränderung untersucht. Bei der Stichprobe handelt es sich um die Gesamtkohorte der drei Hochschulen (n≈500).

Formative Evaluation des Projektes "MINT 3 D-Druck Initiative"

Kooperation mit: Bundesministerium für Bildung

Projektleitung: Timo Finkbeiner

Laufzeit: SoSe 2018 - SoSe 2020

3D-Druck ermöglicht auf digitalem Weg Gelegenheiten kreativer und experimenteller Umsetzung. Zentrale Zielsetzung des Projekts ist es Schülerinnen und Schülern gleichermaßen mit MINT Themenstellungen anzusprechen. Die formative Evaluation begleitet Prozesse der Entwicklung, Gestaltung und Erprobung von Unterrichtssequenzen an mehreren Pilotschulen österreichweit und legt dabei den Fokus auf das Interesse und die Gestaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler. 

Heuristische Bildung im Mathematikunterricht der Sekundarstufe     

Projektleitung: Peter Hauer-Typpelt

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019

Entwickeln und Fördern der Problemlösekompetenz ist eine der größten Herausforderungen im Mathematikunterricht. In einem zweijährigen Projekt soll geklärt werden, ob es möglich ist, durch den Einsatz von strukturverwandten Aufgaben die mathematische Problemlösekompetenz aber auch Schlüsselkompetenzen zum Problemlösen im erweiterten Sinn im schulischen Mathematikunterricht zu entwickeln. Das Projekt basiert auf bereits durchgeführten Arbeiten zum Themenbereich „Problemlösen im Mathematikunterricht” von Petra Hauer-Typpelt und Johanna Kittler, zu denen auch bereits Publikationen vorliegen.

Individuelles Fördern im Unterricht planen. Eine Evaluationsstudie

Projektleitung: Gabriele Beer    

Laufzeit: SoSe 2018 - WiSe 2022

Ein Ausbildungsziel ist es, angehende Lehrpersonen darauf vorzubereiten, Unterricht so gestalten zu können, dass sie die Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell fördern. Maßnahmen der Individuellen Förderung sind somit bei jeder Unterrichtsplanung zu überlegen. Studierende halten solche in ihren Vorbereitungen schriftlich fest. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Kompetenzentwicklung von Studierenden der Primarstufe (Bachelor-Studiengang) an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems in dieser Domäne zu erfassen. Dazu werden auf Basis einer Längsschnittstudie Vorbereitungen in Mathematik theoriegeleitet analysiert, welche die Studierenden im zweiten und sechsten Ausbildungssemester verfasst haben. Aus einer angestrebten Vollerhebung werden dazu Dokumente einer ausreichend großen Anzahl von Studierenden gezogen. Über deskriptive Aussagen hinaus lassen sich über die ermittelten Häufigkeiten im Längsschnitt auch Signifikanzen berechnen. Die Qualität der Auswertung wird durch die Berechnung der Interraterkorrelation zwischen zwei Ratern mittels Cohens Kappa angegeben.
Erwartet wird ein Kompetenzzuwachs im Verlauf der Ausbildung, der sich darin widerspiegelt, dass Studierende signifikant mehr und qualitativ hochwertigere individualisierende Maßnahmen in den Unterrichtsvorbereitungen planen und schriftlich festhalten.

Inklusion. Eine menschenrechtliche Herausforderung für die Pädagogik

Projektleitung: Rudolf Beer, Oskar Dangl          

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019         

Es handelt sich um ein mehrperspektivisches Projekt, das auf einem Mixed-Methods-Ansatz basiert. Wegen seiner Komplexität ist es in mehrere Bausteine (Subprojekte) gegliedert: A) Inklusion als menschenrechtliche Forderung; B) Inklusive Kompetenz. Zur Modellierung und Entwicklung eines Erhebungsinstruments; C) Unterwegs zu einem neuen Bildungsverständnis? D) Kennzeichen einer guten inklusiven Schule; E) Haltungen und Einstellungen Studierender gegenüber Inklusion.
So könnten wir der aktuellen Forderung nach einem empirisch versierten Nachdenken über pädagogische Maßstäbe und dem „Idealbild des empirisch versierten Philosophen im Felde der Pädagogik“ näherkommen.

Interreligiöse Begegnungslernen an Schulen - eine ethnographische Studie

Kooperation mit: BGRg15, Diefenbachgasse 19, 1150 Wien, BGRg16, Maroltingergasse 59-61, 1160 Wien

Projektbeteiligung KPH: Alfred Garcia Sobreira-Majer, Karsten Lehmann  

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2020

Interreligiöses Begegnungslernen ist ein Modell religiöser Bildung, das an Schulen und Hochschulen angewandt wird. An der KPH Wien/Krems hat es sich in ReligionslehrerInnenausbildung mit christlichen und muslimischen Studierenden bewährt. Katja Boehme (PH Heidelberg) hat ein Modell entwickelt, mit dem sowohl an der PH Heidelberg als auch an Schulen erfolgreich gearbeitet wurde. In Wien ist dieses Heidelberger Modell 2017/18 an zwei AHS installiert und an einer schon durchgeführt worden.  
Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, zur empirischen Erforschung dieser spezifischen Form des Begegnungslernens beizutragen. Es geht der Frage nach, worin in dem Modell des Interreligiösen Begegnungslernens „Begegnung“ besteht. Es wählt dafür den Zugang der (teilnehmenden) Beobachtung und rückt das soziale Handeln der beteiligten AkteurInnen in dem Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die konkreten Interaktionen zwischen SchülerInnen und zwischen SchülerInnen und Lehrenden im Zuge des Interreligiösen Begegnungslernens. Damit unterscheidet sich das Forschungsprojekt deutlich von anderen, die nach dem Lernertrag interreligiösen Begegnungslernens, insbesondere nach dem Erwerb interreligiöser Kompetenzen fragen.

Interreligiöse Bildung durch digitale Games

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2015/16 – SoSe 2020

Neben Cartoons, Filmen, Büchern und anderen postmodernen Medien finden sich Anspielungen auf Religion oder religiöse Elemente eben auch in Computerspielen, die mittlerweile ihrerseits zu einem Massenphänomen geworden sind. Nicht nur in den Spielen findet eine Auseinandersetzung mit interreligiösen Themen statt, sondern auch außerhalb – in Foren und Blogbeiträgen wird über Szenen in Spielen diskutiert. Da digitale Games im Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen eine stets stärker werdende Bedeutung erlangen, stellt sich die Frage, wie die Aspekte, die in kommerziellen und Serious Games zu Religion, religiösen Themen und Symbolen vorkommen, für interreligiöse Bildung im schulischen Kontext genützt werden können.

Interreligiöses Lernen im freikirchlichen Religionsunterricht. Neue Fragen und Impulse durch ein neues Unterrichtsfach

Projektleitung: Paul R. Tarmann           

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019

Aufbauend auf die bisherigen Untersuchungen der Curricula der österreichischen Pädagogischen Hochschulen zum Wortfeld „Interreligiöse Kompetenz“ (IRK) im Rahmen eines Forschungsprojektes des Spezialforschungsbereichs ‚Interreligiosität‘ zur ‚PädagogInnenbildung_Neu‘ soll hier die Semantik des Wortfeldes IRK bei einer religiösen Gruppe untersucht werden. Es wird angenommen, dass Konzepte der IRK besonders helfen, weitere Fragen in Bezug auf den freikirchlichen Religionsunterricht (FKR) empirisch festzuhalten, weil IRK ein Indikator für den Umgang mit anderen Fragen ist. Ziel des Forschungsprojektes ist die Erhebung des Ist-Zustandes im schulischen Alltag verglichen mit dem theoretischen Idealbild. Der Nutzen dieser Studie sollen eine Handreichung für RL und qualitativ angepasste Fortbildungs-Angebote durch das Institut Fortbildung Religion der KPH Wien/Krems sein, die Konzepte der IRK freikirchlichen Lehrkräften vorstellen soll.

It Takes Two to Tandem: Links between E-Tandem Language Learning, Foreign Language Enjoyment, Foreign Language Anxiety and Learner Autonomy 

Cooperation with: MMag. Christine Schallmoser MA, German Department, King`s College London

Project participation KPH: Pia Resnik

Running Time: WiSe 2016/17 - SoSe 2020  

Given many higher education institutions tend to show a rather low systemic autonomy (Tatzl, 2013), this project aims to mitigate barriers to learner autonomy by the implementation of an e-Tandem scheme. E-Tandem language learning is where two speakers of different L1s, each being the other interlocutor’s target language, mutually support each other in the learning process making use of digital media (e.g., Skype, WhatsApp). It can successfully be used as a complementary ‘non-formal’ method (Vetter, 2014) in the foreign language classroom in higher education. The current project integrates such an approach of crossing borders virtually, in which students of English (L1 German) from the University College of Teacher Education, Vienna|Krems and the University of Vienna are paired with learners of German (L1 English) from King’s College London, Oxford University, the University of Cambridge and the University of Texas at Austin. They are continuously given collaborative tasks to work on together. The study employs a mixed methods approach (web questionnaires, in-depth interviews, recordings of e-Tandem sessions) to shed light on the effect of such a tandem language scheme on students’ motivation, foreign language enjoyment (see, e.g., Dewaele & MacIntyre, 2016), foreign language anxiety and potential for fostering autonomy (Dam, 2003; Menezes De Oliveira, 2011).

KiP – Kooperation im Praktikum

Kooperation mit: Universität Bern

Projektbeteiligung KPH: Klaus Samac

Laufzeit: WiSe 2016/17 – SoSe 2020

Studierende treten mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen in ihre Ausbildung als Lehrpersonen ein. Aufgrund der bisherigen Schulpraxis, in der sich Kooperation von Lehrenden erst allmählich institutionalisiert, ist anzunehmen, dass ihnen vor allem das Bild der Lehrperson als „Einzelkämpferin“ bekannt ist. Hinsichtlich der inzwischen langjährigen Präsenz kooperativer Lernformen im Unterricht ist jedoch durchaus davon auszugehen, dass ihnen die Zusammenarbeit mit Peers in der Rolle als Schüler/innen vertraut ist.

An diesem Spannungsfeld setzt das Forschungsprojekt an, in dem Studierende der Vorschul- und Primarstufe der PH Bern seit dem Herbstsemester 2014 im Verlauf ihrer 3-jährigen Ausbildung (in Österreich 4-jährig) in den berufspraktischen Phasen begleitet werden. Es basiert auf der Frage, wie Studierende Kooperation in Teampraktika erleben und umsetzen. Ziele des Projekts liegen in einer Analyse kooperativer Lernformen im Praktikum aus der Perspektive der Lernenden und der Lehrenden. Untersucht werden Einstellungen, Erfahrungen und Kompetenzen sowie deren Entwicklungen im Verlauf der Grundausbildung.

Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung - ein Evaluationsprojekt auf der Sekundarstufe II

Projektleitung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek  

Auftraggeber: BmB

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2019/20

Aufbauend auf einem Pilotprojekt wird der Einsatz von Kompetenzrastern an sechs unterschiedlichen berufsbildenen Schulen erprobt. Die KPH führt hier die Evaluation durch (Fragebogenuntersuchung).

Kompetenzorientierte Mathematikschularbeiten auf der 4. Schulstufe - die Abbildung des Kompetenzmodells Mathematik (4. Schulstufe) in der Prüfungspraxis

Kooperation mit:Rupert Corazza, Stadtschulrat für Wien

Projektbeteiligung KPH: Rudolf Beer        

Laufzeit: SoSe 2017 - SoSe 2019/20

Mit der gesetzlichen Verankerung der Bildungsstandards und der damit verbundenen Konstruktion des Kompetenzmodells Mathematik (M4) wurde ein Paradigmenwechsel im Mathematikunterricht der Primarstufe eingeleitet. Die Allgemeinen Kompetenzen Modellieren, Operieren, Kommunizieren, Problemlosen stehen gleichgewichtig nebeneinander.
Wie weit sich das neue Kompetenzmodell allerdings auch in beurteilungsrelevanten Prüfungsaufgaben abbildet, ist bis jetzt nahezu unbeachtet. Das vorliegende Evaluationsprojekt verfolgt die folgende Forschungsfrage: Welche Kompetenzbereiche des Kompetenzmodells Mathematik (4. Schulstufe) werden in Prüfungsaufgaben bei Mathematikschularbeiten der 4. Schulstufe in der Bundeshauptstadt Wien überrepräsentiert, welche Bereiche werden vernachlässigt? Zu der Untersuchung haben 61 Wiener Grundschulen beigetragen und haben 351 Mathematikschularbeiten aus dem Schuljahr 2016/2017 bereitgestellt. Alle Schularbeiten werden einer inhaltlichen Analyse auf Basis des Kompetenzmodells M4 unterzogen. Hierbei werden die einzelnen Aufgaben jeweils einer Allgemeinen Kompetenz wie einer Inhaltlichen Kornpetenz zugewiesen. Zwischen den vier Allgemeinen Kompetenz und den vier Inhaltlichen Kompetenz ergeben sich somit 16 mögliche Knotenpunkte für die Verortung von Mathematikaufgaben bei Schularbeiten.

Lehrbuch: Islamische Gottesdienste und Gebete - Form und Bedeutung

Projektleitung: Wolfgang Bauer    

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2020

Im Islam gibt es unterschiedliche Formen der Kommunikation mit Gott. Am zentralsten ist dabei das tägliche rituelle Gebet – die zweite Säule der islamischen Lebensweise. Um ein ganzheitliches Verständnis der Kommunikation mit Gott zu fördern, möchte dieses Lehrbuch verbinden was in vielen Schriften isoliert betrachtet wird. Sowohl die äußere formale Ebene, als auch die tiefere spirituelle Bedeutung der islamischen Gebetsformen sollen beleuchtet und miteinander verknüpft werden. Wesentliche unterschiedliche islamrechtliche Auffassungen im Bereich der Gebetsformen sollen verständlich und argumentativ nachvollziehbar gemacht und dafür sensibilisiert werden. Dies ist vor allem für Studierende der islamischen Religionspädagogik und Theologie notwendig, speziell vor dem Hintergrund der pluralistischen muslimischen Bevölkerungssituation und der zeitgenössischen Herausforderungen im europäischen Minderheitenkontext.

Lehrbuch: Spiritualität oder Rituale: Innere Erziehung anhand der islamischen Riten der Pilgerfahrt

Projektleitung: Kerim Edipoglu      

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2019

In diesem Lehrbuch soll die innere Dimension der islamischen Rituale mit Bezug auf den Islamischen RU erforscht werden. Dieser Aspekt kommt in der Praxis meist zu kurz. In dem Lehrbuch sollen Hilfestellungen erarbeitet werden, wie das Thema Pilgerfahrt nach Mekkah (Haddsch) unter Einbeziehung der islamischen Primärquellen und der Denkanstöße der Gelehrten, Mystiker u.a. für den IRU spirituell aufbereitet werden kann. Die Pilgerfahrt wurde deshalb gewählt, weil sie als islamische Säule zwischen den islamischen Gruppierungen unumstritten ist und weil sie gleichzeitig durch konkrete Riten eine große Anzahl von spirituellen Bezugspunkten aufweise.

Leistung im pädagogischen Kontext       

Kooperation mit: Lucian-Blaga-Universität Sibiu

Projektbeteiligung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek      

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020      

Leistung ist im schulischen und hochschulischen Kontext sehr zentral, das individuelle Leistungsprinzip bestimmt das gesamte Schul- und Berechtigungswesen. Durch den Paradigmenwechsel von der Input- zur Outputorientierung gelangen Kompetenzen in den Fokus, was zu einem veränderten Verständnis von schulischem Lernen führen soll bzw. führt. Dieses veränderte Verständnis ist sowohl für Studierende als auch für Lehrpersonen wichtig, um in einem kompetenzorientierten Unterricht die Schülerinnen und Schüler adäquat und individuell zu fördern und zu fordern.

Lernen 4.0 – Digitale Grundbildung mit Schwerpunkt Primar- und Sekundarstufe I 

Projektleitung: Sonja Gabriel

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019 

Die Vermittlung digitaler Kompetenzen erscheint in unserer Gesellschaft als immer stärker relevant und stellt Lehrende und Lernende in Schule und Hochschule vor neue Herausforderungen. Alle Schülerinnen und Schüler – bereits ab der Volksschule – sollen Medienkompetenzen erwerben, im kritischen Umgang mit Informationen und Daten geschult sein, sich sicher im Internet bewegen und auch Wissen über Technik, Coding und Problemlösestrategien erwerben. 10 Pilotschulen werden in einem Schulentwicklungsprozess begleitet, der darauf abzielt, die Vorgaben des Bundesministeriums für Bildung in Bezug auf die Vermittlung von digitalen Kompetenzen (digikomp4 bzw. digikomp8 sowie digikompP und Digitale Grundbildung) zu erfüllen.

Männer als Primarstufenlehrer   

Kooperation mit: Institut für Männer- und Geschlechterforschung (Steiermark)

Projektbeteiligung KPH: Reinhard Feldl, Doris Lindner     

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Der geringe Anteil von Männern in der Grundschule wird aus unterschiedlichen Perspektiven problematisiert und kontrovers diskutiert. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt geht der Frage nach, welche Motive einer Studienwahl zum Primarstufenlehrer entscheiden. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die gewonnenen Erkenntnisse einerseits in spezielle Werbestrategien einfließen zu lassen, um den Anreiz für die Wahl des Primarstufenlehramtsstudiums bei männlichen Studienwerbern zu erhöhen; andererseits sollen spezielle Maßnahmen Studierende während des Studiums unterstützen und langfristig im Berufseinstieg begleiten.

Menschenrechte im Alten Testament

Projektleitung: Oskar Dangl

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Dieses Entwicklungsprojekt liefert eine praktisch brauchbare Handreichung für studierende und Leherinnen zum Thema "Menschenrechte im Alten Testament". Sie soll es Studierenden und Leherinnen ermöglichen, sich möglichst schnell einen profunden Einblick in das biblische Verständnis der Menschenrechte zu verschaffen, um diese Informationen für die Ausbildung und den eigenen Unterricht zu nutzen.

Modellklasse "Neue Schulmöbel"           

Projektleitung: Katharina Rosenberger

Laufzeit: WiSe 2014/15 – SoSe 2021

In der Praxisvolksschule Strebersdorf wurde im Zuge des Forschungsprojekts „Der Einsatz neuer Schulmöbel als Gestaltungselement eines zukunftsweisenden Unterrichts“ (Leitung: Franz Hammerer / Katharina Rosenberger, Laufzeit: 2013-2015) eine Klasse mit neuen Schulmöbeln ausgestattet (Tische, Sessel, Tischauflagen). Diese Möbel sollen auch in den nächsten Jahren in dieser Klasse verbleiben, sodass interessierte Personen sie in actu besichtigen können.

Motive und Gelingensbedinungen für Fortbildungen aus der Sicht der Teilnehmer/innen

Kooperation mit: Bundeszentrum für Professionalisierung in der Bildungsforschung

Projektbeteiligung KPH: Tamara Katschnig

Laufzeit: WiSe 2017/18 – WiSe 2019/20

Erforschung des Fortbildungsverhaltens von Primarstufenlehrern und -lehrerinnen und von Religionslehrern und -lehrerinnen im Hinblick auf Motive und Gelingensbedingungen. Forschungsfragen: Welche Motive führen zum Besuch von Fortbildungen? Welche Folgen, welchen Nutzen können Fortbildungen haben? Welche Auswirkungen sind von Seiten der Leher/innen erwünscht? Untersuchungsdesign: 30 qualitative Interviews mit Primarstufenleher/innen und Religionsleher-/innen in der Primarstufe, zusätzlich Abfrage der Meinung, des Eindrucks zu bestimmten Fortbildungspräsentationen.

NÖ begabt 5-7

Kooperation mit: PH Niederösterreich

Projektbeteiligung KPH: Gregor Kremser

Laufzeit: WiSe 2014/15 – SoSe 2019

Bei Kindern zwischen fünf und sieben Jahren (letztes Kindergartenjahr bis zweite Klasse Volksschule) sollen unter Miteinbeziehung der Eltern und PädagogInnen mathematische (Teilprojektverantwortung: PH Niederösterreich) und bildnerische (Teilprojektverantwortung: KPH Wien/Krems) Begabungen identifiziert und ihre Entwicklung über drei Jahre begleitet werden. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in NÖ spiegelt sich in der Stichprobe an 16 Standorten in ganz NÖ wieder. Dieser Realität wird sowohl im Erhebungsdesign als auch bei der Begabungsidentifizierung Rechnung getragen. Die Ergebnisse des Projekts sollen in weiterer Folge den PädagogInnen helfen Beganungen zu erkennen, um entsprechende Fördermaßnahmen ergreifen zu können.

Ostarrichislam

Projektleitung: Gernot Galib Stanfel      

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2019

Die kulturelle Verbindung Österreichs und damit die Mitprägung der Kultur Österreichs durch den Islam und islamisch geprägte Kulturen ist ein bis dato wenig erforschtes Gebiet. Die IRPA hat 2012 unter meiner massgeblichen Mitarbeit die Ausstellung „Ostarrichislam" produziert, zu der auch ein gleichlautender Katalog- Buch mit mir als Mitherausgeber erschien. Da hier aber nur ausschnittsweise Fakten präsentiert werden konnten, ist eine weitere vertiefende und umfassende Aufarbeitung des Themas von wichtiger Bedeutung.

Österreichisches Kompetenzmodell Sachunterricht - Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich                            

Projektleitung: Brigitte Pokorny, Kerstin Schmidt-Hönig

Laufzeit: WiSe 2017/18 - SoSe 2020

Ausgangspunkt für dieses Projekt ist ein vom BZBF unterstütztes österreichweites Projekt der Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker aller PHs, Forum Sachunterricht", das ein Österreichisches Kompetenzmodell für den Sachunterricht der Volksschule zum Ziel hat. Innerhalb dieses Gruppe gibt es drei Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Bereichen (NAWI, SOKUWI, Empirische Daten) widmen. Das eingereichte Projekt der Arbeitsgruppe "SOKUWI" der KPH Wien/Krems hat zum Ziel, Beiträge aus dem soziokulturellen Fachbereich zu erarbeiten und ins Forum Sachunterricht einzubringen. Diese Gründen auf dem aktuellen Lehrplan der Volksschule, beinhalten Basiskompetenzen aus den Fächern Geografie/Wirtschaftskunde, Geschichte/Sozialkunde, Politische Bildung und beziehen korrespondierende Unterrichtsprinzipien mit ein. Aktuelle Themenbereiche wie z.B. Globales Lernen/Global Goals, Entrepreneurship werden ebenfalls berücksichtigt.

Pädagogik der Menschrechte

Projektleitung: Doris Lindner

Laufzeit: WiSe 2018/19 – SoSe 2020

Es handelt sich bei der "Pädagogik der Menschrechte" um einen Band in der Reihe "Brennpunkt Schule". Er richtet sich an Praktikerinnen in Schule und schulnahen pädagogischen Feldern und soll sie dabei unterstützen, das Thema "Menschenrechte" und unmittelbar verwandte Inhalte (z.B. Kinderrechte) im eigenen Unterricht zu implementieren. Es handelt sich um eine theoriebasierte, praxisorientierte Handreichung für Leherinnen und Pädagoginnen. Das spiegelt sich auch im Aufbau wieder, der sich wie folgt darstellt:

  • Geschichte und Genese der Menschrechte
  • Begründung der Menschenrechte
  • Menschenwürde und Menschenrechte
  • Menschenrechtsbildung in der Praxis

Ein Schwerpunkt liegt auf der Präsentation von Unterrichtsideen. Auf diese Weise sollen Leherinnen und Lehrer angeregt werden, eigene Erfahrungen mit diesem spannenden Thema zu machen, das für alle Fächer anschlussfähig ist.

Perspektiven auf die Rolle von Lehrenden der Fortbildung

Kooperation mit: Bundeszentrum für Professionalisierung in der Bildungsforschung (vertreten durch Georg Hafner)

Projektbeteiligung KPH: Tamara Katschnig     

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2020

Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen und des BZBF soll in diesem kooperativen Forschungsprojekt an fünf Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer_innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner_innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner_innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das — nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung — wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner_innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.

Pilotstudie zur ANTONWELT. Digital - lesen - schreiben - kommunizieren

Projektleitung: Sonja Gabriel, Rita Huemer      

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2019

In der Studie werden Wirksamkeit und Erfahrungen von SchülerInnen, Lehrpersonen und Eltern mit dem Einsatz der für Grundschulkinder entwickelten Lese-, Schreib- und Publikationsplattform „Antonwelt“ erhoben. Die für die Grundschule entwickelte Internetplattform folgt in ihrem pädagogischen Content den Anforderungen eines gelingenden Schriftspracherwerbs bei gleichzeitiger Entwicklung von Medienkompetenz. Dazu werden in einer Methodentriangulation qualitativ erhobene Daten (Interviews) und quantitativ erhobene Daten (Fragebogen) analysiert und interpretiert. Das Ergebnis soll zeigen, wie die Plattform „Antonwelt“ die Kompetenzen der AnwenderInnen in verschiedenen Bereichen stärken kann und wie die Plattform in unterschiedlichen Settings eingesetzt wird.

Politische Bildung und die Umsetzung der Bildungsziele gemäß der Forderungen des neuen Lehrplans für GSP auf Sekundarstufe I

Projektleitung: Martina Rabl    

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2021

Im neuen Lehrplan der NMS und der AHS-Unterstufe ist Politische Bildung Im Gegenstand Geschichte/Sozialkunde verankert. Bis 2016 war Politische Bildung für die Zielgruppe der Sekundarstufe I bloß als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip auf allen Schulstufen in Form eines Grundsatzerlasses definiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll nun erhoben werden, ob sich durch die neu gestaltete modulare Konzeption und das dadurch vermittelte historisch-politische Wissen Einstellungsänderungen bei Schülerinnen und Schülern zur Politik im Allgemeinen und zu politischen und gesellschaftlichen Sachzusammenhängen im Besonderen ableiten lassen.  Um valide Erkenntnisse zum Forschungsgegenstand erzielen zu können, werden zum einen die fachspezifischen Schülerkompetenzen und zum anderen die Herangehensweisen an zentrale politische Konzepte aus der Zeit vor 2016 der Konzeption und den Zielsetzungen des neuen Lehrplans bezüglich eines erwarteten gesteigerten Schülerinteresses und -wissens  um Politik  und politische Zusammenhänge gegenübergestellt.

ProInRePra - Professionalisierung für inklusive Bildung durch reflektierte Praktika (Erasmus+)

Projektleitung: Margit Datler

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Das Projekt verfolgt drei Ziele: (1) schulische Inklusion zu fördern, (2) Kompetenzen und Fertigkeiten von Lehramtsstudierenden zu steigern und (3) das professionelle Profil der Lehrkräfte passend zu schärfen. Darüber hinaus werden zwei aufeinander bezogene Produkte erstellt: (1) ein Modul für die Praktikumsbegleitung in der LehrerInnenbildung und (2) eine Fortbildung für Lehrkräfte und HochschulmitarbeiterInnen, die Studierende im Praktikum begleiten. Beide Produkte sind auf den Professionalisierungsansatz „Reflexion für inklusive Bildung“ ausgerichtet.

Religiöse Vielfalt an Wiener Schulen in der Ersten Republik (1918-1938)

Kooperation mit: Sarah Egger (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Wien), Julie Handman (Institut für Jüdische Erwachsenenbildung, Wien), Milli Segal (Agentur für Presse, Public Relations und Veranstaltungsorganisation, Wien), Tanja Windisch-Hlinomaz (Werkstatt Lichtenthal)

Projektbeteiligung KPH: Edith Petschnigg    

Laufzeit: SoSe 2018 - WiSe 2020

Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes unter der Leitung von Edith Petschnigg steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schülerinnen und Schüler und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

SAPELTA: Self-Assessment for Primary English Language Teachers in Austria          

Kooperation mit: PH Wien     

Projektbeteiligung KPH: Georg Hellmayr

Laufzeit: WiSe 2018/19 - WiSe 2019

Erstellen einer Übersicht der Qualifikationsanforderungen an PrimarstufenpädagogInnen auf der Basis eines Korpus aus fachwissenschaftlichen Publikationen. Ermitteln der Gewichtung der Qualifikationsanforderungen auf Basis der Korpora. Stimulation/Motivation von Eigeninitiative und Selbststudium von Studierenden/Lehrenden mit dem Ziel positive Washback-Effekte auf Curriculumsentwicklung, Lehre und Selbststudium durch die Systemmatisierung von Reflexionsprozessen zu erzielen. Publikation und Dissemination von SAPELTA an Pädagogischen Hochschulen 

Schule und Raum – ein Profilthema an der KPH          

Projektleitung: Franz Hammerer, Katharina Rosenberger           

Laufzeit: SoSe 2016 – SoSe 2020

Räume haben erhebliche Wirkungen auf das Bedingungsgefüge des Lernens, auf das soziale Geschehen, das leibliche Erleben etc., kurz also auf jegliche Art der Interaktion und Kommunikation in Schule und Unterricht. Durch die ihnen eigene Struktur und Aussagekraft lösen Räume Grundstimmungen aus und beeinflussen das Verhalten der sich in ihnen aufhaltenden AkteurInnen (vgl. Rehle 1998, S. 69f). Es ist daher ein zentrales Thema der Pädagogik, das an der KPH als Profilthema „Schule und Raum“ in den letzten Jahren erfolgreich implementiert werden konnte. Zahlreiche Kontakte im In- und Ausland, mit unterschiedlichen Institutionen und aus unterschiedlichen relevanten Fachbereichen führten zu gewinnbringenden Vernetzungen und Kooperationen, denen mehrere Projekte und Publikationen entsprangen. Das Profilthema soll in den nächsten Jahren weiterverfolgt und vertieft werden.

Schuleingangsphase in Österreich         

Projektleitung: Ulrike Fajtak, Kerstin Schmidt-Hönig    

Laufzeit: SoSe 2017 – SoSe 2018

Die Publikation ist als Gemeinschaftsprojekt von Mitgliedern des Kompetenzzentrums für Elementar- und Grundschulpädagogik geplant. Ausgehend von systemischen und psychologischen Voraussetzungen werden unter Berücksichtigung der österreichischen Lehr- und Bildungspläne Grundlagentexte zur Komplexität des Übergangs von elementaren Bildungseinrichtungen in die Primarstufe erstellt.

Sensibilisierung für Geschlechterbewusstsein bei Lehramtsstudierenden

Kooperation mit: PH Salzburg, Bundeszentrum für Geschlechterpädagogik und -forschung

Projekttbeteiligung KPH: Irene Holzhacker, Silvia Kramreiter, Andreas Wachter

Laufzeit: SoSe 2017 – SoSe 2019

Die derzeit bestehenden Integrationsklassen erscheinen von ihrer Konzeption und ihrem Anspruch als besonders geeignet, eine egalitäre Bildungsbeteiligung zu ermöglichen. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass die Frage von Geschlecht in der (bisherigen Inklusionspädagogik/Sonderpädagogik wenig Beachtung gefunden hat. Vor diesem Hintergrund (und der bevorstehenden Weiterentwicklung der Integrationsklassen zu inklusiven Klassen/Schulen) versucht das Forschungsprojekt die Bedeutung von Geschlecht in der Interaktion zwischen Lehrpersonen (LuL) un den Schülerinnen und Schülern (SuS) näher zu beleuchten.

Für die Arbeit an Pädagogischen Hochschulen ist dies von grundlegender Bedeutung, weil inklusive Pädagogik in ihrem Kern Geschlechterkompetenz bedarf, um nicht durch unreflektierte Geschlechterbilder seitens der Lehrpersonen die freie Entfaltung des tatsächlichen Potentials der SuS einzuschänken/zu behindern.

Damit gewährleistet ist, dass hier nicht Forschung "über" geschieht, sollen KollegInnen mit Beeinträchtigungen (visuell, auditiv, physisch) sowohl als Lehrende als auch als ProjektmitarbeiterInnen im Sinne partizipativer Forschung eingebunden werden.

Spielend über Menschenrechte lernen II. Bedeutung digitaler Spiele für die Menschenrechtspädagogik   

Projektleitung: Sonja Gabriel      

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019        

Das pädagogische Potential von kommerziellen Computerspielen und Serious Games wurde bereits lerntheoretisch beschrieben und ansatzweise empirisch nachgewiesen (Gee 2007, Ritterfeld et al. 2009). Digitale Spiele werden in den letzten Jahren allerdings auch immer häufiger eingesetzt, um Veränderungen im Verhalten und in der Einstellung von Menschen zu erzielen (Games for change). Im Rahmen dieses Projekts werden digitale Spiele (Serious Games und kommerzielle Games) untersucht, wie sie für die Menschenrechtspädagogik dienlich sein können. Nachdem sich Teil 1 des Projekts auf digitale Spiele zum Thema Armut konzentrierte, wendet sich dieses Projekt der Vermittlung anderer Menschenrechte zu.

SQA-Evaluationsprojekt: Aspekte von Schulqualität - Eine schulinterne Maßnahme zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung

Projektleitung KPH: Rudolf Beer     

Laufzeit: SoSe 2018 - WiSe 2019

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Schwerpunktes ‘Schule als sich selbst entwickelnde Organisation’ der Primarstufenlehrer/innenausbildung an der KPH Wien/Krems werden Aspekte von Schulqualität an der Praxisvolksschule Krems-Mitterau evaluiert. Die Ergebnisse werden im Sinne der Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung als SQA-Maßnahme den betroffenen Lehrerinnen und der Schulleitung zur Verfügung gestellt.

SQA-Evaluationsprojekt: Aspekte von Schulqualität - Eine schulinterne Maßnahme zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung

Projektleitung KPH: Rudolf Beer     

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2019

Die Forderung an die Einzelschulen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung (vgl. § 18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz bzw. § 56 Schulunterrichtsgesetz) zu setzen, stellt die Schulen vor Herausforderungen. Der Schwerpunkt in der neuen Primarstufenlehrer/innenausbildung: Die Schule als sich selbst entwickelnde Organisation soll dem Rechnung tragen. Im Modul prim8-03: Evaluationsmethoden für Schul- und Lernkonzepte sollen Studierende schulische Evaluationsprojekte begleiten, Evaluationsinstrumente entwickeln, Daten auswerten sowie Ergebnisse darstellen, bewerten und rückmelden. Im Zuge der Lehrveranstaltung SE Evaluationsprojekte – Schulentwicklung bietet es sich an, solch eine Schulevaluation für eine interessierte, engagierte Schule im pädagogischen Feld durchzuführen. Mit der geplanten Kooperation zwischen Dr. Beer (Institut Ausbildung) und Dir. Bannert, MA (Praxisvolksschule Krems-Mitterau) verbinden sich curriculare Ausbildungsziele mit dem Ziel der Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung an der Praxisvolksschule.

SU-NAWI-BLOG. Ein BLOG zu den naturwissenschaftlich-technischen Themen des Sachunterrichts

Projektleitung: Christian Nosko

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019

Im Rahmen dieses Entwicklungsprojekts soll ein Blog zu den naturwissenschaftlich-technischen Themen des Sachunterrichts entstehen. In dem Blog werden naturwissenschaftlich-technische Themen aufgegriffen, die für einen zeitgemäßen Sachunterricht von Bedeutung sind. Insofern sind Beiträge zu Forschung sowie außerschulischen Lernorten (z.B. Sonderausstellungen in Museen), fachdidaktische Themen aber auch Links zu naturwissenschaftlichen Portalen im WWW geplant. Darüber hinaus sind Wissenstests und Concept Refresher zur Festigung fachlicher Grundlagen denkbar. Zielgruppe: Studierende für das Lehramt im Bereich der Primarstufe sowie Primarschullehrerinnen und -lehrer.

TEDCA - Teachers Education, Development and Career in Austria

Kooperation mit: Universität Klagenfurt, PH Steiermark, PPH Linz

Projektbeteiligung KPH: Gabriele Beer

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Lehrerbildung soll empirisches Wissen über Professionalisierungsprozesse im Lehrerberuf erarbeitet werden. Dabei wird - ausgehend von einem Angebots-Nutzungsmodell - systematisch analysiert werden, wie die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Lehrpersonen, die Qualität der Aus- und Fortbildungsangebote und deren Nutzung sowie unterschiedliche Kontextmerkmale die Persönlichkeits-, Interessen- und Kompetenzentwicklung sowie das Befinden im Lehrerberuf beeinflussen und wie sie sich auf die weiteren Berufspläne auswirken bzw. ausgewirkt haben.

Die geplante Untersuchung führt eine Längsschnittstudie weiter, die ab dem Jahr 1994 einen kompletten Studienjahrgang aller Pädagogischen Akademien in insgesamt fünf Befragungswellen - zuletzt im Jahr 2005 - erforschte. Im aktuell vorgesehenen Abschnitt der Studie wird demnach die Situation von Personen im Mittelpunkt stehen, die vor rund 20 Jahren ihr Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Es wird dabei zum einen auf das umfangreiche Datenmaterial zurückgegriffen, das im Zuge der vorausgegangenen Erhebungen angefallen sind. Zum anderen werden die betreffenden Personen - rund 1500 Absolvent/innen der Pädagogischen Akademie (nunmehr Pädagogische Hochschule) aus dem Jahr 1998 ein weiteres Mal angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zu ihrem Fortbildungsverhalten und ihren Fortbildungswünschen, zu ihrem aktuellen Kompetenzerleben, zu ihren pädagogischen Handlungsweisen, zu ihrem Befinden und zu Ihren Laufbahnplänen befragt.

TI-T3 Austria      

Kooperation mit: Texas Instrument Germany GmbH

Projektbeteiligung KPH: Thomas Müller

Laufzeit: WiSe 2012/13 – WiSe 2018/19

In Kooperation mit Texas Instruments unterstützt dieses Projekt den sinnvollen Technologieeinsatz im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Alle Fortbildungsinhalte und -materialien sind aus dem Unterricht erwachsen und unmittelbar für den Unterricht geeignet.

Under pressure - Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen

Kooperation mit: Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung

Projektbeteiligung KPH: Tamara Katschnig

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2019

In diesem NÖ-weiten Projekt (online Fragebogen) geht es darum, herauszufinden, welchen Belastungen Lehrpersonen in welchem Ausmaß ausgesetzt sind, ob sich diese Belastungen in Abhängigkeit von verschiedenen Variablen unterscheiden, was die Kolleginnen und Kollegen als Ursache für diese Belastungen ausmachen, wie sie an das "System" Schule haben, damit es zu einer Reduktion der Belastungen kommt.

UKids - Youth Start Social Entrepreneurship Programme for Kids (Erasmus+)                                  

Projektleitung: Johannes Lindner

Laufzeit: WiSe 2017/18 – SoSe 2020

Kurzbeschreibung:

Beim Projekt "UKids" kooperieren Hochschulen und Volksschulen aus sechs Ländern (Dänemark, Finnland, Niederlande, Österreich, Portugal, Ungarn). Der Lead des Projektes liegt bei der KPH Wien/Krems. Es arbeiten KollegInnen der Standorte Krems und Wien, sowie der Partner-Volksschulen Krems und Wien, zusammen.

Ziel des UKids Projekts ist es (Social) Entrepreneurship Education als LEhr-Lernangebot in der LehrerInnenausbildung für die Primarstufe und den verbundenen Partnerschulen der Primarstufe zu verankern. Das Projekt knüpft an den Ergebnissen des Erasmus+ Policy Experimentation Projektes "Youth Start Entrepreneurship Challenges" (www.youthstart.eu) an. Es werden Lehr-Lern-Arrangements für die Primarstufe eingesetzt und neue entwickelt (z.B. Marketday Challenge, Communitiy Challenge). Für die LehrerInnenausbildung werden neue Unterlagen (Social Entrepreneurship Access Points) erarbeitet, erprobt und eingeführt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit einem Aktionsforschungsansatz.

Vernetzung von Theorie und Praxis - Planung von kompetenzorientiertem Musikunterricht in der Primarstufe

Kooperation mit: PH NÖ, PH Wien

Projektbeteiligung KPH: Freya Hanser, Leonore Donat, Richard Pirolt

Laufzeit: WiSe 2017 - SoSe 2019

Das Bewusstsein, dass musikbezogene Bildung nicht nur auf messbare kognitive Fähigkeiten und vorzeigbares Können reduziert werden kann, sondern aus dem praktischen Tun heraus persönliche Lernhaltungen entwickelt werden sollen, muss in der gesamten Ausbildung geschaffen werden und bildet die Grundlage für kompetenzorientierten Unterricht.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, ob die Praxislehrer*innen/Mentor*innen die Hilfestellungen der KPH als ausreichend empfinden, um mit den Studierenden im Unterrichtspraktikum kompetenzorientierten Unterricht zu planen und durchzuführen. Dazu erhalten die Praxislehrer*innen/Mentor*innen im Vorfeld das Kompetenzmodell und im Anschluss einen Online-Fragebogen, der klären soll, ob bzw. welche Unterstützung von Seiten der KPH gewünscht wird.

Wortverständnis in Theorie und Praxis 

Projektleitung: Brigitte Haushofer

Laufzeit: WiSe 2018/19 - SoSe 2020

In der Grundschule wird den Kindern nicht nur die Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschunterricht vermittelt, sondern es werden komplexere sprachliche Anforderungen an sie gestellt, wie sie unter anderem auch im Lehrplan und in den Bildungsstandards aufgelistet sind. Im Modell von Rosebrock und Nix ist die kleinste Einheit des Leseprozesses die Wortidentifikation, die ohne Wortschatz nicht möglich ist. Daher ist dem Wortverständnis bzw. der Wortschatzdidaktik im Unterricht seitens der Lehrpersonen große Aufmerksamkeit beizumessen. Fehlender Wortschatz kann bei den Schülerinnen und Schülern in allen schulischen Bereichen zu Problemen führen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll herausgefunden werden, welche wortschatzdidaktischen Kompetenzen Studierende aufweisen bzw. im Laufe des Studiums erwerben. Ein Abgleich mit der Schulpraxis wird durchgeführt.

Zivilcourage 2.0: Mechanismen und Wirkungsweisen zivilcouragierter Interventionen durch Jugendliche im Umgang mit wahrgenommener Gewalt im Internet 

Kooperation mit: Universität Wien, Institut für Soziologie

Projektbeteiligung KPH: Ingrid Kromer

Laufzeit: SoSe 2017 - SoSe 2019; Fördergeber: FFG (KIRAS)

Das Projekt Zivilcourage 2.0 rückt das bislang in der Forschung kaum berücksichtigte hohe Präventionspotenzial jugendlicher Online-Bystander (= unbeteiligte Dritte bei medial vermittelter Gewalt im Internet) in den Mittelpunkt. Ziel ist es, jene Faktoren, Mechanismen und Wirkungsweisen zu identifizieren, die zivilcouragiertes Handeln Jugendlicher in Online-Kontexten fördern oder hemmen. Neben einem dringend notwendigen Beitrag zur Grundlagenforschung wird in Zusammenarbeit mit den KooperationspartnerInnen aus der Praxis (ÖIAT, MKÖ, BM.I) ein jugendgerechtes Interventions-repertoire sowie ein umfassendes Informations-, Schulungs- und Trainingsangebot ausgearbeitet, um Zivilcourage von Mädchen und Burschen auch im Internet nachhaltig zu fördern.

Zum Einsatz der Software „Minecraft“ im technischen Werkunterricht der Volksschule

Projektleitung: Michael Nader          

Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2019

Mit dem Projekt werden die Einstellungen von Primarstufen-Studierenden im sechsten Semester mittels qualitativer Methodik erhoben, welche sie zum Einsatz von Digital Game-Based Learning am Beispiel der Software "Minecraft" im technischen Werkunterricht der Volksschule haben. Die Ergebnisse sollen sowohl einen Beitrag zur Fachdidaktik der technischen Werkerziehung liefern, als auch zur Entwicklung der hochschulischen Lehre unter Perspektive der Digitalisierung beitragen.