Der Umgang mit Fehlern und Rückmeldungen ist eine Schlüsselstelle im Lehr-Lernprozess und stellt eine besondere pädagogisch-didaktische Herausforderung dar. Der Aufbau von Leistungsfreude sowie Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten ist wesentlich davon abhängig, wie mit Fehlersituationen und Rückmeldungen (Feedback) umgegangen wird. Für den Aufbau einer Fehlerkultur ist es notwendig, die Toleranz und Akzeptanz des Fehlermachens (verbunden mit einer Absage an jede Form der Beschämung) zu erhöhen, aber gleichzeitig mehr Know-how im konstruktiven Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Was Rückmeldungen im Lernprozess betrifft, wird zunehmend deutlich, dass es notwendig ist, durch differenziertes Feedback den Schülerinnen und Schülern klarere Hinweise im Hinblick auf Lernprozesse und Lernergebnisse zu geben. Untersuchungen (z.B. Richard 2005) zeigen, dass differenzierte und lernförderliche Rückmeldungen sowohl auf mündliche Aussagen, als auch auf schriftliche Arbeiten nicht die Regel sind.
Vorhaben
- Forschungsarbeit zu Fehlerkultur und zu Feedbackformen (z.B. im Rahmen der Schulporträtforschung als Beitrag zur Schulentwicklung)
- Angebot von Seminaren im Rahmen der LehrerInnenfort- und -weiterbildung
Downloads
Fehlerkultur (ILSmail) (1.2 MB)
Literatur
Althof, W. (Hg.) (1999): Fehlerwelten. Vom Fehlermachen und Lernen aus Fehlern. Opladen: Leske+Budrich
Hammerer, F. (2002). Der Fehler - eine pädagogische Schlüsselsituation und Herausforderung. In: Erziehung und Unterricht, H. 1-2, S. 37-50
Oser, F./Spychiger, M. (2005): Lernen ist schmerzhaft. Zur Theorie des Negativen Wissens und zur Praxis der Fehlerkultur. Weinheim und Basel: Beltz
