Religionsunterricht neu denken?

Fortbildung mit Univ.-Prof. Dr. Andrea Lehner-Hartmann und Dienstbesprechung mit den FachinspektorInnen APS

In St. Pölten, Zwettl und Seitenstetten fand die Referentin eine aufmerksame und sehr zahlreiche Zuhörerschaft durch die ReligionslehrerInnen an Pflichtschulen. Univ.-Prof. Dr. Andrea Lehner-Hartmann zeigte klar die gegenwärtigen Herausforderungen, z.B. die Privatisierung und Politisierung von Religion, Nationalismen und ökonomische Vereinnahmung, dar und beleuchtete den Zusammenhang zwischen religiöser Bildung und Demokratie. Die demografische Entwicklung ab 1945 im Bezug auf die Zahl der Katholiken, Taufen und kirchlichen Trauungen bzw. Begräbnissen zeigt einen klaren Trend auf. Spannende Überlegungen zur Situation der Jugendlichen zeigten auf, dass "religiös" oft einen negativen Beigeschmack hat, religiöse Fragen aber durchaus von Interesse sind. Konfession jedoch spielt eine immer geringere Rolle. Dennoch ist religiöse Bildung eine wichtige Aufgabe der Schule um z.B. individuelle Erfahrungen in größere Erfahrungen und Deutungen einbetten zu können oder um der Sinnfrage in der eigenen Biografie näher zu kommen. Ziel soll es sein eine Differenzkompetenz zu entwickeln um einen Perspektivenwechsel vornehmen zu können und Unsicherheitstoleranz einzuüben. Die Bedeutung der Ansätze des Theologisierens wurde aus zwei neueren Studien belegt.

In St. Pölten wurde das Anliegen und Angebot von "Kirche in Not" vorgestellt, in Zwettl präsentierte Mag. Zach von der Buchhandlung Zach-Herder neueste Literatur und in Seitenstetten machte der zuständige Personalvertreter auf kommende Herausforderungen aufmerksam. Ein breites Angebot aus dem shop.kphvie stand den KollegInnen in der Pause zur Verfügung.

Informationen aus dem Institut Religiöse Bildung und Ehrungen, Wünsche und Hinweise der Fachinspektorin bzw. der Fachinspektoren rundeten die Nachmittage ab.

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