Pädagogische Hochschulen: Christoph Berger nun oberster Vertreter

Rektor der KPH Wien/Krems vertritt ab sofort weitere 13 Hochschulen

Christoph Berger, Rektor der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems, ist neuer Vorsitzender der Rektorenkonferenz der österreichischen Pädagogischen Hochschulen (RÖPH). Gewählt wurde er sowie die Rektorinen Ruth Petz (PH Wien) sowie Marlies Krainz-Dürr (PH Kärnten) als seine Stellvertreterinnen bei der jüngsten RÖPH-Mitgliederversammlung in Wien, teilte die KPH Wien/Krems am Montag mit.

"Die nächsten Jahre werden stark von unseren Bestrebungen in Richtung einer größeren, wirklichen Autonomie für die Pädagogischen Hochschulen geprägt sein", kündigte Berger an. Die Bundeshochschulen, die rechtlich immer noch als nachgeordnete Dienststellen geführt würden, müssten künftig mehr Freiräume in Curricularen und in Personalfragen erhalten. Der neue RÖPH-Vorstand werde daher in der nächsten Zeit eine eigene Position für die Zukunft der Hochschulen erarbeiten und diese mit dem Bildungsministerium diskutieren. Die Kirchlichen Pädagogischen Hochschulen - die bereits jetzt schon mehr Handlungsspielraum haben - könnten dabei durchaus als Vorbild gesehen werden, erklärte Berger.

Wesentlich werde sein, dass die Pädagogischen Hochschulen zwischen Universitäten und Fachhochschulen "einem klar definierten Auftrag folgen und dabei in Lehre und Forschung eine qualitativ hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildung und Schulentwicklungsbegleitung anbieten", betonte Berger.

An den 14 Pädagogischen Hochschulen in Österreich, deren Kerngeschäft die Pädagogenbildung ist, absolvieren derzeit 16.000 Studierende ein Lehramtsstudium, 5.000 davon für die Primarstufe. Geleistet wird aber auch die Lehrerfortbildung für alle Schultypen. Dazu kommt ab Herbst 2018 auch eine akademische Weiterbildung im Bereich der Elementaren Bildung.

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