In westlich geprägten Gesellschaften und Kulturen muss die sogenannte Gretchenfrage nach der Religion im 21. Jahrhundert im Plural gestellt werden. Wir leben nicht mehr im Kontext einer vermeintlich nur christlich geprägten Gesellschaft oder Kultur; verschiedene Religionen sind Teil der postmodernen multidimensionalen Lebenswelten. Ihre wachsende Präsenz und Bedeutung bilden einen Gegentrend zu den Entkirchlichungstendenzen in Europa und widersprechen den Versuchen, religiöse Dimensionen in der Wahrnehmung der ‚Wirklichkeit‘ auszublenden.

Vielfach ist das Sensorium verloren gegangen, Religionen differenziert wahrzunehmen. Sie bilden darum das Nadelöhr in der Auseinandersetzung mit Vielfalt. Bildung muss den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt und Differenz jeglicher Art ermöglichen und dadurch ein konstruktives Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Kompetenzen im Umgang mit religiöser Vielfalt und Differenz spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Tagung stellt Dimensionen religiöser Vielfalt in verschiedenen Bildungsbereichen in doppelter Hinsicht zur Diskussion: in den Perspektiven von konkreten Forschungsvorhaben und in der Gestaltung unterschiedlicher Bildungskonzepte. Sie kulminiert in der Auseinandersetzung mit interreligiöser Kompetenz in der Ausbildung von LehrerInnen in Österreich.

 

Tagungsteam

Nicolae Dura, Alfred Garcia Sobreira-Majer, Heinz Ivkovits, Fatima Ursula Kowanda-Yassin, Thomas Krobath, Ingrid Kromer, Karsten Lehmann, Doris Lindner, Pavel Mikluscak, Edith Petschnigg, Susanne Scherf, Bernhard Schörkhuber, Amena Shakir, Helena Stockinger (Kooperationspartnerin KU Linz)

 

Tagungsprogramm

Hier gehts zum Programm.

 

Tagungsanmeldung

Bis 17. September 2017 unter susanne.scherf(at)kphvie.ac.at

Lehrerinnen und Lehrer können sich zusätzlich auch über PH-Online zu dieser Tagung anmelden. Dies ist ab 28.8.2017 möglich. Die LV-Nummer wird zeitgerecht an dieser Stelle bekanntgegeben.