Das Kompetenzzentrum für interkulturelles, interreligiöses und interkonfessionelles Lernen versteht sich als fachlicher und interdisziplinärer Reflexions-, Diskurs – und Vernetzungsort im Bereich des interkulturellen, interreligiösen und interkonfessionellen Lernens, der die Verbindlichkeit dieser Thematik für die KPH Wien/Krems sicherstellen will.

Konzept

Angesichts der kulturellen, religiösen und sprachlichen Pluralität in unserer Gesellschaft hat das KPZ iiiL zum Ziel, interkulturelles, interreligiöses und interkonfessionelles Lernen in seiner Relevanz für besseres gegenseitiges Verstehen und für gelingendes Zusammenleben sichtbar zu machen und es im Bereich von Schule und Hochschule zu fördern. Dazu dient der fachliche und interdisziplinäre Grundlagendiskurs im ExpertInnenkreis und die Arbeit der Vernetzung mit Einrichtungen innerhalb und außerhalb der KPH Wien/Krems in den Bereichen der Interkulturalität, Interreligiosität und Interkonfessionalität. Das KPZ iiiL regt Forschungs- bzw. Entwicklungsprojekte zu seinen Kernthemen an, realisiert sie selbst bzw. unterstützt und begleitet sie fachlich in verschiedenen Formen der Kooperation.


Selbstverständnis und Verankerung

  • Das KPZ iiiL versteht sich als fachlicher und interdisziplinärer Reflexions-, Diskurs – und Vernetzungsort im Bereich des interkulturellen, interreligiösen und interkonfessionellen Lernens, der die Verbindlichkeit dieser Thematik für die KPH Wien/Krems sicherstellen will.
  • Sein Team besteht aus Lehrenden der Ausbildung und Fortbildung und spiegelt in seiner Zusammensetzung die konfessionelle, religiöse und kulturelle Vielfalt an der KPH Wien/Krems wider.
  • Das KPZ iiiL ist im Leitbild der KPH Wien/Krems verankert. Daraus ergeben sich die Grundperspektiven der Arbeit: Vielfalt als Chance sehen, eine Kultur des respektvollen Dialogs fördern und Orte der intellektuellen Begegnung ermöglichen.
  • Das KPZ iiiL stellt eine Organisationseinheit an der KPH Wien/Krems dar, die dem Institut für Forschung und Entwicklung zugeordnet ist.
  • Das KPZ iiiL kooperiert im Zusammenhang mit seinen Kernthemen mit Einrichtungen innerhalb und außerhalb der KPH Wien/Krems. Es ist an der KPH Wien/Krems insbesonders mit der Fachgruppe Religionspädagogik- Interreligiosität, dem Spezialforschungsbereich Interreligiosität , der Steuergruppe Organisationskultur und dem Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen (iiB) vernetzt.

Grundausrichtung

  • Die Mitte des KPZ iiiL bilden der fachliche und interdisziplinäre Diskurs und die Reflexion der Grundlagen des interkulturellen, interreligiösen und interkonfessionellen Lernens im schulischen und hochschulischen Kontext.
  • Das KPZ iiiL soll gleichsam Motor und Drehscheibe der Reflexion des iiiL und der Vernetzung mit den damit befassten Einrichtungen innerhalb, aber auch nach Möglichkeit außerhalb der KPH Wien/Krems sein.
  • Die diskursorientierte Reflexion bewegt sich auf der Metaebene und will so die konkrete pädagogische Arbeit und verschiedenste Projekte innerhalb und außerhalb der KPH Wien/Krems theoriegeleitet inspirieren und begleiten können.
  • Eine interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht ein mehrperspektivisches reflektiertes Vorgehen.
  • Die Beachtung des internationalen pädagogischen und religionspädagogischen Diskurses ermöglicht einen unverzichtbaren Blick über den Tellerrand.
  • Kunst und Literatur, ebenso das Thema Mehrsprachigkeit, sind als Schnittstellen zum iiiL laufend Teil des Diskurses.
  • Spiritualität und Mystik der verschiedenen Kirchen und Religionsgemeinschaften bilden unerlässliche Quellen der Inspiration und Reflexion.
  • Dem interkonfessionellen Lernen kommt aufgrund der ökumenischen Ausrichtung der KPH Wien/Krems und des wachsenden Interesses an Modellen konfessioneller Kooperation eine herausragende Bedeutung zu.
  • Das KPZ iiiL sieht sich dem christlich-jüdischen Dialog verbunden, hält die „gefährliche Erinnerung“ an die Shoah wach und setzt sich mit jüdischem Glauben und Leben in Geschichte und Gegenwart auseinander.
  • Das KPZ iiiL engagiert sich für interreligiöses Lernen in der Begegnung von ChristInnen und MuslimInnen und entwickelt Initiativen und Projekte, um eine differenzierte Wahrnehmung der religiöse Anderen und ein vertieftes gegenseitiges Verstehen zu ermöglichen.
  • Das KPZ iiiL sieht sich in der Verantwortung, dass die Thematik des interkulturellen, interreligiösen und interkonfessionellen Lernens in den Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildung der KPH Wien/Krems nachvollziehbar aufscheint und in konkreten Initiativen und Lernangeboten Gestalt gewinnt.
  • Das KPZ iiiL beachtet in seiner Tätigkeit die Grundsätze eines von gegenseitigem Respekt getragenen Dialogs auf Augenhöhe sowie einer Kultur der Anerkennung bei bleibender Verschiedenheit und fördert sie im Bereich der Hochschule.
  • Das KPZ iiiL steht in Kooperation mit Einrichtungen an der KPH Wien/Krems, um im Bereich des interkulturellen, interreligiösen und interkonfessionellen Lernens die Kompetenzen zu bündeln, sie für Lehre, Forschung und Beratung fruchtbar zu machen und auch inspirierende Impulse für die verschiedensten Ebenen schulischer Bildung zu setzen.
  • Das KPZ iiiL sucht die Kooperation mit externen Einrichtungen, die in dem Themenbereich über langjährige Erfahrung und einschlägige Kompetenzen verfügen, sodass es zu einem wechselseitigem Austausch und gemeinsamen Projekten kommen kann.

Arbeitsschwerpunkte

  • Die Entwicklung und Begleitung von Curricula der Aus – und Weiterbildung (Lehrgänge),
  • die Organisation von Gastvorträgen und Tagungen für Studierende und Lehrende,
  • die Anregung bzw. fachliche Begleitung von Forschungs- oder Entwicklungsprojekten
  • „Erinnerungsgeleitetes Lernen“ im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938
  • die Reflexion von religionsverbindenden Feiern im schulischen Kontext,
  • Vernetzungsarbeit innerhalb und außerhalb der KPH Wien/Krems,
  • Interne Fortbildung im Rahmen von Gesprächskreisen mit externen ExpertInnen,
  • Präsentationen und Publikationen zum iii-Lernen