Kapelle

Die Kapelle auf dem Campus Krems-Mitterau

 

Im Zuge des Neubaus (1967/68) der Pädagogischen Akademie der Diözese St. Pölten in Krems wurde auch eine Kapelle als eigenständiger Baukörper errichtet. Diese steht nun für die StudentInnen und LehrerInnen unserer Hochschule zur Verfügung.
Die Termine dazu finden sich hier.
 
Die künstlerische Gestaltung der Kapelle unter dem Thema
"Maria und die Kirchenväter" erfolgte nach Entwürfen von
Lydia Roppolt
(* 1922 in Moskau, + 1995 in Wien)
 
Das Hauptelement ist ein Betonfries an den beiden Längswänden und an der Altarwand. Entlang der Längswände soll das Fries in einer bleiverglasten Wand frei schweben und als abstrakter Hintergrund für das Hauptthema gelten. 
Johannes "Chrysostomus" - der Prediger mit dem "Goldmund" wird hier für seine Verherrlichung der Schöpfung durch abstrakte Formen interpretiert. 
Für Athanasius von Alexandrien, den Vater der Lehre vom göttlichen Logos, steht in der Mitte Christi Geburt aus Maria, der Jungfrau. 

Ein Dreieck, das die Einheit der drei göttlichen Personen audrücken soll, steht für Gregor von Nazianz.

 

Basilius wird durch ein lateinisches und ein griechisches Kreuz repräsentiert. Dadurch wird seine ökumenische Grundhaltung ausgedrückt.

 
Die Altarwand zeigt sonnen- und mondartige Symbole. Diese werden teilweise durch die Orgel verdeckt.
Altar, Ambo und Tabernakel wurden von Architekt Dipl.-Ing. Paul Pfaffenbichler entworfen.
 
An der südlichen (rechten) Wand befinden sich Symbole für die Lehren in den Werken der lateinischen Kirchenväter. 

Für Augustinus steht ein Herz. Darin kommt seine große Gottesliebe zum Ausdruck.

 

Für Hieronymus und seine Marienlehre eine thronende Maria.

 

Für Gregor den Großen stehen Kelch und Hostie und weisen auf seine liturgischen Ordnungen hin.

 

Abstrakte Zeichen deuten auf die durch Ambrosius gepriesene Schöpfung hin.

 
Das Betonband ist auch auf der Außenseite plastisch ohne Thema gestaltet. Es scheint, als ob die Bedeutung aus dem Inneren auch nach außen hin vermittelt werden soll. 
Nachträglich wurde eine Wärmeschutzverglasung angebracht. Das äußere Bild der Kapelle wurde dadurch stark verändert, die Wirkung der Glasfenster beeinträchtigt.
Da die Wirkung der Glaskonstruktion durch die Schatten der Holzkonstruktion beeinträchtigt sind, wird im Werksverzeichnis erwähnt, dass die Kapelle nicht im Originalzustand erhalten ist.
 

Verwendete Literatur:
Roland L. Schachel/Erich Kaessmayer:

Lydia Roppolt. Sakrales - Monumentales


verlag publication PNo1 Bibliothek der Provinz, 3970 Weitra

Fotos: Thomas A. Naske

 

 

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