Konstitutives Element von Bildung ist es, Menschen auf ihrem Weg zu Freiheit, Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber zu begleiten. Dazu zählen jedenfalls auch die ethische Grundlagenproblematik und die Auseinandersetzung mit dem weltanschaulichen und religiösen Pluralismus.
Die Standardisierung von Bildung und Bildungsinhalten beinhaltet Chancen und Gefahren. Die Hochschule erforscht deshalb konzeptuell Lernprozesse und sucht die Balance zwischen Standardisierung und Individualisierung.
Unsere Hochschule bekennt sich zu einer Kultur der pädagogischen Nachdenklichkeit, die über interne und externe Qualitätssicherung hinausgeht. Ihr Ziel ist die permanente kritische Reflexion der Ökonomisierung von Bildung an sich sowie der pädagogischen Konzepte, die mit LehrerInnenprofessionalität, Berufsethos und Ergebnissicherung zu tun haben. Dazu gehören auch die eigenen und gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich eines auf Sozialtechnologisierung basierenden unaufgeklärten Effektivierungsdenkens. Im Sinne der Dialektik der Aufklärung wissen und handeln wir auf der Basis maximalen Wissensgewinns bei gleichzeitiger Erkenntnis der Grenzen des deklarativen Wissens. Ungewissheit im pädagogischen Kommunikationsraum gilt uns nicht bloß als Bedrohung, sondern auch als Quelle tieferen Verstehens.
