Die Menschenrechte zeichnet ein universaler Anspruch aus: Unabhängig von allen kulturellen, religiösen und individuellen Unterschieden verteidigen sie das Recht jedes Menschen auf sein Menschsein und die mit ihm verbundenen Hoffnungen, Aufgaben und Entfaltungsmöglichkeiten. Dieser universale Anspruch ist daher auch stets parteiisch, weil er wirksam wird, wo die Menschenrechte bestritten werden.

Diese Form kennzeichnet auch pädagogisches Handeln. Es dient jedem Menschen und verteidigt sein Menschsein und fördert es in allen relevanten Bereichen. Daher hat eine an den Menschenrechten orientierte Pädagogik auch einen anderen Zugang zum Menschen, als er in unserer durch Leistung und Ausbeutung ausgerichteten Zeit gefordert wird: In ihr geht es um die Chancenentwicklung und -verteidigung derer, die bereit sind, sich zu entfalten, und jener, die am vorgegebenen Tempo von Bildung und Berufsansprüchen scheitern. Pädagogik wird hier parteiisch, um das Menschsein derer zu verteidigen und zu erhalten, die andere Zugänge zur gesellschaftlichen und beruflichen Welt finden.

Menschenrechtsbildung ist demnach eine wegweisende Aufgabe von Schule heute und Voraussetzung für die weltweite Förderung und Etablierung einer Menschenrechtskultur. Um erfolgreich zu sein, muss die Menschenrechtsbildung das Alleinstellungsmerkmal der Menschenrechte berücksichtigen: Gleichwürdigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen – moralisch begründet, historisch gewachsen, politisch gefordert und rechtlich geschützt. Ziel der Menschenrechtspädagogik sollte es daher sein, besonders den nachwachsenden Generationen die Achtung und das Verständnis für die Menschenrechte und die Würde des Menschen nahe zu bringen. Menschenrechte können ein kraftvolles Werkzeug gegen soziale Desintegration, Intoleranz und Armut sein.

Menschenrechtspädagogik muss also nicht nur ihre Adressat*innen erreichen, sondern auch ihrem Gegenstand, den Menschenrechten selbst, gerecht werden. 

Hier finden Sie unseren Folder zum Kompetenzzentrum.


Team

Wer wir sind

Das Kompetenzzentrum für Menschenrechtspädagogik an der KPH Wien/Krems ist ein interdisziplinäres Forum für den kollegialen Austausch und eine Einrichtung zur (globalen) Vernetzung im Bereich der Themen "Menschenrechte", "Menschenwürde" und "Menschenrechtsbildung". Als interdisziplinäres Team, darunter Hochschullehrende, Didaktiker*innen, Forscher*innen und Praktiker*innen, setzen wir zentrale Impulse zur Verwirklichung der Menschenrechtsidee in Forschung, in der Lehrer*innenaus-, -fort und -weiterbildung sowie durch Disseminationstätigkeiten.

 

Leitung

DDr. Oskar Dangl

Mitarbeiterinnen

Mag. Sonja Danner
Mag. Elisabeth Fernbach
Dr. Sonja Gabriel, MMA 
Dr. Ingrid Kromer

Dr. Doris Lindner

Mag. Sigrid Pohl
Dr. Elisabeth Schwarz
Dr. Ingrid Schwarz

Mag. Gernot Galib Stanfel

 

Konzept

Der grafische Aufriss stellt die drei Säulen unseres Kompetenzzentrums dar.

 

tempel

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Projekte

Was wir tun

Projekte

  • "Art of human rights" (Elisabeth Fernbach
  • Erinnerungslernen (Sonja Danner)
  • Kinderarmut (Ingrid Kromer)
  • Interreligiöse Bildung durch digitale Games (Sonja Gabriel)
  • Cyber Heroes (Ingrid Kromer)
  • Befähigung von Kindern (Doris Lindner)
  • Menschenrechte im Alten Testament (Oskar Dangl)
  • "Remember" (Sonja Danner)
  • Buchprojekt "Wie Menschenrechtsbildung gelingen kann" (Doris Lindner)
  • Inklusion (Elisabeth Schwarz, Oskar Dangl)
  • Symposium Dürnstein (Sigrid Pohl)
  • Projekt im Textilen Werken (Sigrid Pohl)
  • Ukids (Elisabeth Fernbach)
  • IRPA-Diskurse (Gernot Galib Stanfel)
  • Vielfältige Geographie (Ingrid Schwarz)